Gewinnerteams startklar Businessplanwettbewerb 2021/22
Die vier Gewinnerteams von startklar stehen fest :) - Die nächste Runde beginnt wieder im Oktober/November 2023!
Am 20. Juni wurden die Gewinner des Businessplan-Wettbewerbs startklar OWL 2022 bekanntgegeben, der von der OstWestfalenLippe GmbH in Kooperation mit 24 Partnern und Unterstützung der Sparkassen in OWL durchgeführt wurde. Gesamtsieger ist LiWave. Das Start-up hat einen nachhaltigen Reiserucksack entwickelt, in dem Kleidungsstücke wie in einem mobilen Schrank geordnet bleiben. Dafür erhalten die Mindener Gründer ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Der Preis in der Kategorie „Hightech und Forschung“ geht an assemblean (Paderborn) für eine Software, mit der Maschinen und Anlagen dezentral gesteuert werden können. In der Kategorie „Industrie, Handwerk und Dienstleistungen“ überzeugte Cellgo aus Paderborn die Jury mit einem robotergestützten modularen Behältersystem, mit dem Unternehmen ihre Lagerlogistik platzsparend optimieren können. Steets wurde mit dem Preis in der Kategorie „Zukunft und Gesellschaft“ ausgezeichnet. Das Paderborner Team hat eine intelligente Halterung entwickelt, die Gehstützen vor dem Umfallen bewahrt und damit eine sichere Mobilität gewährleistet. Die Gewinner in den drei Kategorien erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Insgesamt hatten sich 90 Gründerteams an der diesjährigen Wettbewerbsrunde beteiligt, von denen 41 einen Businessplan eingereicht haben.
Wolfgang Marquardt, Prokurist der OstWestfalenLippe GmbH, ist sehr zufrieden mit den Ergebnissen: „Wir freuen uns, dass sich so viele Teams bei startklar beteiligt haben. Dadurch wird die hohe Gründungsdynamik in OstWestfalenLippe deutlich. Die vielen positiven Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen, dass wir mit unseren Angeboten wie Workshops, Netzwerktreffen und Lotsen die Bedarfe der Zielgruppe treffen.“ Die OstWestfalenLippe GmbH führt den Wettbewerb gemeinsam mit 24 Partnern durch, darunter die IHKs und die Handwerkskammer, die Wirtschaftsförderungsrichtungen der Kreise sowie der Städte Bielefeld und Paderborn sowie die Hochschulen und Start-up Initiativen der Region. Hauptsponsoren von startklar sind die Sparkassen in OWL.
Jury lobt Pioniergeist, Kreativität und Leidenschaft
Die besten zehn Teams hatten am Montag der Jury ihr Konzept präsentiert. „Die Jury war begeistert von der Vielzahl hochkarätiger Geschäftskonzepte. Die Geschäftsideen decken ein breites Themenspektrum ab: Dazu gehören beispielsweise Lösungen für Big Data, intelligente Produktion, Augmented Reality und Simulationen. Aber auch Designmöbel und Ansätze für Fachkräftesicherung, Gesundheit und Nachhaltigkeit waren im Teilnehmerfeld vertreten. Die Gründerinnen und Gründer treiben ihre Ideen mit viel Pioniergeist, Kreativität und Leidenschaft voran“, erläutert Jurysprecher Hubert Böddeker, Vorstand der Sparkasse Paderborn-Detmold. „Vor diesem Hintergrund ist der Jury die Entscheidung sehr schwergefallen. Die Sieger haben insbesondere durch ihr Alleinstellungsmerkmal, einen großen Kundennutzen, ein hohes Marktpotenzial und ein gutes Vertriebskonzept überzeugt. Wir sind uns aber sicher, dass sich viele weitere Geschäftskonzepte erfolgreich am Markt behaupten und den Wirtschaftsstandort OWL bereichern werden“, so Böddeker.
Der Businessplan-Wettbewerb startklar OWL wurde zum siebten Mal durchgeführt. Insgesamt haben an den sechs Wettbewerbsrunden 519 Teams teilgenommen, 266 davon haben einen Businessplan zur Bewertung eingereicht.
