Arbeitskreis „Vernetzte Bildungsräume OWL“: Austausch zu Weiterbildungsportalen und regionaler Vernetzung
Am 18. März 2026 traf sich der Arbeitskreis „Vernetzte Bildungsräume OWL“ bei der OWL GmbH in Bielefeld. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen rund um die berufliche Weiterbildung sowie die stärkere Vernetzung regionaler Akteure.
Ein zentrales Thema war die Vorstellung und Diskussion mit Akteuren der Weiterbildung aus OWL des nationalen Weiterbildungsportals „mein NOW“ durch die Bundesagentur für Arbeit. Das Portal bündelt Informationen zu Berufen, Weiterbildungsangeboten, Fördermöglichkeiten und Beratungsstellen und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Ergänzend wurde der neue Fördercheck vorgestellt, der insbesondere Unternehmen eine erste Orientierung zu Qualifizierungsangeboten bietet.
Darüber hinaus berichtete das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW zum Stand der Initiative „Vernetzte Bildungsräume“. Für OWL wurde insbesondere die Chance betont, die regionale Sichtbarkeit – etwa im Bereich Beratung – weiter auszubauen.
Ein weiterer Fokus lag auf der Planung der Weiterbildungsveranstaltung „Zukunftswerkstatt Weiterbildung OWL“, die am 14. September 2026 in Bielefeld stattfinden wird.
Der Austausch machte deutlich: Die enge Zusammenarbeit der regionalen Akteure bleibt ein zentraler Baustein, um Weiterbildung in Ostwestfalen-Lippe zukunftsfähig zu gestalten.
Familienfreundlichkeit beginnt mit Haltung und lebt vom Austausch.
Mit der Auftaktveranstaltung des Netzwerks „Familienfreundliche Unternehmen im Kreis Herford“ standen die Themen Kinderbetreuung und Pflege im Vordergrund. Rund 70 Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen der Region nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren, auszutauschen und neue Perspektiven auf familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu gewinnen.
Die Veranstaltung war eine Kooperation mit der Interkommunalen Kreiswirtschaftsförderung Herford und der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises sowie des Kompetenzzentrums Frau und Beruf OWL. Diese Konstellation war auch maßgeblich involviert im sechsten Durchlauf der Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen Kreis Herford“. Ihr gemeinsames Ziel: Unternehmen nicht nur auszuzeichnen, sondern sie miteinander ins Gespräch zu bringen. Denn familienfreundliche Maßnahmen entfalten ihre Wirkung besonders dann, wenn Erfahrungen geteilt, Ideen weitergedacht und Lösungen gemeinsam entwickelt werden.
Auch Landrat Mirco Schmidt, der die Schirmherrschaft übernommen hat, machte in seiner Begrüßung deutlich, welche Bedeutung das Thema für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen hat. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen seien längst mehr als ein „Nice-to-have“: Sie stärken die Zufriedenheit von Mitarbeitenden, fördern die Bindung ans Unternehmen und Sichern wertvolles Know-how. Sein Appell an die Teilnehmenden: die Chance des Netzwerks aktiv zu nutzen, miteinander ins Gespräch zu kommen und voneinander zu lernen.
Dass dieses Angebot auf großes Interesse stößt, zeigte die Zusammensetzung der Teilnehmenden: Neben bereits zertifizierten Unternehmen waren auch viele Betriebe dabei, die sich neu mit dem Thema beschäftigen. Eine Entwicklung, die zeigt, wie relevant Fragen rund um Vereinbarkeit, Pflege und Kinderbetreuung inzwischen für Unternehmen geworden sind.
Die Veranstaltung selbst setzte genau hier an: Statt reiner Information standen konkrete Einblicke in die Praxis im Mittelpunkt. Wie kann Kinderbetreuung im Arbeitsalltag mitgedacht werden? Welche Lösungen gibt es, wenn Mitarbeitende Angehörige pflegen? Und welche kleinen Veränderungen können bereits eine große Wirkung entfalten? Diese und Weitere Fragen beantworteten Yannick Schmidt und Kerstin Falk (Kreisklinikum Herford und Bünde AöR), Laura Hämmerling (AVANCO GmbH, INOMETA GmbH) und Inken König (Pflegeberaterin Stützpunkt Kreis Herford).
