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Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL 14.12.2021

Online-Seminar: Erfahrungsaustausch | Employer Branding: Auf dem Weg zu einer gendersensiblen Sprache in der Unternehmenskommunikation am 25. November 2021

Am 25. November 2021 kamen 36 Personalverantwortliche aus kleinen und mittelständischen Unternehmen aus dem Kreis Gütersloh und Umgebung in dem Online-Seminar „Erfahrungsaustausch | Employer Branding: Auf dem Weg zu einer gendersensiblen Sprache in der Unternehmenskommunikation“ zusammen. Die Online-Veranstaltung des Kompetenzzentrums Frau und Beruf fand in Kooperation mit der pro Wirtschaft GT und der Gleichstellungsstelle des Kreises Gütersloh statt.

Welche Gründe sprechen für die Einführung einer gendersensiblen Sprache und welche dagegen? Welche Arten einer gendersensiblen Sprache in Wort und Schrift gibt es? Antworten auf diese Fragen erhielten die Teilnehmenden in dem Erfahrungsbericht von Matthias Borner.

Zunächst ging Matthias Borner auf die Vor- und Nachteile ein. Dabei nannte er diese Vorteile: Durch eine gendersensible Ansprache werden alle Personen (Gender-Identitäten) einbezogen. Bei der Verwendung des generischen Maskulinums hingegen, fühlen sich hauptsächlich Männer angesprochen. Eine gendersensible Sprache entspricht zudem gesellschaftlichen Fortschritten und Trends. Außerdem wird von Teilen der Gesellschaft, wie z.B. der Generation Z, eine Gleichberechtigung in der Sprache verlangt.

Auf der Gegenseite stehen folgende Argumente: eine gendersensible Sprache, versehen mit Sonderzeichen, erschwert die Barrierefreiheit. Die Sonderzeichen können z.B. nicht in Blinden- oder Gebärdensprache übersetzt werden. Außerdem wird die Lesbarkeit erschwert und es erfordert mehr Sensibilität und Nachdenken beim Formulieren von Texten oder Ähnlichem.  

Das Unternehmen Deutsche Post Adress GmbH geht bei der gendersensiblen Kommunikation folgendermaßen vor: Je nach Anwendungsfeld oder Unternehmensbereich werden unterschiedliche Versionen genutzt. Es kann die Paarform ausformuliert (Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), ein genderneutraler Begriff (Mitarbeitende) oder die Doppelpunkt-Lösung (Mitarbeiter:innen) verwendet werden.

Wirkt sich eine gendersensible oder genderneutrale Unternehmenskommunikation auf das Employer Branding eines Unternehmens aus? Auch hierzu hatte Matthias Borner passende Antworten.

Unternehmen durchleben einen stetigen Wandel. Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Agilität gewinnen immer mehr an Bedeutung - so auch das Thema Diversität.

Eine gendersensible Sprache fördert die Diversität, nicht nur intern, sondern auch extern. Das Unternehmensimage wird aufgewertet und auch die Resonanz auf Stellenausschreibungen erhöht sich.

Matthias Borner zeigte in seinem Vortrag deutlich, dass es zum einen verschiedenste Arten von gendersensibler/genderneutraler Sprache gibt. Er betonte außerdem, dass die Verwendung nicht von Beginn an perfekt sein muss und dass Fehler erlaubt sind. Es ist ein Lernprozess, aus dem die Unternehmen sehr profitieren können.

Von oben:
Tabea Mälzer | Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL
Dr. Marita Reinkemeier | pro Wirtschaft GT
Matthias Borner | Deutsche Post Adress GmbH & Co. KG