Zukunftswerkstatt Weiterbildung OWL: OWL macht sich fit für die Arbeitswelt von morgen
Bielefeld, 14. September 2026. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und der Fachkräftemangel verändern die Anforderungen an Unternehmen und Beschäftigte. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gewinnt die Frage an Bedeutung, wie vorhandene Kompetenzen weiterentwickelt und neue Fähigkeiten aufgebaut werden können. Antworten erhielten über 160 Teilnehmende am Montag in der Bielefelder Wissenswerkstadt. Bei der Zukunftswerkstatt Weiterbildung OWL tauschten sie sich über aktuelle Herausforderungen, konkrete Weiterbildungsmöglichkeiten und erfolgreiche Ansätze für die berufliche Entwicklung aus. Impulse kamen unter anderem von NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann und Bildungsexperte Dr. Martin Noack von der Bertelsmann Stiftung. Im Mittelpunkt stand eine zentrale Erkenntnis: Weiterbildung ist ein wichtiger Schlüssel, damit Beschäftigte und Unternehmen den Wandel der Arbeitswelt aktiv gestalten können. Veranstaltet wurde die Zukunftswerkstatt von der Regionalagentur OWL, der OstWestfalenLippe GmbH und dem Netzwerk Vernetzte Bildungsräume OWL.
„In der sich aktuell rasant wandelnden Arbeitswelt ist Weiterbildung ein zentrales Instrument. Denn sie hilft Beschäftigten, mit Transformationsprozessen wie Digitalisierung oder KI Schritt zu halten und dient so der Fachkräftesicherung in den Betrieben. Dafür gibt es hier in Ostwestfalen-Lippe bereits viele gute, erreichbare und praxisnahe Weiterbildungsangebote“, sagt Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.
Unternehmen brauchen gut qualifizierte Beschäftigte
Auch aus Sicht der Wirtschaft ist Weiterbildung längst mehr als ein zusätzliches Angebot. Jörg Timmermann, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der OWL GmbH und Geschäftsführer der Kraft Gruppe aus Rietberg, betont „Die Fähigkeiten und das Wissen unserer Beschäftigten sind eine der wichtigsten Ressourcen unserer Unternehmen. Gerade für die mittelständisch geprägte Wirtschaft in Ostwestfalen-Lippe ist es entscheidend, diese Potenziale zu entwickeln und zu nutzen. Weiterbildung ist deshalb eine Investition in die Innovationskraft einzelner Unternehmen – und zugleich in die Zukunftsfähigkeit unseres gesamten Wirtschaftsstandorts. Dafür brauchen wir gute Angebote und eine enge Zusammenarbeit von Unternehmen, Bildungsanbietern und regionalen Akteuren.“ Wie Unternehmen Weiterbildung konkret umsetzen können, zeigten Praxisbeispiele der Wilhelm Böllhoff GmbH & Co. KG und der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.
Weiterbildung gemeinsam gestalten
Dass es bei Weiterbildung nicht nur um das Angebot, sondern auch um den Zugang dazu geht, betonte Dr. Martin Noack von der Bertelsmann Stiftung in seiner Keynote. Entscheidend seien gute Orientierung und einfache Zugänge: „Weiterbildung muss für Unternehmen und Beschäftigte leichter zugänglich sein. Dafür braucht es gute Orientierung und einen einfachen Zugang zu passenden Angeboten. Zentrale Weiterbildungs-Anlaufstellen in den Kommunen OWL könnten Informationen bündeln, Orientierung geben und Menschen und Unternehmen mit den richtigen Angeboten zusammenbringen“, so Dr. Noack.
Ansatzpunkte dafür gibt es bereits in den regionalen Strukturen. „Wir haben in Ostwestfalen-Lippe ein starkes Netzwerk aus Unternehmen, Bildungsträgern, Kommunen und Arbeitsmarktakteuren. Diese Strukturen bieten eine gute Grundlage, um die vorhandenen Weiterbildungsangebote noch besser zu vernetzen und für Beschäftigte und Unternehmen leichter zugänglich zu machen. Die Zukunftswerkstatt hat gezeigt: Wenn wir unsere Kräfte bündeln, können wir gemeinsam gute Lösungen für die Region entwickeln“, sagt Michael Stolte, Vorsitzender des Lenkungskreises der Regionalagentur OWL und Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH.
