Newsroom der OstWestfalenLippe GmbH
In unserem Newsroom finden Sie einen Überblick über unsere externe Kommunikation.
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Marius Vinnemeier
m.vinnemeiernoSpam@owl.gmbh
0521 / 967 33 231
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Mit der „Gemeinsamen Initiative zur Stärkung der Inklusion auf dem Arbeitsmarkt Nordrhein-Westfalens“ unterstützt das Arbeitsministerium gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern Unternehmen dabei, Menschen mit Behinderung als Mitarbeitende zu gewinnen. Die G.I.B. GmbH hat dazu eine Online-Veranstaltungsreihe aufgelegt. Sie bietet kompakte, praxisnahe und hilfreiche Informationen zu Fördermöglichkeiten, rechtlichen Grundlagen und Beratungsangeboten. Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern erhalten im direkten Austausch mit erfahrenen Expertinnen und Experten unkomplizierte und praxisnahe Unterstützung. Termine und weitere Informationen finden Sie hier.
Zum Batterien aufladen, Mut stärken und Vernetzen empfingen wir am 29. Januar 2026 Kulturakteur*innen aus ganz OWL im Weserrenaissance-Museum auf Schloss Brake zur 18. OWL Kulturkonferenz „Power! Vol. 1“.
Mit den ersten kraftvollen Statements „Kooperation / Möglich-machen / Synergien schaffen“ für das kollektive Kunstwerk POWER TOWER eröffneten Anna Katharina Bölling (Präsidentin des Regierungsbezirks Detmold), Jörg Düning-Gast (Vorstand Landesverband Lippe) und Björn Böker (Geschäftsführer OstWestfalenLippe GmbH) die Kulturkonferenz in einem feierlichen Auftakt.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Birgit Neyer (Erste Landesrätin und Kämmerin des LWL, Vorstandsmitglied Verwaltung für Demokratie e.V.) und Heike Herold (LAG Soziokultureller Zentren NRW e.V.; stellv. Vorsitzende Kulturrat NRW) für ihre bereichernden Impulse beim POWER TALK. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, wie sich trotz Krisen und Kürzungen Kraft finden lässt und wie Kulturschaffende in Zeiten antidemokratischer Entwicklungen Haltung zeigen können.
Nicht zuletzt gebührt unser Dank den aktiven Teilnehmenden, die in den Laboratorien – ausgehend von realen Bedarfen des Kulturbetriebs – vielfältige neue Ideen Vorschläge und Entwürfe erarbeitet haben, mit denen wir gemeinsam die folgende 19. OWL Kulturkonferenz „Power! Vol. 2“ im Sommer 2026 gestalten werden!
Der am Ende des Tages vollendete POWER TOWER im Schlossfoyer machte als Sinnbild für die Kraft der Zusammenarbeit die Stimmen aller Konferenzbesuchenden sichtbar. Die dort formulierten Wünsche nach einem gemeinsam gestalteten Kulturbetrieb wirken über die Veranstaltung hinaus: getragen durch „Haltung / Vernetzung / Freiheit / Herzblut / Bildung – und Wertschätzung.“
Hier geht es zur Pressemitteilung der OstWestfalenLippe GmbH.
Die 18. OWL Kulturkonferenz findet in Kooperation mit dem Weserrenaissance-Museum Schloss Brake sowie dem Landesverband Lippe statt und wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Regionalen Kultur Programms NRW und unterstützt von der Hillgraf GmbH, Detmold.
Fotos: © Nicole Keller
Weiterbildung ist für Beschäftigte wichtig, um den Arbeitsplatz in einer sich wandelnden Wirtschaft zu sichern, Karrierechancen zu steigern und sich persönlich weiterzuentwickeln.
Mit dem Bildungsscheck 2.0 ab dem 01.02.2026 gewährt das Land Nordrhein-Westfalen durch Mittel der Europäischen Union einen Zuschuss zu den Ausgaben für die berufliche Weiterbildung. Weiterführende Informationen finden Sie hier.
Der Fachkräftemangel ist bereits heute für viele Unternehmen spürbar und wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Umso wichtiger ist es, das Potenzial weiblicher Fachkräfte gezielt in den Blick zu nehmen. Im Seminar „Mehr Perspektiven, mehr Kompetenz – Erfolgreiche Rekrutierung weiblicher Beschäftigte“ am 27.01.206 gab Verena Arps-Roelle rund 40 Personalverantwortlichen und Führungskräften wertvolle Einblicke in die Umsetzung von gendersensiblem Recruiting und zeigte, wie Unternehmen dadurch ihre Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit steigern können.
Zu Beginn machte sie deutlich, dass viele Unternehmen das Thema umtreibt – oft begleitet von Unsicherheiten. Gendersensibles Recruiting sei dabei kein „Extra“, sondern die konsequente Umsetzung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). Authentizität spiele eine zentrale Rolle: Nur wer glaubwürdig kommuniziert und handelt, ziehe passende Bewerbende an und binde sie langfristig. Studien und Praxisbeispiele zeigen: Gendersensibles Recruiting führt zu mehr Bewerbungen, mehr Innovation und mehr Erfolg, wird bislang jedoch noch zu selten umgesetzt.
Anhand konkreter Beispiele analysierte die Referentin Bildsprache, Sprache und Prozesse im Recruiting. Bilder und Texte senden klare Signale darüber, wer willkommen ist und wer nicht. Frauen benötigen dabei keine Sonderrolle, sondern möchten ernst genommen, gesehen und in ihren Bedürfnissen anerkannt werden. Auch unbewusste Denkmuster („Unconscious Bias“) in Anzeigen, Auswahlverfahren und Abläufen gilt es zu reflektieren.
Im Fokus standen zudem konkrete Handlungsansätze für kleine und mittlere Unternehmen: transparente Angaben zu Gehalt, Arbeitszeitmodellen und Homeoffice, inklusive Bild- und Sprachgestaltung, eine positive Onboarding-Erfahrung sowie faire und strukturierte Auswahlprozesse. Besonders betont wurde, dass Authentizität ein echter Wettbewerbsvorteil ist und dass es nicht um Perfektion, sondern um das bewusste „Sich-auf-den-Weg-Machen“ geht.
Zum Abschluss stellte Verena Arps-Roelle praxisnahe Quick-Wins vor, mit denen Unternehmen direkt starten können: Von der Überarbeitung bestehender Stellenanzeigen über standardisierte Interviews bis hin zu verbindlichen, wertschätzenden Zu- und Absagen. Unterstützt wurden die Teilnehmenden durch Checklisten und Handouts, die zur Reflexion des eigenen Recruitings einladen und den Transfer in die Praxis erleichtern.
Es folgte eine Diskussionsrunde, in welcher Teilnehmende Fragen stellen und von eigenen Erfahrungen berichten konnten.

Referentin: (links) Verena Arps-Roelle, Aktivistin gegen sexualisierte Gewalt und Workshopmoderatorin der act & protect® Academy
Kim Lasche, Projektmanagerin Kompetenzzentrum Frau und Beruf
Das Land Nordrhein-Westfalen hat auf Grundlage der Juryentscheidungen Ende 2025 zehn Projekte aus der Kulturregion Ostwestfalen-Lippe zur Förderung im Rahmen des Regionalen Kultur Programms NRW empfohlen.
Gemeinsam mit neun bereits bewilligten mehrjährigen Projekten fließen im Jahr 2026 somit erneut deutlich mehr als eine halbe Million Euro aus dem Landesförderprogramm in die Region. Das OWL Kulturbüro freut sich gemeinsam mit den Kulturschaffenden über diese starke Unterstützung.
Vielfältige Projekte stärken die Kulturregion OWL
Die Bandbreite der geförderten Vorhaben unterstreicht die künstlerische Vielfalt und Qualität in Ostwestfalen-Lippe: Von Theater und Tanz über kulturelle Bildung bis hin zu interdisziplinären Festival- und Netzwerkformaten ist ein breites Spektrum vertreten.
Björn Böker, Geschäftsführer der OWL GmbH, betont: „Kulturelle Vielfalt ist ein wesentlicher Standortfaktor für Ostwestfalen-Lippe. Die Landesförderung des Regionalen Kultur Programms trägt maßgeblich dazu bei, die künstlerische Qualität und die große Bandbreite an Projekten und Kooperationen in unserer stark vernetzten Kulturlandschaft sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln. Das Programm fördert insbesondere Kooperationsprojekte, die Kulturinstitutionen, freie Initiativen und kommunale Partner zusammenbringen und dadurch neue Impulse für die Region setzen. Mit der RKP-Förderung und der Arbeit des OWL Kulturbüros stärken wir nicht nur die Kultur – wir stärken die Zukunftsfähigkeit unserer gesamten Region.“
Beratung und Unterstützung durch das OWL Kulturbüro
Als eines von zehn regionalen Kulturbüros berät das OWL Kulturbüro Kulturschaffende in der Region bei der Entwicklung und Finanzierung ihrer Projekte. Darüber hinaus werden durch das Kulturbüro Fortbildungs-, Vernetzungs- und Qualifizierungsmaßnahmen umgesetzt, die die Kulturlandschaft nachhaltig stärken. Das Regionale Kultur Programm NRW ist ein Förderinstrument des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen zur Stärkung kultureller Vielfalt, Qualität und regionaler Zusammenarbeit.
Förderempfehlung 2026: Neu empfohlene Projekte im Rahmen des Regionalen Kultur Programms NRW
Für das Förderjahr 2026 wurden zehn Projekte aus Ostwestfalen-Lippe zur Förderung im Rahmen des Regionalen Kultur Programms NRW empfohlen. Dazu zählt zunächst die „19. OWL Kulturkonferenz“ des OWL Kulturbüros der OstWestfalenLippe GmbH, die als zentrales Netzwerkformat für Kulturschaffende in der Region weiterentwickelt wird.
Ebenfalls eine Förderempfehlung erhält das Projekt „BURGBEBEN STRNBRG“, das ein Netzwerk rund um die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Bega organisiert. Das Subkultur-Festival für Jugendliche und junge Erwachsene rund um die historische Burganlage in Extertal setzt ein starkes kulturelles Zeichen im ländlichen Raum und erreicht Besuchende aus ganz Ostwestfalen-Lippe und darüber hinaus.
Mit Hilfe der RKP-Förderung möchte das Theaterlabor Bielefeld e. V. in Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen das Projekt „Kultur an lebendigen Orten“ realisieren. Durch künstlerische Aktionen und kulturelle Begegnungsformate im öffentlichen Raum schafft das Projekt neue Zugänge und ermöglicht kulturelle Teilhabe für unterschiedliche Zielgruppen.
Ein großes theaterpädagogisches Bündnis aus OWL erhält über den Antrag der Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld eine Förderempfehlung für das „OWL-Theaterjugendclubtreffen“. Das Projekt stärkt den Austausch, die künstlerische Entwicklung und die Vernetzung junger Theatergruppen aus der gesamten Region.
Mit dem Projekt „Welt im Dorf – Dorf in der Welt“ lädt ein Netzwerk rund um den Heimat- und Verkehrsverein Schwalenberg e. V. fünf international tätige Jazzmusiker ein. Es entsteht ein Projekt, das lokal verankert ist, regional ausstrahlt und zugleich international sichtbar macht, wie engagierte Kulturarbeit im ländlichen Raum urbane Wirkung entfalten kann.
In Kooperation mit zahlreichen Partnern erhält die Theaterwerkstatt Bethel eine Förderempfehlung für das Projekt „Über_Leben – Ein regionales Volxkultur-Projekt in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen“. Das Vorhaben schafft kulturelle Teilhabe und reflektiert gesellschaftliche Entwicklungen durch künstlerische Zugänge und gemeinschaftliche Formate.
Eine Förderung ist zudem für die interdisziplinäre Theaterproduktion „Bandels Traum (fool on the hill)“ des Theaters Gütersloh vorgesehen, die gemeinsam mit jungen Kulturschaffenden entwickelt und zum 150. Todestag von Ernst von Bandel (1800–1876) uraufgeführt wird.
Mit „Tanz OWL“, getragen von Tanz OWL und vertreten durch das Kulturamt Bielefeld, erhält ein starkes Bündnis eine Förderempfehlung, das zeitgenössische Tanzformen in OWL nachhaltig verankern möchte. Im Mittelpunkt stehen der Zugang zu zeitgenössischem Tanz, künstlerische Vielfalt und umfassende kulturelle Teilhabe.
Ebenfalls empfohlen wurde die „Talentakademie OWL nextStage – Mentoring in Musik & Tanz“ der Musik- und Kunstschule Bielefeld, ein Programm zur professionellen Nachwuchsförderung in den Bereichen Musik und Tanz sowie erstmals auch in der Musikpädagogik.
Abgerundet wird die Liste durch das Hecken-Festival „Auf’s Land zum ersten Weißdorn“ des Europäischen Laboratoriums e. V., ein innovatives Festivalformat im ländlichen Raum, das Kunst, Naturerlebnis und gemeinschaftliche Aktivitäten auf neue Weise miteinander verbindet.
Weitere Informationen und zur RKP Förderung und der Arbeit des OWL Kulturbüros finden Sie finden Sie unter https://www.ostwestfalenlippe.de/owl-gmbh/owl-kulturbuero/
Mit den Beratungsstellen Arbeit fördert das Land eine flächendeckende und niedrigschwellige Beratungsstruktur für prekär Beschäftigte und Menschen in schwierigen sozialen Lagen. Die Mitarbeitenden informieren von Ausbeutung Betroffene über ihre Rechte und unterstützen sie dabei, diese durchzusetzen. In der 2026 startenden neuen Förderphase stellt die Landesregierung rund 25 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung, um das Angebot weiterzuführen. In allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen ist eine Beratungsstelle Arbeit angesiedelt – so auch in OWL.
Zum Start der neuen Förderperiode organisierte die Regionalagentur OWL am 26.11.2025 ein Austauschtreffen mit den Beratungsstellen Arbeit der sieben Teilregionen in OWL sowie weiteren Netzwerkpartnerinnen- und -partnern. Im Fokus standen aktuelle Themen sowie die zukünftigen Aufgaben ab 2026. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung von Menschen in prekären und ausbeuterischen Beschäftigungssituationen in OWL. Neben arbeits- und sozialrechtlicher Erstberatung gehören auch Präventionsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit sowie die enge Zusammenarbeit mit weiteren Anlaufstellen dazu. Die Beratung bleibt niedrigschwellig und kann sowohl in den Beratungsstellen als auch aufsuchend erfolgen. Wichtiger Partner der Beratungsstellen Arbeit ist z.B. das Hauptzollamt Bielefeld, dass sich im Austauschtreffen mit seinen Aufgaben in den Bereichen Mindestlohn, Schwarzarbeit und Menschenhandel vorstellte. Für 2026 wurden gemeinsame Herausforderungen und Themen identifiziert, z.B. mögliche steigende Beratungsanfragen aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation sowie zunehmende Wohnungslosigkeit. Ziel bleibt eine enge Vernetzung und koordinierte Zusammenarbeit aller beteiligten Akteurinnen und Akteure.
Die Gewinnung und Integration internationaler Fachkräfte ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die wirtschaftliche Zukunft Nordrhein-Westfalens. Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen dabei vor Herausforderungen – von der internen Vorbereitung über organisatorische Abläufe bis hin zur strukturierten Einarbeitung der neugewonnenen Arbeitskräfte.
Um Unternehmen in NRW gezielt zu begleiten, stellt die NRW Fachkräfteagentur International (FAI NRW) kompakte Checklisten und Infoblätter bereit. Sie enthalten verständliche Informationen und konkrete Handlungsempfehlungen – z.B. zur Vorbereitung der Unterlagen für den Visumstermin, eine Packliste für die Einreise oder zum Onboarding im Betrieb.
