Sprachsensibel in die Zukunft: DaZ-Schulung stärkt MINT-Angebote für Schüler:innen
Wie können MINT-Angebote so gestaltet werden, dass sie auch Schüler:innen mit geringen Deutschkenntnissen erreichen? Dieser Frage widmete sich eine neue DaZ-Schulung („Deutsch als Zweitsprache“-Schulung) des zdi-Zentrum pro MINT GT, im Rahmen des Projekts MINT 4.OWL, die gemeinsam mit dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) und der Universität Paderborn entwickelt wurde.
Gemeinsame Wege finden – von der Idee zur Schulung
In einem ersten Austausch mit dem Kommunalen Integrationszentrum wurde schnell deutlich, wie groß der Bedarf an niederschwelligen, sprachsensiblen MINT-Angeboten ist. Die Wahl fiel auf den beliebten Workshop „Brücken aus dem Drucker“, in dem mithilfe von 3D-Druckerstiften Brücken gebaut werden und anschließend mit kleinen Gewichten auf ihre Stabilität getestet werden.
Um die Umsetzung vorzubereiten, wurden die studentischen Hilfskräfte (SHKs) der Universität Paderborn eingebunden. Bereits im Vorfeld der Schulung erarbeiteten die Universität Paderborn und das Kommunale Integrationszentrum erste ergänzende Materialien, darunter ein Wörterverzeichnis für wichtige technische Begriffe.
„Spannend finde ich, dass Deutsch hier nicht nur im Deutschunterricht gelernt wird. Als DaZ-Lehrerin freue ich mich über alles, was mit Sprachförderung zu tun hat und die Kombination mit Technik passt super.“, berichtet Schulungsteilnehmerin Sinem Kaya von der Richard-von-Weizsäcker-Gesamtschule aus Rietberg.
Schulung mit Zeit für Austausch und Perspektiven
Die DaZ-Schulung selbst folgte dem bekannten Aufbau des Brückenbau-Workshops, bot jedoch bewusst mehr Raum für Gespräche:
Es entstanden zahlreiche konkrete Ideen, die nun in die Überarbeitung der Materialien einfließen. Die SHKs bereiten aktuell alle Unterlagen für die Durchführung mit den Schüler:innen am 17. Dezember vor. „Bei mir ist meistens nur eine Schülerin oder ein Schüler aus der Internationalen Klasse dabei, da ist es hilfreich zu lernen, worauf ich beim Erklären achten sollte. Ich freue mich schon darauf zu sehen, wie die Kinder die praktischen Aufgaben lösen und ihre 3D-Brücken bauen“, erzählt Nadine Gottwald von der Osterrath Realschule aus Rheda-Wiedenbrück.
Ein starkes Signal für mehr Chancengerechtigkeit
Die DaZ-Schulung zeigt, wie MINT-Bildung, Integration und Sprachförderung ineinandergreifen können. Sie setzt ein Zeichen für mehr Teilhabe und eröffnet Jugendlichen neue Wege in die technische und berufliche Bildung. Gemeinsam mit den Schulen, dem Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Gütersloh und der Universität Paderborn wurde dieses Format erstmalig erarbeitet - praxisnah, sprachsensibel und orientiert an den Bedürfnissen der Lernenden.
Mehr Informationen zum Projekt MINT 4.OWL unter www.mint4owl.de.
Wie lässt sich Begeisterung für MINT-Themen bei Jugendlichen wecken? Eine eindrucksvolle Antwort darauf lieferte die Veranstaltung MINT@Stadion, die am 25.11. 2025 im Heimstadion des SC Paderborn 07, der Home Deluxe Arena, stattfand. Eingebettet in das Projekt MINT 4.OWL tauchten 74 Schüler:innen aus drei Paderborner Schulen in die technische Welt eines modernen Fußballstadions ein – und entdeckten dabei, wie vielfältig und zukunftsweisend MINT-Berufe heute sind.
MINT zum Anfassen
An verschiedenen Stationen erlebten die Jugendlichen Technik unmittelbar:
Durch die Kombination aus Praxis, Experimenten und realen Anwendungsbeispielen wurde sichtbar, wie relevant technische Kompetenzen im Alltag und in modernen Arbeitsumgebungen sind.
Berufsorientierung, die Wirkung zeigt
Besonders wertvoll war der Austausch mit der BENTELER Group. Dr. Fabian Fricke, Ausbildungsleiter des Unternehmens, stellte Ausbildungswege und Karrierechancen vor und gab Einblicke in aktuelle Zukunftsthemen des Konzerns. In einer offenen Q&A-Runde berichteten Benteler-Auszubildende direkt aus ihrem Berufsfeld – authentisch, motivierend und auf Augenhöhe. So konnten die Schüler:innen erfahren, welche Möglichkeiten ihnen regionale Arbeitgeber bieten und wie vielfältig MINT-Berufe heute aufgestellt sind.