Gesamtsieger: LiWAVE, Minden
Mit dem „LiWAVE“ haben Helge Martin und Moritz Ebersbach das Reisegepäck neu gedacht und einen innovativen „Reiserucksack“ entwickelt, der Chaos erspart und dafür Übersicht, Flexibilität und Freiheit schenkt. Die intelligente Anordnung des Reißverschlusses kombiniert mit einer Aufhängemöglichkeit und der neuartigen modularen Fächerkombination erfüllt nicht nur die Funktion eines Rucksacks, sondern auch die eines platzsparenden und mobilen Kleiderschranks. Da der LiWAVE auf einem modularen „Baukastensystem“ basiert, ergeben sich zahlreiche Integrations- und Kombinationsmöglichkeiten, um auf die Wünsche weiterer Zielgruppen flexibel und schnell einzugehen. Dadurch wird der LiWAVE nicht nur auf Reisen Ordnung und Flexibilität schaffen, sondern auch zukünftig beispielsweise als Baby- oder Arbeitstasche – also für alle Lebenslagen. LiWAVE kombiniert innovative Lösungen und vielfältige Funktionen mit einem ansprechenden, schlichten Design. Hergestellt wird der LiWAVE in der eigenen dafür aufgebauten Manufaktur in Minden mit Materialien möglichst aus der Region, um lange Lieferwege einzusparen und somit den CO2-Ausstoß zu reduzieren.
Helge Martin, Moritz Ebersbach, https://liwave.de/
Kategorie „Hightech und Forschung“: assemblean, Paderborn
assemblean realisiert die Infrastruktur für die digitalisierte Produktion. Dazu implementiert das Start-up bei Produktionsunternehmen IoT-Systeme zur dezentralen Produktionssteuerung, mit denen die Effizienz der Produktion verbessert werden kann. Maschinen und Anlagen werden dazu befähigt, sich auch bei geänderten Randbedingungen und Störungen eigenständig zu steuern. Das ermöglicht eine komplette Automatisierung der Produktionssteuerung und eine Leistungssteigerung in der Produktion von durchschnittlich 30 Prozent. Gleichzeitig besteht bei den Produzenten häufig das Problem, dass ein erheblicher Teil ihrer Produktionskapazitäten ungenutzt bleibt. assemblean erkennt diese freien Kapazitäten mit Hilfe der IoT-Systeme automatisch und bietet sie auf ihrer Produktionsplattform an. Mit der Produktionsplattform können Unternehmen ihr Produkt on-demand mit den Kapazitäten von Partnerunternehmen produzieren. Vor allem die Skalierung und die kostenintensive Suche nach geeigneten Produzenten stellt viele Unternehmen vor Probleme. Diese können mit der Plattform, mit der man auch komplexe Module und Produkte beauftragen kann, gelöst werden.
Xiaojun Yang, Alexander Pöhler, Liang Wu, Markus Dalecki, www.assemblean.com
Kategorie „Industrie, Handwerk und Dienstleistungen“: Cellgo, Paderborn
Lagerautomatisierung. Einfach, flexibel, skalierbar. Das Paderborner Start-up Cellgo bietet das erste multifunktionale Behälterlager für die gesamte Intralogistik. Dieses Lagersystem wird aus einem Zellenbaustein wie Lego zusammengebaut, in dem ultraflache Spezialroboter fahren und Behälter bewegen können. Es besitzt integrierte Förderstraßen und ist branchenübergreifend für die Lagerhaltung und die innerbetrieblichen Transportwege von Waren und Produktionsgütern einsetzbar. Die Automatisierungslösung ermöglicht eine professionelle Lagerautomatisierung, die sich bereits ab wenigen Eurostapelbehältern lohnt und leicht in bestehende Infrastrukturen integrierbar ist. Der Fokus des Systems liegt auf einer schnellen Installation sowie flexiblen Erweiterungen. Von der Lösung profitieren insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen, die ein mitwachsendes Lagersystem erhalten und die oft hohen Erstanschaffungskosten für Automatisierungslösungen senken können. Sie können durch das System bis zu 30 Prozent ihrer Arbeitskosten und 60 Prozent ihres Platzbedarfs einsparen.