Die Materialien stehen kostenfrei über die Webseite der FAI NRW zur Verfügung. Sie helfen dabei, Prozesse zu strukturieren, Unsicherheiten zu reduzieren und internationale Fachkräfte nachhaltig ins Team zu integrieren. Hierzu und bei weiteren Fragen darüber hinaus kann das Team der FAI NRW jederzeit angesprochen werden: kontaktnoSpam@fai.nrw, Tel: +49 (211) 545891-40
🔗 Jetzt kostenfrei herunterladen: www.fai.nrw/informationsmaterialien
Wie Gründerinnen ihr Selbstbewusstsein stärken und den eigenen Wert souverän in Verhandlungen vertreten können, stand im Mittelpunkt des zweistündigen Online-Seminars „Stärkung des Unternehmerinnen-Ichs: vom Selbstwert zum Marktwert – Verhandlungstango“. Rund 30 Gründerinnen und Jungunternehmerinnen nahmen an der Veranstaltung teil und setzten sich intensiv mit ihrer inneren Haltung, ihrem Preis und ihrer Rolle als Unternehmerin auseinander.
Zum Auftakt führte Referentin Imke Leith in das Bild des „Verhandlungstangos“ ein: Verhandeln ist kein Duell, sondern ein Zusammenspiel. Entscheidend sei dabei vor allem die innere Haltung – Selbstbewusstsein ist das A und O. Mit einer klaren Einstiegsformel ermutigte sie die Teilnehmerinnen, direkt Position zu beziehen: „Ich bin …“, „Ich möchte X verdienen“, „damit ich …“. Wer den eigenen Wert kennt, müsse ihn nicht rechtfertigen, sondern dürfe den Preis nennen – und anschließend bewusst schweigen.
Dass Selbstständigkeit immer auch Persönlichkeitsentwicklung bedeutet, wurde im weiteren Verlauf deutlich. In Breakout-Sessions übten die Teilnehmerinnen in kleinen Gruppen, ihren Preis klar und selbstsicher auszusprechen. Die geschützten Übungsräume boten Gelegenheit, Hemmungen abzubauen und neue Sicherheit zu gewinnen.
Anschließend ging Imke Leith auf zentrale Verhandlungsgrundlagen ein und nutzte dafür das Eisbergmodell: Während Zahlen, Daten und Fakten sichtbar an der Oberfläche liegen, werden rund 95 Prozent aller Entscheidungen unbewusst getroffen. Gerade im Verkauf spiele daher die emotionale Ebene eine entscheidende Rolle. Gründerinnen seien gut beraten, nicht nur ihre Leistungen zu erklären, sondern die Bedürfnisse hinter den Problemen ihrer Kundinnen und Kunden zu erkennen. Jedes Angebot adressiert einen „Pain“ und schafft einen „Gain“ – und genau hier liegt der Mehrwert unternehmerischen Handelns.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage: Was verkaufen wir eigentlich? Neben Fach- und Methodenkompetenz sind es auch Sozialkompetenz und Zeit, die den Kern des Deals ausmachen – und an denen sich der Preis orientieren sollte. In einer weiteren Übungsphase reflektierten die Teilnehmerinnen ihr persönliches Alleinstellungsmerkmal und schärften ihr Profil.
Nach der Pause widmete sich die Referentin der Psychologie der Zahlen: Welche Preisuntergrenze ist realistisch? Wo liegt das Maximum? Ergänzt wurde dieser Teil durch Einblicke in Preisstrategien sowie die Marketingformel „know, like, trust“ – denn Vertrauen ist eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiche Verhandlungen.
Zwischendurch nahm sich Imke Leith immer wieder Zeit für Fragen und individuelle Anliegen, was den hohen Praxisbezug der Veranstaltung unterstrich.
Fazit: Wer den eigenen Wert kennt, kann ihn auch selbstbewusst vertreten. Verhandeln ist ein Lernprozess – und mit der richtigen Haltung, Klarheit und Übung wird aus Unsicherheit ein souveräner Tanz auf Augenhöhe.

Referentin: (links) Imke Leith, KELE-Coaching, stärkenorientierte Komfortzonendehnerin & Starkmacherin
Kim Lasche, Projektmanagerin Kompetenzzentrum Frau und Beruf
Wie können MINT-Angebote so gestaltet werden, dass sie auch Schüler:innen mit geringen Deutschkenntnissen erreichen? Dieser Frage widmete sich eine neue DaZ-Schulung („Deutsch als Zweitsprache“-Schulung) des zdi-Zentrum pro MINT GT, im Rahmen des Projekts MINT 4.OWL, die gemeinsam mit dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) und der Universität Paderborn entwickelt wurde.
Gemeinsame Wege finden – von der Idee zur Schulung
In einem ersten Austausch mit dem Kommunalen Integrationszentrum wurde schnell deutlich, wie groß der Bedarf an niederschwelligen, sprachsensiblen MINT-Angeboten ist. Die Wahl fiel auf den beliebten Workshop „Brücken aus dem Drucker“, in dem mithilfe von 3D-Druckerstiften Brücken gebaut werden und anschließend mit kleinen Gewichten auf ihre Stabilität getestet werden.
Um die Umsetzung vorzubereiten, wurden die studentischen Hilfskräfte (SHKs) der Universität Paderborn eingebunden. Bereits im Vorfeld der Schulung erarbeiteten die Universität Paderborn und das Kommunale Integrationszentrum erste ergänzende Materialien, darunter ein Wörterverzeichnis für wichtige technische Begriffe.
„Spannend finde ich, dass Deutsch hier nicht nur im Deutschunterricht gelernt wird. Als DaZ-Lehrerin freue ich mich über alles, was mit Sprachförderung zu tun hat und die Kombination mit Technik passt super.“, berichtet Schulungsteilnehmerin Sinem Kaya von der Richard-von-Weizsäcker-Gesamtschule aus Rietberg.
Schulung mit Zeit für Austausch und Perspektiven
Die DaZ-Schulung selbst folgte dem bekannten Aufbau des Brückenbau-Workshops, bot jedoch bewusst mehr Raum für Gespräche:
Es entstanden zahlreiche konkrete Ideen, die nun in die Überarbeitung der Materialien einfließen. Die SHKs bereiten aktuell alle Unterlagen für die Durchführung mit den Schüler:innen am 17. Dezember vor. „Bei mir ist meistens nur eine Schülerin oder ein Schüler aus der Internationalen Klasse dabei, da ist es hilfreich zu lernen, worauf ich beim Erklären achten sollte. Ich freue mich schon darauf zu sehen, wie die Kinder die praktischen Aufgaben lösen und ihre 3D-Brücken bauen“, erzählt Nadine Gottwald von der Osterrath Realschule aus Rheda-Wiedenbrück.
Ein starkes Signal für mehr Chancengerechtigkeit
Die DaZ-Schulung zeigt, wie MINT-Bildung, Integration und Sprachförderung ineinandergreifen können. Sie setzt ein Zeichen für mehr Teilhabe und eröffnet Jugendlichen neue Wege in die technische und berufliche Bildung. Gemeinsam mit den Schulen, dem Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Gütersloh und der Universität Paderborn wurde dieses Format erstmalig erarbeitet - praxisnah, sprachsensibel und orientiert an den Bedürfnissen der Lernenden.
Mehr Informationen zum Projekt MINT 4.OWL unter www.mint4owl.de.
Wie lässt sich Begeisterung für MINT-Themen bei Jugendlichen wecken? Eine eindrucksvolle Antwort darauf lieferte die Veranstaltung MINT@Stadion, die am 25.11. 2025 im Heimstadion des SC Paderborn 07, der Home Deluxe Arena, stattfand. Eingebettet in das Projekt MINT 4.OWL tauchten 74 Schüler:innen aus drei Paderborner Schulen in die technische Welt eines modernen Fußballstadions ein – und entdeckten dabei, wie vielfältig und zukunftsweisend MINT-Berufe heute sind.
MINT zum Anfassen
An verschiedenen Stationen erlebten die Jugendlichen Technik unmittelbar:
Durch die Kombination aus Praxis, Experimenten und realen Anwendungsbeispielen wurde sichtbar, wie relevant technische Kompetenzen im Alltag und in modernen Arbeitsumgebungen sind.
Berufsorientierung, die Wirkung zeigt
Besonders wertvoll war der Austausch mit der BENTELER Group. Dr. Fabian Fricke, Ausbildungsleiter des Unternehmens, stellte Ausbildungswege und Karrierechancen vor und gab Einblicke in aktuelle Zukunftsthemen des Konzerns. In einer offenen Q&A-Runde berichteten Benteler-Auszubildende direkt aus ihrem Berufsfeld – authentisch, motivierend und auf Augenhöhe. So konnten die Schüler:innen erfahren, welche Möglichkeiten ihnen regionale Arbeitgeber bieten und wie vielfältig MINT-Berufe heute aufgestellt sind.
Gemeinsam für die Innovationsregion OWL
Mit Angeboten wie MINT@Stadion zeigt die Region OWL, wie praxisnah und inspirierend Berufsorientierung gestaltet werden kann – und wie sie junge Talente für Technik, Digitalisierung und Zukunftsthemen begeistert.
Mehr Informationen unter www.mint4owl.de.
Das Thema Nachhaltigkeit ist vielschichtig – wer sich die 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen ansieht, bekommt davon einen guten Eindruck. Für die Industrie besonders wichtig: Es muss sich auch wirtschaftlich lohnen, nachhaltiger zu werden. Viele kleine und mittlere Unternehmen in OWL gehen schon jetzt innovative Wege, um stärker aus der nachhaltigen Transformation hervorzugehen, häufig fehlt jedoch das notwendige Know-how. Hier können Betriebe von externem Wissen profitieren. Eine wichtige Ressource dafür sind die zahlreichen marktunabhängigen Akteure in Ostwestfalen-Lippe, etwa Förderprojekte, Hochschulen, Netzwerke und kommunale Ansprechpartner. Wer zu welchem Thema hilft, können Interessierte im Kompetenzatlas des Projektes Green.OWL herausfinden, den die OstWestfalenLippe GmbH gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM herausgegeben hat.
„In Ostwestfalen-Lippe arbeiten rund 180 Projekte an verschiedenen Aspekten des nachhaltigen Wandels von Wirtschaft und Gesellschaft, viele von ihnen richten Angebote an Unternehmen und andere Organisationen. Da den Überblick zu behalten – das ist für Unternehmen neben dem Tagesgeschäft kaum möglich. Mit dem Kompetenzatlas bereiten wir die relevanten Kenntnisse und Fähigkeiten übersichtlich auf, sodass möglichst jede Frage eine passende Antwort bekommt – und verknüpfen so regionale Nachfrage mit regionalem Angebot“, erklärt Dr. Daniela Vogel, Gruppenleiterin Strategy and Transformation Management am Fraunhofer IEM. Mit der Datensammlung können User:innen über verschiedene Themenfelder schnell zu den für sie interessanten Informationen gelangen und Kontakt zu den jeweiligen Ansprechpartnern aufnehmen.
50 Unterstützungsangebote für kleine und mittlere Unternehmen
Das Spektrum ist umfangreich: Die aktuell rund 55 Unterstützungsangebote reichen von allgemeinen Einstiegsangeboten und Erstberatungen bis hin zu konkreten Anwendungsfällen und Tools. Mit dabei sind etwa ein kostenfreies Online-Werkzeug zur Treibhausgasbilanzierung, Qualifizierungsangebote zu intelligenten Gebäudetechnologien oder verschiedene Netzwerke zu Themen wie biobasierten Werkstoffen, Wasserstoff oder Energieeffizienz. Auch Auszeichnungen und Initiativen sind Teil der Datenbank. „Durch eine strategische Regionalentwicklung, systematische Foresight-Prozesse und vorausschauende Förderlinien von Bund, Land und EU verfügen wir schon jetzt über eine Vielzahl von Akteuren in OWL, die sich insbesondere in den letzten zehn Jahren ein beeindruckendes Wissen und Know-how im Bereich der nachhaltigen Transformation angeeignet haben“, lobt Wolfgang Marquardt, Prokurist der OstWestfalenLippe GmbH, die regionalen Aktivitäten. „Dieses Wissen gelangt an vielen Stellen schon in die Umsetzung. Wir müssen aber noch größere Effekte in der Breite des Mittelstands erzielen – nur so kann eine ganzheitliche und erfolgreiche Entwicklung OWLs hin zu einer Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften gelingen.“
Und genau das ist das Ziel des Projektes Green.OWL und seiner Unterstützungsangebote, zu denen auch der Kompetenzatlas zählt: Ostwestfalen-Lippe soll Vorreiter werden und anderen Regionen zeigen, wie man die heimische Wertschöpfung in der Praxis auf eine so nachhaltige Basis stellt, dass idealerweise so gut wie keine Ressourcen mehr von außen benötigt werden. Auf diese Weise soll die Region unabhängiger werden von globalen Krisen, Schwankungen und unabwägbaren Ereignissen. Ein zentraler Baustein für die Zukunft OWLs, ist sich Wolfgang Marquardt sicher: „Auch wenn Nachhaltigkeit als Begriff in letzter Zeit nicht mehr so weit oben auf den Prioritätenlisten von Politik und Wirtschaft stand, wie noch vor einigen Jahren – die Vorteile sind so aktuell wie nie zuvor.“
Den Kompetenzatlas und weitere Informationen finden Sie unter www.green-owl.eu.
Bildung und die Entwicklung spezifischer Kompetenzen ist Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftliche Innovationskraft und nachhaltige Entwicklung. In Ostwestfalen-Lippe zeigt sich das besonders deutlich: Die Region verfügt über ein starkes und vielfältiges Bildungssystem mit 14 Hochschulen an 19 Standorten, rund 69.000 Studierenden sowie fast 36.000 Auszubildenden. Gleichzeitig bleibt die Herausforderung bestehen, mehr junge Menschen zu einem erfolgreichen Schulabschluss zu führen und ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote weiter auszubauen. Nationale und internationale Leitbilder wie SDG 4 und SDG 10 (hochwertige, inklusive und chancengerechte Bildung) prägen den Rahmen, innerhalb dessen in OWL-Initiativen wie die BBNE-Hubs für nachhaltige Berufsbildung wirken. Auch Unternehmen integrieren zunehmend Nachhaltigkeit in ihre Aus- und Weiterbildungsstrategien. Dennoch braucht es mehr strategische Vernetzung, innovative Projekte und gezielte Förderung benachteiligter Gruppen.
Die Potenzialanalyse zeigt: Kompetenzentwicklung ist ein zentraler Hebel für die nachhaltige Transformation. OWL bietet mit Hochschulen, dualen Studiengängen, beruflichen Bildungseinrichtungen und einer engen Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft hervorragende Voraussetzungen – ein echtes regionales Alleinstellungsmerkmal. Neben regionalen Lernplattformen, flexiblen Qualifizierungsmodellen und sozialraumorientierten Bildungsangeboten, um Fachkräfte in OWL für diesen Transformationsprozess vorzubereiten und auszustatten, fordert der Wandel auch neue Kompetenzen. Digitalisierung, Treibhausgasneutralität, technologische Innovationen und der demografische Wandel verändern die Inhalte und Formate, über die wir an Wissen gelangen und wie wir Wissen nutzen. Um aktiv die Transformation gestalten zu können, müssen strategische Kompetenzen, Reflexionsfähigkeit und Lernbereitschaft der ausführenden Akteur:innen gefördert und Räume geschaffen werden.
Hürden auf dem Weg: Soziale Ungleichheit und digitale Lücken
Gleichzeitig werden strukturelle Risiken sichtbar. Soziale Ungleichheiten im Zugang zu Bildung bestehen fort – besonders für Kinder und Jugendliche aus sozioökonomisch benachteiligten Familien oder mit Migrationsgeschichte. Auch die digitale Kluft bleibt ein Problem: fehlende Endgeräte, ungleiche Medienkompetenzen und eingeschränkte Internetzugänge erschweren eine gleichberechtigte Teilhabe. Zusätzlich belasten Fachkräftemangel und Überlastung im frühkindlichen Bereich sowie im inklusiven und digitalen Unterricht die Weiterentwicklung des Systems. Diese Faktoren gefährden langfristig die Transformationsfähigkeit der Region.