Gemeinsam für die Innovationsregion OWL
Mit Angeboten wie MINT@Stadion zeigt die Region OWL, wie praxisnah und inspirierend Berufsorientierung gestaltet werden kann – und wie sie junge Talente für Technik, Digitalisierung und Zukunftsthemen begeistert.
Mehr Informationen unter www.mint4owl.de.
In der MINT Community 4.OWL ist das Netzwerk der zdi-Zentren (zdi = „Zukunft durch Innovation“) eine tragende Säule unseres Ansatzes. Doch was genau verbirgt sich hinter den zdi-Zentren, welche Rolle spielen sie – und wie wirkt insbesondere das zdi-Zentrum Herford (experiMINT e.V.) in unserem gemeinsamen Projekt mit?
Was sind eigentlich zdi-Zentren — und warum sind sie so wichtig?
Die zdi-Zentren (zdi = „Zukunft durch Innovation“) sind regionale MINT-Netzwerke in Nordrhein-Westfalen und Teil der landesweiten Initiative zdi.NRW, einer der größten Gemeinschaftsoffensiven zur Nachwuchsförderung in Europa. Mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Schulen, Kommunen und Zivilgesellschaft sind sie flächendeckend in allen Kreisen und kreisfreien Städten NRWs aktiv. Ihr gemeinsames Ziel: Kinder und Jugendliche frühzeitig für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern. Schüler:innenlabore, mobile Lernangebote und außerschulische Workshopformate ermöglichen jungen Menschen einen direkten, handlungsorientierten Zugang zu MINT-Themen. Besonders im Fokus stehen dabei auch Berufs- und Studienorientierung, Mädchenförderung sowie neue Themenfelder wie KI-Bildung. Eine Übersicht der Kontaktpersonen zu den zdi-Zentren in der Region Ostwestfalen-Lippe gibt es hier: https://www.mint4owl.de/wer-steckt-hinter-mint-4-owl/
Das zdi-Zentrum Herford / experiMINT e.V.
Der experiMINT e.V ist Träger der zdi-Netzwerke Kreis Herford und Bielefeld. Der Verein bietet schülernahe, praxisorientierte MINT-Angebote – von technischen Experimenten über digitale Bildung bis hin zu Themen rund um erneuerbare Energien.
Die Angebote sind dabei vielfältig. Den eigenen Wetterballon starten, spannende Unternehmensprojekte durchführen und hinter die Kulissen blicken, die Welt der Naturwissenschaften erforschen oder programmieren lernen. Ob im Unterricht, nach der Schule oder in den Ferien, im Unternehmen oder im Schülerlabor… bei experiMINT können Unternehmen und Hochschulen sich vorstellen und faszinierende Einblicke in die Berufswelt bieten. Schüler*innen können ihre Talente ausprobieren, neue Perspektiven entdecken und sich mit anderen MINT-Interessierten austauschen. Das zdi-Zentrum Herford ist zudem eines von acht Projektpartnern in MINT 4.OWL. Durch die intensive Zusammenarbeit im Netzwerk tragen die Herforder Aktivitäten dazu bei, unsere MINT-Community in OWL weiter zu stärken.
Blick nach vorne: Der neue MINT.raum in Herford
Ein besonders spannender Meilenstein in der Entwicklung von experiMINT ist der geplante MINT.raum, der im Kreis Herford bald als zentraler Lernort für Jugendliche entstehen soll. Geplant ist ein moderner Lern- und Werkstattort an der Ravensberger Straße in Herford. In 2026 soll hier eine Werkstatt, Schulungsräume und Co-Working-Flächen für die Partner aus Unternehmen, Schulen und Hochschulen eingerichtet werden. Der MINT.raum soll regelmäßig praxisorientierte Angebote für Schulklassen, Nachmittags- und Ferienprogramme bieten. Unternehmen in der Region bekommen so eine neue Plattform, um sich den Jugendlichen vorzustellen – mit möglichst geringer organisatorischer Belastung.
„Der neue MINT.raum wird für uns ein echter Quantensprung. Wir schaffen einen Ort, an dem Jugendliche mit Unternehmen, neuen Technologien und realen Zukunftsthemen in Kontakt kommen – niedrigschwellig, praxisnah und inspirierend. Damit können wir die Erfahrungen aus Projekten wie MINT 4.OWL verstetigen und langfristig in die Region hineintragen.“, betont Dennis Niewiadomsky, Projektkoordinator bei experiMINT e.V.
Das zdi-Netzwerk in Ostwestfalen-Lippe ist ein zentraler Impulsgeber für das Projekt der MINT Community 4.OWL. Mit Partnern wie experiMINT Herford schaffen wir nicht nur Angebote für außerschulische Lernorte und Jugendliche, sondern bauen nachhaltige Bildungsstrukturen.
