26.03.2026
Klimaresiliente Region OWL gestartet: Kick-off setzt Impuls für gemeinsame Klimaanpassung
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OWL macht sich klimafest: Mit einem Kick-off am Fraunhofer IOSB-INA in Lemgo ist das Projekt „Klimaresiliente Region OWL“ in die Umsetzung gestartet. Fast 40 Vertreter:innen aus Kommunen, Kreisen, Wissenschaft und Regionalentwicklung kamen zusammen, um die nächsten Schritte für eine systematische Klimaanpassung in Ostwestfalen-Lippe zu diskutieren. Das Projekt adressiert eine zentrale Herausforderung: Extremwetterereignisse wie Starkregen, Hitzeperioden und Trockenheit stellen Kommunen zunehmend vor konkrete Handlungsbedarfe. Ziel ist es, die Region systematisch widerstandsfähiger gegenüber diesen Risiken zu machen und Klimaanpassung als gemeinsame Aufgabe zu verankern. Durchgeführt wird das Vorhaben von der OstWestfalenLippe GmbH gemeinsam mit der Technischen Hochschule OWL, dem Fraunhofer IOSB-INA und der Fachhochschule des Mittelstands. Darüber hinaus sind alle Kreise der Region, die Stadt Bielefeld sowie zwölf weitere Kommunen beteiligt. Das Projekt wird vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW gefördert und durch die Europäische Union kofinanziert.
Zum Auftakt standen ein Gesamtüberblick über das Projekt, die geplanten Arbeitspakete sowie die Jahresplanung im Mittelpunkt. Im weiteren Verlauf wurden zentrale Bausteine wie der Klimaspeicher, die Bestands- und Bedarfsanalyse sowie Ansätze für Zusammenarbeit und Aktivierung vorgestellt. In einem interaktiven World Café diskutierten die Teilnehmenden konkrete Fragestellungen – von Datenintegration und Anwendungsfeldern des Klimaspeichers bis hin zu Wirkungsmessung und gemeinsamer Umsetzung von Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung.
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Digitale Technologien nutzen, Kooperation intensivieren, fundierte Entscheidungen ermöglichen: Zu diesem Zweck bündeln OstWestfalenLippe GmbH, Fachhochschule des Mittelstands, Technische Hochschule OWL und Fraunhofer IOSB-INA ihre Kräfte. (Foto: OWL GmbH)
Datenbasierte Klimafolgenanpassung
Im Zentrum steht ein datenbasierter Ansatz: Auf Grundlage einer umfassenden Bestands- und Bedarfsanalyse entsteht ein regionales Lagebild zur Klimaresilienz. Es zeigt, wo bereits wirksame Strukturen bestehen, wo besondere Verwundbarkeiten liegen und wo Maßnahmen priorisiert werden sollten. Ergänzt wird dies durch ein strategisches Raumbild, das Präventionspotenziale, Schutzbedarfe und Möglichkeiten interkommunaler Zusammenarbeit sichtbar macht.
Kern des Projekts ist der Aufbau eines digitalen Klimaspeichers. Dieses Informations- und Planungswerkzeug vernetzt Daten, bündelt Erfahrungen aus Kommunen und macht sie für konkrete Entscheidungen nutzbar. Eine Kombination aus Datenbank, KI-gestütztem Dialogsystem und Visualisierungstools ermöglicht es, Maßnahmen über kommunale Grenzen hinweg zu bewerten, Investitionen fundiert vorzubereiten und die Umsetzung zu beschleunigen. Bestehende Geodateninfrastrukturen werden dabei gezielt eingebunden, um vorhandene Systeme effizient weiterzuentwickeln.
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Beim Kick-off des Projektes "Klimaresiliente Region OWL" stand der Austausch mit den Kreisen und Kommunen im Vordergrund. (Foto: OWL GmbH)
Regionale Allianz für nachhaltige Transformation
Neben der technischen Infrastruktur steht die Zusammenarbeit im Fokus. Neue Austauschformate, Piloträume und Kooperationsmodelle sollen dazu beitragen, Kommunen, Unternehmen und weitere Akteure stärker zu vernetzen und Klimaanpassung gemeinsam voranzutreiben.
Das Projekt ist zugleich ein wichtiger Baustein des Masterplans Green.OWL und zahlt auf das Ziel ein, die nachhaltige Transformation der Region aktiv zu gestalten. Der Anspruch ist klar: Klimarisiken frühzeitig erkennen, Maßnahmen strategisch bündeln und Ostwestfalen-Lippe Schritt für Schritt resilienter machen – gemeinsam, datenbasiert und umsetzungsorientiert.
Weitere Informationen finden Sie unter hier.
Beteiligte Kreise und Kommunen
Kreise: Kreis Herford, Kreis Höxter, Kreis Lippe, Kreis Minden-Lübbecke, Kreis Paderborn, Kreis Gütersloh
Kommunen: Stadt Bielefeld, Stadt Bad Salzuflen, Stadt Halle, Stadt Lage, Stadt Schloß-Holte Stukenbrock, Stadt Vlotho, Stadt Werther, Gemeinde Hövelhof, Gemeinde Kalletal, Gemeinde Leopoldshöhe, Gemeine Schlangen, Gemeinde Steinhagen, Gemeinde Dörentrup