Mut macht Morgen: Veranstaltungsreihe für Unternehmen von KI bis Kreislaufwirtschaft
Bielefeld, 20.08.2026. 41 Veranstaltungen, 31 Partner: Mit der Veranstaltungsreihe solutions bringt die OstWestfalenLippe GmbH Unternehmen, Forschung und Netzwerke zusammen, um Innovationen schneller in die Praxis zu bringen. Vom 20. August bis zum 8. Dezember stehen Workshops, Kongresse, Labtouren und Webinare zu Themen wie Künstliche Intelligenz und Digitalisierung, Resilienz und Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Circular Economy sowie Energie, Werkstoffe, Mobilität und Innovation auf dem Programm. Die Veranstaltungen sind kostenfrei. Eine Übersicht über die Veranstaltungen finden Interessierte unter www.solutions-owl.de. Unterstützt wird das Veranstaltungsprogramm durch die FMB Fachmesse für Maschinenbau und Westfalen Weser.
„Wir können es uns nicht leisten, auf bessere Rahmenbedingungen zu warten. In OWL haben wir starke Unternehmen, eine leistungsfähige Wissenschaft und zahlreiche Netzwerke, die Veränderung aktiv vorantreiben. solutions bringt diese Kräfte zusammen und schafft konkrete Anknüpfungspunkte für neue Technologien, Anwendungen und Kooperationen“, sagt Wolfgang Marquardt, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH.
Die Region bringe dafür wichtige Voraussetzungen mit, so Marquardt. Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Netzwerke arbeiten eng zusammen und entwickeln Lösungen, die in der betrieblichen Praxis ankommen. Die OstWestfalenLippe GmbH verbindet die Akteure, macht Wissen und Technologien zugänglich und unterstützt den Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft. solutions ist ein zentraler Baustein dieses Ansatzes.
Von KI bis Circular Economy
Das solutions-Programm ist vielfältig und praxisnah: Bei der Zukunftswerkstatt geht es am 14. September in Bielefeld um Perspektiven, Fördermöglichkeiten und Kooperationen im Bereich Weiterbildung – zu Gast ist NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann. Am 27. November können Unternehmen beim KI-Transferkongress in Paderborn Potenziale und Anwendungen von Künstlicher Intelligenz kennenlernen. Ein Highlight ist auch das Green.OWL BarCamp, das OstWestfalenLippe GmbH und Bertelsmann Stiftung am 8. Dezember in Gütersloh veranstalten. In offener Atmosphäre diskutieren hier Pionierinnen und Experten, wie OWL die nachhaltige Transformation gemeinsam anpackt.
solutions-Partner:
Bertelsmann Stiftung, CIIT Centrum Industrial IT, FMB Fachmesse für Maschinenbau, Effizienz-Agentur NRW, Energie Impuls NRW, Food-Processing Initiative e.V., Fraunhofer IEM, Fraunhofer IOSB-INA, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH, Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, Hochschule Bielefeld, IMA Innovationsmanufaktur Gütersloh, IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, IHK Lippe zu Detmold, InnoZent OWL e.V., Interkommunale Wirtschaftsförderung im Kreis Herford, it’s OWL, Kunststoffe in OWL e.V., Kreis Lippe, Kreis Minden-Lübbecke, Kreis Paderborn, OstWestfalenLippe GmbH, owl maschinenbau e.V., pro Wirtschaft GT GmbH, Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Think Tank Ostwestfalen-Lippe, Universität Bielefeld, Universität Paderborn, VDI Bezirksverein Ostwestfalen-Lippe, WEGE Wirtschaftsförderung für Bielefeld, ZIG Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL e.V.
Pressekontakt:
OstWestfalenLippe GmbH
Marius Vinnemeier
Tel. 0521 96733-231
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Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Aufgabe ist es, die Region Ostwestfalen-Lippe, mit Blick auf den nationalen und internationalen Wettbewerb, als eine bekannte Marke und als führender Wirtschafts- und Transformationsstandort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Um dies zu erreichen, wird Standort-, Marken-, Fachkräfte- und Tourismusstrategie in Form einer langfristigen Strategie konsequent zusammengebracht.
Rund 30 Studierende, Meisterschüler und Gründende haben beim Makeathon „Future Energies" in Bielefeld innerhalb von zwei Tagen Lösungen für Herausforderungen der Energiewende entwickelt. In acht Teams traten die Teilnehmenden gegeneinander an.
Bielefeld, 14. Juli 2026. Rund 30 Studierende, Meisterschüler und Gründende haben beim Makeathon „Future Energies" in Bielefeld innerhalb von zwei Tagen Lösungen für Herausforderungen der Energiewende entwickelt. In acht Teams traten die Teilnehmenden gegeneinander an. Die besten Ideen – von einer Software zur Bewertung von Windkraftpotenzialen auf Firmendächern über einen Sandspeicher für überschüssige Energie bis zu einem digitalen Stromausfall-Check – wurden von einer Jury ausgewählt und mit insgesamt 5.000 Euro prämiert. Ausgerichtet wurde der Makeathon von der OWL GmbH gemeinsam mit dem Fraunhofer IEM, der Handwerkskammer OWL zu Bielefeld, dem Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn, der Hochschule Bielefeld, der Technischen Hochschule OWL und der IHK Akademie. Das Preisgeld wurde von Westfalen Weser zur Verfügung gestellt.
Die Idee des Makeathons (von to make und Marathon): Unternehmen bringen ihre aktuellen Fragestellungen mit. Verschiedene Teams entwickeln in zwei Tagessprints neue Lösungsideen dazu. So erhalten die Betriebe neue Perspektiven von außen, die Teams Einblicke in die Unternehmenspraxis. „Die Ergebnisse des Makeathons zeigen, welches Innovationspotenzial entsteht, wenn Nachwuchskräfte aus Handwerk, Hochschule, Unternehmen und Start-ups ihre kreativen Ideen zusammenbringen und über den Tellerrand schauen. In nur zwei Tagen haben die Teams Lösungen für reale Herausforderungen entwickelt. Genau diese Zusammenarbeit, Dynamik und Schwarmintelligenz brauchen wir für die Energiewende in OWL“, sagt Wolfgang Marquardt, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH. Dr. Maribel Illig, Geschäftsführerin der Handwerkskammer OWL ergänzt: „Die Energiewende muss umgesetzt werden: Energiemanagementsysteme müssen aufgebaut, Wallboxen und Wärmepumpen installiert werden, und das zunehmend in Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen. Dazu entwickeln wir Formate wie den Makeathon, in denen junge Talente diese Arbeitsweisen und Methoden trainieren können.“

Das spätere Siegerteam bei der Ideenfindung (v. l.): Mohamed Mohamed Cheikh (Technische Hochschule OWL), Liam Poggengerd (Handwerkskammer OWL), Farah Ajak (Hochschule Bielefeld) und Sven Nolte (Handwerkskammer OWL). (Foto: OWL GmbH)
Den ersten Platz hat das Team „Roofwind“ mit Sven Nolte, Liam Poggengerd (beide Handwerkskammer OWL), Farah Ajak (Hochschule Bielefeld) und Mohamed Mohamed Cheikh (Technische Hochschule OWL) belegt. Das Bielefelder Unternehmen Parker Hannifin hatte die Fragestellung eingereicht, ob die Ausstattung eines bisher ungenutzten Firmendachs mit kleinen Windkraftanlagen sinnvoll sein könnte. Das Team analysierte zunächst den Standort in Bielefeld und kam zu dem Ergebnis, dass kleine Windkraftanlagen dort nicht wirtschaftlich zu betreiben sind. Darauf aufbauend entwickelte es eine Software, mit der Parker Hannifin auch das Windkraftpotenzial seiner internationalen Standorte bewerten kann. Mit dieser Idee sicherte sich das Team ein Preisgeld von 3.000 Euro.