Weitere Informationen zum Projekt unter www.mint4owl.de.
Die Stadtbibliothek Detmold hat im Rahmen der MINT Community 4.OWL eindrucksvoll gezeigt, wie außerschulische Lernorte zu lebendigen Orten der Wissenschaft werden können. Als Partnerin der Initiative bot sie über mehrere Jahre hinweg regelmäßig Workshops für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren an – und stieß dabei auf großes Interesse.
Unter dem Motto „Entdecken, Forschen, Ausprobieren“ verwandelten sich die Räumlichkeiten der Bibliothek in einen kreativen Lernraum: Ob beim Programmieren kleiner Roboter, beim Experimentieren mit KI oder beim Bau einer Brücke mit dem 3D-Druckerstift – die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten MINT-Themen auf spielerische Weise kennenlernen. Besonders beliebt war der Workshop „Kollege Roboter“, in dem die Jugendlichen einen Kugelroboter steuern konnten, sich mit Sensoren und Programmierung auseinandersetzen.
„Wir waren überrascht, wie groß die Nachfrage war“, berichtet die Leiterin Manuela Kohl der Stadtbibliothek Detmold. „Viele Familien kamen gezielt wegen der MINT-Angebote zu uns – und die Kinder waren mit Begeisterung dabei.“
Durch die Zusammenarbeit mit der MINT Community 4.OWL erhielt die Stadtbibliothek nicht nur fachliche Unterstützung bei der Durchführung der Workshops, sondern auch Zugang zu einem regionalen Netzwerk aus Schulen, Vereinen und Bildungseinrichtungen. Das stärkte ihre Rolle als moderner Lernort und Treffpunkt für junge Entdeckerinnen und Entdecker.
Dank des Erfolgs plant die Stadtbibliothek Detmold, auch künftig regelmäßig MINT-Workshops in ihr Veranstaltungsprogramm aufzunehmen – ein nachhaltiges Beispiel dafür, wie außerschulische Lernorte zur Begeisterung für Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik beitragen können.
Mehr Informationen zum Projekt unter www.mint4owl.de.
65 Nachwuchstalente aus ganz Ostwestfalen-Lippe wurden in der Wissenswerkstadt Bielefeld für ihre herausragenden Leistungen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik geehrt.
Bielefeld, 26. September 2025. Rund 65 Schülerinnen und Schüler aus Ostwestfalen-Lippe sind am Donnerstag für ihre herausragenden Leistungen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) ausgezeichnet worden. Die Feierstunde fand in der Wissenswerkstadt Bielefeld statt und wurde von der Bezirksregierung Detmold sowie der OstWestfalenLippe GmbH in Kooperation mit der Volksbank in Ostwestfalen eG, der Wissenswerkstadt Bielefeld und der KlimaWoche Bielefeld e.V. organisiert. Geehrt wurden Jugendliche, die in Wettbewerben wie Jugend forscht, Schüler experimentieren oder den MINT-Olympiaden auf Landes- und Bundesebene erfolgreich waren.
Ein zentrales Thema der diesjährigen Feier war die Vermittlung von Wissenschaft. Die Jugendlichen erlebten unter anderem einen Science Slam von Niklas Blöbaum, deutscher Vizemeister des Wissenschaftswettbewerbs FameLab 2022, sowie Workshops zu Robotik, 3D-Druck, Siebdruck und naturwissenschaftlichen Experimenten. „Die Begeisterung junger Menschen für Wissenschaft zu fördern, ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit“, betonte Michael Uhlich, Abteilungsleiter für Schule bei der Bezirksregierung Detmold. „Wer gelernt hat, komplexe Inhalte verständlich zu vermitteln, wird nicht nur selbst zum Botschafter, sondern inspiriert auch andere, sich mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik auseinanderzusetzen.“
Zu den erfolgreichsten Teilnehmenden zählt in diesem Jahr Falk Wannhof, Schüler des Evangelisch-Stiftischen Gymnasiums in Gütersloh. Mit seinem Biologie-Projekt zur Herstellung eines wirksamen Wundheilmittels aus Löwenzahnextrakt („Löwenol“) überzeugte er die Jury beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ und sicherte sich den Sieg in seiner Sparte. Damit qualifizierte er sich für das Landesfinale Nordrhein-Westfalen, das im April in Leverkusen stattfand.