Vielfältige Angebote für die Region
Neben den Impulsen und Diskussionen bot die Zukunftswerkstatt konkrete Möglichkeiten zur Information und zum Austausch. In der Ausstellung präsentierten Weiterbildungsanbieter aus OWL ihre Angebote, Themen und Fördermöglichkeiten. In neun Fachforen konnten die Teilnehmenden einzelne Aspekte vertiefen – von KI-Kompetenzen und Talententwicklung über Fördermöglichkeiten und Umschulungen bis hin zur Gewinnung internationaler Fachkräfte. So wurde Weiterbildung an konkreten Angeboten und Fragen aus der Praxis erlebbar.
„Die Zukunftswerkstatt zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig die Weiterbildungslandschaft in OWL ist und wie viel Kompetenz in unserer Region vorhanden ist. Mit den Vernetzten Bildungsräumen OWL haben wir eine gute Grundlage geschaffen, um diese Stärken zusammenzuführen. Jetzt geht es darum, die Zusammenarbeit weiter auszubauen und Weiterbildung noch stärker als gemeinsamen Standortfaktor für OWL zu entwickeln“, sagt Wolfgang Marquardt, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH.
Weitere Informationen zur Zukunftswerkstatt Weiterbildung OWL finden Sie unter www.regionalagentur-owl.de.
Bildunterzeile: Setzen sich für Weiterbildung ein (v.l.): Michael Stolte (Geschäftsführer Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH), Wolfgang Marquardt (Geschäftsführer OstWestfalenLippe GmbH), Karl-Josef Laumann (NRW-Arbeitsminister), Jörg Timmermann (Geschäftsführer Kraft Gruppe und Vorsitzender Gesellschafterversammlung der OstWestfalenLippe GmbH), Caroline Wilke (Leiterin Regionalagentur OWL) und Frank Strothmann (1. Bürgermeister Stadt Bielefeld). (Foto: OstWestfalenLippe GmbH)
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Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Aufgabe ist es, die Region Ostwestfalen-Lippe, mit Blick auf den nationalen und internationalen Wettbewerb, als eine bekannte Marke und als führender Wirtschafts- und Transformationsstandort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Um dies zu erreichen, wird Standort-, Marken-, Fachkräfte- und Tourismusstrategie in Form einer langfristigen Strategie konsequent zusammengebracht. Die OWL GmbH ist zudem Trägerin der Regionalagentur OWL, die im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales zentrale Koordinierungsaufgaben bei der Umsetzung der Landesprogramme des Europäischen Sozialfonds auf regionaler Ebene übernimmt. Damit trägt die Regionalagentur OWL dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen zu unterstützen, Qualifikationen und Kompetenzen von Beschäftigten zu erhöhen, die berufliche Integration von Jugendlichen zu verbessern, der Ausgrenzung von besonders Benachteiligten am Arbeitsmarkt entgegenzuwirken und die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu erhöhen.
Im Rahmen seiner landesweiten Ausbildungstour hat Arbeitsminister Karl-Josef Laumann am Montag die Ludwig Weinrich GmbH & Co. KG in Herford, die SOLLICH KG in Bad- Salzuflen und die Kramp & Kramp GmbH & Co. KG in Lemgo besucht. Die Unternehmen engagieren sich als Ausbildungsbetriebe und qualifizieren damit die Fachkräfte des Landes von morgen. „Bei meiner Ausbildungstour durch Nordrhein-Westfalen komme ich mit Auszubildenden, Ausbilderinnen und Ausbildern sowie Unternehmensführungen und weiteren Beschäftigten ins Gespräch. Ich möchte zuhören, mir vor Ort anschauen, was gut und was vielleicht weniger gut läuft und mit den Menschen darüber sprechen, was sie brauchen. Eine gute Ausbildung ist eine wichtige Grundlage für den weiteren Berufsweg. Mein Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für eine starke und zukunftsfähige Ausbildung in Nordrhein-Westfalen Schritt für Schritt zu verbessern – damit junge Menschen gute Perspektiven erhalten und Betriebe auch künftig die Fachkräfte finden, die sie brauchen,“ erklärt Arbeitsminister Laumann.