Den zweiten Platz teilten sich zwei Gruppen: Das Team „TeutoTherm“ mit Rouven Meyer, Fabian Umhang (beide Hochschule Bielefeld) und Philipp Schmutte (Technische Hochschule OWL) hat ein Konzept für die Nutzung von Sand als Speicher für überschüssigen Strom entwickelt. Bei starkem Wind oder hoher Sonneneinstrahlung produzieren erneuerbare Energiequellen häufig mehr Energie, als das Netz abnehmen kann. Diese Energie könnte zukünftig in einem Sandspeicher gespeichert werden, indem Sand auf bis zu 600 Grad erhitzt wird. Die gespeicherte Wärme könnte später wieder zur Energieversorgung genutzt werden. Eingereicht wurde die Herausforderung von Westfalen Weser. „Die Energiewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Der Makeathon zeigt, wie wertvoll neue Perspektiven sind: Die Teams haben in kurzer Zeit kreative Lösungsansätze für konkrete Herausforderungen entwickelt“, sagt Katja Voß, Leiterin Strategische Geschäftsfeldentwicklung bei Westfalen Weser.

Lösungsideen für die Energiewende: Die drei Siegerteams erhalten Preisgelder von insgesamt 5.000 Euro. (Foto: OWL GmbH)
Ebenfalls auf dem zweiten Platz landete das Team „Netzpiloten“ mit Amar Akram, Björn-Hard Astroth (beide Hochschule Bielefeld) und Dominic Beckhoff (Handwerkskammer OWL). Aufgabe war es hier eine Methode zu entwickeln, mit der Unternehmen ihre eigene Anfälligkeit für Stromausfälle prüfen können. Dafür hat das Team ein digitales Werkzeug geschaffen, in dem verschiedene Kennzahlen abgefragt werden, die für die Energieversorgung eines Betriebs relevant sind. Anschließend wird eine Auswertung erstellt, in der das Unternehmen eine Wertung sowie erste Handlungsempfehlungen zur Verbesserung seiner Widerstandsfähigkeit erhält. Zudem kann die Analyse mit wenigen Klicks an Westfalen Weser weitergeleitet werden, die auch diese Challenge eingereicht hatte.
Der Makeathon Future Energies ist Teil des Projekts Green.OWL, mit dem die OstWestfalenLippe GmbH gemeinsam mit dem Fraunhofer IEM, dem Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn und 40 weiteren assoziierten Partnern einen Masterplan umsetzen will. Ziel ist die Entwicklung von Ostwestfalen-Lippe zu einer Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften. Das Projekt wird im Rahmen des Projektaufrufs Regio.NRW – Transformation aus Landesmitteln und Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Weitere Informationen zum Makeathon finden Sie hier.
Bildunterzeilen (Download Fotos siehe unten)
BUZ 1: Rund 30 Studierende, Meisterschüler und Gründende haben am Wochenende in der Handwerkskammer OWL zu Bielefeld Lösungen für die Energiewende entwickelt. (Foto: OWL GmbH)
BUZ 2: Das spätere Siegerteam bei der Ideenfindung (v. l.): Mohamed Mohamed Cheikh (Technische Hochschule OWL), Liam Poggengerd (Handwerkskammer OWL), Farah Ajak (Hochschule Bielefeld) und Sven Nolte (Handwerkskammer OWL). (Foto: OWL GmbH)
BUZ 3: Lösungsideen für die Energiewende: Die drei Siegerteams erhalten Preisgelder von insgesamt 5.000 Euro. (Foto: OWL GmbH)
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Marius Vinnemeier
0521 967 33 231
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Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Aufgabe ist es, die Region Ostwestfalen-Lippe, mit Blick auf den nationalen und internationalen Wettbewerb, als eine bekannte Marke und als führender Wirtschafts- und Transformationsstandort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Um dies zu erreichen, wird Standort-, Marken-, Fachkräfte- und Tourismusstrategie in Form einer langfristigen Strategie konsequent zusammengebracht.
Der Makeathon Future Energies bringt deshalb am 10. und 11. Juli 2026 Unternehmen aus der Region und junge Talente in der Handwerkskammer OWL zu Bielefeld zusammen, um gemeinsam an Lösungen für die Energiewende zu arbeiten.
Bielefeld, 3. Juli 2026. Steigende Energiekosten, unsichere Netzkapazitäten, neue Energieträger: Die Energiewende stellt Unternehmen und Energieversorger in Ostwestfalen-Lippe vor Herausforderungen. Der Makeathon Future Energies bringt deshalb am 10. und 11. Juli 2026 Unternehmen aus der Region und junge Talente in der Handwerkskammer OWL zu Bielefeld zusammen, um gemeinsam an Lösungen für diese Fragen zu arbeiten. Interessierte Unternehmen, Studierende, Meisterschüler und junge Berufstätige können sich noch bis zum 8. Juli unter www.green-owl.eu anmelden.
Die Idee des Makeathons (von to make und Marathon): Unternehmen bringen ihre aktuellen Fragestellungen mit. Verschiedene Teams entwickeln in zwei Tagessprints neue Lösungsideen dazu. So erhalten die Betriebe neue Perspektiven von außen, die Teams Einblicke in die Unternehmenspraxis – und für die besten Ansätze gibt es Preisgelder in Höhe von insgesamt 5.000 €.
„Viele Unternehmen in OWL wissen, dass sie bei der Energiewende handeln müssen, aber nicht immer, wo sie anfangen sollen. Dabei sind die Energiekosten eine zentrale Stellschraube für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe. Mit dem Makeathon bringen kreative Köpfe, unterschiedliche Fachdisziplinen, innovative Methoden und einen besonderen Spirit zusammen. So liefern wir in 48 Stunden konkrete Ansätze", sagt Wolfgang Marquardt, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH. „Mitmachen lohnt sich. Die Nachwuchskräfte können Kontakte zu Unternehmen knüpfen, sich vernetzen und sich weiterentwickeln. Das zeigen Erfahrungen aus vergangenen Makeathons.“
Ausgerichtet wird der Makeathon von der OWL GmbH gemeinsam mit dem Fraunhofer IEM, der Handwerkskammer OWL zu Bielefeld, dem Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn, der Hochschule Bielefeld, der IHK Akademie Ostwestfalen, der IHK Lippe zu Detmold, owl maschinenbau e. V. und der Technischen Hochschule OWL. Gefördert wird die Veranstaltung durch Mittel des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie. Das Preisgeld wird zur Verfügung gestellt von Westfalen Weser.