Bildung als Querschnittsaufgabe
Damit OWL diese Herausforderungen bewältigen kann, braucht es integrierte Strategien: Kompetenzentwicklung muss Raum bekommen in Kommunalentwicklungen, in der Arbeitsmarkpolitik, Integration, digitaler Infrastruktur und sozialen Räumen. Regionale Allianzen und eine vernetzte Bildungsstrategie können sicherstellen, dass Innovation nicht nur wirtschaftlich wirksam, sondern auch sozial gerecht wird. OWL verfügt über starke strukturelle Grundlagen – doch erst durch strategische Investitionen und die gezielte Förderung benachteiligter Gruppen kann die Region ihre Rolle als Vorreiter der nachhaltigen Transformation voll entfalten.
Weitere Informationen finden Sie unter www.green-owl.eu.
Die Circular Economy gewinnt in Ostwestfalen-Lippe zunehmend an Bedeutung. Sie ist nicht nur ökologisch notwendig, sondern auch ein strategischer Wettbewerbsvorteil für die regionalen Unternehmen und die nachhaltige Entwicklung der Region. Im Kern zielt Circular Economy darauf ab, Materialien und Produkte so lange wie möglich im Wirtschaftskreislauf zu halten – durch Teilen, Wiederverwenden, Reparieren, Aufarbeiten und Recyceln. Auf diese Weise werden Ressourcen geschont, Abfall reduziert und die Umwelt entlastet. Welche Möglichkeiten ergeben sich daraus für OWL und wo stehen wir aktuell?
Im Jahr 2022 wurden in OWL insgesamt 827.422 Tonnen Abfall erzeugt – das entspricht einem Pro-Kopf-Aufkommen von 396,8 kg pro Einwohner:in. Damit zeigt sich ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr, was erste Fortschritte in Richtung ressourcenschonender Produktion und Konsumation signalisiert.
Unternehmen der Region integrieren zunehmend Prinzipien der Circular Economy in ihre Geschäftsmodelle. Eine Analyse zeigt, dass 20,9 % der erfassten Unternehmen konkrete zirkuläre Maßnahmen umgesetzt haben. Dabei dominieren klassische Recyclingprozesse (über 50 %), gefolgt von Abfallreduktion (42,6 %), Materialsubstitution durch umweltfreundlichere Alternativen (21,05 %), Materialwiederverwendung (16,7 %) und Mehrwegsysteme (6,7 %). Zahlreiche Betriebe verfügen bereits über innerbetriebliche Kreislaufsysteme, etwa durch die Granulierung von Kunststoffen oder die getrennte Rückführung von wertvollen Metallen wie Aluminium, Edelstahl und Kupfer.
Dennoch bestehen strukturelle Hemmnisse: Bürokratische Anforderungen, wirtschaftliche Herausforderungen kleinerer Betriebe sowie fehlende strategische Implementierung bremsen die konsequente Umsetzung zirkulärer Modelle. Circular Economy-Ansätze sind also bereits integriert, jedoch nicht flächendeckend verankert.
Potenziale: Chancen für die Region OWL
OWL bietet für die Etablierung einer zirkulären Wirtschaft günstige Ausgangsbedingungen. Die Region zeichnet sich durch ein innovatives produzierendes Gewerbe aus – insbesondere in Maschinenbau, Möbel- und Lebensmittelindustrie sowie Kunststoffverarbeitung. Diese Branchen eröffnen vielfältige Möglichkeiten für zirkuläre Produktionsprozesse, etwa durch modulare Produktgestaltung, Rücknahme- und Reparaturkonzepte oder den Einsatz recycelter Materialien.
Zudem existieren bereits Pilotprojekte und Unternehmensnetzwerke, die gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen wie den Universitäten und Hochschulen in Bielefeld, Paderborn, Lemgo und Minden Ansätze der zirkulären Wertschöpfung erproben. Neue Technologien wie digitale Produktpässe, Materialtracking mittels IoT, KI-gestützte Sortierung oder 3D-Druck eröffnen zusätzliche Chancen, Materialkreisläufe zu schließen.
Die erfolgreiche Umsetzung zirkulärer Geschäftsmodelle erfordert jedoch nicht nur technische Lösungen, sondern auch kulturellen Wandel bei Unternehmen und Konsument:innen. Kooperationen zwischen Industrie, Entsorgern, Start-ups und kommunaler Wirtschaftsförderung sind entscheidend, um sektorübergreifende Synergien zu schaffen.
Herausforderungen und Handlungsfelder
Trotz hoher Potenziale bestehen auch substanzielle Hürden. So erscheinen bestehende lineare Geschäftsmodelle kurzfristig oft wirtschaftlich attraktiver als die komplexeren Kreislaufansätze. Außerdem erschweren technische und rechtliche Restriktionen mitunter die Wiederverwendung und Rücknahme von Materialien. Ebenfalls bremsend wirkt der Fachkräftemangel im Bereich zirkulärer Produktionstechnologien.
Passende politische Rahmenbedingungen, koordinierende Institutionen und gezielte Förderprogramme sind daher unverzichtbar. Instrumente wie kreislauforientierte Industrieparks, regionale Stoffstrommanagementsysteme und Wissensplattformen können helfen, Circular Economy systematisch zu verankern.
Ausblick: OWL als Vorreiterregion
Die Region Ostwestfalen-Lippe verfügt über zentrale Potenziale, um Zirkularität als Leitprinzip wirtschaftlicher Entwicklung zu etablieren. Voraussetzung ist eine konsequente strategische Ausrichtung, die technologische Innovation, institutionelle Unterstützung und kulturellen Wandel miteinander verbindet. Mit seiner industriellen Stärke, vernetzten Wertschöpfungsketten und technologischen Infrastruktur kann OWL eine Vorreiterrolle im Übergang zur Circular Economy einnehmen – sowohl national als auch europäisch.
Weitere Informationen finden Sie unter www.green-owl.eu.
In der MINT Community 4.OWL ist das Netzwerk der zdi-Zentren (zdi = „Zukunft durch Innovation“) eine tragende Säule unseres Ansatzes. Doch was genau verbirgt sich hinter den zdi-Zentren, welche Rolle spielen sie – und wie wirkt insbesondere das zdi-Zentrum Herford (experiMINT e.V.) in unserem gemeinsamen Projekt mit?
Was sind eigentlich zdi-Zentren — und warum sind sie so wichtig?
Die zdi-Zentren (zdi = „Zukunft durch Innovation“) sind regionale MINT-Netzwerke in Nordrhein-Westfalen und Teil der landesweiten Initiative zdi.NRW, einer der größten Gemeinschaftsoffensiven zur Nachwuchsförderung in Europa. Mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Schulen, Kommunen und Zivilgesellschaft sind sie flächendeckend in allen Kreisen und kreisfreien Städten NRWs aktiv. Ihr gemeinsames Ziel: Kinder und Jugendliche frühzeitig für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern. Schüler:innenlabore, mobile Lernangebote und außerschulische Workshopformate ermöglichen jungen Menschen einen direkten, handlungsorientierten Zugang zu MINT-Themen. Besonders im Fokus stehen dabei auch Berufs- und Studienorientierung, Mädchenförderung sowie neue Themenfelder wie KI-Bildung. Eine Übersicht der Kontaktpersonen zu den zdi-Zentren in der Region Ostwestfalen-Lippe gibt es hier: https://www.mint4owl.de/wer-steckt-hinter-mint-4-owl/
Das zdi-Zentrum Herford / experiMINT e.V.
Der experiMINT e.V ist Träger der zdi-Netzwerke Kreis Herford und Bielefeld. Der Verein bietet schülernahe, praxisorientierte MINT-Angebote – von technischen Experimenten über digitale Bildung bis hin zu Themen rund um erneuerbare Energien.
Die Angebote sind dabei vielfältig. Den eigenen Wetterballon starten, spannende Unternehmensprojekte durchführen und hinter die Kulissen blicken, die Welt der Naturwissenschaften erforschen oder programmieren lernen. Ob im Unterricht, nach der Schule oder in den Ferien, im Unternehmen oder im Schülerlabor… bei experiMINT können Unternehmen und Hochschulen sich vorstellen und faszinierende Einblicke in die Berufswelt bieten. Schüler*innen können ihre Talente ausprobieren, neue Perspektiven entdecken und sich mit anderen MINT-Interessierten austauschen. Das zdi-Zentrum Herford ist zudem eines von acht Projektpartnern in MINT 4.OWL. Durch die intensive Zusammenarbeit im Netzwerk tragen die Herforder Aktivitäten dazu bei, unsere MINT-Community in OWL weiter zu stärken.
Blick nach vorne: Der neue MINT.raum in Herford
Ein besonders spannender Meilenstein in der Entwicklung von experiMINT ist der geplante MINT.raum, der im Kreis Herford bald als zentraler Lernort für Jugendliche entstehen soll. Geplant ist ein moderner Lern- und Werkstattort an der Ravensberger Straße in Herford. In 2026 soll hier eine Werkstatt, Schulungsräume und Co-Working-Flächen für die Partner aus Unternehmen, Schulen und Hochschulen eingerichtet werden. Der MINT.raum soll regelmäßig praxisorientierte Angebote für Schulklassen, Nachmittags- und Ferienprogramme bieten. Unternehmen in der Region bekommen so eine neue Plattform, um sich den Jugendlichen vorzustellen – mit möglichst geringer organisatorischer Belastung.
„Der neue MINT.raum wird für uns ein echter Quantensprung. Wir schaffen einen Ort, an dem Jugendliche mit Unternehmen, neuen Technologien und realen Zukunftsthemen in Kontakt kommen – niedrigschwellig, praxisnah und inspirierend. Damit können wir die Erfahrungen aus Projekten wie MINT 4.OWL verstetigen und langfristig in die Region hineintragen.“, betont Dennis Niewiadomsky, Projektkoordinator bei experiMINT e.V.
Das zdi-Netzwerk in Ostwestfalen-Lippe ist ein zentraler Impulsgeber für das Projekt der MINT Community 4.OWL. Mit Partnern wie experiMINT Herford schaffen wir nicht nur Angebote für außerschulische Lernorte und Jugendliche, sondern bauen nachhaltige Bildungsstrukturen.
Weitere Informationen zum Projekt unter www.mint4owl.de.
Wie Unternehmen ihre Arbeitsumgebungen so gestalten können, dass sie in Zeiten von Digitalisierung, KI und hybrider Zusammenarbeit attraktiv und zukunftsfähig bleiben, erläuterte die Referentin, Zuzana Blazek am 04.12.2025 in der Online-Veranstaltung „Das Büro der Zukunft – in Zeiten von KI und Digitalisierung“. Die selbständige Unternehmensberaterin gab rund 80 Personalverantwortlichen und Führungskräften aus kleinen und mittleren Unternehmen zahlreiche praktische Tipps, wie das Büro der Zukunft gestaltet werden könnte.
Zu Beginn nahm sie die Teilnehmenden mit auf eine „Zeitreise“ und ging auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Generationen ein – von Boomer bis Gen Z – und deren Einfluss auf Erwartungen an Arbeitsplätze. Besonders die jüngste Generation sei stark von Krisen geprägt und suche im Job Sinn, Stabilität, Gesundheit und Zugehörigkeit. Sie zeigte auf, dass das Büro heute weit mehr ist als nur Arbeitsplatz: Es dient der Bindung, schafft Gemeinschaft und macht Unternehmenskultur sichtbar. Um der Vielfalt der Generationen in den Unternehmen gerecht zu werden, sei es unerlässlich, die Arbeitsplatzgestaltung strategisch zu planen und an seine Mitarbeitenden individuell anzupassen.
Blasek betonte außerdem die Bedeutung von Resilienz im Team und stellte heraus, dass Bindung einer der wichtigsten Schutzfaktoren für psychisches Wohlbefinden sei. Das Büro könne hierzu wesentlich beitragen, indem es Räume für Begegnung, Fokus, Regeneration und Lernen bietet.
Praktische Empfehlungen umfassten u. a. gute Akustik, durchdachte Zonen für verschiedene Arbeitsmodi, gesundheitsfördernde Elemente, Services zur Entlastung sowie ein warmes, einladendes Design. Besonders für Frauen sei eine gelungene Bürogestaltung wichtig, da sie im Homeoffice stärker an Sichtbarkeit und Vernetzung verlieren.
Ihr Fazit: Ein psychologisch intelligentes Büro stärkt Resilienz, unterstützt Gesundheit und macht Unternehmen für qualifizierte Mitarbeitende attraktiv.


Oben: Referentin - Zuzana Blazek, Expertin für Employer Branding, Unternehmensberaterin und Speakerin mit eigener psychotherapeutischer Praxis in Köln | Petra Mattes - Projektmanagerin, Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL
Unternehmen sind komplexe Systeme, ganz gleich, ob internationaler Konzern oder mittelständischer Betrieb. Viele Faktoren – etwa interne Prozesse, externe Einflüsse, Mitarbeitende, Technologien, Kunden und andere Stakeholder – greifen ineinander. Die nachhaltige Transformation ist eine wirtschaftliche Chance, sie umzusetzen aber aufgrund dieser Komplexität eine anspruchsvolle Aufgabe. Wo liegen die größten Chancen? Welche Maßnahmen bieten sich an? Und wie kann die Transformation wirkungsvoll gesteuert werden? Das Fraunhofer Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM hat im Projekt Green.OWL ein Modell entwickelt, mit dem sich Unternehmen einen Überblick verschaffen können.
„Uns war wichtig, dass unser Modell auf möglichst viele Betriebe im verarbeitenden Gewerbe anwendbar ist. Auch wenn es in der Industrie viele verschiedene Branchen gibt – Chemie, Metall, Maschinenbau, Kunststoff etc.: Die sieben Bereiche, die wir jetzt definiert haben, gibt es überall“, erläutert Dr. Daniela Vogel, Gruppenleiterin Strategy and Transformation Management am Fraunhofer IEM. Ausgangspunkt war eine umfangreiche Basisforschung zur Transformation von Unternehmen, auch Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft wurden in die Entwicklung des Modells eingebunden. Demnach besonders dringend: Jedes Unternehmen sollte eine Nachhaltigkeitsstrategie erstellen und seine Unternehmenskultur, sein Geschäftsmodell und seine Prozesse darauf ausrichten. Wichtige Grundlagen für die Umsetzung dieser Strategie für mehr Nachhaltigkeit ist das Themenfeld Infrastruktur & Ressourcen, etwa durch eine Restrukturierung der Finanzierungs-, Investitions- und Personalplanung. „Wer zusätzlich alle relevanten Stakeholder-Gruppen einbindet – Kunden, Mitarbeitende, Investoren, Gesellschaft usw. – und Fortschritte transparent nach außen kommuniziert, ist auf dem besten Weg zum Nachhaltigkeitspionier“, so Dr. Vogel weiter.
Zu jedem der Themenfelder finden Interessierte außerdem weiterführende Informationen und Handlungsempfehlungen. So erfahren User:innen nicht nur, welche Transformationsfelder es gibt, sondern auch welche besonders dringend angegangen werden sollten und wie man hier erste Schritte geht. So wird auch die Rolle der regionalen Wirtschaft als Teil der nachhaltigen Transformation der Region insgesamt deutlich, erklärt Wolfgang Marquardt, Prokurist der OstWestfalenLippe GmbH: „Mit seinem starken Mittelstand ist OWL ein Hotspot für Technologie und Innovation – geschafft haben wir das durch die starken Netzwerke hier vor Ort, die exzellente Forschung, die innovativen Hochschulen. Und genauso machen wir OWL insgesamt auch nur dann wirklich nachhaltig, wenn wir unsere Kräfte bündeln. Dafür entwickeln wir im Projekt Green.OWL einen Masterplan, für dessen Umsetzung die Industrie eine zentrale Rolle spielt.“
Großer Veränderungsdruck für den regionalen Mittelstand
Aber warum ausgerechnet beim Thema Nachhaltigkeit ansetzen? „Wir sehen eine sehr dynamische Entwicklung, insbesondere durch externe Treiber. Wesentlich sind dabei globale Krisen und Herausforderungen, etwa durch Zölle oder unsichere Lieferketten, aber auch das enge Netz aus Regularien und Gesetzgebungen, von dem Unternehmen in Deutschland und Europa betroffen sind“, erläutert Dr. Daniela Vogel die Hintergründe. Dadurch verändern sich auch die Erwartungen der Kunden – und damit auch die Anforderungen des Marktes.