Die Regionalagentur OWL bei der OstWestfalenLippe GmbH hat die Ausbildungstour in OWL gemeinsam mit den IHKs Ostwestfalen und Lippe sowie der Handwerkskammer OWL organisiert. „Wir freuen uns sehr über das Engagement von Minister Karl-Josef Laumann. Die Ausbildung von qualifizierten Fachkräften für Industrie und Handwerk ist eine wichtige Grundlage für die wirtschaftliche Zukunft unserer Region – und damit auch für uns ein Schwerpunkt“, sagt Wolfgang Marquardt, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH. „Wir arbeiten etwa daran, Jugendliche für Berufe im MINT-Bereich zu begeistern und machen neue Technologien in über 80 außerschulischen Lernorten in der ganzen Region erlebbar. So wollen wir dazu beitragen, dass Unternehmen gute und engagierte Auszubildende finden.“
Ludwig Weinrich GmbH & Co. KG ist ein traditionsreiches Familienunternehmen aus Ostwestfalen, das seit mehr als 125 Jahren Schokolade produziert. Als Ausbildungsbetrieb bietet das Unternehmen Einblicke in vielfältige Bereiche wie Produktion, Logistik, Qualitätssicherung, Technik, Verkauf und Verwaltung. Aktuell absolvieren 21 junge Menschen eine Ausbildung in dem Unternehmen.
Cord Budde, Geschäftsführer: „Seit 1895 steht das Familienunternehmen Ludwig Weinrich für höchste Schokoladenkunst. Dazu gehört für uns auch die Verantwortung, auszubilden und vielfältige Entwicklungsperspektiven zu bieten. Ausbildung ist ein zentraler Baustein, um qualifizierte Fachkräfte für die Zukunft unseres Unternehmens zu gewinnen. Gleichzeitig erleben wir, dass es zunehmend anspruchsvoller wird, geeignete Nachwuchskräfte zu finden. Deshalb setzen wir nicht nur auf attraktive Ausbildungsbedingungen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten, sondern auch darauf, über Praktika und direkte Einblicke in unseren Arbeitsalltag frühzeitig Interesse zu wecken. Umso mehr begrüßen wir den Besuch im Rahmen der Ausbildungstour 2026. Der direkte Austausch bietet die Gelegenheit, die Bedürfnisse von Auszubildenden und Unternehmen sichtbar zu machen und gemeinsam die Ausbildung von morgen zu gestalten."
Die SOLLICH KG aus Bad Salzuflen ist ein international tätiges mittelständisches Familienunternehmen. Seit mehr als 100 Jahren stellt das Unternehmen Maschinen und Anlagen für die Süßwarenindustrie her. Als Ausbildungsbetrieb bietet die SOLLICH KG jungen Menschen Möglichkeiten in technischen Berufen. Derzeit sind 24 Auszubildende in dem Unternehmen beschäftigt.
Thomas Sollich, Geschäftsführer: „Als Familienunternehmen denken wir nicht in kurzen Zeiträumen, sondern in Generationen. Dazu gehört für uns seit jeher, jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu geben und unsere Fachkräfte von morgen selbst auszubilden. Wir investieren viel Zeit, Wissen und Vertrauen in unsere Auszubildenden und begleiten sie auf ihrem Weg. Sie müssen bei uns nicht schon alles können – wichtig sind Neugier, Lernbereitschaft und gute Grundlagen. Das Fachliche bringen wir ihnen bei. Unser Ziel ist, dass aus Auszubildenden qualifizierte Fachkräfte werden, die sich bei uns weiterentwickeln und dem Unternehmen lange verbunden bleiben.“
Die Kramp & Kramp GmbH & Co. KG aus Lemgo ist ein familiengeführter Handwerksbetrieb, der sich auf die Sanierung und Restaurierung von Altbauten und denkmalgeschützten Gebäuden spezialisiert hat. Das Unternehmen setzt dabei auf den eigenen Nachwuchs und bildet aktuell 14 junge Menschen im Tischler-, Zimmerer-, Maurer- sowie Maler- und Lackiererhandwerk aus.