Nachwuchs für technische Berufe gewinnen
Die MINT-Auszeichnung wird seit 2012 vergeben und ist eingebunden in die MINT Community 4.OWL. Das Projekt macht unter Förderung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt Chancen der digitalen Arbeitswelt für Jugendliche erlebbar. „Unsere Unternehmen brauchen motivierte Nachwuchskräfte“, sagt Björn Böker, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH. „Mit unserer MINT Community 4.OWL haben wir ein Netzwerk mit über 70 außerschulischen Lernorten in ganz OWL aufgebaut, in denen Jugendliche technische Berufe erleben können. Die heutige Auszeichnungsfeier zeigt, wie gut die Angebote funktionieren und wie viel Forschergeist in unserem Nachwuchs steckt.“
Die Auszeichnungsfeier wird von der Volksbank in Ostwestfalen eG unterstützt. „Als Volksbank ist es uns ein besonderes Anliegen, junge Menschen in unserer Region zu fördern und ihnen Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen“, betont Thomas Mühlhausen, Vorstand der Volksbank in Ostwestfalen eG. „Die ausgezeichneten Schüler:innen zeigen eindrucksvoll, wie viel Potenzial in der Verbindung von Kreativität, Neugier und wissenschaftlicher Exzellenz steckt. Solche Leistungen verdienen Anerkennung – und sind zugleich ein Gewinn für unsere gesamte Region.“
Giovanni Fusarelli, Co-Leiter der Wissenswerkstadt, hebt die Rolle von Wissenschaftskommunikation hervor: „Wenn Jugendliche ihre Erfolge feiern dürfen und gleichzeitig erleben, wie spannend Wissenschaft sein kann, stärkt das ihre Motivation. Forschung bleibt nicht im Elfenbeinturm – sie beeinflusst unser Leben und unsere Zukunft direkt.“
Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Aufgabe ist es, die Region Ostwestfalen-Lippe, mit Blick auf den nationalen und internationalen Wettbewerb, als eine bekannte Marke und als führender Wirtschafts- und Transformationsstandort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Um dies zu erreichen, wird Standort-, Marken-, Fachkräfte- und Tourismusstrategie in Form einer langfristigen Strategie konsequent zusammen gedacht.
Nachhaltigkeit ist mehr als ein Schlagwort – sie stellt eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit dar. Doch wie kann nachhaltiges Denken und Handeln bereits früh vermittelt werden? Die MINT 4.OWL-Netzwerkveranstaltung in der Wissenswerkstadt Bielefeld zeigte, wie Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenarbeiten, um MINT-Bildung nachhaltig zu gestalten.
Nachhaltigkeit erlebbar machen: Praktische Workshops für Jugendliche
Ein Schlüssel für wirkungsvolle Bildung liegt in der Praxisnähe. Die MINT 4.OWL-Nachhaltigkeitsworkshops, vorgestellt von Melissa Richter (OstWestfalenLippe GmbH) setzen genau hier an. Jugendliche bekommen durch praxisnahe Experimente und Projekte Einblicke in Recycling, Repair und Aerodynamik. Sie lernen nicht nur, wie Ressourcen geschont werden können, sondern auch, wie naturwissenschaftliche Erkenntnisse helfen, nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Gerade durch das eigene Erleben bleibt das Gelernte hängen – eine zentrale Erkenntnis für zukunftsorientierte Bildungsformate.
Bildung für nachhaltige Entwicklung: Theoretische Fundamente und innovative Ansätze
Doch reicht es, Wissen über Nachhaltigkeit zu vermitteln? Finja Rath vom Osthushenrich-Zentrum der Universität Bielefeld betonte in ihrem Vortrag, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) über reine Wissensvermittlung hinausgehen muss. Sie soll zum kritischen Denken anregen und Handlungskompetenzen fördern. Als Best-Practice-Beispiel stellte sie das Projekt UTurn vor, das genau diesen Ansatz verfolgt: Interaktive Lernformate ermöglichen es Schüler:innen, nachhaltiges Handeln direkt zu erfahren.
Ein Beispiel dafür sind die „Carbon Blocks“, mit denen CO₂-Emissionen verschiedener Nahrungsmittel sichtbar gemacht werden. Die Teilnehmenden stellen eigene Gerichte zusammen und erkennen unmittelbar, welche Zutaten besonders klimaschädlich sind. So wird ein abstraktes Konzept wie der ökologische Fußabdruck greifbar und verständlich – eine innovative Methode, um nachhaltiges Bewusstsein zu schärfen.
Lernräume für Nachhaltigkeit: Die Rolle außerschulischer Bildungsorte
Doch nicht nur Schulen sind entscheidend für eine nachhaltige MINT-Bildung. Außerschulische Lernorte wie die Wissenswerkstadt Bielefeld spielen eine zentrale Rolle, um nachhaltige Themen erfahrbar zu machen. Die Veranstaltung bot eine exklusive Führung durch die verschiedenen Lernräume: Das Kreativ-Werk Textil und Digital ermöglicht Workshops zu ressourcenschonenden Techniken, während der Erlebnisraum globale Nachhaltigkeit Besucher:innen spielerisch mit weltweiten Nachhaltigkeitsfragen konfrontiert.
Diese Räume zeigen, dass nachhaltige Bildung nicht nur Theorie ist, sondern durch kreative und interaktive Formate lebendig werden kann. Solche außerschulischen Angebote sind entscheidend, um über den Unterricht hinaus nachhaltiges Denken in den Alltag der Jugendlichen zu integrieren.