Neben fachlichem Input zu regionalen Unterstützungsangeboten bot vor allem der persönliche Austausch einen großen Mehrwert. Im anschließenden Get-together entstanden neue Kontakte, Ideen wurden weitergedacht und erste Ansätze für die eigene betriebliche Praxis diskutiert.
Zum Abschluss wurde noch einmal deutlich: Familienfreundlichkeit ist keine einzelne Maßnahme, sondern ein fortlaufender Prozess. Es geht darum, Arbeitsbedingungen bewusst zu gestalten, auf die Lebensrealitäten von Mitarbeitenden einzugehen und Schritt für Schritt passende Lösungen zu entwickeln.

(v-l-n.r.) Kim Lasche, OstwestfalenLippe GmbH, Kompetenzzentrum Frau & Beruf | Interkommunale Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, Sonja Hauptmann Gleichstellungsbeauftragte Kreis Herfod Lina Klostermeyer Landrat Mirco Schmidt,
Vom 23. Februar bis zum 6. März 2026 fand die sechste Gründerinnenakademie OWL in den Räumlichkeiten der Deutschen Bank in Bielefeld statt. Zwei Wochen lang arbeiteten 17 Gründerinnen und Jungunternehmerinnen aus ganz Ostwestfalen-Lippe intensiv an ihren Geschäftsideen. Organisiert, begleitet und moderiert wurde die Akademie von Kim Lasche.
Das tägliche Programm von 9 bis 16 Uhr bot den Teilnehmerinnen eine praxisnahe Einführung in zentrale Themen der Existenzgründung. Auf dem Plan standen unter anderem Geschäftsmodellentwicklung, Finanzierung, Kundengewinnung, Social-Media-Marketing und die Vorbereitung eines überzeugenden Elevator Pitches. Auch der Aufbau eines gesunden und nachhaltigen Unternehmens spielte eine wichtige Rolle.
Die Geschäftsideen der Teilnehmerinnen spiegelten die große Vielfalt unter Gründerinnen wider. Sie reichten von Coaching- und Beratungsangeboten, sozialpädagogischer Familienhilfe und Gesundheitsangeboten bis hin zu Projekten aus der Kreativwirtschaft, Social Media und Storytelling. Auch innovative Konzepte rund um Künstliche Intelligenz, Organisationsentwicklung sowie kreative Workshop- und Eventformate waren vertreten.
Besonders wertvoll war der Austausch innerhalb der Gruppe. In Präsentationsrunden stellten die Teilnehmerinnen ihre Ideen vor, erhielten Feedback und entwickelten ihre Konzepte weiter. Gleichzeitig entstanden neue Kontakte und ein unterstützendes Netzwerk.
Unterstützt wurden die Gründerinnen von erfahrenen Referentinnen und Referenten aus der Region sowie verschiedenen Kooperationspartnerinnen und -partnern, die ihr Fachwissen in die Akademie einbrachten.
Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen waren durchweg positiv. „So eine hilfreiche und intensive Weiterbildung habe ich noch nie gemacht“, berichtet Teilnehmerin Mimi.
Mit neuen Impulsen, erweitertem Wissen und vielen Kontakten gehen die Teilnehmerinnen nun die nächsten Schritte auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit.

Mit der „Gemeinsamen Initiative zur Stärkung der Inklusion auf dem Arbeitsmarkt Nordrhein-Westfalens“ unterstützt das Arbeitsministerium gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern Unternehmen dabei, Menschen mit Behinderung als Mitarbeitende zu gewinnen. Die G.I.B. GmbH hat dazu eine Online-Veranstaltungsreihe aufgelegt. Sie bietet kompakte, praxisnahe und hilfreiche Informationen zu Fördermöglichkeiten, rechtlichen Grundlagen und Beratungsangeboten. Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern erhalten im direkten Austausch mit erfahrenen Expertinnen und Experten unkomplizierte und praxisnahe Unterstützung. Termine und weitere Informationen finden Sie hier.
Weiterbildung ist für Beschäftigte wichtig, um den Arbeitsplatz in einer sich wandelnden Wirtschaft zu sichern, Karrierechancen zu steigern und sich persönlich weiterzuentwickeln.
Mit dem Bildungsscheck 2.0 ab dem 01.02.2026 gewährt das Land Nordrhein-Westfalen durch Mittel der Europäischen Union einen Zuschuss zu den Ausgaben für die berufliche Weiterbildung. Weiterführende Informationen finden Sie hier.
