OWL ist führende Digitalregion in Deutschland - Über 2000 Besucher*innen bei Digitalkongress in Paderborn
OstWestfalenLippe ist Vorreiter bei der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft – und Vorbild für Regionen in ganz Deutschland. 59 Projekte zeigten am Donnerstag auf dem Kongress DigitaleZukunft@OWL im Heinz Nixdorf MuseumsForum wie es geht – von smarten Dörfern über digitale Bildungsangebote bis zur Kulturplattform und Stärkung des Ehrenamts.
OstWestfalenLippe, 11. März 2022. OstWestfalenLippe ist Vorreiter bei der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft – und Vorbild für Regionen in ganz Deutschland. Darin waren sich Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger, sowie aus NRW Ministerpräsident Hendrik Wüst, Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Verkehrsministerin Ina Brandes einig. 59 Projekte zeigten am Donnerstag auf dem Kongress DigitaleZukunft@OWL im Heinz Nixdorf MuseumsForum wie es geht – von smarten Dörfern über digitale Bildungsangebote bis zur Kulturplattform und Stärkung des Ehrenamts. Die Veranstalter – Digitale Modellregion OWL, Heinz Nixdorf Stiftung und OstWestfalenLippe GmbH – waren begeistert von den Ergebnissen und der enormen Resonanz mit 200 Teilnehmer*innen vor Ort und insgesamt 1.900 Besucher*innen im Livestream. Als Initiatoren wollen sie den Erfahrungsaustausch und die Übertragung guter Lösungen in die ganze Region vorantreiben. Und auch neue Herausforderungen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Resilienz, Fachkräftesicherung und Quantencomputing gemeinsam angehen.
„OWL zeichnet sich dadurch aus, dass die Digitalisierung als Chance gesehen wird, nicht als Herausforderung. Dabei werden Spitzentechnologie und Agilität verbunden“, machte Ministerpräsident Hendrik Wüst deutlich. Mit dem Spitzencluster it´s OWL sei die Region deutschlandweit führend im Bereich Industrie 4.0. Auch bei der Digitalisierung der Verwaltung und im Bereich Quantencomputing setze OWL bundesweit Maßstäbe. Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger sieht die Gefahr, dass Deutschland als Innovationsstandort zurückfalle. „Wir sind eine Erfindernation und müssen unsere Forschungsstärke nutzen. OWL ist eine sehr dynamische Region. Der Spitzencluster it´s OWL zeigt erfolgreich, wie der Technologietransfer aus der Wissenschaft in den Mittelstand funktioniert. Davon braucht es mehr in Deutschland“, so Stark-Watzinger weiter.
Modellhafte Anwendungen aus OWL für ganz Deutschland – aber auch neue Herausforderungen
Dabei ist die Digitalisierung der Verwaltung ein wichtiger Standortfaktor. NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart hat sich zum Ziel gesetzt, die Digitalisierung der Verwaltungen in Nordrhein-Westfalen entschieden voranzutreiben. „Die Digitale Modellregion OWL hat dafür wichtige Pionierarbeit geleistet und viele Anwendungen erfolgreich entwickelt. Davon kann jetzt das ganze Land profitieren. Von den fünf Modellregionen in NRW ist OWL die Nummer eins“, lobte Pinkwart.
NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes unterstrich die Bedeutung der Region für die vernetzte Mobilität in Nordrhein-Westfalen. So werde im Rahmen des REGIONALE-Projekts „E-Line-Carsharing“ deutschlandweit erstmalig ein neuer Ansatz erprobt, im ländlichen Raum die Lücke zwischen Bahnhof und der eigenen Haustür zu schließen. Auf definierten Linien werden kleinere Siedlungen in Borgholzhausen mit Elektro-Fahrzeugen an den vorhandenen ÖPNV angebunden. Man fährt selbst und kann andere mitnehmen – für Besitzer*innen eines Nahverkehrstickets kostenlos.
Die Diskussion auf dem Kongress machte allerdings auch neue Herausforderungen für OWL und Deutschland deutlich. Dazu gehört aktuell vor allem der Fachkräftemangel. „Der Anteil der Top-Absolventen der Hochschulen, die in die Wirtschaft gehen sinkt kontinuierlich, da viele von ihnen eigene Unternehmen gründen“, erläutert Christoph Keese, Autor und Geschäftsführer der Axel Springer hy GmbH, der lange im Silicon Valley gearbeitet hat. Normalerweise liefen Innovationszyklen nacheinander. Derzeit müssen Unternehmen aber in vielen Bereichen mit revolutionären Umbrüchen umgehen, beispielsweise in den Bereichen Nachhaltigkeit, Resilienz, Energieversorgung und Quantencomputing. „Dafür braucht es Mut, Neugierde, Augenmaß und Unternehmertum. Alle diese Eigenschaften vereint OWL“, so Keese weiter.
Anpacken und weitermachen!
Vor diesem Hintergrund sind sich die Veranstalter des Digitalkongresses einig, dass sie anpacken und weitermachen wollen. Paderborns Chief Digital Officer Christiane Boschin-Heinz resümiert: „Die kreativen Projekte und das großartige Feedback auf dem Kongress haben eindrucksvoll gezeigt, dass OWL sehr gut im Rennen ist. Besser und schneller vorankommen können wir aber immer noch. Die Digitalisierung birgt noch viel Potential für die Serviceorientierung in den Verwaltungen, individuelle Mobilität, Teilhabe und Ehrenamt.“
Dafür müssen die Kräfte und Aktivitäten in Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik noch stärker gebündelt und intensiviert werden. Die OstWestfalenLippe GmbH ist eine gute Plattform dafür. „Mit unserer Strategie OstWestfalenLippe 2025 haben wir gute Voraussetzungen geschaffen, um die neuen Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Dazu werden wir Bedarfe aus der Region aufnehmen, modellhafte Lösungen entwickeln und Unterstützungsangebote für Unternehmen und Verwaltungen schaffen. Der Kongress war dafür ein bedeutender Meilenstein und hat viele Impulse gegeben", erläutert Wolfgang Marquardt, Prokurist der OstWestfalenLippe GmbH.