Der Makeathon Future Energies ist Teil des Projekts Green.OWL, mit dem die OstWestfalenLippe GmbH gemeinsam mit dem Fraunhofer IEM, dem Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn und 40 weiteren assoziierten Partnern einen Fahrplan zur nachhaltige Wirtschaftsregion umsetzen will. Das Projekt wird im Rahmen des Projektaufrufs Regio.NRW – Transformation aus Landesmitteln und Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Weitere Informationen finden Sie hier.
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Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Aufgabe ist es, die Region Ostwestfalen-Lippe, mit Blick auf den nationalen und internationalen Wettbewerb, als eine bekannte Marke und als führender Wirtschafts- und Transformationsstandort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Um dies zu erreichen, wird Standort-, Marken-, Fachkräfte- und Tourismusstrategie in Form einer langfristigen Strategie konsequent zusammengebracht.
54 Bewerbungen, so viele wie seit 2011 nicht mehr: Der Businessplan-Wettbewerb startklar OWL der OstWestfalenLippe GmbH verzeichnet in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung. Das Ergebnis zeigt, dass der Wunsch nach unternehmerischer Selbstständigkeit in der Region auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ungebrochen ist.
Bielefeld, 11. Juni 2026. 54 Bewerbungen, so viele wie seit 2011 nicht mehr: Der Businessplan-Wettbewerb startklar OWL der OstWestfalenLippe GmbH verzeichnet in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung. Das Ergebnis zeigt, dass der Wunsch nach unternehmerischer Selbstständigkeit in der Region auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ungebrochen ist. Der Wettbewerb begleitet Gründerinnen und Gründer über mehrere Monate dabei, ihre Geschäftsidee zu einem tragfähigen Konzept zu entwickeln und erfolgreich an den Markt zu bringen. Am Ende steht ein Businessplan, der von Experten aus der regionalen Gründerszene bewertet wird. Die besten Konzepte werden am 8. September von einer Fachjury geprüft und ausgezeichnet. Unterstützt wird startklar OWL von den Sparkassen in Ostwestfalen-Lippe.
„Die hohe Beteiligung zeigt: Unternehmerischer Mut ist in OWL kein Konjunkturphänomen. Und sie demonstriert die Dynamik und erfolgreiche Arbeit des regionalen Gründungsökosystems, in dem die startklar-Partner viele Angebote für Start-ups und Gründer:innen umsetzen“, resümiert Wolfgang Marquardt, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH. „Besonders freut uns, dass KI-basierte Geschäftsmodelle inzwischen quer durch alle Branchen ankommen – das bestätigt OWL als Technologieregion mit echter Tiefe.“ Nico Clasing, Vorsitzender der Jury und Vorstand der Stadtsparkasse Rahden ergänzt: „Die Qualität und Vielfalt der eingereichten Konzepte zeigt eindrucksvoll, welches unternehmerische Potenzial in OWL steckt. Als Sparkassen sind wir stolz, dieses Engagement zu fördern und Gründerinnen und Gründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten – denn starke Unternehmen von heute sind die Arbeitsplätze von morgen."
Verliehen werden die Preise für die besten Konzepte in den drei Kategorien Hightech und Forschung, Industrie, Handwerk und Dienstleistung sowie Zukunft und Gesellschaft. Die Siegerteams erhalten jeweils 5.000 Euro, der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisgelder werden von den Sparkassen in OWL bereitgestellt.
Hightech & Forschung
Im Bereich Hightech und Forschung werden technologie- und wissensbasierte Geschäftsmodelle mit einem hohen Markt- und Wachstumspotenzial ausgezeichnet. Dabei werden durch die Nutzung neuer Technologien und neuer Erkenntnisse aus der Forschung innovative Ansätze geschaffen, die sich erfolgreich auf dem Markt etablieren.
Vier Teams haben sich in dieser Kategorie für das Finale qualifiziert: Breakomers aus Bielefeld will das Recycling von Kunststoffen durch chemische Sollbruchstellen erleichtern. AutoAquaControl aus Paderborn entwickelt ein wartungsfreies System zur Wasserleckerkennung. Ebenfalls aus Paderborn kommt Clanga AI, das das Testen neuer Software durch KI automatisieren will. Lightweaver schließlich, ein Team Bielefelder Forscher, hat ein neues Mikroskop für die medizinische Grundlagenforschung konzipiert.
Industrie, Handwerk & Dienstleistung
In dieser Kategorie werden neue Geschäftskonzepte aus den Bereichen Industrie, Handwerk und Dienstleistung prämiert. Egal ob Produkt oder Dienstleistung – entscheidend ist der Mehrwert zu bestehenden Lösungen, beispielsweise in der Produktivität, Benutzerfreundlichkeit, Zuverlässigkeit oder Ressourceneffizienz.
Auch hier treten vier Finalisten an: 42°OS aus Verl entwickelt eine KI-Software zur Automatisierung von Geschäftsprozessen. Das Paderborner Team BrycLabs vereinfacht mit KI-Unterstützung die Schadensbearbeitung in der Immobilienwirtschaft. GermanHorseTech aus Vlotho setzt dagegen auf handfeste Mechanik: Das Unternehmen hat eine Maschine zur Entstaubung von Heu entwickelt und bekämpft damit einen häufigen Auslöser von Asthma bei Pferden. wildAF aus Detmold digitalisiert den Handel mit Wildfleisch als nachhaltigere Alternative zu industriell produziertem Fleisch.
Zukunft & Gesellschaft
Geschäftsideen, die einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen und zur nachhaltigen Transformation der Region leisten – darum geht es in der Kategorie Zukunft & Gesellschaft. Dabei geht es um Produkte oder Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit und Teilhabe, Mobilität, Energie- und Ressourceneffizienz, Umwelt- und Klimaschutz, Ernährung sowie Daseinsvorsorge im ländlichen Raum.
Drei Unternehmen haben sich in dieser Kategorie qualifiziert: BarricadiX aus Paderborn unterstützt den Schutz kritischer Infrastruktur mit Analysesoftware und entscheidungsreifen Auswertungen. Die Bielefelder mirasu GmbH hilft Krankenhäusern mit einem KI-gestützten Assistenten bei der Planung von Nachhaltigkeitsprojekten. PureSpore, ein Team der TH OWL aus Lemgo und Detmold, arbeitet an einem nachhaltigen Pilzprotein, das tierisches Eiweiß in Lebensmitteln ersetzen kann – bei bis zu 200-mal geringerem CO₂-Ausstoß.
Finale am 8. September
Am 8. September findet das öffentliche Finale ab 18 Uhr im Pioneers Theater in Bielefeld statt. Alle nominierten Teams präsentieren sich auf der Bühne, bevor die Preisträger bekanntgegeben werden. Der Eintritt ist frei, Interessierte sind herzlich willkommen.
Weitere Infos unter www.startklar-owl.de.