Wollen B2B-Kunden etwa CO2 in ihrer vorgelagerten Wertschöpfungskette einsparen, greifen sie eher zu klimaschonend hergestellten Produkten und verringern so wiederum den CO2-Fußabdruck ihrer eigenen Geschäftstätigkeit. Wenn Hersteller hier keine Alternativen bieten, werden Einkäufer:innen bald womöglich andere Lieferanten in Betracht ziehen. Durch stetige technologische Entwicklungen entstehen hier aber auch einzigartige Chancen für neue Produkte und Geschäftsmodelle – wenn man denn up-to-date bleibt und der Komplexität trotzt, etwa mithilfe des Unternehmensmodells Green.OWL und der anderen Angebote aus dem Projekt, so Wolfgang Marquardt: „Wir haben hier Partner an Bord, die umfangreiche Erfahrung in der Begleitung von Unternehmen bei Veränderungsprozessen mitbringen. Dadurch stärken wir sowohl die heimischen Betriebe als auch die Region an sich.“
Das Unternehmensmodell und weitere Informationen finden Sie unter www.green-owl.eu.
Mobilität bedeutet heute weit mehr als den Transport von Menschen und Gütern. Sie entscheidet über Zugang zu Arbeit, Bildung und Gesundheitsversorgung – und damit über soziale Teilhabe. Sie beeinflusst Klimaschutz, Energieverbrauch und Lebensqualität, wird zunehmend digital organisiert und reicht inzwischen bis in virtuelle Räume hinein. Nachhaltige Mobilitätssysteme sollen deshalb umweltfreundlich, zugänglich und sozial ausgewogen sein. Besonders der Verkehrssektor steht unter Druck: Er muss seinen CO₂-Ausstoß senken und stärker auf emissionsarme Verkehrsträger wie ÖPNV, Rad- und Fußverkehr setzen. In Ostwestfalen-Lippe (OWL) zeigt sich diese Transformation besonders vielschichtig: Die Region ist logistischer Knotenpunkt für Deutschland und Europa, zugleich aber geprägt durch starke Unterschiede zwischen urbanen Zentren und ländlichen Räumen.
Während Städte und Umland vielerorts gut an Bus und Bahn angebunden sind, kämpfen ländliche Kommunen mit eingeschränkten Mobilitätsangeboten. Zahlen unterstreichen diese Diskrepanz: Zwar entspricht der Anteil an Siedlungs- und Verkehrsflächen mit 23,5 % dem NRW-Schnitt, doch die PKW-Dichte liegt mit 618 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner:innen deutlich über den Landes- und Bundeswerten. Das zeigt die strukturelle Abhängigkeit vom Auto als wichtigstem Verkehrsmittel. Elektromobilität gewinnt zwar an Bedeutung – gut vier Prozent der zugelassenen Autos in OWL fahren elektrisch – die Ladeinfrastruktur bleibt jedoch hinter NRW und Bund zurück. Genau diese Bedingungen prägen den Alltag vieler Menschen und stellen die Mobilitätswende vor große Herausforderungen.
Gleichzeitig tragen Unternehmen in OWL bereits aktiv zur Transformation bei: Sie bieten E-Bike-Leasing an, bauen Ladestationen auf Firmengeländen, testen Carsharing oder elektrifizieren ihre Flotten. Dennoch bleibt das Auto – besonders im ländlichen Raum – dominierend. ÖPNV-Angebote und Jobtickets werden oft aus mangelnder Attraktivität oder schlechter Taktung kaum angenommen. Unternehmen stehen zudem vor Zielkonflikten: Klimaschutzmaßnahmen wie Parkraumbewirtschaftung können zwar nachhaltig wirken, wirken aber auf Beschäftigte mitunter einschränkend und sind daher oft unpopulär. Hier zeigt sich, wie sehr Mobilitätsverhalten an Alltagsstrukturen und Infrastruktur gebunden ist.
Multimodale Angebote als Lösungsansatz
Um diese strukturellen Probleme zu adressieren, entstehen in OWL innovative Projekte, die Mobilität neu denken – besonders im ländlichen Raum. Ziel sollte eine flexible Mobilitätslandschaft sein, die Stadt und Land gleichermaßen stärkt.
Insgesamt zeigt OWL, wie komplex die Transformation des Mobilitätssystems ist. Sie erfordert technische Lösungen, aber ebenso politische Rahmenbedingungen, Investitionen in Infrastruktur, Veränderungen im Nutzerverhalten und eine enge Zusammenarbeit vieler Akteure. Die Region steht beispielhaft für das Spannungsfeld zwischen urbanen Mobilitätsoptionen und ländlichen Strukturen – und zugleich für innovative Ansätze, die bundesweit Aufmerksamkeit gewinnen können.
Potenziale für die Zukunft der Mobilität in OWL
Diese Herausforderungen spiegeln sich auch in der aktuellen Potenzialanalyse der Region wider. Obwohl OWL über eine sehr gute Grundinfrastruktur verfügt, erschweren hohe PKW-Abhängigkeit, Netzlücken im ÖPNV und geringe Anteile emissionsfreier Antriebe die Transformation. Demografische Entwicklungen, steigende Mobilitätsbedarfe und der Anspruch, Mobilität sozial gerecht zu gestalten, erhöhen den Handlungsdruck. Gleichzeitig verfügt OWL über starke industrielle und digitale Kompetenzen, die entscheidend für die Mobilität der Zukunft sind: Automatisierung, Fahrzeugtechnik, Logistik, KI, Sensorik und Datenanalyse. Projekte wie NeMo.bil können als „Leuchttürme“ der regionalen Mobilitätswende fungieren und Wege aufzeigen, wie nachhaltige Verkehrssysteme im ländlichen Raum funktionieren können.
Neben Chancen und Stärken treten Risiken deutlich hervor: Flächenverbrauch, CO₂-Emissionen, ungleiche Erreichbarkeit und hohe Investitionsbedarfe zählen zu den größten Herausforderungen. Damit die Transformation gelingt, muss OWL Mobilität als gemeinsame Aufgabe von Kommunen, Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft begreifen. Eine integrierte, multimodale Mobilitätsstrategie – abgestimmt auf urbane und ländliche Bedingungen – kann einen entscheidenden Beitrag leisten, um ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele zu verbinden. Gerade die Etablierung starker regionaler Innovationsnetzwerke wird dafür ein zentraler Baustein sein.
Mobilität wird damit zu einem Schlüsselthema der regionalen Transformation: OWL muss Wege finden, wie Menschen und Unternehmen in Zukunft klimafreundlich, barrierefrei, effizient und vernetzt unterwegs sein können. Die Region hat die Voraussetzungen, um genau das zu erreichen – und einen sichtbaren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in Nordrhein-Westfalen und Deutschland zu leisten.
Weitere Informationen finden Sie unter www.green-owl.eu.
Die Stadtbibliothek Detmold hat im Rahmen der MINT Community 4.OWL eindrucksvoll gezeigt, wie außerschulische Lernorte zu lebendigen Orten der Wissenschaft werden können. Als Partnerin der Initiative bot sie über mehrere Jahre hinweg regelmäßig Workshops für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren an – und stieß dabei auf großes Interesse.
Unter dem Motto „Entdecken, Forschen, Ausprobieren“ verwandelten sich die Räumlichkeiten der Bibliothek in einen kreativen Lernraum: Ob beim Programmieren kleiner Roboter, beim Experimentieren mit KI oder beim Bau einer Brücke mit dem 3D-Druckerstift – die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten MINT-Themen auf spielerische Weise kennenlernen. Besonders beliebt war der Workshop „Kollege Roboter“, in dem die Jugendlichen einen Kugelroboter steuern konnten, sich mit Sensoren und Programmierung auseinandersetzen.
„Wir waren überrascht, wie groß die Nachfrage war“, berichtet die Leiterin Manuela Kohl der Stadtbibliothek Detmold. „Viele Familien kamen gezielt wegen der MINT-Angebote zu uns – und die Kinder waren mit Begeisterung dabei.“
Durch die Zusammenarbeit mit der MINT Community 4.OWL erhielt die Stadtbibliothek nicht nur fachliche Unterstützung bei der Durchführung der Workshops, sondern auch Zugang zu einem regionalen Netzwerk aus Schulen, Vereinen und Bildungseinrichtungen. Das stärkte ihre Rolle als moderner Lernort und Treffpunkt für junge Entdeckerinnen und Entdecker.
Dank des Erfolgs plant die Stadtbibliothek Detmold, auch künftig regelmäßig MINT-Workshops in ihr Veranstaltungsprogramm aufzunehmen – ein nachhaltiges Beispiel dafür, wie außerschulische Lernorte zur Begeisterung für Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik beitragen können.
Mehr Informationen zum Projekt unter www.mint4owl.de.
Eine sichere, effiziente, kostengünstige und gleichzeitig saubere Energieversorgung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Transformation des Wirtschaftsstandorts. Ostwestfalen-Lippe (OWL) gehört zu den Regionen in Deutschland, die beim Umbau des Energiesystems besonders schnell voranschreiten.
Eine sichere, effiziente, kostengünstige und gleichzeitig saubere Energieversorgung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Transformation des Wirtschaftsstandorts. Ostwestfalen-Lippe (OWL) gehört zu den Regionen in Deutschland, die beim Umbau des Energiesystems besonders schnell voranschreiten. Mit einem Anteil von 62,5 % erneuerbarer Energien am Stromverbrauch liegt OWL deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Der größte Teil stammt aus Windenergie, gefolgt von Photovoltaik und biogenen Quellen. Allein durch den Einsatz dieser Technologien konnten 2024 fast drei Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden – ein spürbarer Beitrag zum Klimaschutz. Das theoretische Potenzial ist dabei weitaus größer: Mit über 43,8 TWh pro Jahr könnte die Region langfristig mehr Energie erzeugen, als sie selbst verbraucht, und damit zu einem Nettoexporteur grüner Energie werden.
Doch der Weg dorthin bleibt anspruchsvoll. Das Energiesystem ist im Wandel – vom zentralen zum dezentralen, vom linearen zum vernetzten. Windräder, Solaranlagen und Speicher erzeugen Energie dort, wo sie verbraucht wird. Diese neue Logik fordert die bestehende Netz- und Speicherinfrastruktur heraus. Um Schwankungen auszugleichen und Versorgungssicherheit zu gewährleisten, sind Investitionen in Netzausbau, Speichertechnologien und intelligente Steuerungssysteme entscheidend.
Dezentral, innovativ, vernetzt
Besonders dynamisch entwickelt sich die Photovoltaik: Innerhalb eines Jahres – von 2023 auf 2024 – stieg die Zahl der Anlagen um ein Viertel auf fast 150.000 Systeme, die inzwischen über 11 % des regionalen Stromverbrauchs decken. Im Kreis Höxter erreichen einige Gemeinden Spitzenwerte von mehr als 3.000 kWh Solarstrom pro Kopf. Auch die Windkraft bleibt ein zentraler Pfeiler der Energiewende. Der Kreis Paderborn erzeugt bereits seit 2018 bilanziell mehr Strom aus erneuerbaren Quellen, als vor Ort verbraucht wird.
Parallel dazu setzen immer mehr Unternehmen auf Eigenversorgung, Power Purchase Agreements und Energiemanagementsysteme nach ISO 50001. Effizienztechnologien wie Wärmerückgewinnung, Geothermie, LED-Beleuchtung und smarte Verteilersysteme sind längst Standard. Quartierslösungen, in denen Energie gemeinschaftlich erzeugt, gespeichert und genutzt wird, gewinnen zunehmend an Bedeutung – sie mindern Netzlasten und schaffen lokale Wertschöpfung.
Potenziale und Herausforderungen
OWL profitiert nicht nur von seiner Energieerzeugung, sondern auch von seiner starken Forschungs- und Technologiebasis. Mit Kompetenzen in Automatisierung, Elektrotechnik, Maschinenbau und IT verfügt die Region über ideale Voraussetzungen für die Entwicklung intelligenter Energiesysteme, Smart Grids und sektorübergreifender Innovationen. Initiativen wie it’s OWL oder Green.OWL wirken dabei als Beschleuniger, indem sie Wissen aus Forschung und Praxis zusammenführen. Projekte wie der Schlafende Riese, im Rahmen dessen eine bestehende Erdgas-Hochdruckoptimierungsleitung in Lichtenau zur Speicherung von grünem Wasserstoff eingesetzt werden soll, weisen den Weg.
Doch es bleiben Aufgaben: Netzengpässe, fehlende Speicher, Fachkräftemangel und Akzeptanzprobleme beim Ausbau erneuerbarer Energien bremsen die Dynamik. Verlässliche Rahmenbedingungen, planbare Förderung und eine enge Abstimmung zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft sind daher unerlässlich.
Mit seiner hohen Ausbauleistung, der technologischen Exzellenz und einem klaren strategischen Kompass – dem Masterplan Green.OWL – ist Ostwestfalen-Lippe jedoch hervorragend aufgestellt, um als Modellregion für nachhaltige Energie und wirtschaftliche Transformation voranzugehen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.green-owl.eu.
Neun Teams aus ganz OWL haben an Herausforderungen gearbeitet, die von den Verwaltungen der regionalen Kreise und Kommunen eingereicht wurden. Das Finale fand am Fraunhofer IEM in Paderborn statt.
Paderborn, 13. November 2025. Bekannte Probleme mal ganz neu denken: Beim Makeathon „Akte Y“ haben rund 50 Teilnehmende aus Verwaltung, Wissenschaft und Politik zwei Tage lang in neun Teams an konkreten Lösungen für verschiedene Herausforderungen im öffentlichen Sektor gearbeitet. Die Herausforderungen wurden dabei im Vorfeld von kommunalen und Kreisverwaltungen aus OWL eingereicht. Im IoT Xperience Center an der Zukunftsmeile Paderborn wurden gestern die besten Ideen ausgezeichnet. Mit dabei: Eine App zur Koordination von Helfern bei Naturkatastrophen, ein KI-Assistent für den Wissenstransfer im öffentlichen Dienst und ein neues Konzept für Mitarbeitende an der Schnittstelle zwischen Fachabteilungen und Digitalisierungsstellen von Kommunen und Kreisen. Veranstaltet wurde der Makeathon– zusammengesetzt aus den Worten „Make“ und „Marathon“ – vom DigitalBüro OWL, der OstWestfalenLippe GmbH und dem Fraunhofer IEM.
Aus Sicht des DigitalBüros OWL ist das Event für die öffentliche Verwaltung ein entscheidender Schritt nach vorn. „Verwaltung kann Innovation – wenn wir ihr die richtigen Räume dafür geben“, sagt Rainer Vidal, Leiter des DigitalBüros OWL. „Der Makeathon war genau ein solcher Raum, in dem interdisziplinäre Teams mutige Ideen entwickeln, die nicht im Workshop-Ordner verschwinden, sondern in der Praxis erprobt werden können – mit Signalwirkung für die ganze Region.“
Ausgezeichnete Ideen mit Umsetzungsanspruch
Die Gewinnerteams überzeugten mit umsetzbaren Ansätzen, die nicht nur auf technologische Lösungen setzten, sondern den Menschen in den Mittelpunkt stellten. Gewonnen hat der Online-Dienst „KoNoWL“, der es in Krisenfällen erlaubt, Spontanhilfe zu koordinieren. Kommt es etwa in Folge von Starkregenereignissen zu Überschwemmungen und vollgelaufenen Kellern, könnten hier entsprechende Hilfegesuche auf einem schwarzen Brett veröffentlicht werden. So gelangen freiwillige Helfer:innen direkt und mit der richtigen Ausrüstung zu den Einsatzstellen. Entwickelt wurde die Lösung von Katharina Meier (Bezirksregierung Detmold), Franziska Leifeld (Stadt Detmold), Celine Heinze und Maximilian Schüttenmeyer (beide Stadt Bielefeld). Als Preis honoriert die Bilster Berg GmbH diese besondere Leistung und lädt das Gewinner-Team an einem Nachmittag im kommenden Frühjahr zu einem Mobilitäts-Event auf die Test- und Präsentationsstrecke ein. Ebenfalls aufs Treppchen gelangte der KI-Assistent Karli. Bis 2035 geht ein Viertel der Beschäftigten im öffentlichen Dienst in den Ruhestand. Um den damit einhergehenden Wissensverlust auszugleichen, könnten Mitarbeitende durch einen KI-Chatbot zu ihren Herangehensweisen an gewisse Aufgaben befragt werden. Die so gesammelten Informationen würden dann an die Nachfolge weitergereicht werden und so als Wissensspeicher fungieren, so die Idee von Jessica Wulf (Fraunhofer IEM), Elias Ahlenheimer (Stadt Bünde), Simon Peters (Kreis Lippe) und Theresa Stolp (Stadt Paderborn). Beide Herausforderungen waren von der Stadt Detmold eingereicht worden.