Nikolaus Risch, Vorstand der Heinz Nixdorf Stiftung ist begeistert von der Resonanz und den Ergebnissen des Kongresses: „Wir haben ein einzigartiges Forum geschaffen, die vielen kreativen Köpfe aus der Region zusammenzubringen. Das Kongressformat mit Impulsvorträgen, die sich in jeweils drei Minuten präsentiert haben, hat hervorragend funktioniert. Und dass wir so viele Interessenten gewinnen, hätte ich kaum für möglich gehalten. Ich bin überzeugt, dass wir Wege finden, in etwa zwei Jahren dieses Kongressformat mit aktualisierten und spannenden neuen Inhalten wieder im HNF anzubieten.“
Auf dem Foto (v.l.): Prof. Dr. Nikolaus Risch (Vorstand Heinz Nixdorf Stiftung), Michael Dreier (Bürgermeister Stadt Paderborn), Hendrik Wüst (Ministerpräsident Nordrhein-Westfalen), Landrat Jürgen Müller (stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung OstWestfalenLippe GmbH) und Anke Recklies (Regierungsvizepräsidentin Regierungsbezirk Detmold).
OstWestfalenLippe gilt als Vorreiter bei der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Auf dem Kongress DigitaleZukunft@OWL im Heinz Nixdorf MuseumsForum Paderborn am 10. März 2022 präsentieren 59 Projekte aus der Region, wie sie mit Digitalisierung das Arbeiten und Leben verbessern.
OstWestfalenLippe gilt als Vorreiter bei der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Auf dem Kongress DigitaleZukunft@OWL im Heinz Nixdorf MuseumsForum Paderborn am 10. März 2022 präsentieren 59 Projekte aus der Region, wie sie mit Digitalisierung das Arbeiten und Leben verbessern. Die Bandbreite reicht dabei von Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz über bessere Arbeitsbedingungen und digitale Bildung bis hin zu digitalen Behördenleistungen und Smart Cities. Ministerpräsident Hendrik Wüst, Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger und renommierte Digitalisierungsexperten geben Einblicke in neue Trends und Aktivitäten auf Bundes- und Landesebene. Ziel ist, Akteure in der Region und darüber hinaus zu vernetzen und Impulse für neue Projekte zu geben. Der Verein Paderborn überzeugt e.V. verleiht einen Förderpreis für ehrenamtliche Digitalprojekte aus OWL. Die Veranstaltung im Heinz Nixdorf MuseumsForum ist bereits ausgebucht. Interessierte sind aber herzlich eingeladen, sich den interaktiven Livestream anzuschauen (www.digitalezukunftowl.de). Veranstalter sind die Digitale Modellregion OWL, die Heinz Nixdorf Stiftung, das Heinz Nixdorf MuseumsForum und die OstWestfalenLippe GmbH. Unterstützt wird der Kongress von Paderborn überzeugt e.V. und der VerbundVolksbank OWL eG.
„Bereits einen Monat vor dem Veranstaltungstag war das Präsenzkartenkontingent ausgebucht. Auch wenn wir gern mehr Besucher begrüßt hätten, freut uns das sehr. Das Thema ist in OWL stark nachgefragt“, bewertet Dr. Jochen Viehoff, Geschäftsführer des Heinz Nixdorf MuseumsForums, die vielen Anmeldungen. Während die Veranstaltung vor Ort auf 200 Teilnehmer:innen begrenzt ist und unter 2G+-Vorgaben stattfindet, rechne man online nochmal mit mehreren hundert Personen im Publikum. „Eine Zahl, die wir ohne die Übertragung im Netz aus Platzgründen gar nicht hätten erreichen können.“
Eine reine Onlineveranstaltung stand dennoch außer Frage: Die Initiatoren des Kongresses DigitaleZukunft@OWL wollen gezielt Gelegenheit zu Austausch und Vernetzung geben. „OWL ist bereits außerordentlich gut vernetzt, allerdings beschränken sich diese Netzwerke oft auf einzelne Themenfelder, Branchen oder Kommunen. In vielen Fällen stehen wir aber vor ähnlichen Herausforderungen, die woanders vielleicht schon gelöst wurden. Mit dem Kongress wollen wir Synergien erkennen und Lösungen teilen“, fasst Michael Dreier, Bürgermeister der Stadt Paderborn, die Ziele zusammen.
Auch Christoph Rüther, Landrat des Kreises Paderborn, sieht hier große Chancen: „Zusammenarbeit ist der Schlüssel zur erfolgreichen Transformation unserer Region. Wir haben im Kreis Paderborn und in OWL eine Vielzahl an klugen Menschen in Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft, die an der digitalen Zukunft arbeiten. In der Zusammenarbeit all dieser Akteure liegt eine große Chance für die Entwicklung OWLs zu einer der innovativsten Regionen in Deutschland.“ Entsprechend vielfältig sind auch die Digitalisierungsbereiche, die der Kongress „DigitaleZukunft@OWL“ abdeckt. Aufgeteilt in vier Themenblöcke finden Projekte aus der digitalen Bildung ebenso Platz wie solche aus dem Kultur- und Sozialbereich.
Wolfgang Marquardt, Prokurist der OstWestfalenLippe GmbH verdeutlicht die Synergien zwischen den Themenfeldern: „Im Spitzencluster it´s OWL erschließen wir die Potenziale von Künstlicher Intelligenz für unterschiedliche Unternehmensbereiche. Die Ergebnisse und Erfahrungen können wir dann auf neue Anwendungsbereiche übertragen, beispielsweise in der beruflichen Bildung, Mobilität oder digitale Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger. Dadurch gelingt es in OWL in besonderer Weise, bedarfsorientierte Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln und in die Breite zu tragen.“ Ein Beispiel ist das BMBF-Kompetenzzentrum Arbeitswelt.Plus, mit dem über 20 Hochschulen, Forschungseinrichtungen und die IG Metall neue Ansätze für Kompetenzvermittlung, Change Management und Mitbestimmung entwickeln.
