Rückschau | Vorbereitungstreffen - Big Sister Mentoring Programm
Mit dem Start des Big Sister Mentoring Programms 2026 fiel im Juni der Auftakt für acht neue Mentoring-Tandems. In zwei digitalen Vorbereitungstreffen wurden Mentorinnen und Mentees auf ihre gemeinsame Zusammenarbeit vorbereitet und erhielten die Gelegenheit, sich mit den Zielen, Rollen und Rahmenbedingungen des Programms vertraut zu machen.
Den Anfang machte das Treffen der Mentees am 16. Juni. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Chancen Mentoring für Gründerinnen bietet und wie die Zusammenarbeit mit einer erfahrenen Unternehmerin gestaltet werden kann. Die Teilnehmerinnen reflektierten ihre aktuelle Situation, tauschten sich über Herausforderungen im Unternehmensalltag aus und formulierten persönliche Erwartungen sowie Ziele für das Mentoring. Dabei wurde deutlich: Die Mentees bringen bereits vielfältige Kompetenzen mit. Das Programm soll sie dabei unterstützen, ihre Rolle als Unternehmerin weiterzuentwickeln und neue Perspektiven für die eigene Gründung zu gewinnen.
Im Vorbereitungstreffen der Mentorinnen am 18. Juni standen die Rolle und Haltung als Mentorin im Fokus. Gemeinsam wurde erarbeitet, was gutes Mentoring ausmacht: Vertrauen, Offenheit, Vertraulichkeit, Wertschätzung und Austausch auf Augenhöhe. Gleichzeitig wurden die Grenzen der Rolle thematisiert. Mentoring versteht sich als Erfahrungs- und Reflexionsraum, nicht als Coaching, Beratung oder Lösung aller Herausforderungen.
Beide Veranstaltungen verdeutlichten, dass erfolgreiche Mentoring-Beziehungen von Verbindlichkeit, gegenseitigem Respekt und Eigeninitiative leben. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden einen Überblick über den zeitlichen Ablauf des Programms sowie die geplanten gemeinsamen Meilensteine.
Die acht neu gebildeten Tandems werden sich als nächstes bei einem Kick-Off-Event in Person kennenlernen. In den kommenden Monaten werden die Mentorinnen und Mentees ihre Zusammenarbeit vertiefen, Erfahrungen teilen und gemeinsam an den individuellen Entwicklungszielen der Gründerinnen arbeiten.


Auf dem Schnuppertag der VHS Bielefeld informiert die Regionalagentur OWL gemeinsam mit ihren Partnern des Netzwerks „Weiterbildung to go“ über vielfältige Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung. Interessierte erhalten Informationen zu passenden Weiterbildungsangeboten, Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten sowie zu den Inhalten verschiedener Qualifizierungen. Ziel ist es, Orientierung für die persönliche berufliche Entwicklung zu bieten und Interessierte bei der Vorbereitung auf ihren nächsten beruflichen Schritt zu unterstützen. Der Schnuppertag findet am 15. Juli 2026 von 17:00 bis 20:00 Uhr in den Räumen der VHS Bielefeld statt.
Das sind die Partner im Netzwerk „Weiterbildung to go“: Regionalagentur OWL, VHS Bielefeld, Handwerkskammer OWL, IHK Ostwestfalen, Agentur für Arbeit Bielefeld, Jobcenter Arbeitplus Bielefeld und REGE mbH
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) NRW hat den Aufruf zur Einreichung von Interessenbekundungen für die Beratungsstellen Arbeit (BSA) im Kreis Paderborn veröffentlicht.

Die Beratungsstellen Arbeit beraten erwerbslose Menschen und Menschen, die von prekärer Beschäftigung und Arbeitsausbeutung bedroht oder betroffen sind. In jeder Gebietskörperschaft in NRW gibt es eine Beratungsstelle Arbeit. Sie beraten in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen und arbeiten eng mit weiteren regionalen und überregionalen Partnern zusammen. Mit über 80.000 Beratungen im Jahr 2024 sind die BSA ein elementarer Teil des nordrhein-westfälischen Beratungsnetzwerks gegen Arbeitsausbeutung. Mit dem neuen Aufruf soll die BSA im Kreis Paderborn mit einer weiterentwickelten Konzeption gefördert werden.