Vernetzung als Schlüssel: Gemeinsam für eine nachhaltige MINT-Bildung
Letztlich kann keine einzelne Institution die Transformation zu einer nachhaltigen Bildungslandschaft allein bewältigen. Kooperationen zwischen Schulen, Hochschulen, Unternehmen und außerschulischen Lernorten sind essenziell, um neue Bildungsformate zu entwickeln und langfristig zu etablieren. Genau darum ging es im abschließenden Netzwerken der Veranstaltung: Ideen wurden ausgetauscht, neue Partnerschaften geschlossen und gemeinsame Strategien für eine nachhaltige MINT-Bildung in OWL entwickelt.
Die MINT 4.OWL-Netzwerkveranstaltung hat gezeigt: Nachhaltigkeit und MINT sind keine Gegensätze – im Gegenteil, sie ergänzen sich. Durch praxisnahe Workshops, interaktive Lernformate und starke Kooperationen kann eine Bildung geschaffen werden, die junge Menschen nicht nur informiert, sondern sie auch befähigt, aktiv nachhaltige Lösungen mitzugestalten.
Mehr Informationen zur MINT Community 4.OWL unter www.mint4owl.de. Weiteres zum Projekt UTurn finden Sie hier.
Die mobilen Workshops von MINT 4.OWL haben ein klares Ziel: Kinder und Jugendliche für MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu begeistern. Doch wie gut gelingt das? Eileen Reckmann von der Universität Paderborn hat die Workshops im Rahmen ihrer Forschung evaluiert und liefert spannende Ergebnisse, die den Erfolg des Projekts untermauern – und gleichzeitig zeigen, wo die Reise hingehen könnte.
Wer wird erreicht?
Die Evaluation zeigt, dass vor allem 10- bis 11-jährige Kinder durch die Workshops angesprochen werden. Ältere Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren nehmen seltener teil, was an einem allgemeinen Rückgang des Interesses in diesem Alter liegen könnte. Trotzdem sieht Eileen hierin auch eine Chance: „Gerade beim Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule verändern sich Interessen und Strukturen. Dass wir diese jungen Kinder in diesem entscheidenden Moment erreichen, ist eine wichtige Stärke des Projekts.“ Auch die intrinsische Motivation – der innere Antrieb zur Teilnahme – wurde analysiert. Hier zeigt sich: Jüngere Kinder weisen eine stärkere intrinsische Motivation auf, während ältere weniger Autonomie und Kompetenz in den Kursen wahrnehmen. Eileen empfiehlt: „Um die Älteren stärker einzubinden, könnten wir ihnen mehr Verantwortung geben oder die Aufgaben komplexer gestalten.“ Überraschend ist, dass die geschlechtsspezifischen Unterschiede praktisch keine Rolle spielen: Jungen und Mädchen waren gleichermaßen motiviert. Das heißt, Mädchen und Jungen werden gleichermaßen durch die technische Workshopgestaltung angesprochen.
Warum sind die Workshops so erfolgreich?
Besonders hervorzuheben ist die intrinsische Motivation der Teilnehmenden. Kinder, die die Workshops freiwillig besuchen, sind deutlich motivierter als jene, die im Schulkontext teilnehmen. „Die Freiwilligkeit und die neuen sozialen Strukturen – ohne die übliche Klassengruppe – spielen eine wichtige Rolle“, erklärt Eileen Reckmann. Die Workshops finden in Jugendzentren und Bibliotheken statt, die eine entspannte Freizeit-Atmosphäre bieten. Diese Umgebung ermutigt die Kinder, Neues auszuprobieren und sich aktiv einzubringen. Auch kleinere Gruppen und die direkte Ansprache durch motivierte Moderator:innen fördern das Engagement.
Was sind die Herausforderungen?
Ein unerwarteter Aspekt aus der Evaluation: Die Workshops können nicht 1:1 aus dem Schülerlabor in externe Umgebungen übertragen werden. Anpassungen an die Gegebenheiten vor Ort und die Gruppendynamik sind notwendig. Kinder in ihrer Freizeit wollen weniger lesen und mehr aktiv ausprobieren – ein spannendes Learning, dass die Workshop-Gestaltung in Zukunft beeinflusst.
Langfristige Wirkung und Vision
Die Workshops wecken vor allem situationales Interesse. Um das langfristig zu festigen, schlägt Eileen Reckmann vor, Leihsysteme für Geräte wie 3D-Druckstifte oder Roboter zu schaffen, die Kinder in Jugendzentren oder Bibliotheken nutzen können. „Es wäre toll, wenn Kinder außerhalb der Workshops selbstständig weiter experimentieren könnten“, sagt sie. Ihre Vision für die Zukunft? Mehr Orte, die diese Angebote dauerhaft tragen, und eine stärkere Verankerung von MINT-Themen in der Freizeitgestaltung von Jugendlichen. Die Evaluation von MINT 4.OWL zeigt, wie wichtig Freiwilligkeit, Begeisterung und Flexibilität sind, um Jugendliche für MINT zu gewinnen. Die Workshops setzen genau hier an – und bieten Kindern eine wertvolle erste Begegnung mit Technik und Naturwissenschaften.