Mitveranstalter des Kongresses ist die Heinz Nixdorf Stiftung. Vorstand Prof. Dr. Nikolaus Risch betont die Ursprünge der Digitalisierung in der Region, die im Wesentlichen auf den Paderborner Computerpionier Heinz Nixdorf zurückgehen: „Heinz Nixdorf hat immer mit aller Kraft dafür gekämpft, die großartig innovativen Potentiale der Menschen in Paderborn und in ganz Westfalen lebendig und multiplizierbar zu entwickeln und daraus Mut und Kraft zu schöpfen. Das Ziel, in der Digitaltechnik souverän vorne dabei zu sein, bildete das Herzstück seiner Vision, eine lebens- und liebenswerte Zukunft einer solidarischen Gesellschaft in Freiheit zu denken. Er war überzeugt, dass jeder Einzelne mit individuellen Stärken dazu konkrete Beiträge leisten kann und sollte. Souveränität in der komplexen Welt der Digitalen Transformation zu leben, das ist kein Selbstläufer. Seine Stiftungen sind sich auch heute dieser Verantwortung bewusst und handeln entsprechend, hartnäckig, ausdauernd und immer mit dem Ziel, andere zu motivieren und zu unterstützen.“
Smarte Städte und digitale Bildung
Dass die Digitalisierung alle Menschen betrifft, wird schon im Themenblock „Smarte Städte und Digitale Verwaltung“ klar. Hier beantwortet Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Präsident der HafenCity Universität Hamburg, Fragen nach der Stadt von morgen und der Rolle der Bürger darin. Außerdem präsentiert etwa die Open Innovation City Bielefeld Einblicke, wie ganze Stadtgesellschaften bei digitalen Innovationen mitgestalten können. „In der jetzigen Phase des digitalen Wandels möchte Bielefeld eng am Puls der Zeit sein. Wir wollen die vorhandene Digitalkultur und -kompetenz aktiv mit unseren kommunalen Partnern und wissenschaftlichen Einrichtungen teilen. Dazu sind wir unterwegs, die Vorreiterrolle der Region OWL durch Wissenstransfer und Kooperationen zusammen auszubauen“, erläutert Matthias Eichler, Leiter des Bielefelder Digitalisierungsbüros.
Um die Potenziale der Digitalisierung zu erschließen und sich in der digitalen Welt zu bewegen, brauchen die Menschen neue Kompetenzen. Der zweite Themenblock „Digitale Bildung und Digitale Transformation der Arbeitswelt“ zeigt, wie dieser Lernprozess aussehen kann – vom Kindesalter, über die Aus- und Weiterbildung bis in die Rente. Die MINT Community 4.OWL bietet beispielsweise Kindern und Jugendlichen kostenlose Mitmachkurse in außerschulischen Lernorten an, um neue Technologien zu erfahren und neue Berufsbilder kennen zu lernen. Hier werden etwa kleine Roboter programmiert und Brücken aus dem 3D-Drucker gebaut.
Zukunftstechnologien, digitale Gesellschaft und Förderpreis für Ehrenamt
Wie wichtig solche Fähigkeiten im MINT-Umfeld in Zukunft sein werden, zeigt der dritte Block „Zukunftstechnologien und Digitaler Mittelstand“. Besonders tatkräftige Digitalprofis finden so zum Beispiel im Exzellenz Start-up Center.OWL ein Zuhause für Unternehmensgründungen. Wie wertvoll es ist, eine dynamische Startup-Landschaft in der Region zu haben, beleuchtet Christian Miele, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Deutsche Startups e.V.
Der vierte Themenblock – „Digitale Gesellschaft“ – dreht sich um den Einfluss der Digitalisierung auf alle anderen Bereiche des modernen Zusammenlebens. Hier zeigt etwa die Stadt Delbrück, wie mithilfe von Funknetzen Daten zu Grundwasserpegeln und Energienetzen erhoben werden können. Bürgermeister Werner Peitz unterstreicht die Bedeutung des Kongresses für seine Stadt: „Die Stadt Delbrück vertritt unter den Initiatoren des Digitalkongresses insbesondere die kleinen und mittleren Kommunen OWLs. Wir wollen mit unserem LoRaWAN-Projekt zeigen, dass auch die Kleinen in ganz großer Runde dabei sein können – mit einem Projekt, das landesweit Strahlkraft hat!“
Neben den großen Themenblöcken wird auch das Ehrenamt besonders gewürdigt. Der Verein Paderborn überzeugt e.V. hatte Anfang des Jahres einen Förderpreis ausgelobt, mit dem das unentgeltliche Engagement von Bürger:innen in regionalen Digitalprojekten belohnt werden soll. 25 Bewerbungen waren eingegangen. Die Gewinner:innen der drei Preiskategorien, die mit insgesamt 10.000 Euro dotiert sind, werden im Rahmen der Veranstaltung bekannt gegeben.
Unterstützt wird der Kongress von einem regional verwurzelten Partnernetzwerk. Über 50 Organisationen aus Ostwestfalen-Lippe stehen hinter den Initiatoren der Veranstaltung. So soll deutlich werden: Wenn es um die Digitalisierung geht, zieht die Region an einem Strang.
Auf dem Foto (v.l.): Matthias Eichler (Leiter Digitalisierungbüro Bielefeld), Prof. Dr. Nikolaus Risch (Vorstand, Heinz Nixdorf Stiftung), Michael Dreier (Bürgermeister, Stadt Paderborn), Wolfgang Marquardt (Prokurist, OstWestfalenLippe GmbH), Dr. Jochen Viehoff (Geschäftsführer, Heinz Nixdorf MuseumsForum), Werner Peitz (Bürgermeister, Stadt Delbrück) und Christoph Rüther (Landrat, Kreis Herford).
OstWestfalenLippe gilt als Vorreiter bei der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Auf dem Kongress DigitaleZukunft@OWL im Heinz Nixdorf MuseumsForum Paderborn am 10. März 2022 präsentieren 59 Projekte aus der Region, wie sie mit Digitalisierung das Arbeiten und Leben verbessern.
OstWestfalenLippe gilt als Vorreiter bei der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Auf dem Kongress DigitaleZukunft@OWL im Heinz Nixdorf MuseumsForum Paderborn am 10. März 2022 präsentieren 59 Projekte aus der Region, wie sie mit Digitalisierung das Arbeiten und Leben verbessern. Die Bandbreite reicht dabei von Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz über bessere Arbeitsbedingungen und digitale Bildung bis hin zu digitalen Behördenleistungen und Smart Cities. Ministerpräsident Hendrik Wüst, Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger und renommierte Digitalisierungsexperten geben Einblicke in neue Trends und Aktivitäten auf Bundes- und Landesebene. Ziel ist, Akteure in der Region und darüber hinaus zu vernetzen und Impulse für neue Projekte zu geben. Der Verein Paderborn überzeugt e.V. verleiht einen Förderpreis für ehrenamtliche Digitalprojekte aus OWL. Die Veranstaltung im Heinz Nixdorf MuseumsForum ist bereits ausgebucht. Interessierte sind aber herzlich eingeladen, sich den interaktiven Livestream anzuschauen (www.digitalezukunftowl.de). Veranstalter sind die Digitale Modellregion OWL, die Heinz Nixdorf Stiftung, das Heinz Nixdorf MuseumsForum und die OstWestfalenLippe GmbH. Unterstützt wird der Kongress von Paderborn überzeugt e.V. und der VerbundVolksbank OWL eG.