Guido Kramp, Geschäftsführer: „Die meisten Unternehmen bauen Zukunft. Wir bauen Vergangenheit – und dafür brauchen wir Nachwuchs, der Geduld mitbringt und mit den Händen denkt. Deshalb bekommt bei uns jede Bewerberin und jeder Bewerber zuerst ein Praktikum im Wunschberuf: Wer den Beruf erlebt hat, entscheidet sich richtig. Das funktioniert – wir besetzen unsere Ausbildungsplätze jedes Jahr. Besonders freut uns, dass das Tischlerhandwerk bei jungen Frauen ankommt. Und dass Teilzeit bei uns seit Jahren selbstverständlich ist, damit Beruf und Familie zusammenpassen.“
Arbeitsminister Laumann: „Die vielen Gespräche und Eindrücke haben mir noch einmal deutlich gemacht, wie sehr die berufliche Bildung in Ostwestfalen-Lippe vom Engagement der Menschen vor Ort lebt. In den Betrieben wird mit großem Einsatz daran gearbeitet, jungen Menschen einen guten Start ins Berufsleben zu ermöglichen und ihnen echte Perspektiven zu eröffnen. Dafür gilt allen Beteiligten mein ausdrücklicher Dank.”
Hintergrund
Im Rahmen seiner Ausbildungstour besucht Minister Laumann in diesem Sommer Auszubildende in 25 Ausbildungsbetrieben in Nordrhein-Westfalen in den Regionen Bergisches Städtedreieck, Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, Ruhrgebiet, Bonn/Rhein-Sieg und Mittlerer Niederrhein.
Im Mittelpunkt stehen Gespräche über Ausbildungsbedingungen, wie junge Menschen für die berufliche Ausbildung gewonnen werden können und die Bedarfe der Unternehmen und auch der Auszubildenden vor Ort. Die Tour ist Teil der Fachkräfteoffensive NRW und wird in Zusammenarbeit des Arbeitsministeriums mit den zuständigen Regionalagenturen und den Vorsitzenden der regionalen Ausbildungskonsense NRW organisiert.
Die berufliche Ausbildung ist eine tragende Säule der Fachkräftesicherung. Im Rahmen der Fachkräfteoffensive NRW bietet die Landesregierung mit finanzieller Unterstützung der europäischen Union mehrere Angebote, darunter „Ausbildungswege NRW“, „Teilzeitberufsausbildung: Einstieg begleiten - Perspektiven öffnen" (TEP), die „Aktion 100 zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung in NRW“ und das gemeinsam mit den Arbeitsagenturen und Jobcentern geförderte Werkstattjahr.
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Marius Vinnemeier
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Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Aufgabe ist es, die Region Ostwestfalen-Lippe, mit Blick auf den nationalen und internationalen Wettbewerb, als eine bekannte Marke und als führender Wirtschafts- und Transformationsstandort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Um dies zu erreichen, wird Standort-, Marken-, Fachkräfte- und Tourismusstrategie in Form einer langfristigen Strategie konsequent zusammengebracht.
Über die Regionalagentur OWL
Die Regionalagentur OWL verbindet die die Region und ihre AkteurInnen mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt im Rahmen der Arbeitspolitik und des Europäischen Sozialfonds die Umsetzung von arbeitspolitischen Instrumenten und Vorhaben vor Ort und informiert die regionale Öffentlichkeit. Die Regionalagentur OWL entwickelt gemeinsam mit Netzwerkpartnerinnen und -partnern Strategien, die sich an der Struktur, den Trends und der aktuellen Bedarfslage in OWL orientieren, z.B. das „Handlungskonzept Fachkräftesicherung OWL 2025“. Sie ist seit 2015 Geschäftsstelle des Fachkräftebündnisses OWL und seit 2017 Geschäftsstelle des Arbeitskreises Fachkräftesicherung OWL. Weitere Infos unter https://www.ostwestfalenlippe.de/owl-gmbh/regionalagentur-owl/.
Das Netzwerk „Weiterbildung to go“ war wieder mitten im Geschehen: Am 15.07. hat sich das Netzwerk im Foyer der Bielefelder Volkshochschule präsentiert. Ganz im Sinne des Konzeptes, kam die Beratung dahin, wo sich die Menschen befinden. So standen wir von der Regionalagentur mit Rat und Tat zur Verfügung. Es sind tiefe Diskussionen rund um das Thema berufliche Weiterbildung entstanden. Wunderbar zu beobachten war, dass das Konzept aufgeht: Das Netzwerk „Weiterbildung to go“ hat sich bewährt, denn Interessierte konnten sich mit verschiedenen Anliegen an eine Anlaufstelle richten und direkt eine kompetente Beratung durch den jeweils zuständigen Netzwerk-Partner erhalten.
