Es ist Halbzeit im Big-Sister-Mentoring-Programm 2026
Am 6. und 16. Oktober 2026 kam das Big-Sister-Mentoring-Programm für Gründerinnen zu zwei Online-Netzwerktreffen zusammen – einmal im Kreis der Mentees, einmal im Kreis der Mentorinnen. Zur Halbzeit des Programms ging es darum, Bilanz zu ziehen: Was hat bisher getragen, wo stehen die Teilnehmerinnen, und welche Themen prägen die zweite Programmhälfte?
Rückblick, Reflexion, Neuausrichtung
Für die Mentees verband das Treffen einen strukturierten Rückblick mit Selbstreflexion und einer bewussten Neuausrichtung der eigenen Ziele. Ebenso wichtig war der Austausch untereinander: Die Gründerinnen berichteten von ihren Erfahrungen aus den Tandems, teilten Hürden und Fortschritte und nahmen neue Motivation für die kommenden Monate mit. Gerade als Solo-Selbstständige ist der Austausch untereinander besonders wohltuend und hilfreich.
Inhaltlich zeichneten sich klare Schwerpunkte ab. Neben dem Zugang zu Netzwerken und der Unterstützung bei Entscheidungsprozessen standen vor allem operative Fragen im Mittelpunkt: Kundenakquise, Vertriebsstrategien und Preispolitik. Als wirksamster Faktor erwies sich dabei weniger das einzelne Fachthema als der regelmäßige Austausch selbst und die Arbeit am unternehmerischen Mindset.
Die Perspektive der Mentorinnen
Im separaten Treffen der Mentorinnen bestätigte sich dieses Bild, zugleich verschob sich der Fokus. Mentoring, so der Tenor, ist weit mehr als Hilfe bei Struktur und Planung. Entscheidend sei die kontinuierliche Begleitung auf dem Weg von der Gründerin zur Unternehmerin. Zur Sprache kamen dabei strukturelle Hürden, das Impostor-Syndrom, der ungleiche Zugang zu etablierten Systemen sowie tradierte soziale Rollenbilder.
Eine Mentorin brachte es so auf den Punkt: „Es fehlt noch eine kollektive Lösung. Das Programm hat mir gezeigt, wie tief das Problem eigentlich geht – auf dem Weg, die Rolle anzunehmen: Ich bin Unternehmerin. Der Ansatz, Frauen müssten sich einfach besser strukturieren, greift schlicht zu kurz.“
Learnings zur Halbzeit
Zum Abschluss vereinbarten beide Gruppen, weiter eng in Kontakt zu bleiben und die angesprochenen Themen in der zweiten Programmhälfte gezielt weiterzuverfolgen.
Was wäre, wenn Mitarbeitende montags nicht aus Pflichtgefühl zur Arbeit kämen, sondern weil sie an einer gemeinsamen Sache bauen wollen? Mit dieser positiven Utopie startete unser Webinar „Von der erlebnisbasierten Berufsorientierung zum Kulturscan – Wie Unternehmen für Nachwuchstalente zum Magneten werden" mit rund 35 Teilnehmenden. Die Referentin Lisa Wetzel, Expertin für Nachwuchsgewinnung und -bindung, wurde dabei von Eberhard Scharpf, Geschäftsführer von Scharpf Holzbau, unterstützt, der konkrete Einblicke aus der betrieblichen Praxis beisteuerte.
Zum Einstieg richtete Lisa Wetzel den Blick auf die junge Nachwuchsgeneration. Mit aktuell fast sechs Generationen am Arbeitsmarkt treffen unterschiedliche Prägungen und Wertehaltungen aufeinander. Sie wies darauf hin, das Ziel sollte dabei immer ein besseres Miteinander sein, nicht das Denken in Schubladen. Besonders differenziert fiel der Blick auf die Generation Z aus, die so viel arbeitet wie nie, zugleich aber häufig mit innerem Druck in die Ausbildung startet. Wer junge Menschen – und gerade junge Frauen – für sich gewinnen möchte, so Wetzel, muss diesen inneren Druck verstehen.
Wie moderne Berufsorientierung gelingt, zeigte sie anhand zweier Praxisbeispiele – praxisnah statt als reine Informationsweitergabe. Im Mittelpunkt stand das mit dem bundesweiten SCHULEWIRTSCHAFT-Preis 2025 ausgezeichnete Konzept von Scharpf Holzbau, das über mehrere Erlebnisstationen Berührungsängste abbaut und männlich geprägte Berufsbilder gezielt auch für weibliche Nachwuchskräfte attraktiv macht – mit einer jungen Auszubildenden als Anleiterin und Markenbotschafterin. Dass dieser Ansatz wirkt, zeigte die Evaluation eindrucksvoll: Dem Angebot eines Praktikums stimmten am Ende sogar mehr Mädchen als Jungen zu. Ein zweites Beispiel richtete den Blick darauf, wie sich Berufsbilder auch digital erlebbar machen lassen.
Doch wie gelingt es, dass Nachwuchskräfte – und insbesondere weibliche Fachkräfte – auch bleiben? Die Antwort von Lisa Wetzel war eindeutig: „Der Klebstoff ist Unternehmenskultur. Immer." Weil Kultur oft abstrakt bleibt, stellte sie ein selbst entwickeltes Tool vor, mit dem sich die gelebte Kultur im Team sichtbar und besprechbar machen lässt. Zum Abschluss blieb wie immer Zeit für Fragen und Austausch in der Diskussionsrunde.

Referentin: Lisa Wetzel, Expertin für Nachwuchsgewinnung, Projektmanagerin Kompetenzzentrum Frau und Beruf: Kim Lasche, unten: Eberhard Scharpf
Vierte Arbeitsmarktkonferenz in Bielefeld
Im Rahmen seiner landesweiten Arbeitsmarktkonferenzen hat sich Arbeitsminister Karl-Josef Laumann am Freitag, 9. Oktober 2026, mit Unternehmen, Sozialpartnern, Wirtschaftsorganisationen und weiteren Arbeitsmarktakteurinnen und -akteuren aus Ostwestfalen-Lippe in Bielefeld getroffen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Auswirkungen der Transformation auf Beschäftigung, die daraus entstehenden Qualifizierungsbedarfe sowie die Frage, wie Fachkräfte auch in Veränderungsprozessen möglichst in der Region gehalten werden können.
„Der Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen ist regional sehr unterschiedlich. Mir ist es deshalb wichtig, vor Ort mit Unternehmen, Beschäftigten und den weiteren Akteuren über ihre spezifische Situation und ihre Bedürfnisse zu sprechen. Ich will wissen: Wo gibt es Probleme und welche genau, aber auch, wo Chancen und Wachstumspotential liegen. Nur so können wir zu konkreten Ergebnissen kommen, was wir gemeinsam anpacken können – für einen Arbeitsmarkt, der Beschäftigten und Unternehmen Perspektiven bietet“, so Arbeitsminister Karl-Josef Laumann.
Ostwestfalen-Lippe ist eine wirtschaftsstarke Region mit einer ausgeprägten industriellen Basis und einem starken Mittelstand. Zugleich stehen viele Unternehmen vor tiefgreifenden Veränderungen. Digitalisierung und Automatisierung, veränderte Produktionsprozesse und wirtschaftlicher Anpassungsdruck verändern Tätigkeiten und Kompetenzanforderungen. Gleichzeitig bleibt die Sicherung von Fachkräften eine zentrale Herausforderung.