„Bereits einen Monat vor dem Veranstaltungstag war das Präsenzkartenkontingent ausgebucht. Auch wenn wir gern mehr Besucher begrüßt hätten, freut uns das sehr. Das Thema ist in OWL stark nachgefragt“, bewertet Dr. Jochen Viehoff, Geschäftsführer des Heinz Nixdorf MuseumsForums, die vielen Anmeldungen. Während die Veranstaltung vor Ort auf 200 Teilnehmer:innen begrenzt ist und unter 2G+-Vorgaben stattfindet, rechne man online nochmal mit mehreren hundert Personen im Publikum. „Eine Zahl, die wir ohne die Übertragung im Netz aus Platzgründen gar nicht hätten erreichen können.“
Eine reine Onlineveranstaltung stand dennoch außer Frage: Die Initiatoren des Kongresses DigitaleZukunft@OWL wollen gezielt Gelegenheit zu Austausch und Vernetzung geben. „OWL ist bereits außerordentlich gut vernetzt, allerdings beschränken sich diese Netzwerke oft auf einzelne Themenfelder, Branchen oder Kommunen. In vielen Fällen stehen wir aber vor ähnlichen Herausforderungen, die woanders vielleicht schon gelöst wurden. Mit dem Kongress wollen wir Synergien erkennen und Lösungen teilen“, fasst Michael Dreier, Bürgermeister der Stadt Paderborn, die Ziele zusammen.
Auch Christoph Rüther, Landrat des Kreises Paderborn, sieht hier große Chancen: „Zusammenarbeit ist der Schlüssel zur erfolgreichen Transformation unserer Region. Wir haben im Kreis Paderborn und in OWL eine Vielzahl an klugen Menschen in Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft, die an der digitalen Zukunft arbeiten. In der Zusammenarbeit all dieser Akteure liegt eine große Chance für die Entwicklung OWLs zu einer der innovativsten Regionen in Deutschland.“ Entsprechend vielfältig sind auch die Digitalisierungsbereiche, die der Kongress „DigitaleZukunft@OWL“ abdeckt. Aufgeteilt in vier Themenblöcke finden Projekte aus der digitalen Bildung ebenso Platz wie solche aus dem Kultur- und Sozialbereich.
Wolfgang Marquardt, Prokurist der OstWestfalenLippe GmbH verdeutlicht die Synergien zwischen den Themenfeldern: „Im Spitzencluster it´s OWL erschließen wir die Potenziale von Künstlicher Intelligenz für unterschiedliche Unternehmensbereiche. Die Ergebnisse und Erfahrungen können wir dann auf neue Anwendungsbereiche übertragen, beispielsweise in der beruflichen Bildung, Mobilität oder digitale Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger. Dadurch gelingt es in OWL in besonderer Weise, bedarfsorientierte Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln und in die Breite zu tragen.“ Ein Beispiel ist das BMBF-Kompetenzzentrum Arbeitswelt.Plus, mit dem über 20 Hochschulen, Forschungseinrichtungen und die IG Metall neue Ansätze für Kompetenzvermittlung, Change Management und Mitbestimmung entwickeln.
Mitveranstalter des Kongresses ist die Heinz Nixdorf Stiftung. Vorstand Prof. Dr. Nikolaus Risch betont die Ursprünge der Digitalisierung in der Region, die im Wesentlichen auf den Paderborner Computerpionier Heinz Nixdorf zurückgehen: „Heinz Nixdorf hat immer mit aller Kraft dafür gekämpft, die großartig innovativen Potentiale der Menschen in Paderborn und in ganz Westfalen lebendig und multiplizierbar zu entwickeln und daraus Mut und Kraft zu schöpfen. Das Ziel, in der Digitaltechnik souverän vorne dabei zu sein, bildete das Herzstück seiner Vision, eine lebens- und liebenswerte Zukunft einer solidarischen Gesellschaft in Freiheit zu denken. Er war überzeugt, dass jeder Einzelne mit individuellen Stärken dazu konkrete Beiträge leisten kann und sollte. Souveränität in der komplexen Welt der Digitalen Transformation zu leben, das ist kein Selbstläufer. Seine Stiftungen sind sich auch heute dieser Verantwortung bewusst und handeln entsprechend, hartnäckig, ausdauernd und immer mit dem Ziel, andere zu motivieren und zu unterstützen.“
Smarte Städte und digitale Bildung
Dass die Digitalisierung alle Menschen betrifft, wird schon im Themenblock „Smarte Städte und Digitale Verwaltung“ klar. Hier beantwortet Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Präsident der HafenCity Universität Hamburg, Fragen nach der Stadt von morgen und der Rolle der Bürger darin. Außerdem präsentiert etwa die Open Innovation City Bielefeld Einblicke, wie ganze Stadtgesellschaften bei digitalen Innovationen mitgestalten können. „In der jetzigen Phase des digitalen Wandels möchte Bielefeld eng am Puls der Zeit sein. Wir wollen die vorhandene Digitalkultur und -kompetenz aktiv mit unseren kommunalen Partnern und wissenschaftlichen Einrichtungen teilen. Dazu sind wir unterwegs, die Vorreiterrolle der Region OWL durch Wissenstransfer und Kooperationen zusammen auszubauen“, erläutert Matthias Eichler, Leiter des Bielefelder Digitalisierungsbüros.
Um die Potenziale der Digitalisierung zu erschließen und sich in der digitalen Welt zu bewegen, brauchen die Menschen neue Kompetenzen. Der zweite Themenblock „Digitale Bildung und Digitale Transformation der Arbeitswelt“ zeigt, wie dieser Lernprozess aussehen kann – vom Kindesalter, über die Aus- und Weiterbildung bis in die Rente. Die MINT Community 4.OWL bietet beispielsweise Kindern und Jugendlichen kostenlose Mitmachkurse in außerschulischen Lernorten an, um neue Technologien zu erfahren und neue Berufsbilder kennen zu lernen. Hier werden etwa kleine Roboter programmiert und Brücken aus dem 3D-Drucker gebaut.
Zukunftstechnologien, digitale Gesellschaft und Förderpreis für Ehrenamt
Wie wichtig solche Fähigkeiten im MINT-Umfeld in Zukunft sein werden, zeigt der dritte Block „Zukunftstechnologien und Digitaler Mittelstand“. Besonders tatkräftige Digitalprofis finden so zum Beispiel im Exzellenz Start-up Center.OWL ein Zuhause für Unternehmensgründungen. Wie wertvoll es ist, eine dynamische Startup-Landschaft in der Region zu haben, beleuchtet Christian Miele, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Deutsche Startups e.V.