Außerdem unter die Top 3 schaffte es ein neues Schnittstellenkonzept zwischen Fachabteilungen und Digitalisierungsstellen der Kommunen und Kreise, die sogenannten „DigiLeader“. Gerade in kleineren Städten und Gemeinden sind die Digitalisierungsstellen oder -beauftragten häufig überlastet. Mit dem Konzept der „DigiLeader“ würden in jeder Fachabteilung besonders digital-affine und kreative Mitarbeitende zu Experten qualifiziert, die ihrer Abteilung bei Digitalisierungsfragen mit Rat und Tat zur Seite stehen und selbst vorbildhaft vorangehen. Das Konzept erarbeitet haben Rosalia Broton, Nikola Müller (beide Kreis Herford), Leonie Winter (Bezirksregierung Detmold) und Lisa Kersting (Kreis Gütersloh).
Die Ideen werden jetzt von den Kommunen geprüft, die die Herausforderungen eingereicht haben. Ziel ist es, dass die Lösungsansätze aus dem Makeathon nicht in der Schublade verschwinden, sondern schnell in Pilotprojekte überführt werden. „Wir haben gesehen, dass die besten Ideen dort entstehen, wo Verwaltung und Innovation, Praxis und Vision, Realität und Experimentierfreude zusammenkommen“, sagt Prof. Dr. Laban Asmar vom Fraunhofer IEM, der als Moderator durch das Programm führte. „Mit dem Makeathon konnten wir die Zusammenarbeit über Stadt- und Verwaltungsgrenzen hinweg fördern und zeigen, wie aus regionalem Miteinander konkrete Impulse für die Zukunft entstehen.“
Vom Formular zum Flow: So soll Verwaltung neu gedacht werden
Insgesamt neun Herausforderungen aus dem Verwaltungsalltag wurden beim Makeathon zur Grundlage für neue Lösungsansätze – von überbordender Bürokratie über fehlende Datenstandards bis hin zu ungenutzten digitalen Services. Nach einem intensiven Auftakttag mit Keynote, Team-Sprints und Zwischenpitches gipfelte das Event am zweiten Tag in einem öffentlichen Finale: Die überzeugendsten Ideen wurden präsentiert, vom Publikum bewertet und von einer hochkarätigen Jury aus Netzwerken, Verwaltung und Wissenschaft ausgezeichnet.
Pressekontakt:
OstWestfalenLippe GmbH
Marius Vinnemeier
Tel. 0521 96733 231
m.vinnemeiernoSpam@owl.gmbh
www.ostwestfalenlippe.de
Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist die Agentur für innovative Regionalentwicklung der Stadt Bielefeld, der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Wir treten dafür an, dass die Region OWL zur stärksten Wirtschaftsregion Deutschlands wird. Dabei konzentrieren wir uns mit dem Verbund aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft auf die Fokusfelder „Nachhaltigkeitstransformation”, „Arbeitskräftesicherung & Bildung” sowie „Regionalmarketing & Strategie”.
Die Energiewende ist mehr als eine ökologische Notwendigkeit – sie ist ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor. Beim ersten Green.OWL Summit im Miele Experience Center wurde deutlich: Ostwestfalen-Lippe geht voran.
Gütersloh, 7. November 2025. Die Energiewende ist mehr als eine ökologische Notwendigkeit – sie ist ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor. Beim ersten Green.OWL Summit im Miele Experience Center wurde deutlich: Ostwestfalen-Lippe geht voran. Mit konkreten Projekten, starker regionaler Zusammenarbeit und einem Masterplan zeigt die Region, wie der Wandel gelingen kann.
Rund 200 Entscheider:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung kamen auf Einladung der OstWestfalenLippe GmbH zusammen, um Perspektiven und Strategien für die Energiewende zu entwickeln. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Gastgeber Miele und PwC Deutschland.
Das große Interesse zeigt: OWL ist bereit für den Wandel – ein wichtiges Signal, wie Björn Böker, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH, betonte: „Die Energiewende entscheidet sich in den Regionen – dort, wo Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen gemeinsam Lösungen entwickeln und umsetzen. In Ostwestfalen-Lippe bringen wir alle Akteure an einen Tisch, um die Transformation konkret voranzubringen und sie zu einem echten Standortvorteil für unsere Region zu machen.”
Wirtschaft als Treiber – mit klaren politischen Rahmenbedingungen
Eine wichtige Initiative, lobte Staatssekretärin Silke Krebs aus dem NRW-Wirtschaftsministerium: Die Energiewende beginnt vor Ort und ist längst zu einem wichtigen Faktor für die Standortwahl geworden. Wer Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit klug verbindet, schafft Arbeitsplätze, Investitionsimpulse und stärkt unsere Resilienz. Deshalb unterstützen wir als Landesregierung Regionen, wie Ostwestfalen-Lippe, die Verantwortung übernehmen und vorangehen: mit gezielter Förderung, Planungssicherheit und einem klaren industriepolitischen Kurs. OWL zeigt, wie die Energiewende gelingen kann.
Deutlich wurde beim Summit auch: In den Unternehmen der Region geschieht schon eine Menge. Beispiel Miele: „An unseren Standorten erzeugen wir bereits jede Menge Strom aus Sonnenkraft und Heizleistung aus Erdwärme. Wir bieten viele Geräte in der höchsten Energieeffizienzklasse an. Und wir setzen Konzepte zur Zirkularität schrittweise um“, so Rebecca Steinhage, Miele-Geschäftsführerin Human Resources & Corporate Affairs. Sie ergänzte: „Mit realistischen Zielen, klaren politischen Leitplanken und dem gemeinsamen Willen zur Umsetzung können wir alle etwas fürs Klima tun.“
Energiewende als Schlüsselbereich der Transformation
Der erste Green.OWL Summit bot ein dichtes Programm rund um die Energiewende. „Sie ist ein Schlüsselbereich, der Wirtschaft, Gesellschaft und Politik gleichermaßen bewegt”, erläuterte Björn Böker den gewählten Fokus. Es ging um Fragen der Bezahlbarkeit, Strategien und Chancen, aber auch um neue Narrative für die Energiewende. Fortschritt statt Verzicht, Mitgestalten statt abwarten. Eins machten alle Diskussionen deutlich: Die Verzahnung von Innovation, Infrastruktur und Akzeptanz ist entscheidend – ebenso wie lokale Lösungen und ein klarer Wille zum Handeln.
„Für Unternehmen und Investoren wird Nachhaltigkeit zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor“, betonte Marc Göbbels, Partner im ESG-in-Deals-Team bei PwC Deutschland. „Wer frühzeitig auf transparente ESG-Kriterien und wirksame Transformationsstrategien setzt, kann nicht nur regulatorischen Anforderungen gerecht werden, sondern auch echten Mehrwert für Wirtschaft und Gesellschaft schaffen.“
Ein Masterplan für die Modellregion OWL
Der auf dem Summit vorgestellte Masterplan Green.OWL soll künftig die Transformation unterstützen. Die Eckpfeiler des Plans wurden im Rahmen des Projekts Green.OWL von der OstWestfalenLippe GmbH gemeinsam mit der Universität Paderborn, dem Fraunhofer IEM und über 40 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft erarbeitet. Nun geht es um die Weiterentwicklung und Konkretisierung des Plans, auch auf Grundlage der Diskussionen beim Summit. Ziel ist es, mittelständische Unternehmen bei der Transformation zu unterstützen. Dazu definiert der Masterplan gemeinsame Ziele, gibt Handlungsempfehlungen und zeigt, wie nachhaltige Energieversorgung, Kreislaufwirtschaft und Mobilität in der Praxis zusammenwirken können.
„Wir wollen OWL zur Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften machen – für ganz Deutschland”, sagte Björn Böker. „Der Green.OWL Summit spielt dabei eine zentrale Rolle, indem er Akteure zusammenführt, Impulse liefert und als Plattform dient, um den Masterplan mit konkreten Projekten und Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln.”
Weitere Informationen zum Projekt Green.OWL finden Sie unter www.green-owl.eu.
Auf dem Foto: Teilnehmende des ersten Green.OWL Summit (1. Reihe v.l.): Dr. Clara Kühner (Universität Leipzig), Frank Pankoke (PwC Deutschland), Ina Laukötter (Landrätin Kreis Gütersloh), Dr. Markus Miele (Miele & Cie. KG), Jörg Timmermann (Kraft Group), Silke Krebs (Staatssekretärin MWIKE), Christoph Rüther (Landrat Kreis Paderborn), Björn Böker (OstWestfalenLippe GmbH), Dr. Stefan Breit (Miele & Cie. KG), Rebecca Steinhage (Miele & Cie. KG), Catiana Krapp (Moderation, Handelsblatt); (2. Reihe v.l.): Marc Göbbels (PwC), Jens Kronsbein (Bezirksregierung Detmold), Jürgen Noch (Westfalen Weser Energie), Mirco Schmidt (Landrat Kreis Herford), Thomas Begemann (Benteler) und Till Schlief (RetailSonar). / © Stork Media
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Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist die Agentur für innovative Regionalentwicklung der Stadt Bielefeld, der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Wir treten dafür an, dass die Region OWL zur stärksten Wirtschaftsregion Deutschlands wird. Dabei konzentrieren wir uns mit dem Verbund aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft auf die Fokusfelder „Nachhaltigkeitstransformation”, „Arbeitskräftesicherung & Bildung” sowie „Regionalmarketing & Strategie”.
Die globalisierte Welt wandelt sich in einem nie dagewesenen Tempo. Staaten, Länder und Regionen wie Ostwestfalen-Lippe sind einem erheblichen Veränderungsdruck ausgesetzt. Damit wir in OWL nicht nur Schritt halten, sondern im Idealfall auch vorweg gehen können, arbeiten Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung eng zusammen, erarbeiten Strategien und setzen wegweisende Lösungsansätze um. Unterstützt werden sie dabei von einem neu konzipiertes Reifegradmodell, mit dem Fortschritte auf dem Weg der regionalen Transformation mess- und steuerbar gemacht werden sollen. Das Modell besteht aus sechs Stufen, die beschreiben, wie zukunftsorientiert eine Region ist. Hier können sich Regionen anhand von Fragen auf einer der Stufen einordnen und konkrete Handlungsempfehlungen zum Erreichen des nächsthöheren Reifegrades ableiten. Entwickelt wurde das Modell am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn im Rahmen des Projekts Green.OWL.
„Veränderung braucht Orientierung – und genau das bietet das Reifegradmodell“, erklärt Sarah Pinno, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn und Entwicklerin des Modells. „Es zeigt nicht nur, wo eine Region aktuell steht, sondern macht auch sichtbar, welche Potenziale noch ungenutzt sind. So wird Transformation greifbar, und vor allem umsetzbar.“
Das Reifegradmodell ermöglicht es einer Region, ihre eigene Position im Transformationsprozess zu bestimmen. Anhand klar definierter Kriterien wird bewertet, wie weit die Region entwickelt ist – etwa in der Zusammenarbeit von Akteuren, der Nutzung digitaler Werkzeuge oder der Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien. Aus dieser Standortbestimmung lassen sich individuelle Handlungsempfehlungen ableiten: Welche Strukturen müssen gestärkt, welche Prozesse beschleunigt, welche Netzwerke ausgebaut werden, um die Transformation gezielt voranzutreiben?
Sechs Stufen bis zur erfolgreichen Nachhaltigkeitstransformation
Das Modell folgt einem Stufenprinzip: Es unterscheidet sechs Entwicklungsstufen – von der „nicht gezielt zukunftsorientierten Region“, die keine konkreten Strategien erarbeitet, bis zur „adaptionsfähigen zukunftsorientierten Region“, in der Nachhaltigkeit fester Bestandteil aller Entscheidungsprozesse ist. Jede Stufe beschreibt konkrete Anforderungen und Entwicklungsziele. Mit vier konkreten Fragen kann ermittelt werden, auf welcher Stufe eine Region steht und wie sie in die nächste Entwicklungsphase gelangen kann.
Die Region Ostwestfalen-Lippe wurde im Rahmen des Projekts Green.OWL als „integrierte, zukunftsorientierte Region“ eingestuft. Hier liegen die Schwerpunkte auf der Umsetzung einer regionalen Nachhaltigkeitsstrategie, der laufenden Vernetzung über alle Transformationsbereiche hinweg und dem Aufbau einer belastbaren Datenbasis. Die Region führt integrierte Nachhaltigkeitsaktivitäten durch, vergleicht sich mit ähnlichen Regionen und etabliert stabile Regulierungsmuster: klare politische Rahmenbedingungen, verbindliche organisatorische Strukturen und eine Kultur, in der nachhaltiges Handeln normal ist. Gleichzeitig werden lokale Unternehmen und Akteure unterstützt – z. B. durch Lösungsdienste für KMUs und Qualifizierungsprogramme für Mitarbeitende, Studierende und Auszubildende – um Netzwerke und eine nachhaltigkeitsorientierte Kultur zu stärken.
Um den Sprung zu Stufe 4 („etablierte, zukunftsorientierte Region“) zu schaffen, muss die Region diese Grundlagen konsolidieren und erweitern:
Durch diese Maßnahmen wird die Region stabilisiert, ihre Transformationsfelder eng miteinander verzahnt und die Voraussetzungen für eine dauerhaft etablierte, zukunftsorientierte Entwicklung gelegt. Für den Masterplan Green.OWL bildet diese Einschätzung eine zentrale Grundlage – sie hilft, konkrete Ziele, Maßnahmen und Leitprojekte zu entwickeln und den nächsten Schritt hin zu einer lernenden, vorausschauenden und vollständig nachhaltigen Region zu gehen.
Um die Transformation in den einzelnen Transformationsfeldern gezielt vorauszudenken, werden Workshops, Analysen und Feedbackrunden mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft empfohlen. Konkret wird dazu die Durchführung von Szenario-Workshops genannt, in denen spezifische Transformationspfade und -phasen sowie notwendige Anknüpfungspunkte für jedes Transformationsfeld identifiziert werden. Somit wird das bestehende Reifegradmodell zusätzlich um eine operative Ebene erweitert.
Das wissenschaftliche Paper zum Reifegradmodell finden Sie hier kostenlos zum Download.
Wie nachhaltig ist Ostwestfalen-Lippe heute – und wo geht die Reise hin? Antworten auf diese Fragen liefert das Projekt Green.OWL mit einer umfassenden Bestandsaufnahme und einer darauf aufbauenden Potenzialanalyse.