Arbeitsminister Laumann: „Die Beschäftigung in Ostwestfalen-Lippe ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Gleichzeitig spürt diese starke Industrieregion den wirtschaftlichen und technologischen Wandel besonders. Teil dieser Entwicklung ist, dass Unternehmen geeignete Fachkräfte suchen. Wir müssen diese beiden Seiten des Arbeitsmarktes zusammenbringen. Wenn in einem Betrieb Stellen wegfallen, müssen wir frühzeitig klären: Welche Fähigkeiten bringen die Beschäftigten mit, was müssen sie dazulernen und wo werden sie gebraucht? Unser Ziel muss sein, Übergänge von Arbeit in Arbeit zu ermöglichen, bevor Arbeitslosigkeit entsteht. Dafür brauchen wir heute konkrete Verabredungen zwischen Unternehmen, Arbeitsverwaltung und regionalen Partnern.“
In Ostwestfalen-Lippe sind rund 891.000 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr ist die Beschäftigung trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen um rund 3.000 Personen beziehungsweise 0,3 Prozent gestiegen. Besonders deutlich fiel der Zuwachs im Kreis Gütersloh mit 1,5 Prozent und im Kreis Lippe mit 1,2 Prozent aus.
Knapp 240.000 Menschen arbeiten in Ostwestfalen-Lippe im verarbeitenden Gewerbe. Damit entfällt gut jeder vierte sozialversicherungspflichtige Arbeitsplatz in der Region auf die Industrie. Während die Gesamtbeschäftigung gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen ist, sind im verarbeitenden Gewerbe innerhalb eines Jahres rund 1.500 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren gegangen.
Dirk Strangfeld, Geschäftsführer Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit: „Ostwestfalen-Lippe ist traditionell eine starke Wirtschaftsregion. Dennoch zeigt sich, dass immer mehr Unternehmen Beschäftigung abbauen und gleichzeitig händeringend gefragte Fachkräfte suchen. Was auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint, ist ein typisches Merkmal eines sich wandelnden Arbeitsmarktes. In einer immer komplexer werdenden Arbeitswelt brauchen die Unternehmen zunehmend sehr spezifisches Knowhow. Der Wandel der Arbeit ist daher in erster Linie ein Thema der beruflichen Bildung. Als Arbeitsagentur können wir hier Unternehmen, Beschäftigte und Arbeitsuchende gezielt beraten und mit Förderungen unterstützen. Der heutige Austausch mit den Arbeitgebenden liefert uns weitere wertvolle Informationen darüber, wie Ausbildungs- und Qualifizierungsinhalte in der Zukunft aussehen könnten und wie wir gemeinsam die Unterstützungsangebote in der Region noch besser an den Bedürfnissen der Unternehmen und der Menschen in Ostwestfalen-Lippe ausrichten können.“
Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe: „Im Handwerk wissen wir: Für qualifizierte Fachkräfte brauchen wir ein geeignetes und zukunftsfestes Bildungsangebot. Und deshalb bauen wir unsere Bildungsstätten in OWL kontinuierlich aus. Das beste Beispiel hierfür ist der Campus Handwerk in Bielefeld, den wir mit großzügiger Unterstützung der Landesregierung deutlich erweitern. Handwerkliche Bildung im Herzen des Oberzentrums Ostwestfalen-Lippes. Darauf können wir stolz sein. Denn mit unserem Lehrangebot erreichen wir nicht nur junge Menschen in Bielefeld und Umgebung, sondern wirken auch über die regionalen Grenzen hinaus.“
Clea Stille, Geschäftsführung der DGB-Region Ostwestfalen-Lippe: „Der Arbeitsmarkt in Ostwestfalen-Lippe steht vor großen Herausforderungen und wir brauchen die richtigen Rahmenbedingungen und politischen Impulse, um unsere Region zukunftsfest zu gestalten damit nachhaltige Perspektiven für Beschäftigte und Betriebe entstehen. Wir müssen uns stark machen für eine höhere Tarifbindung, bessere Ausbildungsbedingungen und der Ausbeutung von Menschen weiterhin den Kampf ansagen. Für Arbeitnehmende sind aber nicht nur die Arbeitsbedingungen in einer Region entscheidend, sondern auch die Lebensbedingungen. Damit Arbeitnehmende langfristig eine Perspektive in Ostwestfalen-Lippe sehen, braucht es auch bezahlbaren Wohnraum, eine gut ausgebaute Infrastruktur und verlässliche Betreuungsstrukturen für Kinder und pflegebedürftige Angehörige.“
Hintergrundinformationen
Arbeitsminister Laumann besucht im Rahmen seiner Arbeitsmarktkonferenzen sechs Arbeitsmarktregionen Nordrhein-Westfalens: das Bergische Land, das Rheinland, das Ruhrgebiet, Ostwestfalen-Lippe, Südwestfalen und das Münsterland. Die gemeinsam mit der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit organisierten Austauschformate haben das Ziel, mit den Akteuren vor Ort frühzeitig Veränderungen am Arbeitsmarkt zu besprechen und auf diese zu reagieren. Im Mittelpunkt stehen die Themen Ausbildung, Qualifizierung und Weiterbildung, Fachkräftesicherung, Beschäftigtentransfer sowie eine bessere Verzahnung bestehender Unterstützungs- und Vermittlungsangebote für arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen. Mit allen Arbeitsmarktkonferenzen will das Ministerium von einer Bestandsaufnahme zu konkreten Verabredungen für den Arbeitsmarkt der jeweiligen Region kommen. Die Konferenzen sind Teil der Fachkräfteoffensive NRW.
Die Arbeitsmarktkonferenz für Ostwestfalen-Lippe wurde von der Regionalagentur OWL organisiert.
Sie haben eine Frage zu KI in Ihrem Unternehmen, wissen aber nicht, an wen Sie sich wenden sollen? Genau dafür gibt es die zentrale Anlaufstelle von KIT.OWL – Ihr erster Kontaktpunkt, wenn es um Künstliche Intelligenz im Mittelstand geht.
Ein Ansprechpartner statt vieler Suchwege
Welches Angebot passt zu meinem Unternehmen? Wer kann mir bei meiner konkreten Frage weiterhelfen? Die zentrale Anlaufstelle nimmt Anfragen, Bedarfe und Anregungen von Unternehmen, Multiplikator:innen und KI-Expert:innen aus OstWestfalenLippe auf. Dann sucht und vermittelt sie passgenau an die richtigen Angebote und Kooperationspartner:innen aus Wissenschaft und Wirtschaft.
Ihr Ansprechpartner ist Marc Wollny. Er begleitet Sie von der ersten Frage bis zur Vermittlung an das passende Format – sei es ein Informationsworkshop, der KI-Readiness Check oder der direkte Kontakt zu einem der Fraunhofer-Institute.
Mehr als nur Vermittlung
Ergänzt wird die persönliche Anlaufstelle durch den KIT.OWL Content-Hub: eine digitale Wissensplattform, auf der Ergebnisse aus Forschung und Projektarbeit – etwa aus dem Regionalscreening der Fraunhofer IOSB-INA – bedarfsorientiert aufbereitet und zugänglich gemacht werden, sowie Veranstaltungen rund um KI und Digitalisierung gebündelt werden.
Der Nutzen für Sie
Ein einziger, verlässlicher Einstiegspunkt statt einer endlosen Suche in verschiedenen Programmen und Institutionen. Das spart Zeit und schafft von Anfang an Klarheit, welches Angebot zu Ihrem Unternehmen passt. Besonders wenn Sie noch keinen konkreten Ansprechpartner für KI-Fragen haben, ist die zentrale Anlaufstelle der ideale erste Schritt.
Sie haben eine Frage zu KI in Ihrem Unternehmen? Kontaktieren Sie die zentrale Anlaufstelle von KIT.OWL – wir vermitteln Sie an das passende Angebot.
Rund 40.000 Fachbesucherinnen und Fachbesucher werden zur EXPO REAL in München erwartet: Europas größte Fachmesse für Immobilien, Investitionen und Infrastruktur ist gestartet. Als bedeutende Austauschplattform für die Immobilienbranche ist sie auch für Regionen und Städte ein wichtiger Marktplatz. So ist auch die Region Ostwestfalen-Lippe mit den Städten Bielefeld, Paderborn und Gütersloh vor Ort.