Der vierte Themenblock – „Digitale Gesellschaft“ – dreht sich um den Einfluss der Digitalisierung auf alle anderen Bereiche des modernen Zusammenlebens. Hier zeigt etwa die Stadt Delbrück, wie mithilfe von Funknetzen Daten zu Grundwasserpegeln und Energienetzen erhoben werden können. Bürgermeister Werner Peitz unterstreicht die Bedeutung des Kongresses für seine Stadt: „Die Stadt Delbrück vertritt unter den Initiatoren des Digitalkongresses insbesondere die kleinen und mittleren Kommunen OWLs. Wir wollen mit unserem LoRaWAN-Projekt zeigen, dass auch die Kleinen in ganz großer Runde dabei sein können – mit einem Projekt, das landesweit Strahlkraft hat!“
Neben den großen Themenblöcken wird auch das Ehrenamt besonders gewürdigt. Der Verein Paderborn überzeugt e.V. hatte Anfang des Jahres einen Förderpreis ausgelobt, mit dem das unentgeltliche Engagement von Bürger:innen in regionalen Digitalprojekten belohnt werden soll. 25 Bewerbungen waren eingegangen. Die Gewinner:innen der drei Preiskategorien, die mit insgesamt 10.000 Euro dotiert sind, werden im Rahmen der Veranstaltung bekannt gegeben.
Unterstützt wird der Kongress von einem regional verwurzelten Partnernetzwerk. Über 50 Organisationen aus Ostwestfalen-Lippe stehen hinter den Initiatoren der Veranstaltung. So soll deutlich werden: Wenn es um die Digitalisierung geht, zieht die Region an einem Strang.
Auf dem Foto (v.l.): Matthias Eichler (Leiter Digitalisierungbüro Bielefeld), Prof. Dr. Nikolaus Risch (Vorstand, Heinz Nixdorf Stiftung), Michael Dreier (Bürgermeister, Stadt Paderborn), Wolfgang Marquardt (Prokurist, OstWestfalenLippe GmbH), Dr. Jochen Viehoff (Geschäftsführer, Heinz Nixdorf MuseumsForum), Werner Peitz (Bürgermeister, Stadt Delbrück) und Christoph Rüther (Landrat, Kreis Herford).
startklar Themenspecials sind gut besucht
Donnerstag Abend ungefähr halb zehn in einer digitalen Wolke in OstWestfalenLippe...
Über 30 Mitglieder unserer startklar-Teams sind fit und motiviert, um Stefan Edler von der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld bei seinem super Input zum Thema Kundengewinnung und Kundengewinnung zu lauschen und die Gelegenheit zu nutzen ihre Gründung auf Erfolgskurs zu bringen. Anna-Lena Lütke-Börding, Projektverantwortliche des startklar Businessplanwettbewerbs, moderierte und organisierte die Veranstaltung.
Den Input "kundengewinnung und Kundnebindung" haben wir bereits im Rahmen der Gründerinnenakademie OWL angeboten und er ist nach wie vor Gold wert! Und so wie die Arbeit im Marketing, die sich regelmäßig mit den Veränderungen des Marktes und der Zielgruppe auseinander setzen muss, so wird auch dieses Seminar immer wieder angepasst und weiter entwickelt. Tolle Arbeit!
Am Ende des Abends haben die Teams einen fundierten Einblick in das Thema Marketing gewonnen und wissen nun, dass es dabei bei weitem nicht nur um Werbung geht. Tipps und Tricks inklusive - Herzlichen Dank dafür !
Die Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld ist übrigens Mit-Sponsor von startklar. Und weil einige unserer Sponsoren über viel Expertise im Bereich Gründung verfügen und diese gerne teilen, treffen die Teams sie in einigen Workshops als Referent*innen an und profitieren so von dem geballten Know-How aus OWL - einfach toll- vielen Dank an dieser Stelle: Sparkasse Paderborn-Detmold | Sparkasse Bielefeld - GründerCenter und alle Sparkassen in OWL | BDO | HLB Stückmann | IHK Ostwestfalen zu Bielefeld | IHK Lippe zu Detmold | IKK classic | Schüco International KG | WAGO | Wortmann & Partner & Co. KG
Weiter geht es am 01. Februar mit dem Special "Social Media Marketing-Strategie" mit Thorsten Ising. Das Seminar ergänzt den Input von gestern perfekt. Wir freuen uns schon drauf und bedanken uns bei allen Teams für die rege Teilnahme an den Workshops.
Und um die digitale Wolke mal ein klein wenig weg zu schieben, haben wir diesmal ein bisschen Sonne mit ins Spiel gebracht :) 
Businessplanwettbewerb startklar startet mit voller Energie ins Jahr 2022
OstWestfalenLippe sprüht voll innovativem Gründungsgeist - kreativ, innovativ und divers - so kann man die bunte Mischung an Teams des diesjährigen startklar-Businessplan Wettbewerbs wohl bezeichnen. Neben den Preisen von bis zu 10.000 € bietet der Wettbewerb vor allem einen ganz besonderen Mehrwert: Zugang zu einem vitalen und wachsenden Gründungsökosystem OWL und zu vielen anderen kreativne und spannenden Gründerinnen und Gründern, die sich auf den Weg machen ihre Gründungsidee in die Tat umzusetzen!
Was für Synergien, neue und künftige Geschäftsbeziehungen und weiterer Mehrwert sich daraus ergibt bleibt unserem Auge zwar vorerst verborgen, direkt zu erkennen ist für uns aber die großartige Offenheit und die Wertschätzung mit der sich die Teams in diesem Wettbewerb begegnen. Am 07. Janunar konnten wir wieder Zeuge von diesen großartigen Eigenschaften von Gründerinnen und Gründern werden.
Inspirierend und wertvoll war die Veranstaltung, die von Anna-Lena Lütke-Börding, Projektmanagerin des startklar Wettbewerbs bei der OstWestfalenLippe GmbH moderiert und begleitet wurde. Wer Lust hatte konnte in entspannter Atmosphäre seine oder ihre Gründungsidee in Breakoutsessions pitchen, Fragen zum weiteren Ablauf des Wettbewerbs stellen und sich mit den anderen Gründerinnen und Gründern über Fragen und Themen zur Gründung austauschen. Der Austausch wird auch außerhalb des Wettbewerbs fortgeführt, wie uns die Teams erzählen - das nennen wir nachhaltig! Wir freuen uns auf die nächste Veranstaltung am Montag, den 17, Januar, bei der es um die Verschriftlichung des Businessplans geht.
Impression des Tages: 
Der Wettbewerb 2021/22 läuft seit etwa einem Monat – eine gute Zeit also für einen kleinen Rück- und Ausblick.