Bis zum 05. Juni 2026 können Antragsberechtigte ihre Interessenbekundung einreichen.
Alle Informationen und Antragsunterlagen finden Sie auf der Seite des MAGS NRW: https://www.mags.nrw/esf-2021-2027-aufrufe
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die Regionalagentur OWL.


Mit der Kickoff-Veranstaltung, die in diesem Jahr in der Wissenswerkstadt in Bielefeld stattfand, ist unser Mentoring-Programm für qualifizierte zugewanderte Frauen in die neue Runde gestartet.
Bereits in den ersten Gesprächen zwischen Mentorinnen und Mentoren sowie den Mentees wurde deutlich, wie viel Offenheit, Motivation und gegenseitiges Interesse die Atmosphäre des Nachmittags geprägt haben. Insgesamt sind 21 Tandems entstanden, die nun über sechs Monate hinweg gemeinsam ihren Weg gehen werden. In dieser Zeit stehen persönlicher Austausch, gegenseitiges Lernen, berufliche Orientierung und der Aufbau wertvoller Netzwerke im Mittelpunkt.
Eine besondere Bereicherung des Kickoff-Events waren die Beiträge von Saikal Gerlach und Christina Zweigle. Mit persönlichen Einblicken aus ihrer eigenen Erfahrung als Mentee beziehungsweise Mentorin vermittelten sie, welche Chancen und Entwicklungen aus einer vertrauensvollen Mentoring-Beziehung entstehen können. Gleichzeitig gaben sie den neuen Tandems wertvolle Impulse und Motivation für die gemeinsame Zeit mit auf den Weg.
Wir freuen uns sehr auf die kommenden Monate voller inspirierender Begegnungen, neuer Impulse und persönlicher Entwicklungen und wünschen allen Tandems einen erfolgreichen und bereichernden gemeinsamen Weg.
Foto 1: Die Mentorinnen und Mentoren zum Mentoring Programm, OWL GmbH Kompetenzzentrum Frau und Beruf: (links) Eva Leschinski, Leitung und Wolfgang Marquardt Geschäftsführer der OWL GmbH
Foto 2: Mentoring Programm 2026, Wolfgang Marquardt Geschäftsführer der OWL GmbH, Petra Mattes Projektmanagerin OWL GmbH
Für die Sicherung des Fachkräftebedarfs in Ostwestfalen-Lippe gewinnt die internationale Fachkräftegewinnung zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig braucht es verlässliche Qualitätsstandards, transparente Prozesse und faire Rahmenbedingungen.
Vor diesem Hintergrund luden die Regionalagentur OWL und das Amt für Wirtschaft und Tourismus des Kreises Paderborn am 23. April in Paderborn zu einem Expertendialog mit privaten Dienstleistern und Akteuren der Anwerbewirtschaft ein.
Einen fachlichen Impuls gab Almut Schmitz von der Fachkräfteagentur International NRW zum Thema „Standards für eine faire Anwerbung internationaler Fachkräfte in NRW“. Vorgestellt wurden dabei zentrale Qualitätskriterien wie transparente Kostenstrukturen, faire Verfahren, verlässliche Vermittlungsstandards sowie gute Integrationsperspektiven.
Zudem wurde das neue Selbstauskunftsformular für Personalvermittlungsagenturen vorgestellt. Es schafft mehr Transparenz im Vermittlungsprozess, macht Qualitätsstandards sichtbar und bietet Unternehmen Orientierung bei der Auswahl seriöser Partner. Weitere Informationen finden Sie hier:
Im gemeinsamen Austausch wurde deutlich: Erfolgreiche internationale Rekrutierung beginnt bereits im Anwerbeprozess und lebt von gemeinsamen Qualitätsmaßstäben sowie vertrauensvoller Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Am 21.04.2026 referierten Marie Homann und Lisanne Bernsmann von der Organisationsberatung Rheingans vor rund 90 Personalverantwortlichen, Führungskräften und Interessierten zum Thema „Zufriedene Teams, starke Unternehmen – Stärkenbasiertes Arbeiten als Erfolgsfaktor“.