Auf dem Foto: Das startklar OWL-Netzwerk bei der Auftaktveranstaltung in Herford: 54 Gründende und junge Unternehmen haben ihre Businesspläne eingereicht, die von erfahrenen Unternehmens- und Finanzexperten geprüft wurden. (Foto: OWL GmbH/Stork-Media)
startklar-Partner
Hochschule Bielefeld, Fachhochschule des Mittelstands, Fachhochschule der Wirtschaft, Founders Foundation, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter, Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe, heder:lab, Hochschule Hamm-Lippstadt, IMA Innovationsmanufaktur Gütersloh, Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold, Interkommunale Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH im Kreis Herford, it´s OWL, Kreis Lippe, Kreis Minden-Lübbecke, Kreis Paderborn, Pioneers Club, pro Wirtschaft GT, OstWestfalenLippe GmbH, StartMiUp, Technische Hochschule OWL, TecUp Universität Paderborn, Universität Bielefeld, VDI Bezirksverein OWL, Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft WEGE Bielefeld, Wirtschaftsförderungsgesellschaft Paderborn
Hauptsponsor
Sparkassen in Ostwestfalen-Lippe
Weitere Sponsoren
BDO Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Handwerkskammer OWL, HLB Stückmann & Partner, IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, IHK Lippe zu Detmold, IKK Classic, Wortmann & Partner
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Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist die Agentur für innovative Regionalentwicklung der Stadt Bielefeld, der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Wir treten dafür an, dass die Region OWL zur stärksten Wirtschaftsregion Deutschlands wird. Dabei konzentrieren wir uns mit dem Verbund aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft auf die Fokusfelder „Nachhaltigkeitstransformation”, „Arbeitskräftesicherung & Bildung” sowie „Regionalmarketing & Strategie”.
Ob Ultraschallschweißen, die Entfernung von Mikroplastik aus Wasser oder Datenanalyse in Echtzeit – die Sieger des OWL-Innovationspreises 2025/26 könnten unterschiedlicher kaum sein. Eines aber verbindet sie: Mit ihren Lösungen stehen sie für die Leistungsfähigkeit der Innovationsregion Ostwestfalen-Lippe.
Bielefeld, 30. April 2026. Ob Ultraschallschweißen, die Entfernung von Mikroplastik aus Wasser oder Datenanalyse in Echtzeit – die Sieger des OWL-Innovationspreises 2025/26 könnten unterschiedlicher kaum sein. Eines aber verbindet sie: Mit ihren Lösungen stehen sie für die Leistungsfähigkeit der Innovationsregion Ostwestfalen-Lippe. Am Mittwoch wurden die Gewinner des renommierten Wirtschaftspreises im Rahmen einer Preisverleihung bei der KMPG AG in Bielefeld bekanntgegeben. In der Hauptkategorie „Marktvisionen“ überzeugte die Hesse GmbH aus Paderborn die Jury. Die MicroBubbles GmbH aus Bad Lippspringe siegte in der Kategorie „Nachhaltigkeit“. Der Start-up-Preis für die erfolgversprechendste Unternehmensgründung ging an die Bielefelder Tentris GmbH. Hauptförderer des Wettbewerbs, den die OstWestfalenLippe GmbH zum 16. Mal ausgeschrieben hat, ist der regionale Energieversorger Westfalen Weser.
76 Unternehmen hatten sich im Vorfeld mit innovativen Produkten, Dienstleistungen und Prozessen für den OWL-Innovationspreis beworben. „Innovationen sind der Schlüssel dafür, dass die starke Wirtschaft in unserer Region auch morgen noch wettbewerbsfähig ist. Gerade jetzt müssen wir uns noch mehr anstrengen und neue Wege gehen, um innovativ zu sein. Denn die Zeiten für die Wirtschaft sind herausfordernd“, sagt Jörg Timmermann, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der OWL GmbH und Geschäftsführer der Kraft Gruppe aus Rietberg. Von geopolitischen Unsicherheiten über eine schwache Konjunktur bis zu fehlenden Reformen und einer komplexen Bürokratie: „Damit müssen wir uns in den Unternehmen jeden Tag auseinandersetzen. Unsere Bewerber zeigen eindrucksvoll, wie sich Unternehmen auf den Märkten behaupten und Wachstum erzielen.“
Die Wettbewerbsbeiträge decken die gesamte Branchenvielfalt der Region ab. Das Spektrum reicht von smarten Fertigungsverfahren und neuen Materialien über Ansätze für Ressourceneffizienz und zirkuläre Wertschöpfung, KI-Anwendungen und digitale Geschäftsmodelle bis zu IT- und Logistik-Lösungen. Darüber hinaus geht es um intelligente Gebäude und Energieversorgung, innovative Ideen im Handwerk sowie neue Konzepte für Gesundheit, Ernährung und Fachkräftesicherung.
Petra Pigerl-Radtke, Hauptgeschäftsführerin der IHK Ostwestfalen und Vorsitzende der Jury, erläutert die Entscheidung: „Die Gewinner demonstrieren, wie durch das Zusammenspiel von Ingenieurskunst, Anwenderwissen und Kreativität technologische Innovationen entstehen. Innovationen, die zu tiefgreifenden Neuerungen führen, die weit über ihre Märkte und Branchen hinaus wegweisend sind und zu großen Veränderungen führen werden.“ Die Gewinner stünden für Hightech-Produkte, mit denen sich auch kleine Unternehmen zu Technologieführern entwickeln. „Die Qualität der Bewerbungen war enorm und hat der Jury die Entscheidung sehr schwer gemacht. Das zeigt, wie gut unsere Unternehmen aufgestellt sind“, so Pigerl-Radtke weiter.
Ultraschallschweißen für die Energiewende
Den Hauptpreis in der Kategorie Marktvisionen sicherte sich das Paderborner Unternehmen Hesse mit seinem „Smart Welder“. Mit dieser Maschine können neuartige Schweißverbindungen in Elektronikmodulen erstmals industriell gefertigt werden – Hesse ist damit Weltmarktführer in diesem Segment. Ersetzt wird das klassische Löten; das eröffnet neue Möglichkeiten für leistungsfähigere Module. Beispielsweise unterstützt die Technologie die effiziente Produktion von modernen Elektromotoren und Batterien. „Hesse ist ein Innovationssprung gelungen, der zu einem Technologiewandel in der Leistungselektronik führen wird. Die Innovationsleistung ist herausragend – insbesondere im Hinblick auf die Größe des Unternehmens“, erläutert Jürgen Noch, Geschäftsführer Westfalen Weser, das Urteil der Jury. „Das neue Verfahren wird nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten, sondern auch für das Unternehmen neue Märkte erschließen“, so Noch weiter.