Der Fachkräftemangel ist bereits heute für viele Unternehmen spürbar und wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Umso wichtiger ist es, das Potenzial weiblicher Fachkräfte gezielt in den Blick zu nehmen. Im Seminar „Mehr Perspektiven, mehr Kompetenz – Erfolgreiche Rekrutierung weiblicher Beschäftigte“ am 27.01.206 gab Verena Arps-Roelle rund 40 Personalverantwortlichen und Führungskräften wertvolle Einblicke in die Umsetzung von gendersensiblem Recruiting und zeigte, wie Unternehmen dadurch ihre Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit steigern können.
Zu Beginn machte sie deutlich, dass viele Unternehmen das Thema umtreibt – oft begleitet von Unsicherheiten. Gendersensibles Recruiting sei dabei kein „Extra“, sondern die konsequente Umsetzung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). Authentizität spiele eine zentrale Rolle: Nur wer glaubwürdig kommuniziert und handelt, ziehe passende Bewerbende an und binde sie langfristig. Studien und Praxisbeispiele zeigen: Gendersensibles Recruiting führt zu mehr Bewerbungen, mehr Innovation und mehr Erfolg, wird bislang jedoch noch zu selten umgesetzt.
Anhand konkreter Beispiele analysierte die Referentin Bildsprache, Sprache und Prozesse im Recruiting. Bilder und Texte senden klare Signale darüber, wer willkommen ist und wer nicht. Frauen benötigen dabei keine Sonderrolle, sondern möchten ernst genommen, gesehen und in ihren Bedürfnissen anerkannt werden. Auch unbewusste Denkmuster („Unconscious Bias“) in Anzeigen, Auswahlverfahren und Abläufen gilt es zu reflektieren.
Im Fokus standen zudem konkrete Handlungsansätze für kleine und mittlere Unternehmen: transparente Angaben zu Gehalt, Arbeitszeitmodellen und Homeoffice, inklusive Bild- und Sprachgestaltung, eine positive Onboarding-Erfahrung sowie faire und strukturierte Auswahlprozesse. Besonders betont wurde, dass Authentizität ein echter Wettbewerbsvorteil ist und dass es nicht um Perfektion, sondern um das bewusste „Sich-auf-den-Weg-Machen“ geht.
Zum Abschluss stellte Verena Arps-Roelle praxisnahe Quick-Wins vor, mit denen Unternehmen direkt starten können: Von der Überarbeitung bestehender Stellenanzeigen über standardisierte Interviews bis hin zu verbindlichen, wertschätzenden Zu- und Absagen. Unterstützt wurden die Teilnehmenden durch Checklisten und Handouts, die zur Reflexion des eigenen Recruitings einladen und den Transfer in die Praxis erleichtern.
Es folgte eine Diskussionsrunde, in welcher Teilnehmende Fragen stellen und von eigenen Erfahrungen berichten konnten.

Referentin: (links) Verena Arps-Roelle, Aktivistin gegen sexualisierte Gewalt und Workshopmoderatorin der act & protect® Academy
Kim Lasche, Projektmanagerin Kompetenzzentrum Frau und Beruf
Mit den Beratungsstellen Arbeit fördert das Land eine flächendeckende und niedrigschwellige Beratungsstruktur für prekär Beschäftigte und Menschen in schwierigen sozialen Lagen. Die Mitarbeitenden informieren von Ausbeutung Betroffene über ihre Rechte und unterstützen sie dabei, diese durchzusetzen. In der 2026 startenden neuen Förderphase stellt die Landesregierung rund 25 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung, um das Angebot weiterzuführen. In allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen ist eine Beratungsstelle Arbeit angesiedelt – so auch in OWL.
Zum Start der neuen Förderperiode organisierte die Regionalagentur OWL am 26.11.2025 ein Austauschtreffen mit den Beratungsstellen Arbeit der sieben Teilregionen in OWL sowie weiteren Netzwerkpartnerinnen- und -partnern. Im Fokus standen aktuelle Themen sowie die zukünftigen Aufgaben ab 2026. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung von Menschen in prekären und ausbeuterischen Beschäftigungssituationen in OWL. Neben arbeits- und sozialrechtlicher Erstberatung gehören auch Präventionsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit sowie die enge Zusammenarbeit mit weiteren Anlaufstellen dazu. Die Beratung bleibt niedrigschwellig und kann sowohl in den Beratungsstellen als auch aufsuchend erfolgen. Wichtiger Partner der Beratungsstellen Arbeit ist z.B. das Hauptzollamt Bielefeld, dass sich im Austauschtreffen mit seinen Aufgaben in den Bereichen Mindestlohn, Schwarzarbeit und Menschenhandel vorstellte. Für 2026 wurden gemeinsame Herausforderungen und Themen identifiziert, z.B. mögliche steigende Beratungsanfragen aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation sowie zunehmende Wohnungslosigkeit. Ziel bleibt eine enge Vernetzung und koordinierte Zusammenarbeit aller beteiligten Akteurinnen und Akteure.