München, 6. Oktober 2026. Rund 40.000 Fachbesucherinnen und Fachbesucher werden zur EXPO REAL in München erwartet: Europas größte Fachmesse für Immobilien, Investitionen und Infrastruktur ist gestartet. Als bedeutende Austauschplattform für die Immobilienbranche ist sie auch für Regionen und Städte ein wichtiger Marktplatz. So ist auch die Region Ostwestfalen-Lippe mit den Städten Bielefeld, Paderborn und Gütersloh vor Ort. Am OWL-Gemeinschaftsstand werden Projekte zur Aktivierung von Gewerbeflächen, zur Entwicklung neuer Industrieareale und zur Umnutzung von Konversionsflächen präsentiert – etwa der Industriepark Im Klee und das Zukunftsquartier in Paderborn, die Reaktivierung und Weiterentwicklung von Flächen in Bielefeld sowie Innenstadt- und Gewerbeprojekte in Gütersloh. Die EXPO REAL hat noch bis zum 7. Oktober geöffnet.
Auch für das Land Nordrhein-Westfalen ist die Messe eine wichtige Plattform. Im Mittelpunkt stehen Fragen, wie bezahlbarer Wohnraum geschaffen, bestehende Gebäude weiterentwickelt und Flächen verantwortungsvoll genutzt werden können. „Bauflächen sind knapp - umso wichtiger ist, was wir daraus machen. Ostwestfalen-Lippe zeigt eindrucksvoll, wie aus bestehenden Standorten neue Chancen für Wohnen, Arbeiten und Wirtschaft entstehen können. Das ist Stadt- und Regionalentwicklung mit Blick nach vorne: Potenziale erkennen, anpacken und ins Machen kommen. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Kommunen dabei, aus Ideen konkrete Projekte zu machen und diese auch umzusetzen“, sagt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, am Montag am OWL-Gemeinschaftsstand.
Ostwestfalen-Lippe zeigt, wie sich knappe Flächen, wirtschaftliche Entwicklung und moderne Stadtentwicklung zusammenbringen lassen: Bestehende Standorte werden reaktiviert, neue Gewerbegebiete erschlossen und Quartiere für Wohnen, Arbeiten, Wissenschaft und Innovation entwickelt. Die Veranstalter des OWL-Gemeinschaftsstandes – Wolfgang Marquardt (OstWestfalenLippe GmbH), Henrich Hardieck (WEGE Bielefeld), Dr. Christine Tölle (Wirtschaftsförderung Paderborn) und Thomas Wolf (conceptGT) – betonen: „Ostwestfalen-Lippe bietet viele konkrete Entwicklungsperspektiven – von verfügbaren Gewerbeflächen über die Revitalisierung bestehender Standorte bis zu neuen Quartieren für Wohnen, Arbeiten, Wissenschaft und Innovation. Unsere Städte und Kommunen gestalten diesen Wandel aktiv und gemeinsam. Auf der EXPO REAL wollen wir mit Investoren, Projektentwicklern und Unternehmen darüber ins Gespräch kommen, welche Partnerschaften und Nutzungen unsere Projekte langfristig stärken.“ Unterstützt wird der Stand von der GEwerk GmbH, Sparkassen in Ostwestfalen-Lippe und VerbundVolksbank OWL eG sowie weiteren Partnern aus Immobilienwirtschaft, Architektur, Finanzierung, Projektentwicklung und Kommunen.
Bielefeld: Flächen aktivieren statt neu versiegeln
Bielefeld setzt bei der Entwicklung seiner Gewerbe- und Innenstadtflächen auf Nachverdichtung sowie auf die Reaktivierung bestehender Standorte. Die Erweiterung des interkommunalen Gewerbegebiets eröffnet zusätzliche Perspektiven für ansiedlungsinteressierte Unternehmen. Gleichzeitig identifiziert die WEGE mbH durch eine Eigentümerbefragung bislang ungenutzte oder mindergenutzte Flächen. Ziel ist es, weitere Potenziale zu erschließen, Flächen mit bestehenden Restriktionen entwicklungsfähig zu machen und Nutzungshindernisse schrittweise abzubauen.
Paderborn: Industrieflächen und Zukunftsquartier
Paderborn präsentiert zwei Projekte mit unterschiedlichen Entwicklungsperspektiven. Gemeinsam mit der Gemeinde Borchen entwickelt die Stadt den Industriepark Im Klee: Rund 30 Hektar direkt an der A33 schaffen Raum für Industrie und produzierendes Gewerbe. Die Grundstücke reichen von einem bis neun Hektar; allein das mittlere Plateau umfasst knapp 15 Hektar in einem Stück. Die Nähe zur A44, zum Flughafen Paderborn-Lippstadt und zum Windpark A33 ergänzt die Standortvorteile.
Parallel entsteht auf einer 54 Hektar großen Konversionsfläche das Zukunftsquartier. Geplant sind 2.900 Wohneinheiten für rund 7.000 Menschen, etwa 4.000 Arbeitsplätze sowie Flächen für innovative Unternehmen, anwendungsorientierte Wissenschaft und ein Innovationszentrum für Start- und Scale-ups. Die Universität Paderborn bietet dabei unmittelbare Anknüpfungspunkte für Kooperationen, Technologietransfer und Fachkräftegewinnung.
Gütersloh: Innenstadtentwicklung und Gewerbeflächen
Gütersloh verbindet Innenstadtentwicklung, Innovation und Gewerbeflächenangebote. Mit der Erneuerung des Zentralen Omnibusbahnhofs, der Projektierung der ehemaligen Karstadtimmobilie und der Neugestaltung des Bahnhofsquartiers stehen mehrere zentrale Vorhaben an. Im Bahnhofsquartier entwickeln sich der Campus Gütersloh der Hochschule Bielefeld und die IMA Innovationsmanufaktur Gütersloh zu einem gemeinsamen Standort für unternehmerische Innovation, Future Skills und Gründungsförderung.
Am Stadtrand stehen im interkommunalen Gewerbegebiet am Gewerbepark Flugplatz Gütersloh die letzten verfügbaren Flächen zum Erwerb bereit. Damit bietet Gütersloh Unternehmen und Investoren sowohl innerstädtische Entwicklungsperspektiven als auch Flächen für gewerbliche Ansiedlungen.
Interessierte können den Gemeinschaftsstand der Region Ostwestfalen-Lippe auf der EXPO REAL noch bis Mittwochabend besuchen. Am Stand stehen die Vertretenden der OstWestfalenLippe GmbH, der WEGE mbH, der Wirtschaftsförderung Paderborn, der Gütersloher Wirtschaftsförderung conceptGT sowie der Partnerunternehmen für Gespräche über Projekte, Flächen, Finanzierung und Entwicklungspartnerschaften in Ostwestfalen-Lippe zur Verfügung.
Weitere Informationen finden Sie unter www.ostwestfalenlippe.de/exporeal.