Mikroplastik aus Regenbecken entfernen – effizient und einfach nachrüstbar
In der Kategorie Nachhaltigkeit ist der Name Programm: Preisträger MicroBubbles aus Bad Lippspringe verfolgt einen völlig neuen Ansatz, um Mikroplastik direkt vor Ort aus Wasser zu entfernen – ohne Chemie und aufwendige Anlagen. Die Technologie arbeitet mit feinsten Gasblasen, die im Wasser aufsteigen, dabei Mikroplastik und Mikroschadstoffe binden und an die Oberfläche befördern, wo die Partikel anschließend entfernt werden können. Interessant ist das beispielsweise für Regenklärbecken, insbesondere im Umfeld von Straßen. Durch Reifenabrieb gelangt hier besonders viel Mikroplastik in die Umwelt, das durch die Innovation äußerst effizient aus dem Wasser abgeschieden werden kann. Der Wirkungsgrad liegt immerhin bei 95 Prozent. Das Verfahren ist erfolgreich in der Region erprobt und kann schnell und ohne großen Aufwand in fast jedem Regenbecken eingesetzt werden. „MicroBubbles hat mit viel Leidenschaft und Hartnäckigkeit ein hoch komplexes Verfahren entwickelt, das eine effiziente Lösung für eine große Herausforderung bietet – die Verunreinigung unserer Gewässer mit Mikroplastik“, macht Wolfgang Marquardt, Geschäftsführer der OWL GmbH deutlich. „Die Jury ist überzeugt, dass MicroBubbles aufgrund zunehmender Regulierungen sowohl in Deutschland eine hohe Nachfrage finden, als auch weltweit einen großen Beitrag für die Sauberkeit der Meere und die Gesundheit der Menschen leisten wird“, ergänzt Marquardt.
Komplexe Daten in Echtzeit auswerten
Der Preis in der Kategorie Start-up ging an Tentris. Das Bielefelder Unternehmen mit Wurzeln in Paderborn hat die erste skalierbare Graphdatenbank entwickelt, die komplex vernetzte Daten in Echtzeit analysiert. Während herkömmliche Systeme bei großen Datenmengen oft an ihre Grenzen stoßen, liefert „TentrisDB” präzise Einblicke – und das bis zu 100-mal schneller, bei bis zu 90 Prozent geringeren Verarbeitungskosten und deutlich reduziertem CO2-Fußabdruck. „Durch effizientere, vertrauenswürdigere KI‑Lösungen unterstützt die Innovation Unternehmen dabei, Daten‑ und Analyseprozesse ressourcenschonender und transparenter zu gestalten“, urteilte die Jury. Die Lösung habe ein enormes Marktpotenzial, wodurch sich erhebliche Wachstumschancen für das Unternehmen ergeben. Schon jetzt hat das junge Unternehmen zahlreiche renommierte Kunden. Die Auszeichnung ist dotiert mit einem Preisgeld von 5.000 Euro und einem Beratungspaket zur Weiterentwicklung des Unternehmens.
OWL-Innovationspreis 2025/2026
Zum 16. Mal hat die OstWestfalenLippe GmbH den OWL-Innovationspreis ausgeschrieben. Ziel ist es, Innovationen aus der Region sichtbar zu machen und neue Impulse zu geben. Ausgezeichnet werden innovative Produkte, Dienstleistungen und Prozesse in ostwestfälisch-lippischen Unternehmen. Hauptsponsor des Wettbewerbs ist der regionale Energieversorger Westfalen Weser. Damit will das Unternehmen dazu beitragen, die kreativen und innovativen Potenziale in der Region zu stärken. Die Preisverleihung wurde in Kooperation mit KPMG ausgerichtet. Darüber hinaus wird der Wettbewerb unterstützt durch Adam Design (Bielefeld), InnoZent OWL (Paderborn), die Unity AG (Büren) und die Volksbank in Ostwestfalen. Der Preis wird seit 1995 alle zwei Jahre vergeben.
Die Mitglieder der Jury
Auf dem Foto: Freuen sich über spannende Innovationen aus OWL (v. l.): Michael Deitert (Vorstandsvorsitzender Volksbank in Ostwestfalen), Prof. Dr. Natalie Bartholomäus (Vizepräsidentin Hochschule Bielefeld), Christoph Rüther (Landrat Kreis Paderborn und stv. Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der OWL GmbH), Dr. Frank Thielemann (Vorstand UNITY AG), Dr. Andreas Ball (Standortleiter Tax KPMG AG), Anna Katharina Bölling (Regierungspräsidentin Bezirksregierung Detmold), Jörg Timmermann (Geschäftsführer Kraft Gruppe und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung OWL GmbH), Roland Damann (Geschäftsführer MircoBubbles GmbH und Preisträger Kategorie Nachhaltigkeit), Dr. Matthias Hunstig und Dr. Hans Hesse (beide Hesse GmbH, Preisträger Kategorie MARKTVISIONEN), Jürgen Noch (Geschäftsführer Westfalen Weser), Tobias Rebert (Co-Founder Tentris GmbH und Preisträger Kategorie Start-up), Wolfgang Marquardt (Geschäftsführer OWL GmbH), Petra Pigerl-Radtke (Hauptgeschäftsführerin IHK Ostwestfalen zu Bielefeld und Sprecherin der Jury), Michael Kemkes (Geschäftsführer InnoZent OWL e. V.), Tanja Maaß (ehemalige Vorständin InnoZent OWL e. V.) und Thomas Michels (COO Benteler Steel/Tube). (Foto: OstWestfalenLippe GmbH / Stork-Media)
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Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Aufgabe ist es, die Region Ostwestfalen-Lippe, mit Blick auf den nationalen und internationalen Wettbewerb, als eine bekannte Marke und als führender Wirtschafts- und Transformationsstandort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Um dies zu erreichen, wird Standort-, Marken-, Fachkräfte- und Tourismusstrategie in Form einer langfristigen Strategie konsequent zusammen gedacht.
Das Thema Nachhaltigkeit ist vielschichtig – wer sich die 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen ansieht, bekommt davon einen guten Eindruck. Für die Industrie besonders wichtig: Es muss sich auch wirtschaftlich lohnen, nachhaltiger zu werden. Viele kleine und mittlere Unternehmen in OWL gehen schon jetzt innovative Wege, um stärker aus der nachhaltigen Transformation hervorzugehen, häufig fehlt jedoch das notwendige Know-how. Hier können Betriebe von externem Wissen profitieren. Eine wichtige Ressource dafür sind die zahlreichen marktunabhängigen Akteure in Ostwestfalen-Lippe, etwa Förderprojekte, Hochschulen, Netzwerke und kommunale Ansprechpartner. Wer zu welchem Thema hilft, können Interessierte im Kompetenzatlas des Projektes Green.OWL herausfinden, den die OstWestfalenLippe GmbH gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM herausgegeben hat.
„In Ostwestfalen-Lippe arbeiten rund 180 Projekte an verschiedenen Aspekten des nachhaltigen Wandels von Wirtschaft und Gesellschaft, viele von ihnen richten Angebote an Unternehmen und andere Organisationen. Da den Überblick zu behalten – das ist für Unternehmen neben dem Tagesgeschäft kaum möglich. Mit dem Kompetenzatlas bereiten wir die relevanten Kenntnisse und Fähigkeiten übersichtlich auf, sodass möglichst jede Frage eine passende Antwort bekommt – und verknüpfen so regionale Nachfrage mit regionalem Angebot“, erklärt Dr. Daniela Vogel, Gruppenleiterin Strategy and Transformation Management am Fraunhofer IEM. Mit der Datensammlung können User:innen über verschiedene Themenfelder schnell zu den für sie interessanten Informationen gelangen und Kontakt zu den jeweiligen Ansprechpartnern aufnehmen.