Malik Hafez, Christoph Dreesbach, Lukas Puls, https://cellgo.io/
Kategorie „Zukunft und Gesellschaft“: Steets, Paderborn
Seit mehr als einhundert Jahren nutzen Menschen Gehhilfen, um vorübergehende oder dauerhafte Mobilitätseinschränkungen auszugleichen. Anwender und Anwenderinnen und Fachleute wie Pflegekräfte, Physiotherapeuten und Ärzte klagen bis heute über altbekannte Probleme, die mit der Gehhilfe verbunden sind. Das Start-up Steets arbeitet an der Optimierung und der disruptiven Umgestaltung, um mithilfe innovativer Lösungen die bekannten Schwachstellen des weltweit verbreiteten Medizinproduktes zu beheben. Ziel ist es, die Mobilität, Regeneration und Lebensqualität der eingeschränkten Anwenderinnen und Anwender signifikant zu verbessern. Besonders das lästige und riskante Umfallen der Gehhilfe soll durch innovative Technik verhindert und der Alltag von Millionen von Menschen erleichtert werden.
Philipp Battisti, Thorben Engel, Phil Janßen | steets-innovation.de
Die Jury
Prof. Dr. Ingo Ballschmieter, Fachhochschule des Mittelstands
Hubert Böddeker, Vorstand Sparkasse Paderborn-Detmold (Sprecher der Jury)
Nico Clasing, Vorstand Stadtsparkasse Rahden
Volker Ervens, Vorsitzender des Vorstands Wirtschaftsinitiative Kreis Gütersloh
Peter Eul, Präsident Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld
Oliver Flaskämper, Mitglied des Präsidiums IHK Ostwestfalen zu Bielefeld
Dominik Gross, Geschäftsführer Founders Foundation
Nina Kache, Geschäftsführerin soma.consult
Prof. Dr. Eckhard Koch, Vizepräsident Fachhochschule der Wirtschaft
Prof. Dr. Dennis Kundisch, Universität Paderborn
Maren Lampe, Vizepräsidentin IHK Lippe zu Detmold
Prof. Dr. Uwe Rössler, Dekan Fachhochschule Bielefeld
Prof. Dr. Birka von Schmidt, Hochschule Hamm-Lippstadt und VDI OWL Bezirksverein
Prof. Dr. Christian Stummer, Universität Bielefeld
Prof. Dr. Andreas Welling, Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe
startklar-Partner
Fachhochschule Bielefeld, Fachhochschule des Mittelstands, Fachhochschule der Wirtschaft, Founders Foundation, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter, Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe, HederLab, Hochschule Hamm-Lippstadt, Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen, Industrie- und Handelskammer Lippe, Interkommunale Wirtschaftsförderung Kreis Herford, it´s OWL, Kreis Lippe, Kreis Minden-Lübbecke, Kreis Paderborn, Pro Wirtschaft GT, OstWestfalenLippe GmbH, StartMiUp, Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, TecUp Universität Paderborn, Universität Bielefeld, VDI Bezirksverein OWL, Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft WEGE Bielefeld, Wirtschaftsförderungsgesellschaft Paderborn
Hauptsponsoren
Sparkassen in OWL
Weitere Sponsoren
BDO Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Handwerkskammer OWL, HLB Stückmann & Partner, IHK Ostwestfalen, IHK Lippe, IKK classic, Schüco, WAGO, Wortmann & Partner Rheda-Wiedenbrück
Auf der Tagung „Neues Wohnen im UrbanLand – gute Projekte und Prozesse“ im Kurgastzentrum Horn-Bad Meinberg im Kreis Lippe diskutierten 80 Teilnehmende zu den Herausforderungen und Möglichkeiten der Wohnraumschaffung von heute und morgen. | Foto: OWL GmbH, Stefan Sättele
REGIONALE-Tagung „Neues Wohnen im UrbanLand“ zeigte Wege für zukunftsweisenden Wohnraum auf
Passendes und bezahlbares Wohnangebot ist entscheidend für die zukünftige Entwicklung der Region. Auf der Tagung „Neues Wohnen im UrbanLand – gute Projekte und Prozesse“ im Kurgastzentrum Horn-Bad Meinberg im Kreis Lippe diskutierten 80 Teilnehmende zu den Herausforderungen und Möglichkeiten der Wohnraumschaffung von heute und morgen. Die Beteiligten waren sich einig: Es geht nur gemeinsam, mit Mut zu Vielfalt im Wohnen und neuen Verfahren. Die Tagung wurde veranstaltet von der OstWestfalenLippe GmbH im UrbanLand Sommer, dem Präsentationsjahr der REGIONALE 2022.