Platinpartner des Gemeinschaftsstandes: GEwerk GmbH, Sparkassen in Ostwestfalen-Lippe, VerbundVolksbank OWL eG
Partner des Gemeinschaftsstandes: Bielefelder Beteiligungs- und Vermögensgesellschaft mbH, brüchner-hüttemann pasch bhp Architekten + Generalplaner GmbH, Enderweit + Partner GmbH, Gemeinde Borchen, Lödige Industries GmbH, Möller Real Estate GmbH, OWL Immobilien GmbH, SEH - Stadtentwicklungsgesellschaft Hansestadt Herford, TPG TechnologieParkPaderborn GmbH, Volksbank in Ostwestfalen eG, Zukunftsquartier Entwicklungsgesellschaft mbH
BUZ für das Pressefoto: Land und Region treffen sich (v. l.): Ansgar Käter (VerbundVolksbank OWL eG), Dr. Christine Tölle (Wirtschaftsförderung Stadt Paderborn), Ansgar Käter (concept GT), NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach, Henrich Hardieck (Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bielefeld), Bürgermeister Stefan-Oliver Strate (Stadt Paderborn), Lars-Christian Lange (Zukunftsquartier Entwicklungsgesellschaft), Bürgermeister Uwe Gockel (Gemeinde Borchen) und Wolfgang Marquardt (OstWestfalenLippe GmbH).
(Foto: OstWestfalenLippe GmbH)
Hier können Sie Pressefoto und -mitteilung herunterladen.
Pressekontakt:
OstWestfalenLippe GmbH
Marius Vinnemeier
0521 967 33 231
m.vinnemeiernoSpam@owl.gmbh
www.ostwestfalenlippe.de
Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Aufgabe ist es, die Region Ostwestfalen-Lippe, mit Blick auf den nationalen und internationalen Wettbewerb, als eine bekannte Marke und als führender Wirtschafts- und Transformationsstandort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Um dies zu erreichen, wird Standort-, Marken-, Fachkräfte- und Tourismusstrategie in Form einer langfristigen Strategie konsequent zusammengebracht.
Bielefeld, 28. September 2026. Knappe Gewerbeflächen und eine Bauwirtschaft zwischen Insolvenzwelle und Aufbruch: Die EXPO REAL, Europas größte Immobilienmesse, erwartet vom 5. bis 7. Oktober rund 40.000 Fachbesucherinnen und -besucher in München, um über die Zukunft von Immobilien, Investitionen und Standortentwicklung zu diskutieren. Während der Wohnungsbau unter Zinsdruck, hohen Baukosten und einer anhaltenden Insolvenzwelle leidet, wächst der Markt für Gewerbe- und Logistikimmobilien – getrieben von einem strukturellen Flächenmangel, der Investoren zunehmend auch abseits der etablierten Metropolregionen suchen lässt. In diesem Umfeld will sich die Region Ostwestfalen-Lippe als attraktive Alternative positionieren und wird mit einem Gemeinschaftsstand auf der Messe vertreten sein. Mit dabei sind rund 20 Partner aus Baubranche, Kommunen, Immobilien- und Finanzwirtschaft. Organisiert wird der Stand von der OstWestfalenLippe GmbH gemeinsam mit der WEGE Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bielefeld mbH, der Wirtschaftsförderung Paderborn und der Gütersloher Wirtschaftsförderung conceptGT.
„Ostwestfalen-Lippe ist eine starke Wirtschaftsregion mit großem Potenzial. Investoren profitieren von moderaten Immobilienpreisen bei gleichzeitig hoher Lebensqualität, innovativen Branchen und hervorragender Infrastruktur“, sagt Wolfgang Marquardt, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH. „Mit unserem Messeauftritt zeigen wir: Wir sind ein attraktiver Standort, der mit einzigartigen Projekten Perspektiven auf die Stadt von morgen eröffnet.“ Wie die Antworten aus der Region aussehen, zeigen die Städte Bielefeld, Paderborn und Gütersloh beispielhaft.
Bielefeld: Flächen aktivieren statt neu versiegeln
Bielefeld setzt bei der Entwicklung seiner Gewerbe- und Innenstadtflächen auf Nachverdichtung sowie auf die (Re-)Aktivierung bestehender Standorte – ein Ansatz, der angesichts der bundesweiten Flächenknappheit im Gewerbesegment an Bedeutung gewinnt. Ein zentraler Baustein ist die Erweiterung des interkommunalen Gewerbegebiets, die zusätzliche Entwicklungsperspektiven für ansiedlungsinteressierte Unternehmen schafft. Um weitere Flächenpotenziale zu erschließen, führt die WEGE mbH in diesem Jahr erneut eine Eigentümerbefragung durch, mit der bislang ungenutzte oder mindergenutzte Flächen identifiziert werden sollen. Parallel dazu arbeitet die WEGE mbH daran, Flächen mit bestehenden Restriktionen entwicklungsfähig zu machen und Nutzungshindernisse schrittweise abzubauen. „Gewerbeflächen sind in hochverdichteten Ballungsräumen traditionell knapp. Auf der EXPO REAL zeigen wir, wie sich neue Flächenpotenziale mit gezielten Maßnahmen erschließen lassen – und möchten Beispiel sein für andere Städte“, erklärt Henrich Hardieck, Prokurist der WEGE mbH.
Nach der Erschließung folgt die bauliche Umsetzung. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sind dabei verlässliche Partner besonders gefragt. „Wer über das Bauen von morgen spricht, braucht Partner, die Projekte ganzheitlich denken und erfolgreich realisieren können“, sagt Marco Müller, Geschäftsführer der GEwerk GmbH aus Bielefeld und Platinpartner des Standes. „Ob Neubau, Revitalisierung oder komplexe Bestandsprojekte – wir verbinden fundierte Baukompetenz mit partnerschaftlichem Austausch. Auf der EXPO REAL bringen wir unsere Impulse aus OWL in den Dialog mit Partnern und der Branche ein.“
Paderborn: 30 Hektar an der A33
Paderborn beantwortet die Flächenfrage über die Stadtgrenze hinweg: Gemeinsam mit der Gemeinde Borchen entsteht im Süden des Kreises der Industriepark Im Klee – rund 30 Hektar direkt an der A33 und einer der größten zusammenhängenden Industriestandorte Ostwestfalen-Lippes. Die Topografie wird in drei Plateaus erschlossen, die Grundstücke von einem bis neun Hektar erlauben. Allein das mittlere Plateau umfasst knapp 15 Hektar in einem Stück. Ansiedlungen dieser Größenordnung sind im Regierungsbezirk Detmold selten geworden. Stadt und Gemeinde entwickeln den Standort gemeinsam, sodass Unternehmen hier kurze Wege in die Verwaltung und ein abgestimmtes Verfahren vorfinden. Die A44 ist über die A33 in wenigen Minuten erreichbar und auch der Flughafen Paderborn-Lippstadt befindet sich in direkter Nähe. Der benachbarte Windpark A33 eröffnet perspektivisch Optionen für die Versorgung mit grünem Strom. Gesucht werden Industrie und produzierendes Gewerbe – vom Mittelständler mit Expansionsbedarf bis zum flächenintensiven Produktionsstandort.
Parallel entwickelt Paderborn auf 54 Hektar Konversionsfläche das Zukunftsquartier. Dabei handelt es sich um eines der größten Stadtentwicklungsprojekte der Region: Geplant sind 2.900 Wohneinheiten für rund 7.000 Menschen und etwa 4.000 Arbeitsplätze, dazu Raum für innovative Unternehmen, anwendungsorientierte Wissenschaft und ein Innovationszentrum für Start- und Scale-ups. Die benachbarte Universität Paderborn liefert Fachkräfte und Kooperationspartner.
"Der Industriepark Im Klee und das Zukunftsquartier sind zwei Projekte, die unsere Stadt über Jahre prägen werden. Auf der EXPO REAL tritt Paderborn deshalb geschlossen auf und hört in den Markt hinein: Wir nehmen uns die Zeit, die richtigen Partner und Nutzungen zu finden", sagt Dr. Christine Tölle, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Paderborn.