50 Unterstützungsangebote für kleine und mittlere Unternehmen
Das Spektrum ist umfangreich: Die aktuell rund 55 Unterstützungsangebote reichen von allgemeinen Einstiegsangeboten und Erstberatungen bis hin zu konkreten Anwendungsfällen und Tools. Mit dabei sind etwa ein kostenfreies Online-Werkzeug zur Treibhausgasbilanzierung, Qualifizierungsangebote zu intelligenten Gebäudetechnologien oder verschiedene Netzwerke zu Themen wie biobasierten Werkstoffen, Wasserstoff oder Energieeffizienz. Auch Auszeichnungen und Initiativen sind Teil der Datenbank. „Durch eine strategische Regionalentwicklung, systematische Foresight-Prozesse und vorausschauende Förderlinien von Bund, Land und EU verfügen wir schon jetzt über eine Vielzahl von Akteuren in OWL, die sich insbesondere in den letzten zehn Jahren ein beeindruckendes Wissen und Know-how im Bereich der nachhaltigen Transformation angeeignet haben“, lobt Wolfgang Marquardt, Prokurist der OstWestfalenLippe GmbH, die regionalen Aktivitäten. „Dieses Wissen gelangt an vielen Stellen schon in die Umsetzung. Wir müssen aber noch größere Effekte in der Breite des Mittelstands erzielen – nur so kann eine ganzheitliche und erfolgreiche Entwicklung OWLs hin zu einer Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften gelingen.“
Und genau das ist das Ziel des Projektes Green.OWL und seiner Unterstützungsangebote, zu denen auch der Kompetenzatlas zählt: Ostwestfalen-Lippe soll Vorreiter werden und anderen Regionen zeigen, wie man die heimische Wertschöpfung in der Praxis auf eine so nachhaltige Basis stellt, dass idealerweise so gut wie keine Ressourcen mehr von außen benötigt werden. Auf diese Weise soll die Region unabhängiger werden von globalen Krisen, Schwankungen und unabwägbaren Ereignissen. Ein zentraler Baustein für die Zukunft OWLs, ist sich Wolfgang Marquardt sicher: „Auch wenn Nachhaltigkeit als Begriff in letzter Zeit nicht mehr so weit oben auf den Prioritätenlisten von Politik und Wirtschaft stand, wie noch vor einigen Jahren – die Vorteile sind so aktuell wie nie zuvor.“
Den Kompetenzatlas und weitere Informationen finden Sie unter www.green-owl.eu.
Bildung und die Entwicklung spezifischer Kompetenzen ist Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftliche Innovationskraft und nachhaltige Entwicklung. In Ostwestfalen-Lippe zeigt sich das besonders deutlich: Die Region verfügt über ein starkes und vielfältiges Bildungssystem mit 14 Hochschulen an 19 Standorten, rund 69.000 Studierenden sowie fast 36.000 Auszubildenden. Gleichzeitig bleibt die Herausforderung bestehen, mehr junge Menschen zu einem erfolgreichen Schulabschluss zu führen und ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote weiter auszubauen. Nationale und internationale Leitbilder wie SDG 4 und SDG 10 (hochwertige, inklusive und chancengerechte Bildung) prägen den Rahmen, innerhalb dessen in OWL-Initiativen wie die BBNE-Hubs für nachhaltige Berufsbildung wirken. Auch Unternehmen integrieren zunehmend Nachhaltigkeit in ihre Aus- und Weiterbildungsstrategien. Dennoch braucht es mehr strategische Vernetzung, innovative Projekte und gezielte Förderung benachteiligter Gruppen.
Die Potenzialanalyse zeigt: Kompetenzentwicklung ist ein zentraler Hebel für die nachhaltige Transformation. OWL bietet mit Hochschulen, dualen Studiengängen, beruflichen Bildungseinrichtungen und einer engen Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft hervorragende Voraussetzungen – ein echtes regionales Alleinstellungsmerkmal. Neben regionalen Lernplattformen, flexiblen Qualifizierungsmodellen und sozialraumorientierten Bildungsangeboten, um Fachkräfte in OWL für diesen Transformationsprozess vorzubereiten und auszustatten, fordert der Wandel auch neue Kompetenzen. Digitalisierung, Treibhausgasneutralität, technologische Innovationen und der demografische Wandel verändern die Inhalte und Formate, über die wir an Wissen gelangen und wie wir Wissen nutzen. Um aktiv die Transformation gestalten zu können, müssen strategische Kompetenzen, Reflexionsfähigkeit und Lernbereitschaft der ausführenden Akteur:innen gefördert und Räume geschaffen werden.
Hürden auf dem Weg: Soziale Ungleichheit und digitale Lücken
Gleichzeitig werden strukturelle Risiken sichtbar. Soziale Ungleichheiten im Zugang zu Bildung bestehen fort – besonders für Kinder und Jugendliche aus sozioökonomisch benachteiligten Familien oder mit Migrationsgeschichte. Auch die digitale Kluft bleibt ein Problem: fehlende Endgeräte, ungleiche Medienkompetenzen und eingeschränkte Internetzugänge erschweren eine gleichberechtigte Teilhabe. Zusätzlich belasten Fachkräftemangel und Überlastung im frühkindlichen Bereich sowie im inklusiven und digitalen Unterricht die Weiterentwicklung des Systems. Diese Faktoren gefährden langfristig die Transformationsfähigkeit der Region.
Bildung als Querschnittsaufgabe
Damit OWL diese Herausforderungen bewältigen kann, braucht es integrierte Strategien: Kompetenzentwicklung muss Raum bekommen in Kommunalentwicklungen, in der Arbeitsmarkpolitik, Integration, digitaler Infrastruktur und sozialen Räumen. Regionale Allianzen und eine vernetzte Bildungsstrategie können sicherstellen, dass Innovation nicht nur wirtschaftlich wirksam, sondern auch sozial gerecht wird. OWL verfügt über starke strukturelle Grundlagen – doch erst durch strategische Investitionen und die gezielte Förderung benachteiligter Gruppen kann die Region ihre Rolle als Vorreiter der nachhaltigen Transformation voll entfalten.
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Die Circular Economy gewinnt in Ostwestfalen-Lippe zunehmend an Bedeutung. Sie ist nicht nur ökologisch notwendig, sondern auch ein strategischer Wettbewerbsvorteil für die regionalen Unternehmen und die nachhaltige Entwicklung der Region. Im Kern zielt Circular Economy darauf ab, Materialien und Produkte so lange wie möglich im Wirtschaftskreislauf zu halten – durch Teilen, Wiederverwenden, Reparieren, Aufarbeiten und Recyceln. Auf diese Weise werden Ressourcen geschont, Abfall reduziert und die Umwelt entlastet. Welche Möglichkeiten ergeben sich daraus für OWL und wo stehen wir aktuell?
Im Jahr 2022 wurden in OWL insgesamt 827.422 Tonnen Abfall erzeugt – das entspricht einem Pro-Kopf-Aufkommen von 396,8 kg pro Einwohner:in. Damit zeigt sich ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr, was erste Fortschritte in Richtung ressourcenschonender Produktion und Konsumation signalisiert.