Wie nachhaltig ist Ostwestfalen-Lippe heute – und wo geht die Reise hin? Antworten auf diese Fragen liefert das Projekt Green.OWL mit einer umfassenden Bestandsaufnahme und einer darauf aufbauenden Potenzialanalyse. Die Studien zeigen nicht nur, wie nachhaltig OWL in verschiedenen Bereichen bereits ist. Auch das Potenzial der Region, eine bundesweite Vorreiterrolle einzunehmen, wird geprüft. Dazu hat die Universität Paderborn in Zusammenarbeit mit der OstWestfalenLippe GmbH über 70 Datenpunkte aufgestellt, rund 180 Projekte mit Nachhaltigkeitsbezug in OWL ausgewertet, Expert:innen aus Wirtschaft, Kommunen und Wissenschaft befragt und Nachhaltigkeitsdaten von 1.000 OWL-Unternehmen KI-gestützt gesammelt. Eine Übersicht der Ergebnisse bietet jetzt die SWOT-Analyse der Universität Paderborn.
Für Prof. Dr. René Fahr, Vizepräsident der Universität Paderborn, ist die Analyse die Basis für die Steuerung der nachhaltigen Transformation in OWL: „Nur mit einer wissenschaftlich fundierten Grundlage können wegweisende Entscheidungen für die Entwicklung der Region getroffen werden. Mit der SWOT-Analyse bereiten wir die Ergebnisse handlich und übersichtlich auf.“ Dabei werden die gesammelten Daten, eingeholten Expertenmeinungen und Zukunftsszenarien entlang von vier Perspektiven bewertet: Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken). Das Ergebnis: „OWL hat sehr gute Voraussetzungen – aber auch dringende Bedarfe“, so Prof. Dr. Fahr.
➡️ Energie
➡️ Circular Economy
➡️ Mobilität
➡️ Kompetenzentwicklung
Starke Wirtschaft, exzellente Forschung, strategische Zusammenarbeit
Auch wenn die strategische Steuerung der nachhaltigen Transformation auf regionaler Ebene ein eher neues Vorhaben ist, kann OWL bereits mit einigen Stärken glänzen. Durch seinen starken Mittelstand und den vielfältigen Branchenmix ist die heimische Wirtschaft gegenüber Krisen besonders widerstandsfähig. Auch die hohe Innovationskraft und Patentaktivität sorgen für Wettbewerbsfähigkeit. Zu verdanken hat die Region dies unter anderem der exzellenten Bildungs- und Forschungslandschaft mit ihren 14 Hochschulen, die oft umfassende Kooperationen mit den Unternehmen der Region unterhalten.
Nicht zuletzt diese Offenheit gegenüber Zusammenarbeit und Austausch sorgt auch dafür, dass die OWL-Wirtschaft besonders energieeffizient ist. Auch insgesamt deckt die Region mit mehr als 60 % einen überdurchschnittlich großen Teil ihres Energieverbrauchs durch erneuerbare Energien. Neben dem wirtschaftlichen Erfolg kann OWL sich mit über 120 Kliniken und 21 Kur- und Heilorten auch zu einer der führenden Gesundheitsregionen Deutschlands zählen.
Demografische Herausforderungen, wenig Recycling
Luft nach oben hat Ostwestfalen-Lippe hingegen bei sozialen Fragen und der Rohstoffverwertung. So ist etwa die Bevölkerungsentwicklung in OWL schwächer als auf Bundes- und Landesebene. Die heimische Wirtschaft könnte somit von einem zukünftigen Fachkräftemangel besonders betroffen sein. Nachgebessert werden kann auch bei der Geschlechtergerechtigkeit. Frauen sind in technischen Bereichen und Führungspositionen weiterhin unterrepräsentiert und erhalten für ihre Arbeit durchschnittlich 11 % weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen. Zudem ist nur jedes fünfte Kind unter drei Jahren tagsüber in Betreuung, was die berufliche Gleichstellung der Geschlechter erschwert.
Wirtschaftliche Problemzonen sind zudem die hohe Belastung von kleinen und mittleren Unternehmen durch regulatorische und bürokratische Hürden, was die mittelständisch geprägte Region OWL überproportional belastet. Zudem spielen ökologische und soziale Aspekte bei Kaufentscheidungen im B2B-Bereich nur selten eine Rolle – häufig bestimmt nach wie vor der Preis die Nachfrage. Auch die Rückführung von Materialien in den Rohstoffkreislauf weist Schwächen auf – gerade hier liegen für die Industrieregion Ostwestfalen-Lippe jedoch große Chancen.
OWL als Modellregion für nachhaltige Wirtschaft und Innovation
So könnte sich OWL etwa als führende Circular-Economy-Region etablieren. Innovative Produktionsverfahren wie additive Fertigung ermöglichen ressourceneffiziente und kreislauffähige Produktentwicklung, von der besonders der Mittelstand profitieren kann. Gleichzeitig gewinnt die Region durch gemeinwohlorientierte Ansätze an gesellschaftlicher Relevanz und stärkt den Wandel von Wohlstand zu Gemeinwohl. Eine koordinierte Strategie zur Nachhaltigkeitstransformation – unterstützt durch Spitzencluster und regionale Unternehmen – kann außerdem die Wettbewerbsfähigkeit von OWL erhöhen. Die Diversifizierung der Wirtschaft, transparente Lieferketten und neue Geschäftsmodelle fördern die Resilienz der Region.
Auch in der Fachkräftesicherung liegen Potenziale: Attraktive Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote, New-Work-Ansätze, lebendige Gemeinschaftsstrukturen und innovative Wohnkonzepte erhöhen die Lebensqualität und binden junge Menschen langfristig an die Region. OWL setzt außerdem schon jetzt auf erneuerbare Energien, energieautarke Strukturen und nachhaltige IT-Infrastrukturen. Bestehende Windvorranggebiete, Energiespeicherprojekte und Leuchtturmprojekte im Bereich Wasserstoff ermöglichen eine zukunftsfähige Energieversorgung. Schließlich treiben Vernetzung und Mobilität die regionale Entwicklung voran: Projekte wie NeMo Paderborn, Innovationsplattformen und Kooperationsinitiativen fördern nachhaltige Mobilitätslösungen und verbinden Stadt und Land effizient.
Risiken für OWL in der nachhaltigen Transformation
Trotz großer Chancen sieht sich OWL aber auch mehreren Herausforderungen gegenüber: Viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) passen sich nur langsam an nachhaltige Innovationen und neue Technologien an, während große Unternehmen bereits investieren. Zusammen mit globalem Wettbewerbsdruck, Rohstoffabhängigkeiten und geopolitischen Unsicherheiten könnte dies die Wettbewerbsfähigkeit der Region schwächen. Ungleichheiten in der Infrastruktur zwischen Stadt und Land stellen ein weiteres Risiko dar: Während urbane Zentren wie Bielefeld und Paderborn von Smart-City-Initiativen profitieren, leiden ländliche Gebiete unter Defiziten in Digitalisierung, nachhaltiger Mobilität und Energieversorgung. Dies kann die Verfügbarkeit grundlegender Dienstleistungen beeinträchtigen und die Wirtschaftskraft ländlicher Unternehmen einschränken.
Ein wachsender Fachkräftemangel in Bereichen wie erneuerbare Energien, nachhaltige Produktion, Digitalisierung und soziale Dienstleistungen bedroht die Innovationsfähigkeit der Region, verstärkt durch den demografischen Wandel. Gleichzeitig kann die nachhaltige Transformation soziale Ungleichheiten verstärken, etwa durch Gentrifizierung oder den Verlust traditioneller Arbeitsplätze. Und auch das Fehlen einer kohärenten politischen Steuerung und klarer Förderstrategien bergen das Risiko ineffizienter Transformationsprozesse. Bürokratische Hürden und zögerliche Entscheidungen könnten Investitionen verzögern und den Fortschritt in der nachhaltigen Entwicklung der Region bremsen.
Masterplan als Steuerungsinstrument
Chancen nutzen, Risiken vermeiden: Angepackt werden sollen diese Bereiche jetzt mit dem Masterplan Green.OWL, den die OstWestfalenLippe GmbH auf der Grundlage der Studien erarbeitet. Ziel ist es, Maßnahmen zu identifizieren, mit denen sich OWL zu einer resilienten, klimaneutralen und wirtschaftlich starken Modellregion weiterentwickeln kann. Gleichzeitig soll der Erfolg dieser Maßnahmen anhand eines Katalogs aussagekräftiger Indikatoren messbar und transparent sein.
Die vollständige SWOT-Analyse finden Sie hier. Weitere Informationen finden Sie unter www.green-owl.eu.
Ideen sind der Rohstoff von morgen – doch nur, wer daraus ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickelt, kann nachhaltig erfolgreich sein. Unterstützung bietet der Businessplan-Wettbewerb startklar OWL: Er begleitet Gründerinnen und Gründer über mehrere Monate dabei, ihre Geschäftsidee in ein tragfähiges Konzept zu verwandeln und erfolgreich an den Markt zu bringen.
Bielefeld, 25. September 2025. Ideen sind der Rohstoff von morgen – doch nur, wer daraus ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickelt, kann nachhaltig erfolgreich sein. Unterstützung bietet der Businessplan-Wettbewerb startklar OWL: Er begleitet Gründerinnen und Gründer über mehrere Monate dabei, ihre Geschäftsidee in ein tragfähiges Konzept zu verwandeln und erfolgreich an den Markt zu bringen. Ab November bringt die Initiative bereits zum neunten Mal die wichtigsten Akteure der regionalen Gründungslandschaft zusammen. Interessierte können sich unter www.startklar-owl.de anmelden, von den kostenlosen Angeboten profitieren und Preise von bis zu 10.000 Euro gewinnen. Veranstaltet wird startklar OWL von der OstWestfalenLippe GmbH in Kooperation mit Kammern, Hochschulen, Wirtschaftsförderungseinrichtungen und Gründungsinitiativen – unterstützt von den Sparkassen in OWL.
„Ostwestfalen-Lippe braucht engagierte Gründerinnen und Gründer, die unseren Wirtschaftsstandort mit ihren Ideen bereichern und Innovation vorantreiben. Mit startklar OWL geben wir ihnen die Chance, ihr Geschäftskonzept professionell weiterzuentwickeln und erfolgreich durchzustarten“, betont Björn Böker, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH. Die Resonanz der letzten Jahre spricht für sich: Mehr als 460 Teams haben bislang teilgenommen, fast 240 Businesspläne wurden eingereicht. „Die Rückmeldungen zeigen uns, dass wir mit unserem Angebot genau die richtigen Bedarfe adressieren – und die Gründerinnen und Gründer in OWL von einem starken Netzwerk profitieren.“
In Workshops entwickeln die Teilnehmenden das Nutzenversprechen ihres Produkts, strukturieren ihr Geschäftsmodell und erhalten Fachwissen in Bereichen wie Finanzplanung, Steuern, Sozialversicherung oder Social Media. Begleitet werden sie von erfahrenen Lotsen, die bei individuellen Fragen zur Seite stehen. „Ein professionell erarbeiteter Businessplan ist das Fundament für jedes Startup“, betont Nico Clasing, Vorstand der Stadtsparkasse Rahden und Sprecher der Jury. „Er erhöht nicht nur die Erfolgschancen am Markt, sondern ist auch Voraussetzung für Fördermittel und Finanzierung. startklar OWL schafft den Rahmen, in dem Geschäftsideen systematisch wachsen und reifen können.“
Attraktive Preise und starke Bühne für Innovationen
Eine Fachjury aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kapitalgebenden bewertet die eingereichten Konzepte. Ausgezeichnet werden die besten Konzepte in den drei Kategorien Hightech und Forschung, Industrie, Handwerk und Dienstleistung sowie Zukunft und Gesellschaft. Die Siegerteams erhalten jeweils 5.000 Euro, der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisgelder werden von den Sparkassen in OWL bereitgestellt.
Gründerregion OWL: Alternative zu den Startup-Metropolen
Dass OWL ein attraktiver Standort für Startups ist, bestätigen auch die Erfahrungen der bisherigen Teilnehmenden. Viele der ausgezeichneten Startups sind heute erfolgreich am Markt aktiv oder werden durch Förderungen und Kapitalgebende in ihrer Entwicklung bestärkt. Vorjahressieger Tentris etwa wurde nach dem Wettbewerb durch eine Förderung des Bundeswirtschaftsministeriums weiter unterstützt: „Der Businessplan ist die perfekte Grundlage für alle möglichen Anträge und Förderungen. Durch das Feedback der Jury und das Preisgeld konnten wir unsere Geschäftsidee bestätigen und weiterentwickeln“, erläutert Geschäftsführer Tobias Rebert. Gemeinsam mit seinen Mitgründern hat er Tentris entwickelt, eine skalierbare Graphdatenbank, die Daten besonders schnell und effizient durchsucht und präzise Echtzeit-Einblicke über verschiedenste Datenquellen ermöglicht. „Mit den Kontakten aus dem Wettbewerb hatten wir Zugänge zu vielen großen Unternehmen und konnten so erste Kunden gewinnen.“
Auch bei den Preisträgern von DigitalErleben stehen die Zeichen auf Wachstum: Erst kürzlich hat das Team für seine App paddy eine Finanzierung von einer Million Euro erhalten. Gegründet haben die drei Bielefelder Matty Frommann, Lukas Portmann und Tobias Schröder ihr Unternehmen bereits in der 11. Klasse: „2020 wollten wir den Distanzunterricht in der Pandemie verbessern. Heute unterstützt unsere App schon mehr als 13.000 Lehrkräfte bei der Unterrichtsvor- und -nachbereitung. startklar OWL hat uns auf unserem Weg wertvolles Juryfeedback, spannende Kontakte und eine Menge Know-how mitgegeben.“
„Wir wollen deutlich machen: Ostwestfalen-Lippe ist eine echte Alternative zu den klassischen Startup-Metropolen“, so Böker. „Hier profitieren Gründerinnen und Gründer von einer starken Infrastruktur, kurzen Wegen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und einem lebendigen Netzwerk. Damit können wir ihnen einen einzigartigen Nährboden für Wachstum und Innovation bieten.“
So läuft der Wettbewerb
Der Wettbewerb ist offen für Gründerinnen und Gründer, die noch kein Unternehmen gegründet haben, ebenso wie für junge Unternehmen, deren Gründung nach dem 1. Januar 2024 erfolgte. Die Anmeldung für den Wettbewerb ist bis zum 26. November 2025 unter www.startklar-owl.de möglich. Die Auftaktveranstaltung findet am 27. November im Denkwerk in Herford statt. Bis zum Frühjahr 2026 entwickeln die Teilnehmenden ihren Businessplan, der schließlich im April eingereicht wird. Die Preisverleihung macht die besten Gründungsideen aus OWL sichtbar – und setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft der Region.
Weitere Infos unter www.startklar-owl.de.
Auf dem Foto: Startklar im Mindener Gründungszentrum StartMiUP (v. l.): Björn Böker (OWL GmbH), Catharina Behl (Kreis Minden-Lübbecke), Nico Clasing (Stadtsparkasse Rahden, Sprecher der Jury) und Vorjahressieger Tobias Rebert (Tentris).
startklar-Partner
Hochschule Bielefeld, Fachhochschule des Mittelstands, Fachhochschule der Wirtschaft, Founders Foundation, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter, Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe, heder:lab, Hochschule Hamm-Lippstadt, IMA Innovationsmanufaktur Gütersloh, Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold, Interkommunale Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH im Kreis Herford, it´s OWL, Kreis Lippe, Kreis Minden-Lübbecke, Kreis Paderborn, Pioneers Club, pro Wirtschaft GT, OstWestfalenLippe GmbH, StartMiUp, Technische Hochschule OWL, TecUp Universität Paderborn, Universität Bielefeld, VDI Bezirksverein OWL, Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft WEGE Bielefeld, Wirtschaftsförderungsgesellschaft Paderborn
Hauptsponsor
Sparkassen in Ostwestfalen-Lippe
Weitere Sponsoren
BDO Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Handwerkskammer OWL, HLB Stückmann & Partner, IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, IHK Lippe zu Detmold, IKK Classic, Wortmann & Partner
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Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist die Agentur für innovative Regionalentwicklung der Stadt Bielefeld, der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Wir treten dafür an, dass die Region OWL zur stärksten Wirtschaftsregion Deutschlands wird. Dabei konzentrieren wir uns mit dem Verbund aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft auf die Fokusfelder „Nachhaltigkeitstransformation”, „Arbeitskräftesicherung & Bildung” sowie „Regionalmarketing & Strategie”.