Die MINT Community 4.OWL ist eines von über 70 deutschlandweiten MINT-Clustern, bestehend aus der OstWestfalenLippe GmbH, der Universität Paderborn mit dem Schülerlabor coolMINT.paderborn, den Netzwerken der NRW-weiten MINT-Initiative zdi in Ostwestfalen-Lippe sowie dem Bildungswerk der ostwestfälisch-lippischen Wirtschaft. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Ziel ist es, die Veränderungen der digitalen Arbeitswelt für Jugendliche in Ostwestfalen-Lippe mithilfe von niedrigschwelligen und interaktiven Mitmach-Angeboten erlebbar zu machen. Weitere Informationen unter www.mint4owl.de.
Die Stadtbibliothek Salzkotten und das zdi-Zentrum Paderborn beweisen mit ihrer Kooperation, dass gemeinsames Engagement nachhaltige Erfolgsgeschichten schreibt. Seit Mai 2022 findet dort der beliebte "MINT-Mach-Mittwoch" statt – eine Veranstaltungsreihe, die Kinder und Jugendliche für Technik und Naturwissenschaften begeistert und ihnen praktische Einblicke bietet. "Unsere Bibliothek ist längst mehr als ein Ort für Bücher. Wir möchten ein Wohnzimmer für die Stadt sein, ein Raum für Begegnungen und Inspiration," erklärt Maike Sprenger, Leiterin der Stadtbibliothek Salzkotten. "Durch die Zusammenarbeit mit dem zdi-Zentrum können wir spannende MINT-Angebote bereitstellen, die wir allein nicht stemmen könnten."
Die Partnerschaft begann mit der Vorstellung des Projekts "MINT 4.OWL" auf der Bibliothekskonferenz in Düsseldorf durch die OWL GmbH. Daraus entwickelte sich der Kontakt von der Stadtbibliothek Salzkotten zum zdi-Zentrum Paderborn und eine regelmäßige Zusammenarbeit: Der MINT-Mach-Mittwoch lockt inzwischen konstant viele junge Teilnehmende an. Laut Beate Wilper vom zdi-Zentrum Paderborn ist dies kein Zufall: "Durch die zentrale Lage der Bibliothek und das Engagement des Teams vor Ort können wir Kinder und Jugendliche direkt erreichen und ihnen niedrigschwellige Zugänge zu technischen Themen bieten." Der MINT-Mach-Mittwoch richtet sich vor allem an Kinder der vierten bis sechsten Klasse und erfreut sich großer Beliebtheit. Die Themen reichen von Robotik über 3D-Druck bis hin zu Programmierung. Maike Sprenger berichtet: "Unsere Veranstaltungen sind schnell ausgebucht. Besonders schön finde ich, dass wir viele Mädchen dabei haben, die in diesen Bereichen oft unterrepräsentiert sind. Wir zeigen ihnen: Ihr könnt das!" Auch die Eltern reagieren positiv auf das Angebot. Viele melden ihre Kinder regelmäßig an und schätzen die lokalen Möglichkeiten: "Es ist eine echte Erleichterung für Familien, dass solche hochwertigen Angebote direkt vor Ort stattfinden und nicht mit weiten Wegen verbunden sind," ergänzt Sprenger.
Die Zusammenarbeit zwischen der Bibliothek und dem zdi-Zentrum geht weit über die Bereitstellung eines Raums hinaus. Beide Partner bringen ihre Stärken ein: Das zdi-Zentrum liefert das technische Know-how und die Materialien, während die Bibliothek für die Organisation und Bewerbung sorgt. Beate Wilper fasst es zusammen: "Es ist eine gemeinsame Aufgabe und eine Gemeinschaftsreihe, die wir hier anbieten. Ohne die Unterstützung der Bibliothek wäre das so nicht möglich." Die Veranstaltungsreihe wird auch in Zukunft fester Bestandteil des Programms der Stadtbibliothek bleiben. Mit großer Begeisterung blicken die Partner auf kommende Termine und weitere spannende Projekte. Beide Seiten sind sich einig: Die Zusammenarbeit ist ein Gewinn für alle Beteiligten und ein wichtiger Beitrag zur Förderung von MINT-Talenten in der Region. "Hand in Hand schaffen wir etwas Großes," resümiert Maike Sprenger. Und die Zahlen sprechen für sich: Bereits über 200 Kinder und Jugendliche konnten seit Beginn des Projekts erreicht werden. Ein Erfolg, der zeigt, wie wichtig Kooperationen für die regionale MINT-Förderung sind.