Im ersten Themenblock erläuterte Marie Homann, was eine echte Stärke ausmacht. Nicht alles, was Menschen gut können, sei automatisch eine Stärke. Während Kompetenzen oft erlernt werden, geben Stärken Energie, fallen leicht und sind dauerhaft vorhanden. Mitarbeitende, die ihre Stärken einsetzen können, erleben mehr Wohlbefinden und Engagement.
Anschließend stand im Fokus, wie Stärken im Team sichtbar gemacht werden können. Entscheidend sei weniger ein bestimmtes Testverfahren als vielmehr der offene Austausch: Welche Aufgaben fallen leicht? Wann entsteht Konzentration? Welche Tätigkeiten motivieren besonders? Praxisbeispiele verdeutlichten, wie Unternehmen diesen Ansatz im Alltag nutzen können.
Im weiteren Verlauf ging es um die Umsetzung in der Praxis. Stärkenbasiertes Arbeiten bedeute nicht, alles neu zu organisieren, sondern Aufgaben passender zu verteilen und Rollen bewusst zu hinterfragen. Dabei verwiesen die Referentinnen auch auf typische Wahrnehmungsfallen, etwa traditionelle Rollenbilder oder die dauerhafte Verteilung bestimmter Aufgaben an einzelne Personen.
Als wichtige Grundlage nannten sie psychologische Sicherheit im Team. Nur wenn Mitarbeitende offen ansprechen können, was ihnen Energie gibt oder entzieht, kann stärkenorientiertes Arbeiten gelingen. Führungskräfte spielen dabei eine zentrale Rolle.
Zum Abschluss erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Impulse für den direkten Transfer in den Arbeitsalltag. In der anschließenden Fragerunde wurde deutlich: Stärkenbasiertes Arbeiten ist ein wirksamer Ansatz, um Mitarbeitende zu fördern und Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen.

Referentinnen: (links) Marie Homann und (unten) Lisanne Bernsmann von der Organisationsberatung Rheingans
Projektmanagerin Kompetenzzentrum Frau und Beruf: (rechts) Kim Lasche
Am 18. März 2026 traf sich der Arbeitskreis „Vernetzte Bildungsräume OWL“ bei der OWL GmbH in Bielefeld. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen rund um die berufliche Weiterbildung sowie die stärkere Vernetzung regionaler Akteure.
Ein zentrales Thema war die Vorstellung und Diskussion mit Akteuren der Weiterbildung aus OWL des nationalen Weiterbildungsportals „mein NOW“ durch die Bundesagentur für Arbeit. Das Portal bündelt Informationen zu Berufen, Weiterbildungsangeboten, Fördermöglichkeiten und Beratungsstellen und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Ergänzend wurde der neue Fördercheck vorgestellt, der insbesondere Unternehmen eine erste Orientierung zu Qualifizierungsangeboten bietet.
Darüber hinaus berichtete das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW zum Stand der Initiative „Vernetzte Bildungsräume“. Für OWL wurde insbesondere die Chance betont, die regionale Sichtbarkeit – etwa im Bereich Beratung – weiter auszubauen.
Ein weiterer Fokus lag auf der Planung der Weiterbildungsveranstaltung „Zukunftswerkstatt Weiterbildung OWL“, die am 14. September 2026 in Bielefeld stattfinden wird.
Der Austausch machte deutlich: Die enge Zusammenarbeit der regionalen Akteure bleibt ein zentraler Baustein, um Weiterbildung in Ostwestfalen-Lippe zukunftsfähig zu gestalten.
Am 24. März referierte Debbie Stoll vor zahlreichen Personalverantwortlichen, Führungskräften und Interessierten zum Thema „Von Ankunft bis Ankommen: Durch gutes Onboarding internationale Fachkräfte nachhaltig integrieren“.
Zu Beginn machte die Referentin deutlich, dass Onboarding weit mehr ist als ein gelungener erster Arbeitstag. Vielmehr handle es sich um einen längeren, bewusst gesteuerten Prozess mit zwei zentralen Zielen: neue Mitarbeitende fachlich handlungsfähig zu machen und sie zugleich sozial in das Team zu integrieren. Erfolgreiches Onboarding verbinde daher fachliche und soziale Befähigung.