Gütersloh: Innenstadtentwicklung und Gewerbeflächen im Angebot
In Gütersloh verbinden sich Innenstadtentwicklung und Gewerbeflächenmangel auf engem Raum. In der Innenstadt entstehen mit der Erneuerung des Zentralen Omnibusbahnhofs, der Projektierung der ehemaligen Karstadtimmobilie in bester 1A-Lage und der Neugestaltung des Bahnhofsquartiers gleich mehrere wegweisende Vorhaben; im Bahnhofsquartier verbinden sich der Campus Gütersloh der Hochschule Bielefeld und die IMA Innovationsmanufaktur Gütersloh zu einem gemeinsamen Zukunftsstandort für unternehmerische Innovation, Vermittlung von Future Skills sowie Gründungsförderung. Am Stadtrand wiederum stehen im interkommunalen Gewerbegebiet am Gewerbepark Flugplatz Gütersloh die letzten verfügbaren Flächen zum Erwerb bereit – ein rares Gut in einer Region, in der Gewerbeflächen längst knapp sind.
„Mit Global Playern wie Miele, Bertelsmann und Hagedorn sowie einer beeindruckenden Dichte an innovativen Mittelstandsunternehmen und Hidden Champions ist Gütersloh geprägt von unternehmerischer Stärke, die sich über viele Branchen erstreckt. Investoren und Unternehmen, die den richtigen Standort suchen, finden in Gütersloh nicht nur eine erstklassige Infrastruktur und ein starkes Netzwerk, sondern auch eine aktiv unterstützende Wirtschaftsförderung“, hebt Thomas Wolf hervor, Flächenmanager der städtischen Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft conceptGT.
Finanzierungs- und Immobilienexpertise – verwurzelt in OWL
Ob Nachverdichtung in Bielefeld, Quartiersentwicklung in Paderborn oder Gewerbeflächen in Gütersloh – hinter jedem dieser Projekte steht die Frage nach der passenden Finanzierung. Drei Finanzpartner des OWL-Standes zeigen, wie sie diese Frage beantworten.
„Als regionale Genossenschaftsbank sind wir seit über 160 Jahren fest in Ostwestfalen-Lippe verwurzelt. Wir unterstützen die Entwicklung unserer dynamischen Heimatregion nicht nur finanziell, sondern auch mit Kompetenz, Netzwerken und Kundennähe“, erklärt Ansgar Käter, Vorstandsvorsitzender der VerbundVolksbank OWL eG. Käter verweist auch auf die eigene Tochtergesellschaft OWL Immobilien GmbH, die seit über 50 Jahren im Immobiliengeschäft tätig ist. „Wir möchten auf der EXPO REAL einen Beitrag dafür leisten, unsere Region im landes- und bundesweiten Standortvergleich gut zu positionieren und weiterzuentwickeln.“ Die VerbundVolksbank OWL eG unterstützt den OWL-Gemeinschaftsstand als Platinpartner.
„Seit mehr als 200 Jahren begleiten wir Sparkassen die wirtschaftliche Entwicklung in Ostwestfalen-Lippe. Mehr als die Hälfte der heimischen Unternehmen vertraut auf unsere Expertise“, betont Arnd Paas, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter, stellvertretend für die Sparkassen in Ostwestfalen-Lippe. „Gerade bei nachhaltigen und zukunftsweisenden Projekten zeigen wir, wie wichtig verlässliche Finanzierungslösungen und starke Netzwerke sind.“ Die Sparkassen in Ostwestfalen-Lippe unterstützen den OWL-Gemeinschaftsstand ebenfalls als Platinpartner.
„Bei Immobilien und Standortentwicklung sprechen wir von Gemeinschaftsaufgaben. Deshalb bündeln wir Kompetenzen zu Bauträgern, Firmenkunden und Investoren in unserem spezialisierten Team der Volksbank in Ostwestfalen. Gleichzeitig vermittelt unsere Tochtergesellschaft Geno immobilien Objekte von Wohnungen über Geschäftsimmobilien bis hin zur Landwirtschaft. Wir schaffen gemeinschaftlich Lösungen – umso passender ist auch der Gemeinschaftsstand auf der EXPO REAL“, sagt Thomas Mühlhausen, Vorstand der Volksbank in Ostwestfalen.“ Die Volksbank in Ostwestfalen unterstützt den OWL-Gemeinschaftsstand als Goldpartner.
Weitere Informationen zum OWL-Gemeinschaftsstand auf der EXPO REAL finden Sie hier.
Bildunterzeile für das Pressefoto: Präsentieren Ostwestfalen-Lippe auf der EXPO REAL (v. l.): Thomas Wolf (concept GT), Claudia Grüter (Volksbank in Ostwestfalen), Arnd Paas (Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter), Marco Müller (GEwerk GmbH), Ansgar Käter (VerbundVolksbank OWL eG), Dr. Christine Tölle (Wirtschaftsförderung Paderborn), Wolfgang Marquardt (OWL GmbH) und Henrich Hardieck (WEGE Bielefeld). (Foto: OstWestfalenLippe GmbH)
Hier können Sie die Pressemitteilung und das Pressefoto herunterladen.
Pressekontakt
OstWestfalenLippe GmbH
Marius Vinnemeier
0521 967 33 231
m.vinnemeiernoSpam@owl.gmbh
www.ostwestfalenlippe.de
Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Aufgabe ist es, die Region Ostwestfalen-Lippe, mit Blick auf den nationalen und internationalen Wettbewerb, als eine bekannte Marke und als führender Wirtschafts- und Transformationsstandort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Um dies zu erreichen, wird Standort-, Marken-, Fachkräfte- und Tourismusstrategie in Form einer langfristigen Strategie konsequent zusammengebracht.
Künstliche Intelligenz gilt als eine der größten Chancen für den Mittelstand – und ist für viele Unternehmen in OstWestfalenLippe trotzdem noch ein Stück entfernt vom Arbeitsalltag. Woher weiß ich, wo mein Unternehmen steht? Welche Anwendung passt zu meinem Betrieb? Und wer hilft mir bei der Umsetzung? Genau hier setzt KIT.OWL an: Die Transferoffensive begleitet kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus der Region kostenfrei, praxisnah und Schritt für Schritt auf dem Weg zur eigenen KI-Anwendung – unabhängig davon, ob der erste Kontakt mit KI noch bevorsteht oder bereits erste Projekte laufen.
Drei Stufen, ein klarer Weg
KIT.OWL begleitet Unternehmen entlang von drei aufeinander aufbauenden Stufen:
1. Orientierung. Am Anfang steht die Frage: Wo stehe ich eigentlich? Mit dem KI-Readiness Check, Informationsveranstaltungen und der zentralen Anlaufstelle schaffen wir einen niedrigschwelligen Einstieg – verständlich erklärt, ohne technisches Fachchinesisch.
2. Potenziale. Im zweiten Schritt geht es darum, die eigenen Möglichkeiten sichtbar zu machen: Mit dem KI-Matching Tool, dokumentierten KI-Piloten aus der Praxis und Labtouren in der SmartFactoryOWL erleben Unternehmen, was KI in ihrer Branche bereits heute leisten kann.
3. Umsetzung. Schließlich wird es konkret: Im KI-Anwendungsbaukasten, in Experimentierräumen und Anwendungsworkshops entwickeln und erproben Unternehmen eigene KI-Lösungen – risikofrei und mit fachlicher Begleitung, bevor eine Anwendung in den laufenden Betrieb überführt wird.
Der große Vorteil: Unternehmen müssen nicht alle Stufen der Reihe nach durchlaufen. Je nachdem, wo Sie aktuell stehen, steigen Sie direkt mit dem passenden Angebot ein.
Was KMU davon haben
Alle Angebote von KIT.OWL sind für Unternehmen aus OstWestfalenLippe kostenfrei – ermöglicht durch die Förderung der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie sind außerdem praxisnah: konkrete Anwendungsbeispiele statt abstrakter Theorie, zugeschnitten auf die Kernbranchen der Region wie Maschinenbau, Ernährung, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Möbel, Bau- und Gesundheitswirtschaft. Und sie sind regional verankert: persönliche Ansprechpartner:innen, kurze Wege und ein Netzwerk, das die Herausforderungen des Mittelstands in OWL aus erster Hand kennt.