„Wohnen ist der zentrale Standortfaktor. In OstWestfalenLippe brauchen wir gute Angebote in der Stadt wie auf dem Land, um unsere prosperierende Region weiter zu stärken. Die REGIONALE 2022 hat handelnde Akteure, Fachleute und Kommunen zusammengebracht und fördert den Dialog dafür nachhaltig“, lobt Landrat Jürgen Müller, Vorsitzender des UrbanLand Board, des Entscheidungsgremiums der REGIONALE 2022.
Im Zentrum des Diskurses standen drei Hebel für Wohnraumgestaltung. Architektin Ragnhild Klußmann, raumwerk.architekten / BDA NRW, gab einen Impuls zum Thema: Wie realisiere ich Wohnraum im Bestand unter Berücksichtigung städtebaulicher und architektonischer Qualitäten?
Architekt und Soziologe Torsten Klafft, nonconform ideenwerkstatt, gab Beispiele zur gelungenen dialogischen Prozessgestaltung für gemeinwohlorientierte Wohnensembles. Alexander Rychter, Verbandsdirektor VdW Rheinland Westfalen, ging schließlich auf die Aktivitäten der Wohnungswirtschaft ein. Er ging den Fragen nach, welche Trägermodelle existieren und wie alte und neue Akteure zusammenarbeiten können. In vertiefenden Foren gaben Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Institutionen weitere Einblicke in mögliche Wege zu neuem Wohnen.
In OstWestfalenLippe steht die Stärkung insbesondere kleinerer und mittlerer Städte im Fokus. In Horn-Bad Meinberg wurde herausgestellt: Für gute Wohnangebote, die Fachkräften und Singles, Paaren, Familien oder Senioren attraktiven Raum in lebendigen Umgebungen bieten, ist ein gemeinsames Denken aller Fachdisziplinen ebenso wie eine strategische und langfristige Planung notwendig. Qualitäten wie attraktive, flexibel zu gestaltende Wohnungen, gute Nachbarschaft, die Verbindung mit Arbeit und Versorgung sowie eine ökologisch nachhaltige Gestaltung sind Schlüssel für attraktive Lebensumgebungen. Dafür braucht es starke Akteure, die gemeinsam ins Handeln kommen und gute Planungsprozesse, die Akzeptanz schaffen.
„Für den neuen Trend, wieder in den ländlichen Raum zu ziehen, aber auch für die Älteren, die bleiben wollen, brauchen wir geeignete Wohnangebote. Umbau und ergänzender Neubau in den Ortskernen schafft neuen Nachbarschaften und ist ökologisch nachhaltig. Das ist die Idee von UrbanLand“, stellt Annette Nothnagel, Leiterin der REGIONALE 2022 bei der OWL GmbH heraus.
Dabei wurde in Horn-Bad Meinberg betont, dass der Blick für Bauvorhaben weiter und flexibler sein darf. Dazu zählt auch, dass Bauen im Bestand ein zentrales Thema für lebendige Orte ist. Dafür sollen gute Beispiele für die Renovierung und Umnutzung von Immobilien geschaffen werden und neue Treiber der Projektentwicklung mit klassischen zusammenrücken. Eine angemessene Dichte ist ein weiteres zentrales Thema. Hierzu ist es wichtig zu zeigen, dass die Wünsche im eigenen Haus zu wohnen auch mit neuen Typologien im Ortskern verwirklicht werden können.
Peter Köddermann: „Heute wird Zukunft gebaut. Wir sollten wieder flexibel werden, den Generationenwechsel meistern und uns mehr zutrauen. In OWL gibt es Stärken, die noch weiterentwickelt werden können. Das ist spannend an REGIONALE. Sie schafft ein Dach, um Alleinstellungs-merkmale weiter zu entwickeln und gibt Mut, Experimente zu wagen und Dinge zusammen zu denken.“
Informationen zu den REGIONALE-Modellprojekten Wohnen in Stadt und Land: UrbanLand-Website
Zum Nachlesen: Tagungsprogramm
Mit dem Strom durch die Stadt: Die DLRG Minden lädt zum 1. Mindener Weserschwimmen auf der rechten Weserseite. Der Wickelfisch ist dabei praktische und gut sichtbare Schwimmhilfe. | Foto: Privat
Die DLRG ruft am 20. August um 16 Uhr zum Stromschwimmen durch den Weserfluss in Minden auf. Landrätin übernimmt Schirmherrschaft. Die Veranstaltung läuft im REGIONALE-Präsentationsjahr.