Im weiteren Verlauf lenkte Debbie Stoll den Blick auf psychologische Aspekte der Integration internationaler Fachkräfte. Menschen aus anderen Ländern könnten mitunter das Gefühl haben, weniger wert zu sein oder den Erwartungen nicht zu genügen. Solche Selbstbilder würden die Anpassung zusätzlich erschweren. Umso wichtiger sei ein wertschätzendes Umfeld, das Sicherheit vermittelt und Zugehörigkeit fördert.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Erwartungsmanagement. Unterschiedliche kulturelle Prägungen beeinflussen häufig die Wahrnehmung von Ressourcen, Verantwortung und Handlungsspielräumen. So können beispielsweise verschiedene Erfahrungen im Umgang mit Budgets oder Entscheidungsprozessen zu Missverständnissen führen. Transparente Kommunikation und klare Orientierung seien deshalb entscheidend.
Ebenso thematisierte die Referentin, dass Fragen oder Unsicherheiten nicht immer offen angesprochen werden. Gründe dafür können Sorge vor Gesichtsverlust oder die Prägung sein, sich nicht in den Vordergrund zu stellen. Führungskräfte und Teams seien daher gefragt, aktiv Gesprächsanlässe zu schaffen und Rückfragen ausdrücklich zu fördern.
Anschließend erläuterte Debbie Stoll gruppendynamische Prozesse innerhalb von Teams. Von der ersten Kennenlernphase über mögliche Konflikte bis hin zu Organisation und gemeinsamer Leistungsfähigkeit durchlaufen Teams verschiedene Entwicklungsstufen. Dieses Wissen könne helfen, Reaktionen besser einzuordnen und Integrationsprozesse bewusster zu begleiten.
Im weiteren Abschnitt widmete sich die Referentin dem Thema Diversität. Diversität sei menschlich, dynamisch und Teil des Arbeitsalltags. Gleichzeitig betonte sie, dass Vielfalt Ressourcen, Zeit und ein systematisches Vorgehen erfordere. Wer sich als Organisation diverser aufstellen möchte, müsse dies bewusst gestalten und langfristig begleiten.
Zum Abschluss beantwortete Debbie Stoll Fragen aus dem Teilnehmendenkreis. Im Austausch wurde deutlich: Gutes Onboarding ist ein zentraler Erfolgsfaktor, um internationale Fachkräfte nicht nur zu gewinnen, sondern auch nachhaltig im Unternehmen zu integrieren.


Oben: Dr. Debbie Stoll, Geschäftsführerin Smart Communication, Coach für interkulturelle Kommunikation
Unten links: Petra Mattes - Projektmanagerin, Unten rechts: Astrid Lonnemann - Projektassistentin, Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL
Familienfreundlichkeit beginnt mit Haltung und lebt vom Austausch.
Mit der Auftaktveranstaltung des Netzwerks „Familienfreundliche Unternehmen im Kreis Herford“ standen die Themen Kinderbetreuung und Pflege im Vordergrund. Rund 70 Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen der Region nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren, auszutauschen und neue Perspektiven auf familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu gewinnen.
Die Veranstaltung war eine Kooperation mit der Interkommunalen Kreiswirtschaftsförderung Herford und der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises sowie des Kompetenzzentrums Frau und Beruf OWL. Diese Konstellation war auch maßgeblich involviert im sechsten Durchlauf der Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen Kreis Herford“. Ihr gemeinsames Ziel: Unternehmen nicht nur auszuzeichnen, sondern sie miteinander ins Gespräch zu bringen. Denn familienfreundliche Maßnahmen entfalten ihre Wirkung besonders dann, wenn Erfahrungen geteilt, Ideen weitergedacht und Lösungen gemeinsam entwickelt werden.
Auch Landrat Mirco Schmidt, der die Schirmherrschaft übernommen hat, machte in seiner Begrüßung deutlich, welche Bedeutung das Thema für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen hat. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen seien längst mehr als ein „Nice-to-have“: Sie stärken die Zufriedenheit von Mitarbeitenden, fördern die Bindung ans Unternehmen und Sichern wertvolles Know-how. Sein Appell an die Teilnehmenden: die Chance des Netzwerks aktiv zu nutzen, miteinander ins Gespräch zu kommen und voneinander zu lernen.