Ein eigenes Unternehmen gründen – gar nicht so einfach. Für das Innovationsökosystem der Region OstWestfalenLippe sind frische Köpfe mit guten Ideen jedoch ungemein wichtig. Der Businessplan-Wettbewerb startklar hat daher zum Ziel, Unternehmensgründer:innen auf dem Weg zur eigenen Firma zu unterstützen, und bereichert die Region so mit einer starken Gründerszene. Der Wettbewerb 2021/22 läuft seit etwa einem Monat – eine gute Zeit also für einen kleinen Rück- und Ausblick.
Am 15. November fiel der Startschuss mit einem ersten Netzwerk-Treffen am Paderborner Sitz der Sparkasse Paderborn-Detmold. Etwa 60 Teilnehmer:innen kamen zusammen, um den Auftakt zum Wettbewerb zu feiern und sich bei einem kleinen Imbiss kennenzulernen. Schnell wurde deutlich: Hier entsteht ein Netzwerk, dass die Gründer:innen noch lange begleiten wird. Auch einige der Lots:innen waren dabei (siehe Foto unten). Jedes Team bekommt Lots:innen zugeteilt, die in den kommenden Monaten als niedrigschwellig erreichbare Ansprechpersonen fungieren. Bei jeder Frage, die im Gründungsprozess aufkommt, wissen sie entweder gleich selbst die Antwort, oder können an die jeweiligen Experten verweisen. So wird sichergestellt, dass alle Teams mitgenommen werden und einen unkomplizierten wie hochwertigen Zugang zu Informationen und Insider-Wissen haben. |
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| Neben den Lots:innen besteht in den regelmäßigen Workshops eine weitere Möglichkeit, Know-How aufzubauen. Für viele neue Unternehmen und vor allem Start-ups ist die Prototypen- und Produktentwicklung zunächst zentral. Neben ersten Marketing- und Vertriebsaktivitäten liegt hier am Anfang oft der Fokus. Nicht aus den Augen verloren werden dürfen dabei allerdings finanzielle und juristische Fragen. Welche Unternehmensform bietet sich an? Wie werden Umsätze richtig versteuert? Wie sieht eine gesunde Finanzplanung aus? Antworten auf diese und weitere Fragen sind Teil der vielfältigen Veranstaltungen, zu denen startklar-Teilnehmer:innen Zugang bekommen. |
So drehte sich etwa im ersten von vier Businessplan-Workshops am 20. November alles um das Thema „Angebot und Nachfrage“. Nicolas Megow, Spezialist für Lean Start-up, erläuterte hier in der Founders Foundation in Bielefeld Grundlagen und Methoden, Angebot und Nachfrage effektiv zusammenzuführen. Dabei ging er auf viele Aspekte rund um die Entwicklung und Verwerfung eines Angebotes, aber vor allem auch auf die Relevanz der kontinuierlichen Anpassung des Angebots auf Grundlage von Erfolgsmessungen ein. Weiterhin wurden Tools und Zeitpläne vorgestellt, mit denen die Gründer:innen ihr Angebot auf die Nachfrage abstimmen können (Foto: Jana Gerdes (WEGE Bielefeld), Anna-Lena Lütke-Börding (OstWestfalenLippe GmbH) und Janina Ostendorf (Founders Foundation)). Am 11. Dezember ging es um die Entwicklung von Prototypen und die Preisgestaltung. Wenn neue Unternehmen in einen bestehenden Markt eintreten, besteht in der Bestimmung eines angemessenen Preises für Produkt oder Dienstleistung ein Gang auf Messers Schneide: Setzt man zu tief an, können die eigenen Kosten u.U. nicht gedeckt werden – bei einer nachträglichen Anhebung des Preises könnten erste Kunden verloren gehen. Setzt man indes zu hoch an, steigt die Hürde für potenzielle Kunden, dem neuen Akteur am Markt eine Chance zu geben. Damit die Teilnehmer:innen von startklar hier eine klare Richtschnur an die Hand bekommen, erarbeiteten sie mit Nicolas Megow erste geeignete Preise für ihre prototypischen Angebote. Etwa 30 Gründer:innen waren dabei (siehe Foto unten). |
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| Während der Wettbewerb damit für das restliche Jahr 2021 eine Winterpause einlegt, geht es 2022 fulminant weiter. Mit einem Netzwerktreffen, dem dritten Businessplanworkshop und zwei Themenspecials ist der Januar bereits vollgepackt mit spannenden Veranstaltungen, die für jede:n Gründer:in wichtig sind. So drehen sich die Specials etwa um die Kundengewinnung und die sozialen Medien als Marketingwerkzeug – im digitalen Zeitalter zwei Themen, die fest zusammengehören. Hier können sich die Teams auf Inputs von Stefan Edler (Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld) und Thorsten Ising (selbständiger Online-Marketing- & Social-Media-Manager) freuen. Wir können gar nicht erwarten, zu sehen, was für tolle Unternehmen die Gründer:innen auf die Beine stellen werden, und halten Sie über alle Entwicklungen auf dem Laufenden! Übrigens können nach wie vor noch neue Teams einsteigen. Einfach anmelden unter www.startklar-owl.de. |
„Diese Vision, zirkulär zu wirtschaften – also das Ganze nicht nur als grünen Trend zu verstehen, sondern wirklich Wirtschaftswachstum zu erzeugen – und das auf nachhaltige Weise.“ Sven Brüske ist überzeugt: Ohne Kreislaufwirtschaft geht es in Zukunft nicht.
„Diese Vision, zirkulär zu wirtschaften – also das Ganze nicht nur als grünen Trend zu verstehen, sondern wirklich Wirtschaftswachstum zu erzeugen – und das auf nachhaltige Weise.“ Sven Brüske ist überzeugt: Ohne Kreislaufwirtschaft geht es in Zukunft nicht. Als Projektkoordinator betreut er beim Innovationsnetzwerk Energie Impuls OWL das Projekt CirQuality OWL, das die Vorbereitung der Region auf zirkuläres Wirtschaften zum Ziel hat.
Zirkulär zu wirtschaften heißt, bestehende Prozesse und Strukturen, Geschäftsmodelle und vor allem den Materialeinsatz neu und nachhaltig zu denken. Bestenfalls bleiben so viele bereits verwendete Rohstoffe im Wertstoffkreislauf, dass keine neuen Rohstoffe verbraucht werden müssen. Es entsteht eine Wirtschaft, die den gesamten Lebenszyklus eines Produktes begleitet und etwa verschrottete Waschmaschinen in ihre Einzelteile zerlegt, ihre Bestandteile wieder der Produktion zuführt und ihnen ein zweites, drittes und viertes Leben einhaucht. CirQuality OWL soll das Know-How über zirkuläres Wirtschaften in der Region stärken und ein Netzwerk für Erfahrungsaustausch, Diskussion und Wissenstransfer aufbauen. „Wir wollen die Unternehmen in allen Bereichen dazu befähigen, an der Circular Economy, an der zirkulären Wertschöpfung arbeiten zu können“, bringt Sven Brüske das Projektziel auf den Punkt. Im Ökosystem aus Unternehmen, Politik, Hochschulen und Gesellschaft werden die Akteure qualifiziert und strategisch unterstützt.