„Jede geübte Schwimmerin und jeder geübte Schwimmer ist am 20. August eingeladen, sich durch Minden in der Weserströmung treiben zu lassen,“ freut sich Volker Zoerb, stellvertretender Vorsitzender der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Ortsgruppe Minden e.V. Die Veranstaltung ist kein Sport-Event, sondern als Stromschwimmen nach dem Vorbild des Rheinschwimmens in Basel angelegt. Dieses hat als Ausdruck mediterranen Lebensgefühls in der Stadt internationale Bekanntheit erreicht. Initiiert gemeinsam mit dem Team der REGIONALE 2022, führt die öffentliche Veranstaltung von unterhalb der Theodor-Heuss-Brücke bis zum Kanu-Klub Minden, e.V. Die Teilnahme ist kostenfrei, alle FAQs beantwortet ab Juli 2022 die eigene Website unter www.weserschwimmen.de. Eine Anmeldung ist schon jetzt über die Website möglich.
„Für den Kreis ist sie Lebensqualität, für mich gehört sie zum Zuhause sein einfach dazu: die Weser. Da war es für mich gar keine Frage, dass ich die Schirmherrschaft für das 1. Mindener Weserschwimmen übernommen habe“, sagt Landrätin Anna Katharina Bölling, Kreis Minden-Lübbecke. „Die Idee für das Weserschwimmen ist großartig und begeistert hoffentlich viele eifrige Schwimmerinnen und Schwimmer ebenso wie mich. Wir sehen uns am 20. August im Fluss!“
Am Samstag, 20. August ab 15 Uhr treffen sich geübte Schwimmerinnen und Schwimmer ab 12 Jahren am Weserstrand der Weserfreunde e.V. Um 15:40 Uhr geht’s gemeinsam zum Einstiegspunkt, wo es um 16 Uhr in die Weser geht. Die rund 2 Kilometer lange Strecke vom Einstiegs- zum Ausstiegspunkt dauert mit dem Strom etwa 35 Minuten. Boote der DLRG begleiten die Strecke und sorgen für Sicherheit. Empfohlen wird, Schwimmsäcke wie den Wickelfisch (www.wickelfischedeutschland.de) als praktische Hilfe zu nutzen. Sie sind wasserdicht und reißfest. Kleidung, Handy, Schlüssel u. a. finden hierin Platz. Außerdem sind Schwimmerinnen und Schwimmer durch die leuchtenden Farben von Schwimmsäcken gut im Wasser zu sehen.
Der Treffpunkt Weserstrand ist fußläufig vom Mindener Bahnhof entfernt. Parken ist alternativ auf Kanzlers Weide möglich.
„Wir wollen die Weser als einen der großen Flüsse in Deutschland noch mehr in das Bewusstsein der Menschen bringen. Das Leben am Wasser, gerade auch in den Städten, ist ein großer Schatz, den wir mit der REGIONALE sichtbar machen. Wenn einige Hundert am 20. August mitmachen und sich an der Altstadt vorbeitreiben lassen, schaffen wir es vielleicht sogar in die Tagesschau “, so Annette Nothnagel, Leiterin der REGIONALE 2022 bei der OstWestfalenLippe GmbH..
Zur Anmeldung
Weitere Informationen in anhängender Presseinformation sowie dem Flyer.
REGIONALE-Exkursion: Studierende der BTU Cottbus besichtigen REGIONALE-Projekte in Bielefeld, Paderborn und Lemgo | Foto: Privat
Am 14.06.2022 besuchten Studierende von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg die Region Ostwestfalen-Lippe. Im Rahmen eines Masterprojekts aus dem Fachgebiet Regionalplanung „Informelle Instrumente der Regionalplanung und -entwicklung“, beschäftigen sie sich mit der REGIONALE 2022 und ihren Projekten. Der Tag startete mit einem Kennenlernen in Bielefeld, bei dem die Studierenden unter anderem die Möglichkeit hatten, Fragen zur REGIONALE 2022 zu stellen. Im Anschluss daran besichtigten sie die WissensWerkStadt in Bielefeld, das Alanbrooke Quartier in Paderborn, das Haus Wippermann und den Innovation Campus in Lemgo. Die Resonanz der Teilnehmenden war sehr positiv. Sie berichteten von sehr interessanten und lehrreichen Eindrücken und einem gewonnenen Bild über die Region Ostwestfalen-Lippe mit ihren Potenzialen und Herausforderungen.