Neben der Regionalagentur OWL und der VHS Bielefeld waren auch die weiteren Partner des Netzwerkes „Weiterbildung to go“ vertreten: die Agentur für Arbeit Bielefeld, Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, das Jobcenter Bielefeld und die REGE mbH Bielefeld.

Auf dem Schnuppertag der VHS Bielefeld informiert die Regionalagentur OWL gemeinsam mit ihren Partnern des Netzwerks „Weiterbildung to go“ über vielfältige Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung. Interessierte erhalten Informationen zu passenden Weiterbildungsangeboten, Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten sowie zu den Inhalten verschiedener Qualifizierungen. Ziel ist es, Orientierung für die persönliche berufliche Entwicklung zu bieten und Interessierte bei der Vorbereitung auf ihren nächsten beruflichen Schritt zu unterstützen. Der Schnuppertag findet am 15. Juli 2026 von 17:00 bis 20:00 Uhr in den Räumen der VHS Bielefeld statt.
Das sind die Partner im Netzwerk „Weiterbildung to go“: Regionalagentur OWL, VHS Bielefeld, Handwerkskammer OWL, IHK Ostwestfalen, Agentur für Arbeit Bielefeld, Jobcenter Arbeitplus Bielefeld und REGE mbH
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) NRW hat den Aufruf zur Einreichung von Interessenbekundungen für die Beratungsstellen Arbeit (BSA) im Kreis Paderborn veröffentlicht.

Die Beratungsstellen Arbeit beraten erwerbslose Menschen und Menschen, die von prekärer Beschäftigung und Arbeitsausbeutung bedroht oder betroffen sind. In jeder Gebietskörperschaft in NRW gibt es eine Beratungsstelle Arbeit. Sie beraten in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen und arbeiten eng mit weiteren regionalen und überregionalen Partnern zusammen. Mit über 80.000 Beratungen im Jahr 2024 sind die BSA ein elementarer Teil des nordrhein-westfälischen Beratungsnetzwerks gegen Arbeitsausbeutung. Mit dem neuen Aufruf soll die BSA im Kreis Paderborn mit einer weiterentwickelten Konzeption gefördert werden.
Bis zum 05. Juni 2026 können Antragsberechtigte ihre Interessenbekundung einreichen.
Alle Informationen und Antragsunterlagen finden Sie auf der Seite des MAGS NRW: https://www.mags.nrw/esf-2021-2027-aufrufe
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die Regionalagentur OWL.

Für die Sicherung des Fachkräftebedarfs in Ostwestfalen-Lippe gewinnt die internationale Fachkräftegewinnung zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig braucht es verlässliche Qualitätsstandards, transparente Prozesse und faire Rahmenbedingungen.
Vor diesem Hintergrund luden die Regionalagentur OWL und das Amt für Wirtschaft und Tourismus des Kreises Paderborn am 23. April in Paderborn zu einem Expertendialog mit privaten Dienstleistern und Akteuren der Anwerbewirtschaft ein.
Einen fachlichen Impuls gab Almut Schmitz von der Fachkräfteagentur International NRW zum Thema „Standards für eine faire Anwerbung internationaler Fachkräfte in NRW“. Vorgestellt wurden dabei zentrale Qualitätskriterien wie transparente Kostenstrukturen, faire Verfahren, verlässliche Vermittlungsstandards sowie gute Integrationsperspektiven.
Zudem wurde das neue Selbstauskunftsformular für Personalvermittlungsagenturen vorgestellt. Es schafft mehr Transparenz im Vermittlungsprozess, macht Qualitätsstandards sichtbar und bietet Unternehmen Orientierung bei der Auswahl seriöser Partner. Weitere Informationen finden Sie hier:
Im gemeinsamen Austausch wurde deutlich: Erfolgreiche internationale Rekrutierung beginnt bereits im Anwerbeprozess und lebt von gemeinsamen Qualitätsmaßstäben sowie vertrauensvoller Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Am 18. März 2026 traf sich der Arbeitskreis „Vernetzte Bildungsräume OWL“ bei der OWL GmbH in Bielefeld. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen rund um die berufliche Weiterbildung sowie die stärkere Vernetzung regionaler Akteure.