Die MINT Community 4.OWL ist eines von über 70 deutschlandweiten MINT-Clustern, bestehend aus der OstWestfalenLippe GmbH, der Universität Paderborn mit dem Schülerlabor coolMINT.paderborn, den Netzwerken der NRW-weiten MINT-Initiative zdi in Ostwestfalen-Lippe sowie dem Bildungswerk der ostwestfälisch-lippischen Wirtschaft. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Ziel ist es, die Veränderungen der digitalen Arbeitswelt für Jugendliche in Ostwestfalen-Lippe mithilfe von niedrigschwelligen und interaktiven Mitmach-Angeboten erlebbar zu machen.
Weitere Informationen unter www.mint4owl.de.
60 Schülerinnen und Schüler erkunden Berufsbilder und Technik im Stadion.
Wie viel Technik steckt in einem Fußballstadion? Und wie könnte die Home Deluxe Arena klimaneutral betrieben werden? Und was hat das mit modernen naturwissenschaftlich-technischen Berufen zu tun? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des diesjährigen Aktionstags „MINT@Stadion“, der am 12. November 2024 stattfand. 60 Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen von vier Schulen aus dem Kreis Paderborn erhielten Einblicke in die technische Infrastruktur und verschiedene Nachhaltigkeitsprojekte des Stadions. Teilnehmende waren Schülerinnen und Schüler der Lise-Meitner-Realschule Paderborn, der Krollbachschule Hövelhof, der Mastbruchschule und der Gesamtschule Elsen. Organisiert wurde der Aktionstag von der Nullsieben Bildungszone des SC Paderborn 07 in Zusammenarbeit mit INTILION, dem ersten Nachhaltigkeitspartner des Vereins, sowie der Romberg Group, der OstWestfalenLippe GmbH und dem zdi.Paderborn der Wirtschaftsförderung Paderborn (WFG) im Rahmen des Projektes MINT 4.OWL.
„Für viele moderne Berufsbilder sind Fähigkeiten in Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz MINT – wesentliche Bausteine. Mit MINT@Stadion bringen wir diese Themen an einen Ort, mit dem die Jugendlichen Sport und Freizeit verbinden, an dem sie aber gleichzeitig digitale Technologien auch direkt hautnah erleben können. Das macht diese Berufe greifbarer und gibt hilfreiche Orientierung“, erklärt Beate Wilper von zdi.Paderborn.
Im Rahmen des Aktionstags arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in vier praxisnahen Workshops, die MINT-Themen mit direktem Berufsbezug kombinierten. Im „Design-Thinking“-Workshop von INTILION entwickelten sie Ideen für ein klimaneutrales Stadion und beschäftigten sich mit nachhaltigen Energiequellen. In der Heimkabine des SCP07 programmierten und steuerten sie Roboterbälle, während im Dreihasen Club Brückenmodelle mit 3D-Druck Stiften entstanden. Eine technische Führung durch das Stadion bot zudem Einblicke in die Stromversorgung und andere infrastrukturelle Aspekte, verbunden mit einer Vorstellung des Berufsbilds des Elektrikers durch Volker Rath, Geschäftsführer der Romberg Projekttechnik GmbH. Abgerundet wurde das Programm durch ein Gespräch mit SCP07-Geschäftsführer Martin Hornberger.
„Ostwestfalen-Lippe benötigt dringend mehr motivierte junge Menschen mit Interesse an MINT-Themen. Mit Veranstaltungen wie MINT@Stadion wollen wir dieses Interesse wecken und zeigen, wie die Verbindung von Technik, Berufsorientierung und regionalen Perspektiven gelingt“, betont Melissa Richter von der OstWestfalenLippe GmbH. Martin Hornberger, Geschäftsführer beim SC Paderborn 07, ergänzt: „Der Aktionstag MINT@Stadion ist für uns eine großartige Möglichkeit, junge Menschen für Technik und Nachhaltigkeit zu begeistern und gleichzeitig unsere Rolle als Bildungs- und Innovationspartner der Region zu unterstreichen.“
Die MINT Community 4.OWL ist eines von über 70 deutschlandweiten MINT-Clustern, bestehend aus der OstWestfalenLippe GmbH, der Universität Paderborn mit dem Schülerlabor coolMINT.paderborn, den Netzwerken der NRW-weiten MINT-Initiative zdi in Ostwestfalen-Lippe sowie dem Bildungswerk der ostwestfälisch-lippischen Wirtschaft. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Ziel ist es, die Veränderungen der digitalen Arbeitswelt für Jugendliche in Ostwestfalen-Lippe mithilfe von niedrigschwelligen und interaktiven Mitmach- Angeboten erlebbar zu machen. Weitere Informationen unter www.mint4owl.de.