Im Präsentationsjahr „UrbanLand Sommer“ steht der Auftritt OstWestfalenLippes auf der bundesweit führenden Messe für Städtebau ganz im Zeichen der REGIONALE 2022
„UrbanLand ist Beispiel dafür, wie Stadt und Land gelungen zusammenwachsen können,“ würdigt Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Arbeit in OstWestfalenLippe im Rahmen seiner Eröffnungsrede heute auf der polis Convention. Auf der Messe für Städtebau und Stadtentwicklung in Düsseldorf, die aktuell auf dem Areal Böhler in Düsseldorf stattfindet, präsentiert sich die Region OstWestfalenLippe mit der OWL GmbH und den Städten Detmold, Gütersloh, Herford, Minden und Paderborn.
Auf dem Gemeinschaftsstand werden aktuelle Projektvorhaben zur Regional- und Stadtentwicklung in OWL gezeigt. Das fand am Eröffnungstag heute Anklang: Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, informierte sich genauso über die erfolgreiche gemeinsame Arbeit in OWL wie Staatssekretär Christoph Dammermann, Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.
Im Fokus des Messeauftritts stehen Vorhaben der REGIONALE 2022 unter dem Titel: UrbanLand OWL - Lösungen aus OstWestfalenLippe für ein gutes Leben. Aber auch andere Projekte werden vorgestellt.
Im Detail werden präsentiert:
• Stadt Detmold: Quartiersentwicklung „DEAL – Detmold Echt-Autofrei Leben“.
• Stadt Gütersloh: Mansergh Quartier
• Stadt Herford: Neues Quartier am Stiftberg
• Stadt Minden: Das Rechte Weserufer
• Stadt Paderborn: Konversionsstandorte Paderborn - Zukunftsquartier, Alanbrooke Quartier, Waldkamp
Das Thema Flächenkonversion in OWL war heute auch Thema eines Exklusivpanels im Kongressprogramm auf der Hauptbühne der polis Convention. Mindens Bürgermeister Michael Jäcke und Paderborns Bürgermeister Michael Dreier diskutierten mit Nina Herrling, Technische Beigeordnete Stadt Gütersloh, Thomas Lammering, Technischer Beigeordneter Stadt Detmold und Annette Nothnagel, Leiterin REGIONALE 2022 bei der OWL GmbH das Thema ‚OstWestfalenLippe als Zukunftslabor - Flächenkonversion in großem Stil‘. Herausgehoben wurde der Schulterschluss der kommunalen Akteure zur gemeinsamen Entwicklung der Gebiete und die beispielgebenden Beteiligungsprojekte in OWL, die den Konversionsprojekten breite Zustimmung in der Bevölkerung verschaffen. „Wir stärken die Lebensumfelder der Menschen in der Region. Die REGIONALE 2022 fördert effektiv die Zusammenarbeit der Städte und schafft gemeinsame Perspektiven“, resümiert Annette Nothnagel.
Herzlich willkommen im UrbanLand! Ministerpräsident Hendrik Wüst, Landrat Jürgen Müller, Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Herbert Weber, Annette Nothnagel, Judith Pirscher und Ministerin Ina Scharrenbach freuen sich auf den Festlichen Auftakt zum UrbanLand Sommer.
Gemeinsam mit Hendrik Wüst MdL, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, und Landrat Jürgen Müller, Vorsitzender des UrbanLand Board, eröffnet die OstWestfalenLippe GmbH mit einem Festlichen Auftakt den „UrbanLand Sommer“. Rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, Institutionen und die Projektträger geben aus dem Lokschuppen Bielefeld den Startschuss für das ab April laufende Veranstaltungsprogramm zur Präsentation der REGIONALE-Ergebnisse in OstWestfalenLippe.
„Die Zusammenarbeit vieler Akteure hier in OstWestfalenLippe, die in diesem Jahr ihre Ergebnisse vorführen, zeigt, wie stark diese Region ist. Die guten Projekte haben eine Idee: Stadt und Land miteinander zu verbinden. Das ist hier ganz hervorragend gelungen. Ich bin Fan der REGIONALEn, weil sie eine echte Erfolgsgeschichte sind: Sie fördern das gemeinsam Chancen erkennen und ermöglichen, sie entschlossen zu nutzen“, lobt Ministerpräsident Hendrik WüstMdL.