Die Gewinnung und Integration internationaler Fachkräfte ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die wirtschaftliche Zukunft Nordrhein-Westfalens. Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen dabei vor Herausforderungen – von der internen Vorbereitung über organisatorische Abläufe bis hin zur strukturierten Einarbeitung der neugewonnenen Arbeitskräfte.
Um Unternehmen in NRW gezielt zu begleiten, stellt die NRW Fachkräfteagentur International (FAI NRW) kompakte Checklisten und Infoblätter bereit. Sie enthalten verständliche Informationen und konkrete Handlungsempfehlungen – z.B. zur Vorbereitung der Unterlagen für den Visumstermin, eine Packliste für die Einreise oder zum Onboarding im Betrieb.
Die Materialien stehen kostenfrei über die Webseite der FAI NRW zur Verfügung. Sie helfen dabei, Prozesse zu strukturieren, Unsicherheiten zu reduzieren und internationale Fachkräfte nachhaltig ins Team zu integrieren. Hierzu und bei weiteren Fragen darüber hinaus kann das Team der FAI NRW jederzeit angesprochen werden: kontaktnoSpam@fai.nrw, Tel: +49 (211) 545891-40
🔗 Jetzt kostenfrei herunterladen: www.fai.nrw/informationsmaterialien
Wie Gründerinnen ihr Selbstbewusstsein stärken und den eigenen Wert souverän in Verhandlungen vertreten können, stand im Mittelpunkt des zweistündigen Online-Seminars „Stärkung des Unternehmerinnen-Ichs: vom Selbstwert zum Marktwert – Verhandlungstango“. Rund 30 Gründerinnen und Jungunternehmerinnen nahmen an der Veranstaltung teil und setzten sich intensiv mit ihrer inneren Haltung, ihrem Preis und ihrer Rolle als Unternehmerin auseinander.
Zum Auftakt führte Referentin Imke Leith in das Bild des „Verhandlungstangos“ ein: Verhandeln ist kein Duell, sondern ein Zusammenspiel. Entscheidend sei dabei vor allem die innere Haltung – Selbstbewusstsein ist das A und O. Mit einer klaren Einstiegsformel ermutigte sie die Teilnehmerinnen, direkt Position zu beziehen: „Ich bin …“, „Ich möchte X verdienen“, „damit ich …“. Wer den eigenen Wert kennt, müsse ihn nicht rechtfertigen, sondern dürfe den Preis nennen – und anschließend bewusst schweigen.
Dass Selbstständigkeit immer auch Persönlichkeitsentwicklung bedeutet, wurde im weiteren Verlauf deutlich. In Breakout-Sessions übten die Teilnehmerinnen in kleinen Gruppen, ihren Preis klar und selbstsicher auszusprechen. Die geschützten Übungsräume boten Gelegenheit, Hemmungen abzubauen und neue Sicherheit zu gewinnen.
Anschließend ging Imke Leith auf zentrale Verhandlungsgrundlagen ein und nutzte dafür das Eisbergmodell: Während Zahlen, Daten und Fakten sichtbar an der Oberfläche liegen, werden rund 95 Prozent aller Entscheidungen unbewusst getroffen. Gerade im Verkauf spiele daher die emotionale Ebene eine entscheidende Rolle. Gründerinnen seien gut beraten, nicht nur ihre Leistungen zu erklären, sondern die Bedürfnisse hinter den Problemen ihrer Kundinnen und Kunden zu erkennen. Jedes Angebot adressiert einen „Pain“ und schafft einen „Gain“ – und genau hier liegt der Mehrwert unternehmerischen Handelns.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage: Was verkaufen wir eigentlich? Neben Fach- und Methodenkompetenz sind es auch Sozialkompetenz und Zeit, die den Kern des Deals ausmachen – und an denen sich der Preis orientieren sollte. In einer weiteren Übungsphase reflektierten die Teilnehmerinnen ihr persönliches Alleinstellungsmerkmal und schärften ihr Profil.
