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Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL 29.06.2021

Online-Seminar: Erfahrungsaustausch: Wissenstransfer in multiplen Strukturen erfolgreich meistern am 23. Juni 2021

Den Wissenstransfer in multiplen Strukturen gestalten und umsetzen: Wie kann das gelingen?
Am 23. Juni gab es in dem Online-Seminar „Wissenstransfer in multiplen Strukturen erfolgreich meistern“ des Kompetenzzentrums Frau und Beruf OWL, in enger Zusammenarbeit mit der pro Wirtschaft GT GmbH, die Antworten auf diese Frage. Der Einladung folgten rund 26 Personal- und Führungsverantwortliche aus kleinen und mittelständischen Unternehmen aus dem Kreis Gütersloh und der Region OWL.

Wissen zu strukturieren und aufzubereiten ist für viele Bereiche im Unternehmen wichtig: Mitarbeitende gehen in die Elternzeit und steigen nach einiger Zeit wieder ein, Renteneintritte von Mitarbeitenden – gefolgt von Nachbesetzungen der Stellen, die Beschäftigten arbeiten im Homeoffice und sind im Unternehmen weniger präsent sowie generelles Onboarding.

Christian Keller, Geschäftsführer der synartIQ GmbH, erläuterte in seinem Vortrag, was man unter dem Begriff Wissen versteht, wie man dieses strukturiert und mit Hilfe von Wissenslandkarten so aufbereitet, dass Kolleginnen und Kollegen jederzeit wissen, woran und wie gearbeitet wird.

Eine Wissenslandkarte kann aus folgenden Kategorien bestehen: Arbeitsorganisation, Fachwissen, persönliche Netzwerke, Führungs- sowie Projektwissen und die Unternehmenskultur. Eine solche Wissenslandkarte auf Basis der vorgenannten Kategorien kann als Mindmap inhaltlich gefüllt und dokumentiert werden. Personen, die vorübergehend oder dauerhaft das Unternehmen oder die konkrete Position verlassen, können eine individuelle Wissenslandkarte für ihre bisherige Tätigkeit erstellen. Aber auch für Arbeitsgruppen, welche gemeinsam an Projekten arbeiten, kann diese Übersicht helfen, das Wissen innerhalb des Teams zu dokumentieren.

Nach Erstellung der Wissenslandkarte wird auch deutlich, ob und wo es ggf. zu Engpässen kommen kann, weil derzeit nur eine Person über Schlüsselwissen verfügt. Hier kann schnell gegengesteuert und Wissen geteilt werden, damit zukünftig mehrere Personen das erforderliche Fachwissen oder auch implizite Wissen beherrschen, welches Voraussetzung für weiterführende Tätigkeiten von Kolleginnen und Kollegen darstellt.

Auf die Wissenslandkarte folgt ein Transferplan. Dieser bietet einen Überblick darüber, welche Aufgaben und welches Wissen an Kolleginnen und Kollegen übertragen werden müssen.

In der Abschlussdiskussion wurde darüber gesprochen, ob sich die Arbeitswelt in Bezug auf die Arbeitszeiten und -orte nachhaltig verändern wird. Mit Blick auf die Rekrutierung von Fach- und Nachwuchskräften können Unternehmen von einer Mischung aus flexibleren Arbeitszeiten und Homeoffice profitieren. Dieses bietet sich nicht für alle Branchen oder Tätigkeiten in einem Betrieb an. Dennoch sorgt man als Unternehmen bei den Mitarbeitenden für mehr Zufriedenheit und positioniert sich als attraktiven Arbeitgebenden.

Bilder von oben:
Tabea Mälzer | Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL
Dr. Marita Reinkemeier | pro Wirtschaft GT GmbH
Christian Keller | synartIQ GmbH
Bildrechte: OWL GmbH