„Rund 140 Millionen Euro für 60 Projekte: Das ist UrbanLand in Ostwestfalen-Lippe! Der ländliche Raum in Nordrhein-Westfalen ist echtes ‚MorgenLand’ - kreative Ideen für die Zukunft werden hier geboren und in die Tat umgesetzt. Ob vernetzte Mobilität, Bildung und berufliche Entwicklung, Daseins- und Gesundheitsvorsorge, Wohnen oder das Erlebbarmachen einer attraktiven und wirtschaftsstarken Region. Jetzt ist Präsentationsjahr! Herzlichen Glückwunsch zu einer wirklich erfolgreichen REGIONALE!“, würdigt Ministerin Ina Scharrenbach.
Der Festliche Auftakt gab einen Überblick zur REGIONALE 2022 unter der Überschrift „Sieben Lösungen aus OstWestfalenLippe für ein gutes Leben“. Neben der Eröffnungsrede des Ministerpräsidenten und einem Talk mit Ministerin Scharrenbach, deren Ministerium die REGIONALE federführend betreut, gaben zahlreiche Menschen auf der Bühne oder über kurze Videospots spannende Einblicke in „ihre“ Projekte. Das Programm war Auftakt für das REGIONALE-Präsentationsjahr-Veranstaltungsprogramm „UrbanLand Sommer“, in dessen Mittelpunkt sieben große REGIONALE-Feste stehen, die vom 1. Mai bis 18 September in OWL stattfinden. Symbolisch wurde ein siebenteiliges Puzzle der Region als „Staffelstab“ aufgeteilt und an die Kreise und die Stadt Bielefeld übergeben. Es wird bei den Festen in der Region wieder zusammengepuzzelt – im Sinne des REGIONALE-Gedankens: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.
„Die REGIONALE hat OstWestfalenLippe noch mehr zusammenwachsen lassen. Heute ist erneut sehr deutlich geworden: Jede und jeder kann seinen Platz im UrbanLand finden! Im Programm des ‚UrbanLand Sommer‘ wird für die rund zwei Millionen OWLer endlich das sichtbar und nutzbar, was in fünf Jahren Prozess von mehr als 200 regionalen Akteuren auf den Weg gebracht wurde: 60 großartige Projekte, allesamt mit großem Mehrwert und Nutzwert für die Bürgerinnen und Bürger. Ich freue mich sehr auf die Veranstaltungen und lade herzlich dazu ein, sich viel anzusehen!“, so Landrat Jürgen Müller, Vorsitzender des UrbanLand Board, des Entscheidungsgremiums der REGIONALE 2022.
„Seit Beginn unseres Bewerbungsprozesses für die REGIONALE bestand Einigkeit darüber, an die Stärken der Region im Bereich der technologischen Entwicklung und Digitalisierung anzuknüpfen. Das Ergebnis zeigt, dass unsere REGIONALE konsequent auf die Zukunft ausgerichtet ist. Ich bin mir sicher, dass die Region als Ganzes langfristig profitieren wird – sie profitiert schon jetzt: Wir stehen zusammen und arbeiten gemeinsam für die Zukunft Ostwestfalen-Lippes“, unterstreicht Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Bezirksregierung Detmold.
Im Präsentationsjahr 2022 wird das UrbanLand im Rahmen eines Veranstaltungsprogramms, dem UrbanLand Sommer, sichtbar. Hierfür sind alle Projekte aufgerufen, sich zu präsentieren. Ob Tag der offenen Tür, Ausstellung, Baustellenbegehung, Fachveranstaltung oder einfach ein Fest, die Aktivitäten sind dabei so unterschiedlich wie die REGIONALE-Projekte selbst. Ob mit einer Eröffnung oder oft auch einem Zwischenstand. Projekte sind vielleicht noch nicht abgeschlossen, manche Projekte sind realisiert und in Betrieb, andere mitten in der Umsetzungsphase und andere auch noch nicht baulich sichtbar. Im UrbanLand Sommer geht es darum, die Ideen lebendig werden zu lassen und die Visionen von der Zukunft öffentlich zu präsentieren.