Dass dieses Angebot auf großes Interesse stößt, zeigte die Zusammensetzung der Teilnehmenden: Neben bereits zertifizierten Unternehmen waren auch viele Betriebe dabei, die sich neu mit dem Thema beschäftigen. Eine Entwicklung, die zeigt, wie relevant Fragen rund um Vereinbarkeit, Pflege und Kinderbetreuung inzwischen für Unternehmen geworden sind.
Die Veranstaltung selbst setzte genau hier an: Statt reiner Information standen konkrete Einblicke in die Praxis im Mittelpunkt. Wie kann Kinderbetreuung im Arbeitsalltag mitgedacht werden? Welche Lösungen gibt es, wenn Mitarbeitende Angehörige pflegen? Und welche kleinen Veränderungen können bereits eine große Wirkung entfalten? Diese und Weitere Fragen beantworteten Yannick Schmidt und Kerstin Falk (Kreisklinikum Herford und Bünde AöR), Laura Hämmerling (AVANCO GmbH, INOMETA GmbH) und Inken König (Pflegeberaterin Stützpunkt Kreis Herford).
Neben fachlichem Input zu regionalen Unterstützungsangeboten bot vor allem der persönliche Austausch einen großen Mehrwert. Im anschließenden Get-together entstanden neue Kontakte, Ideen wurden weitergedacht und erste Ansätze für die eigene betriebliche Praxis diskutiert.
Zum Abschluss wurde noch einmal deutlich: Familienfreundlichkeit ist keine einzelne Maßnahme, sondern ein fortlaufender Prozess. Es geht darum, Arbeitsbedingungen bewusst zu gestalten, auf die Lebensrealitäten von Mitarbeitenden einzugehen und Schritt für Schritt passende Lösungen zu entwickeln.

(v-l-n.r.) Kim Lasche, OstwestfalenLippe GmbH, Kompetenzzentrum Frau & Beruf | Interkommunale Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, Sonja Hauptmann Gleichstellungsbeauftragte Kreis Herfod Lina Klostermeyer Landrat Mirco Schmidt,
Vom 23. Februar bis zum 6. März 2026 fand die sechste Gründerinnenakademie OWL in den Räumlichkeiten der Deutschen Bank in Bielefeld statt. Zwei Wochen lang arbeiteten 17 Gründerinnen und Jungunternehmerinnen aus ganz Ostwestfalen-Lippe intensiv an ihren Geschäftsideen. Organisiert, begleitet und moderiert wurde die Akademie von Kim Lasche.
Das tägliche Programm von 9 bis 16 Uhr bot den Teilnehmerinnen eine praxisnahe Einführung in zentrale Themen der Existenzgründung. Auf dem Plan standen unter anderem Geschäftsmodellentwicklung, Finanzierung, Kundengewinnung, Social-Media-Marketing und die Vorbereitung eines überzeugenden Elevator Pitches. Auch der Aufbau eines gesunden und nachhaltigen Unternehmens spielte eine wichtige Rolle.
Die Geschäftsideen der Teilnehmerinnen spiegelten die große Vielfalt unter Gründerinnen wider. Sie reichten von Coaching- und Beratungsangeboten, sozialpädagogischer Familienhilfe und Gesundheitsangeboten bis hin zu Projekten aus der Kreativwirtschaft, Social Media und Storytelling. Auch innovative Konzepte rund um Künstliche Intelligenz, Organisationsentwicklung sowie kreative Workshop- und Eventformate waren vertreten.
Besonders wertvoll war der Austausch innerhalb der Gruppe. In Präsentationsrunden stellten die Teilnehmerinnen ihre Ideen vor, erhielten Feedback und entwickelten ihre Konzepte weiter. Gleichzeitig entstanden neue Kontakte und ein unterstützendes Netzwerk.
Unterstützt wurden die Gründerinnen von erfahrenen Referentinnen und Referenten aus der Region sowie verschiedenen Kooperationspartnerinnen und -partnern, die ihr Fachwissen in die Akademie einbrachten.
Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen waren durchweg positiv. „So eine hilfreiche und intensive Weiterbildung habe ich noch nie gemacht“, berichtet Teilnehmerin Mimi.
Mit neuen Impulsen, erweitertem Wissen und vielen Kontakten gehen die Teilnehmerinnen nun die nächsten Schritte auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit.