Unternehmen der Region integrieren zunehmend Prinzipien der Circular Economy in ihre Geschäftsmodelle. Eine Analyse zeigt, dass 20,9 % der erfassten Unternehmen konkrete zirkuläre Maßnahmen umgesetzt haben. Dabei dominieren klassische Recyclingprozesse (über 50 %), gefolgt von Abfallreduktion (42,6 %), Materialsubstitution durch umweltfreundlichere Alternativen (21,05 %), Materialwiederverwendung (16,7 %) und Mehrwegsysteme (6,7 %). Zahlreiche Betriebe verfügen bereits über innerbetriebliche Kreislaufsysteme, etwa durch die Granulierung von Kunststoffen oder die getrennte Rückführung von wertvollen Metallen wie Aluminium, Edelstahl und Kupfer.
Dennoch bestehen strukturelle Hemmnisse: Bürokratische Anforderungen, wirtschaftliche Herausforderungen kleinerer Betriebe sowie fehlende strategische Implementierung bremsen die konsequente Umsetzung zirkulärer Modelle. Circular Economy-Ansätze sind also bereits integriert, jedoch nicht flächendeckend verankert.
Potenziale: Chancen für die Region OWL
OWL bietet für die Etablierung einer zirkulären Wirtschaft günstige Ausgangsbedingungen. Die Region zeichnet sich durch ein innovatives produzierendes Gewerbe aus – insbesondere in Maschinenbau, Möbel- und Lebensmittelindustrie sowie Kunststoffverarbeitung. Diese Branchen eröffnen vielfältige Möglichkeiten für zirkuläre Produktionsprozesse, etwa durch modulare Produktgestaltung, Rücknahme- und Reparaturkonzepte oder den Einsatz recycelter Materialien.
Zudem existieren bereits Pilotprojekte und Unternehmensnetzwerke, die gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen wie den Universitäten und Hochschulen in Bielefeld, Paderborn, Lemgo und Minden Ansätze der zirkulären Wertschöpfung erproben. Neue Technologien wie digitale Produktpässe, Materialtracking mittels IoT, KI-gestützte Sortierung oder 3D-Druck eröffnen zusätzliche Chancen, Materialkreisläufe zu schließen.
Die erfolgreiche Umsetzung zirkulärer Geschäftsmodelle erfordert jedoch nicht nur technische Lösungen, sondern auch kulturellen Wandel bei Unternehmen und Konsument:innen. Kooperationen zwischen Industrie, Entsorgern, Start-ups und kommunaler Wirtschaftsförderung sind entscheidend, um sektorübergreifende Synergien zu schaffen.
Herausforderungen und Handlungsfelder
Trotz hoher Potenziale bestehen auch substanzielle Hürden. So erscheinen bestehende lineare Geschäftsmodelle kurzfristig oft wirtschaftlich attraktiver als die komplexeren Kreislaufansätze. Außerdem erschweren technische und rechtliche Restriktionen mitunter die Wiederverwendung und Rücknahme von Materialien. Ebenfalls bremsend wirkt der Fachkräftemangel im Bereich zirkulärer Produktionstechnologien.
Passende politische Rahmenbedingungen, koordinierende Institutionen und gezielte Förderprogramme sind daher unverzichtbar. Instrumente wie kreislauforientierte Industrieparks, regionale Stoffstrommanagementsysteme und Wissensplattformen können helfen, Circular Economy systematisch zu verankern.
Ausblick: OWL als Vorreiterregion
Die Region Ostwestfalen-Lippe verfügt über zentrale Potenziale, um Zirkularität als Leitprinzip wirtschaftlicher Entwicklung zu etablieren. Voraussetzung ist eine konsequente strategische Ausrichtung, die technologische Innovation, institutionelle Unterstützung und kulturellen Wandel miteinander verbindet. Mit seiner industriellen Stärke, vernetzten Wertschöpfungsketten und technologischen Infrastruktur kann OWL eine Vorreiterrolle im Übergang zur Circular Economy einnehmen – sowohl national als auch europäisch.
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Unternehmen sind komplexe Systeme, ganz gleich, ob internationaler Konzern oder mittelständischer Betrieb. Viele Faktoren – etwa interne Prozesse, externe Einflüsse, Mitarbeitende, Technologien, Kunden und andere Stakeholder – greifen ineinander. Die nachhaltige Transformation ist eine wirtschaftliche Chance, sie umzusetzen aber aufgrund dieser Komplexität eine anspruchsvolle Aufgabe. Wo liegen die größten Chancen? Welche Maßnahmen bieten sich an? Und wie kann die Transformation wirkungsvoll gesteuert werden? Das Fraunhofer Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM hat im Projekt Green.OWL ein Modell entwickelt, mit dem sich Unternehmen einen Überblick verschaffen können.
„Uns war wichtig, dass unser Modell auf möglichst viele Betriebe im verarbeitenden Gewerbe anwendbar ist. Auch wenn es in der Industrie viele verschiedene Branchen gibt – Chemie, Metall, Maschinenbau, Kunststoff etc.: Die sieben Bereiche, die wir jetzt definiert haben, gibt es überall“, erläutert Dr. Daniela Vogel, Gruppenleiterin Strategy and Transformation Management am Fraunhofer IEM. Ausgangspunkt war eine umfangreiche Basisforschung zur Transformation von Unternehmen, auch Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft wurden in die Entwicklung des Modells eingebunden. Demnach besonders dringend: Jedes Unternehmen sollte eine Nachhaltigkeitsstrategie erstellen und seine Unternehmenskultur, sein Geschäftsmodell und seine Prozesse darauf ausrichten. Wichtige Grundlagen für die Umsetzung dieser Strategie für mehr Nachhaltigkeit ist das Themenfeld Infrastruktur & Ressourcen, etwa durch eine Restrukturierung der Finanzierungs-, Investitions- und Personalplanung. „Wer zusätzlich alle relevanten Stakeholder-Gruppen einbindet – Kunden, Mitarbeitende, Investoren, Gesellschaft usw. – und Fortschritte transparent nach außen kommuniziert, ist auf dem besten Weg zum Nachhaltigkeitspionier“, so Dr. Vogel weiter.
Zu jedem der Themenfelder finden Interessierte außerdem weiterführende Informationen und Handlungsempfehlungen. So erfahren User:innen nicht nur, welche Transformationsfelder es gibt, sondern auch welche besonders dringend angegangen werden sollten und wie man hier erste Schritte geht. So wird auch die Rolle der regionalen Wirtschaft als Teil der nachhaltigen Transformation der Region insgesamt deutlich, erklärt Wolfgang Marquardt, Prokurist der OstWestfalenLippe GmbH: „Mit seinem starken Mittelstand ist OWL ein Hotspot für Technologie und Innovation – geschafft haben wir das durch die starken Netzwerke hier vor Ort, die exzellente Forschung, die innovativen Hochschulen. Und genauso machen wir OWL insgesamt auch nur dann wirklich nachhaltig, wenn wir unsere Kräfte bündeln. Dafür entwickeln wir im Projekt Green.OWL einen Masterplan, für dessen Umsetzung die Industrie eine zentrale Rolle spielt.“
Großer Veränderungsdruck für den regionalen Mittelstand
Aber warum ausgerechnet beim Thema Nachhaltigkeit ansetzen? „Wir sehen eine sehr dynamische Entwicklung, insbesondere durch externe Treiber. Wesentlich sind dabei globale Krisen und Herausforderungen, etwa durch Zölle oder unsichere Lieferketten, aber auch das enge Netz aus Regularien und Gesetzgebungen, von dem Unternehmen in Deutschland und Europa betroffen sind“, erläutert Dr. Daniela Vogel die Hintergründe. Dadurch verändern sich auch die Erwartungen der Kunden – und damit auch die Anforderungen des Marktes.