Die Schüler:innen arbeiten zusammen an dem Umbau des VW T2 Bullis im Maßstab 1:14 und werden von Auszubildenden und Experten des Unternehmes SH Wire dabei angeleitet.
Die Bulli Challenge, organisiert vom BOW e.V. im Rahmen der MINT Community 4.OWL, bietet Jugendlichen eine einzigartige Gelegenheit, technische Berufe hautnah zu erleben und ihre Fähigkeiten zu entdecken. In Zusammenarbeit mit Unternehmen wie SH Wire aus Lügde weckt die Challenge nicht nur Begeisterung für Technik, sondern motiviert die Teilnehmenden, ihre Zukunft aktiv zu gestalten. Die Schüler:innen arbeiten in Teams an technischen Aufgaben rund um den Umbau eines VW-Busses im Maßstab 1:14. Dabei lernen sie handwerkliche Fähigkeiten, wie Löten und Verdrahten, sowie Teamarbeit. Teilnehmen können Schüler:innen mit Interesse an technischen Berufen sowie regionale Unternehmen.
Technik erleben und Talente entdecken
SH Wire ist international führend in der Herstellung von Kupferlackdrähten für Elektromotoren und andere industrielle Anwendungen. Die Ausbildung spielt dabei eine zentrale Rolle, um den Fachkräftebedarf zu decken und das Unternehmen zukunftssicher aufzustellen. Ausbildungsleiter Herr Kowalsky erklärt: „Durch die Challenge sehe ich schnell, wo die Potenziale der Schülerinnen und Schüler liegen.“ Das Projekt bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich praktisch auszuprobieren und erste Erfahrungen in Berufen wie Elektronik und Mechatronik zu sammeln. Das Ergebnis spricht für sich: Fünf Teilnehmende haben sich nach der Challenge für eine Praktikum oder Ausbildung bei SH Wire entschieden. Besonders erfreulich ist, dass in den letzten Jahren auch zunehmend weibliche Auszubildende gewonnen werden konnten.
Vom Schüler zum Azubi – persönliche Erfolgsgeschichten
Dabei profitieren nicht nur die Schüler, sondern auch die Auszubildenden selbst, die die Bulli Challenge als Mentoren unterstützen. Die Geschichten der aktuellen Auszubildenden Domenik und Jannes zeigen, wie nachhaltig die Bulli Challenge wirkt. Beide waren als Schüler Teil des Projekts und fanden darüber den Weg in ihre Ausbildungsberufe. Domenik beschreibt den Moment, als er das erste Mal an der Bulli Challenge teilnahm: „Man hat viel Hilfe bekommen, aber sich nie überfordert gefühlt – es war eine perfekte Balance.“ Diese Erfahrung bestärkte ihn, ein Schulpraktikum bei SH Wire zu absolvieren und sich schließlich für eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik zu entscheiden. Auch Jannes hat die Challenge in guter Erinnerung: „Besonders beeindruckt haben mich die vielen neuen Eindrücke – es war etwas ganz anderes als Schule. Diese Begeisterung hat mich motiviert, in die technische Richtung zu gehen.“
Die Bulli Challenge bleibt vielen Teilnehmenden nicht nur wegen der technischen Aspekte in Erinnerung, sondern auch wegen der besonderen Atmosphäre. Domenik und Jannes betonen, wie motivierend das Teamgefühl und die Zusammenarbeit waren. „Es war toll zu sehen, wie alle an einem Strang ziehen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen“, erzählt Domenik. Für Herrn Kowalsky ist klar: Die Bulli Challenge ist ein Erfolgsmodell, das sowohl Schülerinnen und Schüler als auch das Unternehmen bereichert. „Wir können die Stärken der Teilnehmenden über einen längeren Zeitraum beobachten und lernen sie besser kennen, als es bei einer klassischen Bewerbung möglich wäre.“ Projekte wie die Bulli Challenge zeigen, wie innovative Berufsorientierung funktioniert. Junge Menschen werden nicht nur für Technik begeistert, sondern auch gezielt auf ihren Berufsweg vorbereitet – ein Gewinn für alle Beteiligten!
Die MINT Community 4.OWL ist eines von über 70 deutschlandweiten MINT-Clustern, bestehend aus der OstWestfalenLippe GmbH, der Universität Paderborn mit dem Schülerlabor coolMINT.paderborn, den Netzwerken der NRW-weiten MINT-Initiative zdi in Ostwestfalen-Lippe sowie dem Bildungswerk der ostwestfälisch-lippischen Wirtschaft. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Ziel ist es, die Veränderungen der digitalen Arbeitswelt für Jugendliche in Ostwestfalen-Lippe mithilfe von niedrigschwelligen und interaktiven Mitmach-Angeboten erlebbar zu machen.
Weitere Informationen unter www.mint4owl.de.