Ein zentrales Thema war die Vorstellung und Diskussion mit Akteuren der Weiterbildung aus OWL des nationalen Weiterbildungsportals „mein NOW“ durch die Bundesagentur für Arbeit. Das Portal bündelt Informationen zu Berufen, Weiterbildungsangeboten, Fördermöglichkeiten und Beratungsstellen und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Ergänzend wurde der neue Fördercheck vorgestellt, der insbesondere Unternehmen eine erste Orientierung zu Qualifizierungsangeboten bietet.
Darüber hinaus berichtete das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW zum Stand der Initiative „Vernetzte Bildungsräume“. Für OWL wurde insbesondere die Chance betont, die regionale Sichtbarkeit – etwa im Bereich Beratung – weiter auszubauen.
Ein weiterer Fokus lag auf der Planung der Weiterbildungsveranstaltung „Zukunftswerkstatt Weiterbildung OWL“, die am 14. September 2026 in Bielefeld stattfinden wird.
Der Austausch machte deutlich: Die enge Zusammenarbeit der regionalen Akteure bleibt ein zentraler Baustein, um Weiterbildung in Ostwestfalen-Lippe zukunftsfähig zu gestalten.
Mit der „Gemeinsamen Initiative zur Stärkung der Inklusion auf dem Arbeitsmarkt Nordrhein-Westfalens“ unterstützt das Arbeitsministerium gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern Unternehmen dabei, Menschen mit Behinderung als Mitarbeitende zu gewinnen. Die G.I.B. GmbH hat dazu eine Online-Veranstaltungsreihe aufgelegt. Sie bietet kompakte, praxisnahe und hilfreiche Informationen zu Fördermöglichkeiten, rechtlichen Grundlagen und Beratungsangeboten. Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern erhalten im direkten Austausch mit erfahrenen Expertinnen und Experten unkomplizierte und praxisnahe Unterstützung. Termine und weitere Informationen finden Sie hier.
Weiterbildung ist für Beschäftigte wichtig, um den Arbeitsplatz in einer sich wandelnden Wirtschaft zu sichern, Karrierechancen zu steigern und sich persönlich weiterzuentwickeln.
Mit dem Bildungsscheck 2.0 ab dem 01.02.2026 gewährt das Land Nordrhein-Westfalen durch Mittel der Europäischen Union einen Zuschuss zu den Ausgaben für die berufliche Weiterbildung. Weiterführende Informationen finden Sie hier.
Mit den Beratungsstellen Arbeit fördert das Land eine flächendeckende und niedrigschwellige Beratungsstruktur für prekär Beschäftigte und Menschen in schwierigen sozialen Lagen. Die Mitarbeitenden informieren von Ausbeutung Betroffene über ihre Rechte und unterstützen sie dabei, diese durchzusetzen. In der 2026 startenden neuen Förderphase stellt die Landesregierung rund 25 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung, um das Angebot weiterzuführen. In allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen ist eine Beratungsstelle Arbeit angesiedelt – so auch in OWL.
Zum Start der neuen Förderperiode organisierte die Regionalagentur OWL am 26.11.2025 ein Austauschtreffen mit den Beratungsstellen Arbeit der sieben Teilregionen in OWL sowie weiteren Netzwerkpartnerinnen- und -partnern. Im Fokus standen aktuelle Themen sowie die zukünftigen Aufgaben ab 2026. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung von Menschen in prekären und ausbeuterischen Beschäftigungssituationen in OWL. Neben arbeits- und sozialrechtlicher Erstberatung gehören auch Präventionsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit sowie die enge Zusammenarbeit mit weiteren Anlaufstellen dazu. Die Beratung bleibt niedrigschwellig und kann sowohl in den Beratungsstellen als auch aufsuchend erfolgen. Wichtiger Partner der Beratungsstellen Arbeit ist z.B. das Hauptzollamt Bielefeld, dass sich im Austauschtreffen mit seinen Aufgaben in den Bereichen Mindestlohn, Schwarzarbeit und Menschenhandel vorstellte. Für 2026 wurden gemeinsame Herausforderungen und Themen identifiziert, z.B. mögliche steigende Beratungsanfragen aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation sowie zunehmende Wohnungslosigkeit. Ziel bleibt eine enge Vernetzung und koordinierte Zusammenarbeit aller beteiligten Akteurinnen und Akteure.