Ein starkes Netzwerk im Hintergrund
Getragen wird KIT.OWL von der OstWestfalenLippe GmbH gemeinsam mit den Fraunhofer-Instituten IEM und IOSB-INA als Forschungspartnern. Unterstützt wird das Projekt von 12 assoziierten Partnern aus Wirtschaftsförderung, Kammern und Branchennetzwerken sowie bereits über 30 beteiligten Unternehmen und Start-ups aus der Region. So kommt aktuelles Forschungswissen direkt bei den Unternehmen an – und Unternehmen sind auf ihrem Weg zu KI nie allein.
Jetzt einsteigen
Ob erste Orientierung, die Analyse eigener Potenziale oder die konkrete Umsetzung eines KI-Projekts: KIT.OWL bietet für jede Erfahrungsstufe den passenden Einstieg. Auf der KIT.OWL-Projektseite finden Sie alle Angebote im Detail – von Veranstaltungen und Labtouren bis zum Readiness Check.
Lernen Sie KIT.OWL kennen und finden Sie den passenden Einstieg für Ihr Unternehmen.
Erfolgreiches Reboarding beginnt lange vor dem ersten Arbeitstag
Wie gelingt der Wiedereinstieg nach einer längeren Abwesenheit – und wie können Unternehmen Mitarbeitende dabei gut begleiten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich unser Webinar zum Thema Wiedereinstieg nach der Elternzeit: Beziehung halten, Fachkräfte binden, am 15.09.2026.
Während einer Elternzeit verändern sich nicht nur die Mitarbeitenden, sondern auch das Unternehmen, das Team und der Arbeitsmarkt. Fehlt der Austausch, kann dadurch Unsicherheit entstehen: Ist noch Anschluss an das Team da? Welche Rolle habe ich? Gibt es für meine neuen Fähigkeiten und Perspektiven überhaupt noch Platz?
Die Referentin Klara Vierneisel zeigte anhand eines strukturierten Vier-Phasen-Modells, wie Unternehmen Reboarding gestalten können:
1. Vorbereiten: Bereits vor der Elternzeit sollten Rückkehr, Arbeitszeit, Aufgaben und Übergabe besprochen und möglichst verbindlich festgehalten werden.
2. Verbunden bleiben: Auch während der Abwesenheit kann der Kontakt aufrechterhalten werden – beispielsweise durch einen Elternbuddy als feste Ansprechperson.
3. Rückkehr gestalten: Besonders die Zeit rund um die Rückkehr ist sensibel. Rolle, Arbeitszeit, Zusammenarbeit, Veränderungen und gegenseitige Erwartungen sollten frühzeitig geklärt werden.
4. Entwicklung sichern: Nach der Rückkehr darf der Prozess nicht enden. Gerade die weitere berufliche Entwicklung wird im Reboarding häufig zu wenig berücksichtigt.
Anhand eines Fallbeispiels wurde deutlich: Reboarding ist mehr als die Organisation des Wiedereinstiegs – es ist ein wichtiger Baustein für Mitarbeitendenbindung und Unternehmenskultur.
Für kleine und mittlere Unternehmen gilt dabei vor allem: Frühzeitig ins Gespräch kommen, Verbindlichkeit schaffen und auch nach der Rückkehr im Austausch bleiben.

Referentin: Klara Vierneisel: Business Coach, Projektmanagerin Kompetenzzentrum Frau und Beruf: Kim Lasche
Bielefeld, 14. September 2026. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und der Fachkräftemangel verändern die Anforderungen an Unternehmen und Beschäftigte. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gewinnt die Frage an Bedeutung, wie vorhandene Kompetenzen weiterentwickelt und neue Fähigkeiten aufgebaut werden können. Antworten erhielten über 160 Teilnehmende am Montag in der Bielefelder Wissenswerkstadt. Bei der Zukunftswerkstatt Weiterbildung OWL tauschten sie sich über aktuelle Herausforderungen, konkrete Weiterbildungsmöglichkeiten und erfolgreiche Ansätze für die berufliche Entwicklung aus. Impulse kamen unter anderem von NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann und Bildungsexperte Dr. Martin Noack von der Bertelsmann Stiftung. Im Mittelpunkt stand eine zentrale Erkenntnis: Weiterbildung ist ein wichtiger Schlüssel, damit Beschäftigte und Unternehmen den Wandel der Arbeitswelt aktiv gestalten können. Veranstaltet wurde die Zukunftswerkstatt von der Regionalagentur OWL, der OstWestfalenLippe GmbH und dem Netzwerk Vernetzte Bildungsräume OWL.
„In der sich aktuell rasant wandelnden Arbeitswelt ist Weiterbildung ein zentrales Instrument. Denn sie hilft Beschäftigten, mit Transformationsprozessen wie Digitalisierung oder KI Schritt zu halten und dient so der Fachkräftesicherung in den Betrieben. Dafür gibt es hier in Ostwestfalen-Lippe bereits viele gute, erreichbare und praxisnahe Weiterbildungsangebote“, sagt Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.
Unternehmen brauchen gut qualifizierte Beschäftigte
Auch aus Sicht der Wirtschaft ist Weiterbildung längst mehr als ein zusätzliches Angebot. Jörg Timmermann, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der OWL GmbH und Geschäftsführer der Kraft Gruppe aus Rietberg, betont „Die Fähigkeiten und das Wissen unserer Beschäftigten sind eine der wichtigsten Ressourcen unserer Unternehmen. Gerade für die mittelständisch geprägte Wirtschaft in Ostwestfalen-Lippe ist es entscheidend, diese Potenziale zu entwickeln und zu nutzen. Weiterbildung ist deshalb eine Investition in die Innovationskraft einzelner Unternehmen – und zugleich in die Zukunftsfähigkeit unseres gesamten Wirtschaftsstandorts. Dafür brauchen wir gute Angebote und eine enge Zusammenarbeit von Unternehmen, Bildungsanbietern und regionalen Akteuren.“ Wie Unternehmen Weiterbildung konkret umsetzen können, zeigten Praxisbeispiele der Wilhelm Böllhoff GmbH & Co. KG und der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.
Weiterbildung gemeinsam gestalten
Dass es bei Weiterbildung nicht nur um das Angebot, sondern auch um den Zugang dazu geht, betonte Dr. Martin Noack von der Bertelsmann Stiftung in seiner Keynote. Entscheidend seien gute Orientierung und einfache Zugänge: „Weiterbildung muss für Unternehmen und Beschäftigte leichter zugänglich sein. Dafür braucht es gute Orientierung und einen einfachen Zugang zu passenden Angeboten. Zentrale Weiterbildungs-Anlaufstellen in den Kommunen OWL könnten Informationen bündeln, Orientierung geben und Menschen und Unternehmen mit den richtigen Angeboten zusammenbringen“, so Dr. Noack.
Ansatzpunkte dafür gibt es bereits in den regionalen Strukturen. „Wir haben in Ostwestfalen-Lippe ein starkes Netzwerk aus Unternehmen, Bildungsträgern, Kommunen und Arbeitsmarktakteuren. Diese Strukturen bieten eine gute Grundlage, um die vorhandenen Weiterbildungsangebote noch besser zu vernetzen und für Beschäftigte und Unternehmen leichter zugänglich zu machen. Die Zukunftswerkstatt hat gezeigt: Wenn wir unsere Kräfte bündeln, können wir gemeinsam gute Lösungen für die Region entwickeln“, sagt Michael Stolte, Vorsitzender des Lenkungskreises der Regionalagentur OWL und Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH.