65 Nachwuchstalente aus ganz Ostwestfalen-Lippe wurden in der Wissenswerkstadt Bielefeld für ihre herausragenden Leistungen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik geehrt.
Bielefeld, 26. September 2025. Rund 65 Schülerinnen und Schüler aus Ostwestfalen-Lippe sind am Donnerstag für ihre herausragenden Leistungen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) ausgezeichnet worden. Die Feierstunde fand in der Wissenswerkstadt Bielefeld statt und wurde von der Bezirksregierung Detmold sowie der OstWestfalenLippe GmbH in Kooperation mit der Volksbank in Ostwestfalen eG, der Wissenswerkstadt Bielefeld und der KlimaWoche Bielefeld e.V. organisiert. Geehrt wurden Jugendliche, die in Wettbewerben wie Jugend forscht, Schüler experimentieren oder den MINT-Olympiaden auf Landes- und Bundesebene erfolgreich waren.
Ein zentrales Thema der diesjährigen Feier war die Vermittlung von Wissenschaft. Die Jugendlichen erlebten unter anderem einen Science Slam von Niklas Blöbaum, deutscher Vizemeister des Wissenschaftswettbewerbs FameLab 2022, sowie Workshops zu Robotik, 3D-Druck, Siebdruck und naturwissenschaftlichen Experimenten. „Die Begeisterung junger Menschen für Wissenschaft zu fördern, ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit“, betonte Michael Uhlich, Abteilungsleiter für Schule bei der Bezirksregierung Detmold. „Wer gelernt hat, komplexe Inhalte verständlich zu vermitteln, wird nicht nur selbst zum Botschafter, sondern inspiriert auch andere, sich mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik auseinanderzusetzen.“
Zu den erfolgreichsten Teilnehmenden zählt in diesem Jahr Falk Wannhof, Schüler des Evangelisch-Stiftischen Gymnasiums in Gütersloh. Mit seinem Biologie-Projekt zur Herstellung eines wirksamen Wundheilmittels aus Löwenzahnextrakt („Löwenol“) überzeugte er die Jury beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ und sicherte sich den Sieg in seiner Sparte. Damit qualifizierte er sich für das Landesfinale Nordrhein-Westfalen, das im April in Leverkusen stattfand.
Nachwuchs für technische Berufe gewinnen
Die MINT-Auszeichnung wird seit 2012 vergeben und ist eingebunden in die MINT Community 4.OWL. Das Projekt macht unter Förderung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt Chancen der digitalen Arbeitswelt für Jugendliche erlebbar. „Unsere Unternehmen brauchen motivierte Nachwuchskräfte“, sagt Björn Böker, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH. „Mit unserer MINT Community 4.OWL haben wir ein Netzwerk mit über 70 außerschulischen Lernorten in ganz OWL aufgebaut, in denen Jugendliche technische Berufe erleben können. Die heutige Auszeichnungsfeier zeigt, wie gut die Angebote funktionieren und wie viel Forschergeist in unserem Nachwuchs steckt.“
Die Auszeichnungsfeier wird von der Volksbank in Ostwestfalen eG unterstützt. „Als Volksbank ist es uns ein besonderes Anliegen, junge Menschen in unserer Region zu fördern und ihnen Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen“, betont Thomas Mühlhausen, Vorstand der Volksbank in Ostwestfalen eG. „Die ausgezeichneten Schüler:innen zeigen eindrucksvoll, wie viel Potenzial in der Verbindung von Kreativität, Neugier und wissenschaftlicher Exzellenz steckt. Solche Leistungen verdienen Anerkennung – und sind zugleich ein Gewinn für unsere gesamte Region.“
Giovanni Fusarelli, Co-Leiter der Wissenswerkstadt, hebt die Rolle von Wissenschaftskommunikation hervor: „Wenn Jugendliche ihre Erfolge feiern dürfen und gleichzeitig erleben, wie spannend Wissenschaft sein kann, stärkt das ihre Motivation. Forschung bleibt nicht im Elfenbeinturm – sie beeinflusst unser Leben und unsere Zukunft direkt.“
Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Aufgabe ist es, die Region Ostwestfalen-Lippe, mit Blick auf den nationalen und internationalen Wettbewerb, als eine bekannte Marke und als führender Wirtschafts- und Transformationsstandort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Um dies zu erreichen, wird Standort-, Marken-, Fachkräfte- und Tourismusstrategie in Form einer langfristigen Strategie konsequent zusammen gedacht.
Gesunde Führung beginnt bei mir selbst
Mit einem praxisnahen und inspirierenden Vortrag zum Thema „Führung mit Weitblick – Gesundheit als Führungsaufgabe“ zeigte Referentin Nina Kache am 07. Oktober 2025 rund 100 Führungskräften und Personalverantwortlichen, wie eng Wohlbefinden, Kommunikation und Führungskultur miteinander verbunden sind. Als Unternehmerin, Gründerin und Mutter von Zwillingen brachte sie eine doppelte Perspektive aus Theorie und Praxis mit – und machte deutlich, dass gesunde Führung immer bei einem selbst beginnt.
Zum Einstieg lud sie die Teilnehmenden zu einer kurzen Entspannungsübung ein. Schon wenige bewusste Atemzüge können helfen, innezuhalten – ganz ohne Yogamatte.
Anschließend zeigte die Referentin den starken Anstieg der durch psychische Erkrankungen verursachten Fehltage auf. Keine andere Erkrankungsgruppe hat in den letzten 20 Jahren so stark zugenommen. Hinzu kommt, dass Beschäftigte, die mental erkrankt sind, wesentlich länger ausfallen als bei einem Infekt.
Anschließend betonte Nina Kache, dass Anwesenheit nicht automatisch mit Produktivität gleichzusetzen ist. Studien zeigen, dass das Wohlbefinden entscheidend für Gesundheit und Leistungsfähigkeit ist. Um das ungenutzte Potenzial zu nutzen, ist kein großes betriebliches Gesundheitsmanagement nötig, vielmehr sollte mit einer achtsamen Gestaltung des Arbeitsalltags begonnen werden.
Ihre Aussage war besonders eindrücklich: „Gesunde Führung beginnt bei mir selbst.” Wie im Flugzeug gilt: Zuerst muss ich mir selbst die Sauerstoffmaske aufsetzen, um dann anderen helfen zu können. Nur wer sich selbst gut pflegt, kann auch seinen Mitarbeitenden achtsam und unterstützend begegnen. Außerdem sind Führungskräfte Vorbilder und sollten mit gutem Beispiel vorangehen.
Anschließend sprach sie über den Gender Care Gap und erinnerte daran, dass Frauen nach wie vor den Großteil der Carearbeit leisten. Familienfreundlichkeit müsse daher Teil der Unternehmenskultur sein. Gute Führung bedeute, Kulturgestalterin zu sein – mit Empathie, klaren Grenzen und einer wertschätzenden Haltung. Wenn das Kind eines Mitarbeitenden krank ist, sollte man besser fragen: „Was brauchst du?“, statt noch mehr Stress auszulösen.
Anhand eines Baum-Modells veranschaulichte Kache die sechs Dimensionen gesunder Führung: Stressbewältigung, Betriebsklima, Transparenz, Kommunikation, Interesse und Anerkennung/Wertschätzung. Kleine Gesten, wie ein ehrlich gemeintes „Ich sehe, was Sie leisten“, könnten dabei eine große Wirkung entfalten.
In einer abschließenden Reflexionsrunde wurden die Teilnehmenden dazu aufgefordert, ihr eigenes Führungsverhalten zu hinterfragen:
Wie gehe ich mit Vereinbarkeit um? Was lebe ich meinem Team in Sachen Selbstfürsorge vor? Und wie oft nehme ich mir wirklich Zeit, einfach nur zuzuhören?
Fazit: Gesunde Führung ist keine zusätzliche Maßnahme, sondern die Art und Weise, wie wir täglich miteinander arbeiten. Es sind die kleinen Schritte und die aufrichtige Wertschätzung, die den Unterschied machen.

Referentin: (v.l.n.r.) Nina Kache, COO von soma consult, Diplom Sportwissenschaftlerin, Vorbildunternehmerin seit 2014, Vorstand der Wirtschaftsinitiative Kreis Gütersloh e.V.
Kim Lasche, Projektmanagerin Kompetenzzentrum Frau und Beruf
München, 6. Oktober 2025. 1.850 Aussteller aus 36 Ländern: Die größte europäische Fachmesse für Gewerbeimmobilien EXPO REAL ist in München an den Start gegangen. Als bedeutende Austauschplattform für die Immobilienbranche ist sie besonders für Regionen und Städte ein hochinteressanter Marktplatz. So ist auch die Region Ostwestfalen-Lippe mit den Städten Bielefeld, Paderborn und Gütersloh vor Ort vertreten. Am OWL-Gemeinschaftsstand werden Umnutzungskonzepte von Konversionsflächen, etwa das Paderborner „Zukunftsquartier“ oder das Gütersloher Mansergh-Quartier gezeigt, aber auch für die Revitalisierung von Bestandsgebäuden wie dem WilhelmEins in Bielefeld. Die EXPO REAL hat noch bis zum 8. Oktober geöffnet. Im letzten Jahr besuchten über 40.000 Menschen aus 75 Ländern die Messe. Veranstaltet wird der OWL-Gemeinschaftsstand von der OstWestfalenLippe GmbH, der WEGE Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bielefeld mbH, der Wirtschaftsförderung Paderborn und der Gütersloher Wirtschaftsförderung conceptGT.
Auch aus Bundessicht ist die EXPO REAL ein wichtiger Ort für Austausch und Impulse. „Mit Mitteln in der Städtebauförderung und Initiativen wie dem „Bau-Turbo“ wollen wir Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen, bezahlbaren Wohnraum schaffen, sozialen Wohnungsbau fördern und Kommunen wie Bielefeld, Paderborn und Gütersloh bei der Transformation ihrer Quartiere gezielt unterstützen“, betont Dr. Olaf Joachim, Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, am OWL-Gemeinschaftsstand. Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW, ergänzt: „Quartiersentwicklung gelingt, wenn Politik, Verwaltung und Unternehmen gemeinsam gestalten – und das mit einem klaren Blick auf soziale und bezahlbare Lösungen. Ostwestfalen-Lippe bringt hier viele wegweisende Konzepte in die Praxis.“
Die Region zeigt, wie sich Tradition, Innovation und Nachhaltigkeit verbinden lassen: Alte Fabriken, leerstehende Gebäude und Konversionsflächen werden zu Chancen für moderne Arbeitswelten und lebenswerte Quartiere. Björn Böker (OWL GmbH), Henrich Hardieck (WEGE mbH), Dr. Marco Trienes (Wirtschaftsförderung Paderborn) und Albrecht Pförtner (Stadt Gütersloh) betonen: „Wir verwandeln Flächen in lebendige Quartiere und verbinden wirtschaftliche Entwicklung mit nachhaltigen Konzepten. Das Ergebnis sind attraktive Standorte zu fairen Konditionen. Damit bieten wir Investoren eine verlässliche und zukunftsorientierte Alternative zu den klassischen Metropolen.“
Bielefeld: Nachhaltige Nutzung vorhandener Flächen
Bielefeld setzt etwa konsequent auf Nachverdichtung und die Reaktivierung bestehender Standorte. Drei aktuelle Projekte stehen exemplarisch dafür: Am Kupferhammer realisiert Siemens ein Vorzeigeprojekt, das Neubau und Sanierung unter hohen Energiestandards kombiniert. Mit dem WilhelmEins zeigt die Stadt, wie moderne Arbeitswelten, urbane Nachverdichtung und eine attraktive Innenstadt zusammengedacht werden können. Parallel werden weitere Flächen für ansiedlungswillige Unternehmen erschlossen und vorbereitet.
Paderborn: Dynamik durch Zukunftsquartiere
Mit dem Zukunftsquartier Paderborn entsteht auf einer Fläche von 54 Hektar eines der modernsten Stadtquartiere Europas. Es verbindet Arbeiten, Wohnen und Leben miteinander und setzt neue Maßstäbe für eine urbane und nachhaltige Entwicklung. Ergänzend dazu entwickelt die Stadt das Alanbrooke-Quartier mit 800 Wohneinheiten und dem „BLAU – creative business hub”, das ein neues Zentrum für Kreativwirtschaft und Design schaffen wird. Paderborn stärkt seine Rolle als wirtschaftliches Oberzentrum der Regiopolregion mit 720.000 Menschen auch durch interkommunale Projekte. Ein Beispiel ist ein großes Industriegebiet, für das derzeit gemeinsam mit der Gemeinde Borchen die Grundlagen erarbeitet werden.
Gütersloh: Leuchtturm für nachhaltige Stadtentwicklung
Das Mansergh Quartier steht in Gütersloh für einen neuen Maßstab in Sachen urbanes Wohnen: 2.100 Menschen finden hier Raum in CO₂-effizienten Gebäuden, kombiniert mit kleinteiligem Gewerbe, modernen Versorgungsangeboten und direkter Anbindung an Campus und Hochschule. Der Ankauf des Kasernengeländes durch die städtische Entwicklungsgesellschaft conceptGT sichert langfristiges Wachstum und neue Impulse weit über die Stadtgrenzen hinaus.
Interessierte können den Gemeinschaftsstand der Region Ostwestfalen-Lippe auf der EXPO REAL in Halle B1, Stand 241 besuchen. Am Stand können Besuchende auf dem Münchner Messegelände mit den Vertretenden der OstWestfalenLippe GmbH, der WEGE mbH, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Paderborn mbH und der Stadt Gütersloh Stadtentwicklung über regionale Projekte ins Gespräch kommen.
Platinpartner des Gemeinschaftsstandes: GEwerk GmbH, Sparkassen in OWL, VerbundVolksbank OWL eG
Partner des Gemeinschaftsstandes: Bielefelder Beteiligungs- und Vermögensgesellschaft mbH, brüchner-hüttemann pasch bhp Architekten + Generalplaner GmbH, Enderweit + Partner GmbH, Fredebeul Immobilien GmbH & Co. KG, Lödige Industries GmbH, Möller Real Estate GmbH, SAI Streich GmbH, SEH - Stadtentwicklungsgesellschaft Hansestadt Herford, TPG TechnologieParkPaderborn GmbH, Volksbank in Ostwestfalen eG, Wirtschaftsförderung Lippstadt GmbH
Foto: Um Städtebauförderung und sozialen Wohnungsbau ging es beim Gespräch von (v.l.) Ansgar Käter (VerbundVolksbank OWL eG), Claudia Warnecke (Stadt Paderborn), Bürgermeister Michael Dreier (Stadt Paderborn), Klaus Drücker (Sparkasse Lemgo), Staatssekretär Dr. Olaf Joachim (Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen), Björn Böker (OstWestfalenLippe GmbH), Bürgermeister Matthias Trepper (Stadt Gütersloh), Claudia Koch (Stadt Bielefeld), Gregor Moss (WEGE Bielefeld) und Marco Trienes (Wirtschaftsförderung Paderborn).
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Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist die Agentur für innovative Regionalentwicklung der Stadt Bielefeld, der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Wir treten dafür an, dass die Region OWL zur stärksten Wirtschaftsregion Deutschlands wird. Dabei konzentrieren wir uns mit dem Verbund aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft auf die Fokusfelder “Nachhaltigkeitstransformation”, “Arbeitskräftesicherung & Bildung” sowie “Regionalmarketing & Strategie”.