„Zu Beginn mussten wir den Begriff Circular Economy oftmals noch erklären – das hat sich innerhalb kürzester Zeit geändert.“
Als das Projekt vor zwei Jahren startete, war zirkuläres Wirtschaften ein eher „grünes Thema“, das bei den meisten Unternehmen keine Priorität genoss. Schließlich prasselten doch auf viele Mittelständler und Konzerne schon genügend andere Herausforderungen ein. So mussten die Projektmitarbeiter:innen und Expert:innen von CirQuality OWL im Kontakt mit den Betrieben oftmals bei null anfangen und zunächst ein Grundverständnis für zirkuläres Wirtschaften aufbauen – Sven Brüske verschlagwortet diesen Prozess unter „Capacity Buildung“. Den Unternehmen musste vielfach das hohe Potenzial dargelegt werden, das über ein ideelles Interesse an Nachhaltigkeit hinausgeht und wirtschaftlichen Nutzen verspricht. Die Reaktionen: Oftmals eher zurückhaltend. Es brauchte Zeit und Überzeugungsarbeit, um zu erkennen, dass Circular Economy kein kurzfristiger Trend ist. Inzwischen sind Brüske und sein Team selbst überrascht, in welcher Geschwindigkeit das Thema Fahrt aufgenommen hat.
„Das ist kein reines grünes Thema, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit.“
Um Circular Economy anzugehen, „gehört unternehmerischer Mut an der ein oder anderen Stelle dazu“, berichtet Brüske. Für viele Unternehmen wird es inzwischen allerdings wirtschaftlich notwendig. Denn gerade 2021 hat sich gezeigt, dass Rohstoffe knapper werden, nicht lieferbar sind oder sich stark verteuern. Insbesondere bei Elektrobauteilen kann der Mangel schon heute die Produktion beeinträchtigen. Der Wirtschaftsstandort Deutschland ist abhängig von importierten Rohstoffen, wodurch heimische Unternehmen Engpässe sehr deutlich spüren. Steigt der Grad der Wiederverwertung bereits im Land befindlicher Stoffe, sinkt die Abhängigkeit von langen Lieferketten – Unternehmen werden somit resilienter.
Die Vorteile, die zirkuläres Wirtschaften verspricht, sind aus rein unternehmerischer Sicht bereits überzeugend. Hinzu kommen politische Vorgaben: Die EU legt mit dem Green Deal immer schärfere Vorgaben für Recyclingquoten und den Einsatz von zirkulär gewonnenem Material vor. Und auch beim Verbraucher hierzulande wächst das Interesse an nachhaltig hergestellten Gütern. Gleichzeitig stellt das unglaublich komplexe Thema gerade kleine und mittlere Unternehmen vor große Herausforderungen: Wie und wo kann angefangen werden? Welche Akteure aus welchen Bereichen müssen mit ins Boot geholt werden? Klar ist: Um ein Produkt „from the cradle to the grave“, also über seinen gesamten Lebenszyklus mit Zirkularität im Hinterkopf begleiten zu können, müssen zahlreiche Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette an einem Strang ziehen.
„Ostwestfalen-Lippe ist der perfekte Nährboden.“
CirQuality OWL hat das Thema für Ostwestfalen-Lippe in den Fokus gerückt und erzeugt damit positive Resonanz inner- und außerhalb der Region: „Ostwestfalen-Lippe und Circular Economy – das hören wir häufig, dass das im Kontext steht“, berichtet Brüske. Unternehmen wie Windmöller, Schüco oder ZF Friedrichshafen gehen mit Best Practices voran und zeigen, dass sich ein finanzieller Vorteil – und damit ein Wettbewerbsvorteil – erzielen lässt. Die Voraussetzungen, die es für das zirkuläre Wirtschaften in OWL gibt, stimmen Brüske positiv: „Ein starker Produktionssektor, der aber rohstoffabhängig ist, mit unseren Digitalkompetenzen, mit unserer Hochschullandschaft, mit der Kooperationsbereitschaft zwischen Hochschulen, Unternehmen und Institutionen. Das ist der perfekte Nährboden!“
startklar Businessplanworkshop "Preis und Prototypen"
Am Samstag, den 11.12. fand der zweite Businessplanworkshop zum Thema "Preis und Prototypen" statt. Dieses Mal konnten wir 30 Teilnehmende begrüßen. Referent Nicolas Megow führte durch das Seminar.und im Anschluss gab es noch eine kurze online-Führung durch das StartMiUp in Minden mit dem Leiter Jens Walsemann.
Den richtigen Preis für die eigene Dienstleistung oder das eigene Produkt zu finden ist gar nicht so leicht. Neben den Herstellungskosten möchten Gründer und Gründerinnen ja schließlich in Zukunft auch von ihrem Unternhemen leben können. Welche Marge schlage ich also auf mein Produkt? Was nimmt mir die Kundschaft ab und sollte ich vielleicht erstmal meine Leistungen verschenken, um überhaupt Kundschaft zu bekommen? Viele solcher Fragen beschäftigen die Teams. Und nicht nur der Preis, sondern auch der Protoyp ist ein großes Thema: Kann ich erst auf den Markt gehen, wenn mein Produkt perfekt ist? Oder wie stelle ich das an?
Nicolas Megow, Experte für Lean Startup führte die Gründerinnen und Gründer mit vielen praktischen Beispielen und Leitlinien durch die Veranstaltung und gab Antworten und wertvolle Tipps zu den vielen Fragen. Am Ende blieb keine davon offen und die Teams nehmen, neben vielen detailiierten und individuellen Erkenntnissen, mindensten zwei Dinge mit:
1. Ich verschenke nichts und starte auch nicht mit Rabattaktionen, denn mein Produkt, meine Dienstleistung ist etwas wert. Sobald ich einen Kunden oder ein Kundin habe, die den Preis bezahlen möchte, dann lasse ich den Preis natürlich auch bezahlen.