Wollen B2B-Kunden etwa CO2 in ihrer vorgelagerten Wertschöpfungskette einsparen, greifen sie eher zu klimaschonend hergestellten Produkten und verringern so wiederum den CO2-Fußabdruck ihrer eigenen Geschäftstätigkeit. Wenn Hersteller hier keine Alternativen bieten, werden Einkäufer:innen bald womöglich andere Lieferanten in Betracht ziehen. Durch stetige technologische Entwicklungen entstehen hier aber auch einzigartige Chancen für neue Produkte und Geschäftsmodelle – wenn man denn up-to-date bleibt und der Komplexität trotzt, etwa mithilfe des Unternehmensmodells Green.OWL und der anderen Angebote aus dem Projekt, so Wolfgang Marquardt: „Wir haben hier Partner an Bord, die umfangreiche Erfahrung in der Begleitung von Unternehmen bei Veränderungsprozessen mitbringen. Dadurch stärken wir sowohl die heimischen Betriebe als auch die Region an sich.“
Das Unternehmensmodell und weitere Informationen finden Sie unter www.green-owl.eu.
Mobilität bedeutet heute weit mehr als den Transport von Menschen und Gütern. Sie entscheidet über Zugang zu Arbeit, Bildung und Gesundheitsversorgung – und damit über soziale Teilhabe. Sie beeinflusst Klimaschutz, Energieverbrauch und Lebensqualität, wird zunehmend digital organisiert und reicht inzwischen bis in virtuelle Räume hinein. Nachhaltige Mobilitätssysteme sollen deshalb umweltfreundlich, zugänglich und sozial ausgewogen sein. Besonders der Verkehrssektor steht unter Druck: Er muss seinen CO₂-Ausstoß senken und stärker auf emissionsarme Verkehrsträger wie ÖPNV, Rad- und Fußverkehr setzen. In Ostwestfalen-Lippe (OWL) zeigt sich diese Transformation besonders vielschichtig: Die Region ist logistischer Knotenpunkt für Deutschland und Europa, zugleich aber geprägt durch starke Unterschiede zwischen urbanen Zentren und ländlichen Räumen.
Während Städte und Umland vielerorts gut an Bus und Bahn angebunden sind, kämpfen ländliche Kommunen mit eingeschränkten Mobilitätsangeboten. Zahlen unterstreichen diese Diskrepanz: Zwar entspricht der Anteil an Siedlungs- und Verkehrsflächen mit 23,5 % dem NRW-Schnitt, doch die PKW-Dichte liegt mit 618 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner:innen deutlich über den Landes- und Bundeswerten. Das zeigt die strukturelle Abhängigkeit vom Auto als wichtigstem Verkehrsmittel. Elektromobilität gewinnt zwar an Bedeutung – gut vier Prozent der zugelassenen Autos in OWL fahren elektrisch – die Ladeinfrastruktur bleibt jedoch hinter NRW und Bund zurück. Genau diese Bedingungen prägen den Alltag vieler Menschen und stellen die Mobilitätswende vor große Herausforderungen.
Gleichzeitig tragen Unternehmen in OWL bereits aktiv zur Transformation bei: Sie bieten E-Bike-Leasing an, bauen Ladestationen auf Firmengeländen, testen Carsharing oder elektrifizieren ihre Flotten. Dennoch bleibt das Auto – besonders im ländlichen Raum – dominierend. ÖPNV-Angebote und Jobtickets werden oft aus mangelnder Attraktivität oder schlechter Taktung kaum angenommen. Unternehmen stehen zudem vor Zielkonflikten: Klimaschutzmaßnahmen wie Parkraumbewirtschaftung können zwar nachhaltig wirken, wirken aber auf Beschäftigte mitunter einschränkend und sind daher oft unpopulär. Hier zeigt sich, wie sehr Mobilitätsverhalten an Alltagsstrukturen und Infrastruktur gebunden ist.
Multimodale Angebote als Lösungsansatz
Um diese strukturellen Probleme zu adressieren, entstehen in OWL innovative Projekte, die Mobilität neu denken – besonders im ländlichen Raum. Ziel sollte eine flexible Mobilitätslandschaft sein, die Stadt und Land gleichermaßen stärkt.
Insgesamt zeigt OWL, wie komplex die Transformation des Mobilitätssystems ist. Sie erfordert technische Lösungen, aber ebenso politische Rahmenbedingungen, Investitionen in Infrastruktur, Veränderungen im Nutzerverhalten und eine enge Zusammenarbeit vieler Akteure. Die Region steht beispielhaft für das Spannungsfeld zwischen urbanen Mobilitätsoptionen und ländlichen Strukturen – und zugleich für innovative Ansätze, die bundesweit Aufmerksamkeit gewinnen können.
Potenziale für die Zukunft der Mobilität in OWL
Diese Herausforderungen spiegeln sich auch in der aktuellen Potenzialanalyse der Region wider. Obwohl OWL über eine sehr gute Grundinfrastruktur verfügt, erschweren hohe PKW-Abhängigkeit, Netzlücken im ÖPNV und geringe Anteile emissionsfreier Antriebe die Transformation. Demografische Entwicklungen, steigende Mobilitätsbedarfe und der Anspruch, Mobilität sozial gerecht zu gestalten, erhöhen den Handlungsdruck. Gleichzeitig verfügt OWL über starke industrielle und digitale Kompetenzen, die entscheidend für die Mobilität der Zukunft sind: Automatisierung, Fahrzeugtechnik, Logistik, KI, Sensorik und Datenanalyse. Projekte wie NeMo.bil können als „Leuchttürme“ der regionalen Mobilitätswende fungieren und Wege aufzeigen, wie nachhaltige Verkehrssysteme im ländlichen Raum funktionieren können.
Neben Chancen und Stärken treten Risiken deutlich hervor: Flächenverbrauch, CO₂-Emissionen, ungleiche Erreichbarkeit und hohe Investitionsbedarfe zählen zu den größten Herausforderungen. Damit die Transformation gelingt, muss OWL Mobilität als gemeinsame Aufgabe von Kommunen, Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft begreifen. Eine integrierte, multimodale Mobilitätsstrategie – abgestimmt auf urbane und ländliche Bedingungen – kann einen entscheidenden Beitrag leisten, um ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele zu verbinden. Gerade die Etablierung starker regionaler Innovationsnetzwerke wird dafür ein zentraler Baustein sein.
Mobilität wird damit zu einem Schlüsselthema der regionalen Transformation: OWL muss Wege finden, wie Menschen und Unternehmen in Zukunft klimafreundlich, barrierefrei, effizient und vernetzt unterwegs sein können. Die Region hat die Voraussetzungen, um genau das zu erreichen – und einen sichtbaren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in Nordrhein-Westfalen und Deutschland zu leisten.
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