Bielefeld, 23. September 2025. Ostwestfalen-Lippe zeigt Flagge: Unter dem Motto „Innovationsregion Ostwestfalen-Lippe“ präsentiert sich die Region vom 6. bis 8. Oktober mit einem neuen Stand auf der größten Immobilienmesse Europas, der EXPO REAL in München. Mit dabei sind rund 20 Partner aus Baubranche, Kommunen, Immobilien- und Finanzwirtschaft. Gemeinsam zeigen sie zukunftsweisende Konzepte in den Bereichen Immobilienentwicklung, Zukunftsquartiere und Flächenmanagement. Im letzten Jahr besuchten rund 40.000 Fachbesucherinnen und -besucher aus 75 Ländern die EXPO REAL. Veranstaltet wird der OWL-Gemeinschaftsstand von der OstWestfalenLippe GmbH, der WEGE Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bielefeld mbH, der Wirtschaftsförderung Paderborn und der Gütersloher Wirtschaftsförderung conceptGT.
„Ostwestfalen-Lippe ist eine starke Wirtschaftsregion mit großem Potenzial. Investoren profitieren von moderaten Immobilienpreisen bei gleichzeitig hoher Lebensqualität, innovativen Branchen und hervorragender Infrastruktur“, betont Björn Böker, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH. „Mit unserem neuen Messeauftritt zeigen wir: Wir sind ein attraktiver Standort, der mit einzigartigen Projekten Perspektiven auf die Stadt von morgen eröffnet.“
Bielefeld setzt bei der Entwicklung seiner Gewerbe- und Innenstadtflächen auf Nachverdichtung und die (Re-)Aktivierung bestehender Standorte. Zwei aktuelle Projekte verdeutlichen, wie innovative Konzepte und nachhaltige Bauweisen den Wirtschaftsstandort zukunftsfähig gestalten. So entsteht am Kupferhammer ein neues Projekt der Siemens AG mit Hallenneubau und Kernsanierung des denkmalgeschützten Bestandes nach neuesten Energiestandards. Mit dem Projekt WilhelmEins zeigt die Stadt, wie moderne Arbeitswelten, urbane Nachverdichtung und eine attraktive Innenstadt zusammengedacht werden können. Und auch neue Flächen werden erschlossen und für ansiedlungswillige Unternehmen vorbereitet. „Gewerbeflächen sind in hochverdichteten Ballungsräumen traditionell knapp. Auf der EXPO REAL stellen wir unsere Lösungen vor und möchten Beispiel sein für andere Städte“, erklärt Henrich Hardieck, Prokurist der WEGE mbH.
Doch so gut die Konzepte auch sind – umgesetzt werden sie auf der Baustelle. „Wer über das Bauen von morgen spricht, braucht Partner, die Projekte ganzheitlich denken und erfolgreich realisieren können“, sagt Yildiray Eyidogan, Geschäftsführer der GEwerk GmbH und Platinpartner des Standes. „Ob Neubau, Revitalisierung oder komplexe Bestandsprojekte – wir verbinden fundierte Baukompetenz mit partnerschaftlichem Austausch. Auf der EXPO REAL bringen wir unsere Impulse aus OWL in den Dialog mit Partnern und der Branche ein.“
Die passende Finanzierung und interessante Immobilien vermitteln dabei Banken wie die Sparkassen in Ostwestfalen-Lippe, die ebenfalls Partner des OWL-Standes in München sind. „Seit mehr als 200 Jahren begleiten wir Sparkassen die wirtschaftliche Entwicklung in Ostwestfalen-Lippe. Mehr als die Hälfte der heimischen Unternehmen vertraut auf unsere Expertise“, betont Marco Rüter, Leiter Firmenkunden der Sparkasse Bielefeld, stellvertretend für die Sparkassen in Ostwestfalen-Lippe. „Gerade bei nachhaltigen und zukunftsweisenden Projekten zeigen wir, wie wichtig verlässliche Finanzierungslösungen und starke Netzwerke sind.“
Mit mehreren groß angelegten Projekten positioniert sich Paderborn als dynamischer Investitions- und Innovationsstandort mit seinen Stärken in IT, Maschinenbau, Gesundheitswirtschaft sowie Bauen und Wohnen. Auf einer Fläche von 54 Hektar wächst mit dem Zukunftsquartier Paderborn eines der modernsten Stadtquartiere Europas. Es wird Arbeiten, Wohnen und Leben miteinander verbinden und neue Maßstäbe für eine urbane und nachhaltige Entwicklung setzen. Innenstadtnah sollen dort in den nächsten Jahren 2.900 Wohneinheiten für rund 7.000 Menschen sowie circa 4.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Das Quartier bietet Raum für innovative Unternehmen, anwendungsorientierte Wissenschaft und Technologietransfer. Ein Innovationszentrum als Impulsgeber und Heimat für Start- und Scale-ups soll realisiert werden. Die benachbarte Universität Paderborn mit ihren ca. 20.000 Studierenden bietet einen Pool an potenziellen Fachkräften und Kooperationsmöglichkeiten. Auf einer weiteren Konversionsfläche entsteht das Alanbrooke-Quartier, das mit 800 Wohneinheiten und dem „BLAU – creative business hub” ein attraktives Umfeld für die Kreativwirtschaft schafft.
Paderborn stärkt seine Rolle als wirtschaftliches Oberzentrum der Regiopolregion mit 720.000 Menschen auch durch interkommunale Projekte. Beispielhaft zu nennen ist ein großes Industriegebiet, für das gemeinsam mit der Gemeinde Borchen derzeit die Grundlagen erarbeitet werden. „Diese Projekte stärken den Innovationsstandort Paderborn mit seinem einmaligen Profil”, betont Dr. Marco Trienes, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Paderborn. „Zusammen mit Investoren machen wir das Zukunftsquartier zum Wachstumsmotor für Paderborn – bei einem attraktiven Gewerbesteuerhebesatz und exzellenten Standortfaktoren.
Ein zentraler Partner bei der Umsetzung solcher Großprojekte ist die VerbundVolksbank OWL eG, die sich ebenfalls für den OWL-Gemeinschaftsstand in München engagiert. „Als Genossenschaftsbank sind wir seit über 160 Jahren fest in Ostwestfalen-Lippe verwurzelt. Wir begleiten die Entwicklung unserer dynamischen Heimatregion nicht nur finanziell, sondern auch mit Kompetenz, Netzwerken Kundennähe und umfassender Beratung“, erklärt Ansgar Käter, Vorstandsvorsitzender der VerbundVolksbank OWL eG und verweist auch auf die eigene Tochtergesellschaft OWL Immobilien GmbH, die seit über 50 Jahren im Immobiliengeschäft tätig ist. „Wir möchten auf der EXPO REAL einen Beitrag dafür leisten, unsere Region im landes- und bundesweiten Standortvergleich gut zu positionieren und weiterzuentwickeln.“
Gütersloh präsentiert mit dem Mansergh Quartier ein Leuchtturmprojekt nachhaltiger Stadtentwicklung: Wohnraum für rund 2.100 Menschen, kombiniert mit CO₂-effizienter Architektur, kleinteiligem Gewerbe und modernen Versorgungsangeboten. Die direkte Anbindung an den Campus Gütersloh und die Hochschule Bielefeld fördert den Austausch zwischen Bildung, Forschung und Wirtschaft – und macht die Stadt zu einem attraktiven Standort für Unternehmen wie für Familien. Der Ankauf des Kasernengeländes durch die Entwicklungsgesellschaft conceptGT legt zudem den Grundstein für langfristiges Wachstum und innovative Impulse weit über die Stadtgrenzen hinaus.
„Das Mansergh Quartier ist ein zukunftsweisendes Projekt, das nachhaltige Impulse setzt“, erklärt Albrecht Pförtner, Geschäftsführer der städtischen Entwicklungsgesellschaft conceptGT. „Die Verbindung von Wohnraum, Gewerbe und Bildung verstärkt nicht nur die Attraktivität Güterslohs als Wirtschaftsstandort, sondern schafft neue Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, eine Stärkung der regionalen Wirtschaft und die Förderung des Bildungsstandortes.“
Mit dem neuen Gemeinschaftsstand wollen die Veranstalter die Innovationsregion OWL noch sichtbarer machen – als Hotspot für zukunftsfähige Stadtentwicklung, nachhaltige Immobilienprojekte und wirtschaftliche Stärke. „Wir laden alle Messebesucherinnen und -besucher herzlich ein, mit uns ins Gespräch zu kommen“, so Björn Böker. „Ostwestfalen-Lippe ist ein Ort, an dem Ideen Wirklichkeit werden – das wollen wir in München zeigen.“
Platinpartner des Gemeinschaftsstandes: GEwerk GmbH, Sparkassen in OWL, VerbundVolksbank OWL eG
Partner des Gemeinschaftsstandes: Bielefelder Beteiligungs- und Vermögensgesellschaft mbH, brüchner-hüttemann pasch bhp Architekten + Generalplaner GmbH, Enderweit + Partner GmbH, Fredebeul Immobilien GmbH & Co. KG, Lödige Industries GmbH, Möller Real Estate GmbH, SAI Streich GmbH, SEH - Stadtentwicklungsgesellschaft Hansestadt Herford, TPG TechnologieParkPaderborn GmbH, Volksbank in Ostwestfalen eG, Wirtschaftsförderung Lippstadt GmbH
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Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist die Agentur für innovative Regionalentwicklung der Stadt Bielefeld, der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Wir treten dafür an, dass die Region OWL zur stärksten Wirtschaftsregion Deutschlands wird. Dabei konzentrieren wir uns mit dem Verbund aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft auf die Fokusfelder “Nachhaltigkeitstransformation”, “Arbeitskräftesicherung & Bildung” sowie “Regionalmarketing & Strategie”.
Familienfreundliche Unternehmen im Kreis Minden-Lübbecke ausgezeichnet
69 Betriebe erhalten die Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen 2025“
Familienfreundlichkeit ist im Kreis Minden-Lübbecke gelebte Realität – das zeigte die feierliche Verleihung der Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen 2025“. Im LWL-Preußenmuseum Minden wurden am 11. September insgesamt 69 Unternehmen für ihr besonderes Engagement bei der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf geehrt. Landrat Ali Dogan und Björn Böker, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH, überreichten die Urkunden im festlichen Rahmen.
Seit 2015 wird die Auszeichnung an Unternehmen vergeben, die mit kreativen und passgenauen Maßnahmen ihre Mitarbeitenden unterstützen. Die Bandbreite reicht von Homeoffice- und Gleitzeitregelungen über Zuschüsse zur Kinderbetreuung oder Kinderferienhäuser, in denen Kinder die Ferien betreut verbringen können, bis hin zu Familiensommerfesten, Firmenfahrzeugen oder Lastenfahrrädern zur privaten Nutzung sowie Freikarten für Kultur- und Sportveranstaltungen.
Zunehmend rückt auch das Thema „Pflege“ in den Fokus: Viele Betriebe lassen Mitarbeitende zu Pflegeguides ausbilden, um Beschäftigte bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu unterstützen. Zudem setzen immer mehr Unternehmen auf Mitarbeiter-Apps, um ihre Angebote transparent und niedrigschwellig zugänglich zu machen.
Dass Familienfreundlichkeit längst kein „Nice-to-have“ mehr ist, betonte Landrat Ali Dogan: „Familienfreundlichkeit ist ein strategischer Faktor und entscheidender Wettbewerbsvorteil. Weniger Fehlzeiten und eine geringere Fluktuation zeigen klar, dass familienfreundliche Personalpolitik auch ökonomisch sinnvoll ist.“
Auch Björn Böker hob hervor: „Wer die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege ernst nimmt, gewinnt motivierte Mitarbeitende und stärkt zugleich seine Wettbewerbsfähigkeit. Davon profitiert nicht nur jedes einzelne Unternehmen, sondern auch der gesamte Wirtschaftsstandort Ostwestfalen-Lippe, der sich damit im Wettbewerb um Arbeitskräfte zukunftsfest aufstellt.“
Die wachsende Bedeutung zeigt sich auch in den Bewerbungen: Während sich 2015 noch 9 Unternehmen beteiligten, reichten 2025 bereits 70 Betriebe ihre Unterlagen ein – davon 53 zum wiederholten Mal. Die ausgezeichneten Unternehmen spiegeln die Vielfalt der regionalen Wirtschaft wider: von Kleinbetrieben mit 2 Mitarbeitenden bis hin zu Großunternehmen mit 20.000 Beschäftigten.
Im Anschluss an die Veranstaltung nutzen die Unternehmen die Möglichkeit zu Netzwerken.
Das dreistufige Auszeichnungsverfahren umfasst die Prüfung der Bewerbungsunterlagen, Online-Präsentationen sowie Unternehmensbesuche. Über die Vergabe entscheidet eine Jury mit Vertreterinnen und Vertretern von IHK, HWK, Agentur für Arbeit, Arbeitgeberverband Minden-Lübbecke e.V., DGB, Kreis Minden-Lübbecke und dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL.
Die Auszeichnung wird von der OstWestfalenLippe GmbH im Rahmen des Landesprogramms Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL in Kooperation mit dem Kreis Minden-Lübbecke, der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld sowie der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld vergeben.
Familienfreundliche Unternehmen im Kreis Herford ausgezeichnet
48 Betriebe erhalten die Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen 2025“
Familienfreundlichkeit ist im Kreis Herford gelebte Realität – das zeigte die feierliche Verleihung der Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen 2025“. Im Kreishaus Herford wurden am 8. September insgesamt 48 Unternehmen für ihr besonderes Engagement bei der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf geehrt. Landrat Jürgen Müller und Björn Böker, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH, überreichten die Urkunden im festlichen Rahmen.
Seit 2015 wird die Auszeichnung an Unternehmen vergeben, die mit individuellen und kreativen Maßnahmen ihre Mitarbeitenden unterstützen. Die Bandbreite der Angebote ist groß: von Homeoffice- und Gleitzeitregelungen, über Zuschüsse zur Kinderbetreuung bis hin zu Familiensommerfesten, Firmenfahrzeugen oder Lastenfahrrädern zur privaten Nutzung sowie Freikarten für Kultur- und Sportveranstaltungen. In diesem Jahr überzeugten viele Betriebe zudem mit dem Einsatz von Pflegeguides, die Beschäftigte bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege unterstützen.
Dass das Thema an Bedeutung gewinnt, zeigt ein Blick auf die Entwicklung: Reichten im Jahr 2015 noch 9 Unternehmen eine Bewerbung ein, waren es 2025 bereits 51 Betriebe – davon 41 zum wiederholten Mal. Unter den Ausgezeichneten finden sich Unternehmen verschiedenster Größen und Branchen – von kleinen Betrieben mit 10 Mitarbeitenden bis hin zu großen Arbeitgebern mit 2.800 Beschäftigten.
Landrat Jürgen Müller hat die Urkunden in diesem Jahr mit großer Freude überreicht: „Bei der ersten Auszeichnungsfeier vor einigen Jahren hatten wir neun Bewerbungen. In diesem Jahr gab es bereits über 50. Das zeigt mir: Familienfreundlichkeit wird bei uns im Kreis Herford gelebt. Und das ist auch gut so: Denn Familienfreundlichkeit ist kein „Nice-to-have“, sondern ein echter Standort- und Wettbewerbsvorteil – für Unternehmen, Beschäftigte und die Gesellschaft“.
„Wer die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege ernst nimmt, gewinnt motivierte Mitarbeitende und stärkt zugleich seine Wettbewerbsfähigkeit. Davon profitiert nicht nur jedes einzelne Unternehmen, sondern auch der gesamte Wirtschaftsstandort Ostwestfalen-Lippe“, betonte Björn Böker in seiner Ansprache.
Im Anschluss an die Veranstaltung nutzen die Unternehmen die Möglichkeit zu Netzwerken.
Das dreistufige Auszeichnungsverfahren umfasst die Prüfung der Bewerbungsunterlagen, Online-Präsentationen der erneut teilnehmenden Unternehmen sowie Unternehmensbesuche. Über die Vergabe entscheidet eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern von IHK, HWK, Jobcenter, Agentur für Arbeit, Kreis Herford, Arbeitgeberverband, Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford e.V., DGB, Interkommunaler Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Herford und dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL.
Die Auszeichnung wird von der OstWestfalenLippe GmbH im Rahmen des Landesprogramms Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL in Kooperation mit dem Kreis Herford, der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld sowie der Interkommunalen Wirtschaftsförderung im Kreis Herford vergeben.