2. Mein erstes Angebot (Protoyp) muss nicht perfekt sein, um auf den Markt zu gehen. Das Produkt entwickelt sich durch stetige Verbesserung, Feed Back und Evaluierung weiter, bis es eines Tages top ist, ganz nach dem Motto: "Wenn Dir die erste Version Deines Produktes nicht peinlich ist, hast Du es zu spät auf den markt gebracht."
Wir freuen uns auf die nächsten Veranstaltungen. Der 3. Businessplanworkshop findet am 22. Januar von 09:00 -16:00 online via Zoom statt und es geht um das spannende Thema " Markt, Wettbewerb und Markteintritt"
startklar zählt mittlerweile übrigens 75 teilnehmende Teams! Wir freuen uns riesig über die gute Resonanz :)
Hier noch eine Impression des Tages mit einigen der teilnehmenden Teams und Anna-Lena Lütke-Börding, OWL GmbH und Jens Walsemann, Leiter StartMiup
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Der erste von vier Businessplanworkshops fand am Samstag, den 20. November in der Founders Foundation statt
Am Samstag sind wir mit der Workshopreihe: In 4 Workshops zum Unternehmen gestartet. Nicolas Megow, Spezialist für Lean Startup hat die Teams hierzu in einem spannenden Seminar in der Founders Foundation mitgenommen auf eine Reise zum MIttelpunkt eines jeden Unternehmens: dem Fitting von Angebot und Nachfrage. Dabei ging Nicolas auf viele Aspekte rund um die Entwicklung und Verwerfung eines Angebotes, aber vor allem auch auf die Wichtigkeit der kontinuierlichen Anpassung des Angebots auf Grundlage von Messungen ein. Er stellte Tools und Zeitpläne vor und gab den Gründerinnen und Gründern so wertvolle und praxistaugliche Werkzeuge an die Hand. Eine spannende Veranstaltung, die den Teams nicht zuletzt zeigte, dass die Leanstatrup-Methode die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Markteintritts definitv erhöht.
Danke an Janina Ostendorf von der Founders Foundation für die Gastfreundschaft und den Supprt des Wettbewerbs als Lotsin. Ebenfalls dabei waren Jana Gerdes von der WEGE Bielefeld, die ebenfalls als Lotsin mit dabei ist und Anna-Lena Lütke-Börding von der OWL GmbH, die den Wettbewerb organisiert.
Wir freuen uns auf den nächsten Workshop am 11. Dezember im StartMiUp in Minden.
Hier noch eine Impression mit von links: Jana Gerdes, WEGE mbH | Anna-Lena Lütke-Börding, OWL GmbH | Janina Ostendorf, Founders Foundation gGmbH

Über 60 Teams aus ganz OWL haben sich aufgemacht und sich für den Businessplanwettbewerb registriert. Am Montag, den 15. November fand die startklar Auftaktveranstaltung in der Sparkasse Paderborn Detmold statt.
Der startklar Businessplanwettbewerb ist Anfang November erfolgreich in die siebte Runde gestartet. Es haben sich bereits über 60 Teams mit Gründungsprojekten aus den vielfältigen Branchen mit spannenden neuen und innovativen Produkten und Dienstleistungen registriert. Der Mut, die Kreativität und das unternehmerische Denken der Gründerinnen und Gründer spiegelt den Gründungsgeist OstWestfalenLippes beispielhaft wider und wird nachhaltig dazu beitragen, dass OWL auch in Zukunft ein lebendiger Wirtschaftsstandort bleibt. Wir sind gespannt auf die Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle und die Businesspläne, die wir im April 2022 zu sehen bekommen werden.
Am Montag, den 15. November fanden sich Vertreter und Vertreterinnen verschiedener startklar- Teams, der Partnerorganisationen, der Jury und der Sponsoren zusammen, um unter Einhaltung der Corona-Vorschriften und in inspirierender Atmosphäre den Auftakt des Wettbewerbs einzuläuten. Auf der Bühne begrüßte Hubert Böddeker, Vorsitzender der Jury und Geschäftsführer der Sparkasse Paderborn-Detmold die Anwesenden mit einer herzlichen Ansprache. Er machte deutlich warum sich die Sparkassen in OWL bereits seit vielen Jahren, u.a. als Hauptsponsor des startklar Wettbewerbs für Gründer und Gründerinnen einsetzen und wieso OWL gründungswillige Menschen braucht. Wolfgang Marquardt, Prokurist der OstWestfalenLippe GmbH stellte die gute Zusammenarbeit der beteiligten Partnerorganisationen des Businessplanwettbewerbs in den Fokus seiner Rede. Denn die regionale Zusammenarbeit und gute Vernetzung der Aktuere in OWL ist ein wichtiger Pfeiler bei der Entwicklung und Pflege des Gründungsökosystems in OstWestfalenLippe und ist somit Motor für eine lebendige Gründungskultur. Auf den Ablauf des Wettbewerbs ging Anna-Lena Lütke-Börding, Projektleiterin des startklar Wettbewerbs bei der OstWestfalenLippe GmbH ein und brachte den Teams durch ein Interview mit der erfolgreichen Unternehmerin und Gründerin von somaFitness, Nina Kache, die Bedeutung der Erstellung eines Businessplans näher. Im Anschluss lernten die anwesenden Teams ihre Lotsinnen und Lotsen kennen und hatten die Möglichkeit, mit ausreichend Abstand, aber in live im hauseigenen Bistro in lockerer Atmosphäre zu netzwerken. Ein schöner Auftakt für eine großartige Wettbewerbsrunde.
Hier die startklar-Partner, die gleichzeitig wesentlicher Bestandteil des Gründungsökosystems in OWL sind:
Fachhochschule Bielefeld, Fachhochschule des Mittelstands, Fachhochschule der Wirtschaft, Founders Foundation, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter, Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe, Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen, Industrie- und Handelskammer Lippe, Interkommunale Wirtschaftsförderung Kreis Herford, it´s OWL, Kreis Lippe, Kreis Minden-Lübbecke, Kreis Paderborn, Pro Wirtschaft GT, OstWestfalenLippe GmbH, Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, TecUp Universität Paderborn, Universität Bielefeld, VDI Bezirksverein OWL, Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft WEGE Bielefeld, Wirtschaftsförderungsgesellschaft Paderborn, heder:lab, Hochschule Hamm-Lippstadt, StartMiUp.
Hauptsponsor:
Sparkassen in OstWestfalenLippe
Weitere Sponsoren:
BDO Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Handwerkskammer OWL, HLB Stückmann & Partner, IHK Ostwestfalen, IHK Lippe, IKK Classics, Schüco, Wago, Wortmann & Partner Rheda-Wiedenbrück