Vielfältige Angebote für die Region
Neben den Impulsen und Diskussionen bot die Zukunftswerkstatt konkrete Möglichkeiten zur Information und zum Austausch. In der Ausstellung präsentierten Weiterbildungsanbieter aus OWL ihre Angebote, Themen und Fördermöglichkeiten. In neun Fachforen konnten die Teilnehmenden einzelne Aspekte vertiefen – von KI-Kompetenzen und Talententwicklung über Fördermöglichkeiten und Umschulungen bis hin zur Gewinnung internationaler Fachkräfte. So wurde Weiterbildung an konkreten Angeboten und Fragen aus der Praxis erlebbar.
„Die Zukunftswerkstatt zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig die Weiterbildungslandschaft in OWL ist und wie viel Kompetenz in unserer Region vorhanden ist. Mit den Vernetzten Bildungsräumen OWL haben wir eine gute Grundlage geschaffen, um diese Stärken zusammenzuführen. Jetzt geht es darum, die Zusammenarbeit weiter auszubauen und Weiterbildung noch stärker als gemeinsamen Standortfaktor für OWL zu entwickeln“, sagt Wolfgang Marquardt, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH.
Weitere Informationen zur Zukunftswerkstatt Weiterbildung OWL finden Sie unter www.regionalagentur-owl.de.
Bildunterzeile: Setzen sich für Weiterbildung ein (v.l.): Michael Stolte (Geschäftsführer Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH), Wolfgang Marquardt (Geschäftsführer OstWestfalenLippe GmbH), Karl-Josef Laumann (NRW-Arbeitsminister), Jörg Timmermann (Geschäftsführer Kraft Gruppe und Vorsitzender Gesellschafterversammlung der OstWestfalenLippe GmbH), Caroline Wilke (Leiterin Regionalagentur OWL) und Frank Strothmann (1. Bürgermeister Stadt Bielefeld). (Foto: OstWestfalenLippe GmbH)
Pressekontakt
OstWestfalenLippe GmbH
Caroline Wilke
Tel. 0521 96733 141
E-Mail: c.wilkenoSpam@owl.gmbh
www.ostwestfalenlippe.de
Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Aufgabe ist es, die Region Ostwestfalen-Lippe, mit Blick auf den nationalen und internationalen Wettbewerb, als eine bekannte Marke und als führender Wirtschafts- und Transformationsstandort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Um dies zu erreichen, wird Standort-, Marken-, Fachkräfte- und Tourismusstrategie in Form einer langfristigen Strategie konsequent zusammengebracht. Die OWL GmbH ist zudem Trägerin der Regionalagentur OWL, die im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales zentrale Koordinierungsaufgaben bei der Umsetzung der Landesprogramme des Europäischen Sozialfonds auf regionaler Ebene übernimmt. Damit trägt die Regionalagentur OWL dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen zu unterstützen, Qualifikationen und Kompetenzen von Beschäftigten zu erhöhen, die berufliche Integration von Jugendlichen zu verbessern, der Ausgrenzung von besonders Benachteiligten am Arbeitsmarkt entgegenzuwirken und die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu erhöhen.
Am Dienstagabend wurden die Gewinner des Businessplan-Wettbewerbs startklar OWL 2026 bekanntgegeben, der von der OstWestfalenLippe GmbH in Kooperation mit 27 Partnern und mit Unterstützung der Sparkassen in OWL durchgeführt wurde. Gesamtsieger ist Breakomers aus Bielefeld.
Bielefeld, 9. September 2026. Am Dienstagabend wurden die Gewinner des Businessplan-Wettbewerbs startklar OWL 2026 bekanntgegeben, der von der OstWestfalenLippe GmbH in Kooperation mit 27 Partnern und mit Unterstützung der Sparkassen in OWL durchgeführt wurde. Gesamtsieger ist Breakomers aus Bielefeld. Das Start-up entwickelt eine Technologie, mit der sich Polyurethan-Schaumstoffe aus alten Matratzen chemisch zerlegen und wiederverwerten lassen. Der Preis in der Kategorie „Hightech und Forschung“ geht an AutoAquaControl aus Paderborn für einen energieautarken Sensor zur Erkennung von Wasserleckagen. In der Kategorie „Industrie, Handwerk und Dienstleistung“ überzeugte Wild.AF aus Detmold mit einer Lösung zur digitalen und rückverfolgbaren Vermarktung von Wildfleisch. BarricadiX aus Paderborn wurde in der Kategorie „Zukunft und Gesellschaft“ für eine KI-gestützte Lösung zur Risikoanalyse und Erstellung von Schutzkonzepten ausgezeichnet. Der Gesamtsieger erhält 10.000 Euro, die drei Kategoriesieger jeweils 5.000 Euro. Insgesamt hatten sich 79 Gründungsteams an der diesjährigen Wettbewerbsrunde beteiligt, von denen 54 einen Businessplan eingereicht haben.
„Start-ups und junge Unternehmen sorgen mit ihren Produkten und Dienstleistungen für eine hohe Dynamik in der regionalen Wirtschaft. OWL bietet dafür optimale Voraussetzungen. Unser Gründungsnetzwerk bietet Gründerinnen und Gründern passgenaue Unterstützung und Zugang zu potenziellen Kunden. Gemeinsam haben wir es in den vergangenen Jahren geschafft, die Zahl und Qualität der Gründungen in OWL zu erhöhen und die Region als Gründungsstandort sichtbar zu machen,“ resümiert Jörg Timmermann, der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der OstWestfalenLippe GmbH, im Rahmen der Preisverleihung. „startklar OWL ist ein wichtiger Baustein in diesem Gründungsnetzwerk. Wir freuen uns in diesem Jahre über eine Rekordbeteiligung. 54 Teams haben einen Businessplan eingereicht – so viele wie seit 2012 nicht mehr. Das ist ein hervorragendes Ergebnis und spiegelt die Innovationskraft unserer Region“, ergänzt Wolfgang Marquardt, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH. Die OstWestfalenLippe GmbH führt den Wettbewerb gemeinsam mit 27 Partnern durch, darunter die IHKs und die Handwerkskammer, die Wirtschaftsförderungsrichtungen der Kreise sowie der Städte Bielefeld und Paderborn sowie die Hochschulen und Gründungsinitiativen der Region. Hauptsponsoren von startklar sind die Sparkassen in OWL.
Jury lobt Pioniergeist, Kreativität und Leidenschaft
Gleich elf Teams haben es ins Wettbewerbsfinale geschafft und der Jury ihr Konzept präsentiert. „Wir waren begeistert von der Vielzahl hochkarätiger Geschäftskonzepte. Die Geschäftsideen decken ein breites Themenspektrum ab: Dazu gehören etwa Lösungen für Künstliche Intelligenz, smartes Immobilienmanagement und automatisierte Wasserleckortung. Aber auch ein digitalisierter Wildfleischverkauf, neue Ansätze für das Recycling von Matratzen, ein Hochleistungsmikroskop und eine Maschine zur Entstaubung von Futterheu waren im Teilnehmerfeld vertreten. Die Gründerinnen und Gründer treiben ihre Ideen mit viel Pioniergeist, Kreativität und Leidenschaft voran“, erläutert Jurysprecher Markus Oesterley von der Stadtsparkasse Rahden. „Vor diesem Hintergrund ist der Jury die Entscheidung sehr schwergefallen. Die Sieger haben insbesondere durch ihr Alleinstellungsmerkmal, einen großen Kundennutzen, ein hohes Marktpotenzial und ein gutes Vertriebskonzept überzeugt. Wir sind uns aber sicher, dass sich viele weitere Geschäftskonzepte erfolgreich am Markt behaupten und den Wirtschaftsstandort OWL bereichern werden“, so Oesterley.