Nach der Pause widmete sich die Referentin der Psychologie der Zahlen: Welche Preisuntergrenze ist realistisch? Wo liegt das Maximum? Ergänzt wurde dieser Teil durch Einblicke in Preisstrategien sowie die Marketingformel „know, like, trust“ – denn Vertrauen ist eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiche Verhandlungen.
Zwischendurch nahm sich Imke Leith immer wieder Zeit für Fragen und individuelle Anliegen, was den hohen Praxisbezug der Veranstaltung unterstrich.
Fazit: Wer den eigenen Wert kennt, kann ihn auch selbstbewusst vertreten. Verhandeln ist ein Lernprozess – und mit der richtigen Haltung, Klarheit und Übung wird aus Unsicherheit ein souveräner Tanz auf Augenhöhe.

Referentin: (links) Imke Leith, KELE-Coaching, stärkenorientierte Komfortzonendehnerin & Starkmacherin
Kim Lasche, Projektmanagerin Kompetenzzentrum Frau und Beruf
Wie können MINT-Angebote so gestaltet werden, dass sie auch Schüler:innen mit geringen Deutschkenntnissen erreichen? Dieser Frage widmete sich eine neue DaZ-Schulung („Deutsch als Zweitsprache“-Schulung) des zdi-Zentrum pro MINT GT, im Rahmen des Projekts MINT 4.OWL, die gemeinsam mit dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) und der Universität Paderborn entwickelt wurde.
Gemeinsame Wege finden – von der Idee zur Schulung
In einem ersten Austausch mit dem Kommunalen Integrationszentrum wurde schnell deutlich, wie groß der Bedarf an niederschwelligen, sprachsensiblen MINT-Angeboten ist. Die Wahl fiel auf den beliebten Workshop „Brücken aus dem Drucker“, in dem mithilfe von 3D-Druckerstiften Brücken gebaut werden und anschließend mit kleinen Gewichten auf ihre Stabilität getestet werden.
Um die Umsetzung vorzubereiten, wurden die studentischen Hilfskräfte (SHKs) der Universität Paderborn eingebunden. Bereits im Vorfeld der Schulung erarbeiteten die Universität Paderborn und das Kommunale Integrationszentrum erste ergänzende Materialien, darunter ein Wörterverzeichnis für wichtige technische Begriffe.
„Spannend finde ich, dass Deutsch hier nicht nur im Deutschunterricht gelernt wird. Als DaZ-Lehrerin freue ich mich über alles, was mit Sprachförderung zu tun hat und die Kombination mit Technik passt super.“, berichtet Schulungsteilnehmerin Sinem Kaya von der Richard-von-Weizsäcker-Gesamtschule aus Rietberg.
Schulung mit Zeit für Austausch und Perspektiven
Die DaZ-Schulung selbst folgte dem bekannten Aufbau des Brückenbau-Workshops, bot jedoch bewusst mehr Raum für Gespräche:
Es entstanden zahlreiche konkrete Ideen, die nun in die Überarbeitung der Materialien einfließen. Die SHKs bereiten aktuell alle Unterlagen für die Durchführung mit den Schüler:innen am 17. Dezember vor. „Bei mir ist meistens nur eine Schülerin oder ein Schüler aus der Internationalen Klasse dabei, da ist es hilfreich zu lernen, worauf ich beim Erklären achten sollte. Ich freue mich schon darauf zu sehen, wie die Kinder die praktischen Aufgaben lösen und ihre 3D-Brücken bauen“, erzählt Nadine Gottwald von der Osterrath Realschule aus Rheda-Wiedenbrück.
Ein starkes Signal für mehr Chancengerechtigkeit
Die DaZ-Schulung zeigt, wie MINT-Bildung, Integration und Sprachförderung ineinandergreifen können. Sie setzt ein Zeichen für mehr Teilhabe und eröffnet Jugendlichen neue Wege in die technische und berufliche Bildung. Gemeinsam mit den Schulen, dem Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Gütersloh und der Universität Paderborn wurde dieses Format erstmalig erarbeitet - praxisnah, sprachsensibel und orientiert an den Bedürfnissen der Lernenden.
Mehr Informationen zum Projekt MINT 4.OWL unter www.mint4owl.de.