Der Businessplan-Wettbewerb startklar OWL wurde zum neunten Mal durchgeführt. Insgesamt haben an den bisherigen Wettbewerbsrunden 754 Teams teilgenommen, 409 davon haben einen Businessplan zur Bewertung eingereicht.
Gesamtsieger: Breakomers
35 Millionen Matratzen landen jedes Jahr in Europa im Müll. Der darin enthaltene Polyurethan-Schaumstoff lässt sich bislang kaum recyceln und wird meist verbrannt. Das Bielefelder Start-up Breakomers will das ändern: Das Team hat Polyurethan-Schaumstoffe mit eingebauten Sollbruchstellen entwickelt, die sich am Ende ihrer Nutzungsdauer gezielt wieder in ihre Ausgangsbausteine zerlegen lassen.
Der Schlüssel liegt in den Molekülen: Statt herkömmlicher Monomere setzen die Gründer Dr. Kubilay Ceyhan, Christian Fabek, Paulo Wohlfahrt und Wirtschaftsingenieur Willy Zubert auf sogenannte Breakomers-Bausteine, die bereits bei der Herstellung eine chemische Bruchstelle mitbringen. Recycling wird damit nicht erst am Ende des Produktlebenszyklus mitgedacht, sondern bereits bei der Entwicklung des Materials. Die Zerlegung soll unter milden Bedingungen und mit deutlich weniger Energieaufwand als bei bisherigen Verfahren möglich sein. Für ihre Technologie haben die Gründer bereits ein Patent angemeldet.
Das Geschäftsmodell ist auf eine schnelle Skalierung ausgelegt: Über ein Plug-and-Play-Prinzip sollen bestehende Produktionsanlagen der Matratzen- und Polsterindustrie mit nur wenigen Anpassungen weitergenutzt werden können. Erste Gespräche mit Herstellern laufen bereits. Seit Ende 2025 wird das Team zudem mit rund 1,5 Millionen Euro aus dem EXIST-Forschungstransfer-Programm des Bundes unterstützt.
Dr. Kubilay Ceyhan, Paulo Wohlfahrt, Willy Zubert
Kategorie „Hightech und Forschung“: AutoAquaControl
Ein tropfendes Rohr im Flachdach oder eine undichte Stelle hinter einer Wand können lange unentdeckt bleiben und hohe Schäden verursachen. Das Paderborner Start-up AutoAquaControl will solche Wasserschäden frühzeitig erkennen: Dafür entwickelt das Team ein energieautarkes Sensorsystem, das Leckagen erkennt und meldet, bevor größere Schäden entstehen.
Herzstück ist ein patentierter Detektor, der bei Kontakt mit Wasser selbst die benötigte Energie erzeugt und seine Messwerte drahtlos an einen Empfänger überträgt – ganz ohne Batterie oder externen Stromanschluss. Da die Elektronik bis zur Detektion spannungsfrei bleibt, sollen Alterungseffekte vermieden werden. Das System ist darauf ausgelegt, mehr als 25 Jahre wartungsfrei zu arbeiten.
Ein Kontroll- und Ortungsgerät ergänzt die Sensoren und macht die Technologie für unterschiedliche Anwendungen nutzbar – von Regen- und Trinkwasser über Heizungs- bis hin zu Kühlkreisläufen. Entstanden ist die Technologie an der Universität Paderborn am Lehrstuhl für Sensorik von Prof. Dr.-Ing. J. Christoph Scheytt. Seit Oktober 2025 arbeitet das Team im Rahmen eines EXIST-Forschungstransfer-Projekts an der Marktreife der Entwicklung.
Dr. Angelika Endres-Fröhlich, Jan-Philipp Dupal u.a. / www.autoaquacontrol.com
Kategorie „Industrie, Handwerk und Dienstleistung“: Wild.AF GmbH & Co. KG
Wildfleisch stammt von Tieren, die ein freies Leben in der Natur geführt haben – dennoch ist Wild in Deutschland bislang ein Nischenprodukt. Das Detmolder Start-up Wild.AF will den Markt mit mehr Transparenz und einer direkten Verbindung zwischen Jägern, Verarbeitung und Kunden verändern.
Die Brüder Paul und Theodor Sürmann haben Wild.AF 2024 gegründet. Ihr Ansatz: Jedes Stück Wild lässt sich über einen QR-Code mit dem WildTracker® bis zur Postleitzahl seiner Herkunft zurückverfolgen. Das Fleisch wird direkt bei Jägern und Forstämtern in der Region abgeholt und im eigenen EU-zertifizierten Betrieb in Detmold verarbeitet – ohne Zwischenhändler. So sollen Kundinnen und Kunden nachvollziehen können, woher das Fleisch stammt und welchen Weg es genommen hat.
Mit der Digitalisierung will Wild.AF dem traditionellen Wildfleischmarkt ein modernes Vertrauensfundament geben. Die Gründer verstehen Wild dabei nicht als saisonales Produkt für besondere Anlässe, sondern als hochwertiges und transparent nachvollziehbares Lebensmittel, das seinen Platz auf dem alltäglichen Speiseplan finden kann.
Paul Sürmann, Theodor Sürmann / www.wildaf.de
Kategorie „Zukunft und Gesellschaft“: BarricadiX GmbH
Ein durchbrechendes Fahrzeug, ein ungeschütztes Zufahrtstor oder ein gefährdeter Bereich kritischer Infrastruktur: Viele Sicherheitsrisiken bleiben abstrakt, bis es zu spät ist. Das Paderborner Start-up BarricadiX macht solche Risiken sichtbar und entwickelt dafür eine KI-gestützte Plattform, die automatisiert normbasierte Risikoberichte und Schutzkonzepte erstellt.
Das System berechnet unter anderem Zufahrtsrisiken und Fahrzeugdynamik, gleicht diese mit Produktdaten ab und erstellt daraus belastbare Schutzkonzepte. Auch die für Genehmigungen oder Fördermittel erforderlichen Unterlagen können automatisiert erstellt werden. Was bislang häufig aufwendige Vor-Ort-Begehungen, Gutachten und Abstimmungsschleifen erfordert, soll so in einem durchgängigen digitalen Workflow abgebildet werden.
Die Gründer Dr. Paul Eichwald, Valentin Antipin und Manuel Granseuer richten die Lösung an Veranstaltungen, kritische Infrastrukturen und andere sicherheitskritische Bereiche. BarricadiX war bereits im DefenseTech-Inkubator.NRW vertreten und erprobt seine Software gemeinsam mit Partnern aus Verwaltung, kritischer Infrastruktur und Event-Sicherheit im praktischen Einsatz.
Dr. Paul Eichwald, Valentin Antipin, Manuel Granseuer / www.barricadix.de
Weitere Infos zum Wettbewerb unter www.startklar-owl.de.
Bildunterzeile: Wurden für Ihre Geschäftskonzepte ausgezeichnet (mit Trophäe, v. l.): Dr. Angelika Endres-Fröhlich (Team AutoAquaControl), Dr. Paul Eichwald (Team Barricadix GmbH), Dr. Kubilay Ceyhan (Team Breakomers) und Theodor Sürmann (Team Wild.AF). (Foto: OWL GmbH/Stork-Media)
Hier können Sie das Pressefoto herunterladen.
Pressekontakt
OstWestfalenLippe GmbH
Marius Vinnemeier
Tel. 0521 96733-231
m.vinnemeiernoSpam@owl.gmbh
www.ostwestfalenlippe.de
Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Aufgabe ist es, die Region Ostwestfalen-Lippe, mit Blick auf den nationalen und internationalen Wettbewerb, als eine bekannte Marke und als führender Wirtschafts- und Transformationsstandort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Um dies zu erreichen, wird Standort-, Marken-, Fachkräfte- und Tourismusstrategie in Form einer langfristigen Strategie konsequent zusammengebracht.