Als Ankertermine ist die OstWestfalenLippe GmbH, bei der die REGIONALE 2022 angesiedelt ist, bei sieben großen öffentlichen Festen in allen Kreisen und der Stadt Bielefeld zu Gast. Hier ist die rund 300 qm große UrbanLand-Welt als große Aktions- und Informationsfläche zu Gast und macht die REGIONALE insgesamt anschaulich. Neben einem großen Kuppelzelt mit 4,25 Meter Höhe und 9,80 Meter Durchmesser sowie einer Fläche von knapp 75 m² laden sieben Outdoor-Experimentierstationen dazu ein, sich mit den Themen der REGIONALE zu beschäftigen. Daneben können sich auch Projekte vor Ort bei den Festen präsentieren. Ein Bühnenprogramm mit prominenten Gästen lädt bei jedem der sieben Feste die Öffentlichkeit und REGIONALE-Akteure zur Eröffnung ein.
Ein wachsender Terminkalender informiert ab April 2022 auf der Webseite www.urbanland-owl.de über das Programm des UrbanLand Sommers. Daneben werden die Termine öffentlich verbreitet.
Alle REGIONALE-Projekte erhalten zum UrbanLand Sommer Markierungen in Form von Bannern, Fahnen, Schildern oder Roll-ups, so dass sie in der Region erkannt werden können.
Mit REGIONALE 2022 nutzt OstWestfalenLippe die Chance, ein umfassendes gesamt-regional ausgerichtetes Infrastrukturprogramm umzusetzen. UrbanLand ist dabei Headline und Zielvision zugleich.
„7 Lösungen aus OWL für ein gutes Leben“ bilden das Rückgrat der UrbanLand-Strategie und sind Ausdruck der Ergebnisse der REGIONALE 2022. Sie bieten Antworten für wesentliche Herausforderungen der Region. Projekte vor Ort sollen zeigen, wie Lösungen für wichtige Zukunftsfragen aussehen können: sichere und einfache Erreichbarkeit mit vernetzter Mobilität, Innovationsimpulse für exzellente Bildung und berufliche Entfaltung, lebendige Quartiere und Kommunen, starke Lebensräume zwischen Stadt und Land, sichere Daseinsvorsorge und Gesundheitsversorgung und insgesamt eine attraktive erlebbare Region.
„UrbanLand steht für den Anspruch, den Menschen in OstWestfalenLippe ein attraktives Lebensumfeld und eine zukunftsfähige Gemeinschaft zu sichern – unabhängig davon, ob sie in der Stadt oder auf dem Land leben. Für die Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit der Region braucht es spannende und lebendige Umgebungen für ein modernes Leben,“ erläutert Annette Nothnagel, Leiterin der REGIONALE 2022 bei der OstWestfalenLippe GmbH.
Hinter den REGIONALE-Projekten stehen starke Netzwerke, interkommunale Kooperationen und engagierte Menschen und Institutionen.
Weitere Informationen auf der Website www.urbanland-owl.de
Fünf Monate lang haben sich die teilnehmenden Teams intensiv ausgetauscht, mit wertvollem Wissen versorgt und Ideen in Strategien umgesetzt. Jetzt gilt es, das erlernte Know-How in einen Businessplan zu gießen, der die Gutachter:innen überzeugt.
Fünf Monate lang haben sich die teilnehmenden Teams intensiv ausgetauscht, mit wertvollem Wissen versorgt und Ideen in Strategien umgesetzt. Nach vier Businessplanworkshops und insgesamt neun Themenspecials, Netzwerktreffen und Sprechstunden geht der Wettbewerb auf die Zielgerade. Jetzt gilt es, das erlernte Know-How in einen Businessplan zu gießen, der die Gutachter:innen überzeugt. Ist diese Hürde genommen kommt das große Finale: Der Pitch und die Preisverleihung.
Als Gründer:in muss man vieles bedenken und sich immer wieder neuen Situationen stellen. Wer sich gut vorbereitet und seine Geschäftsidee kontinuierlich herausfordert und weiter denkt, hat hier einen klaren Vorteil – nicht nur im unternehmerischen Alltag. Auch bei Finanzierungsrunden lässt es sich besser argumentieren, wenn man einen wasserdichten Plan hat. Die Teilnehmer:innen mit einem solchen Plan auszustatten ist das Ziel des Businessplan-Wettbewerbs startklar.
Seit November konnten die gut 90 angemeldeten Teams an den vielen Workshops, z.B. zu den Themen Marketing und Kundenbindung, Markt und Markteintritt sowie Steuern und Buchführung, kostenlos teilnehmen. Expert:innen aus dem umfangreichen startklar-Netzwerk gaben Inputs und stehen den Gründer:innen auch über die Veranstaltungen hinaus mit Rat und Tat zur Seite.
30 Seiten Gestaltungswille und Mut
Am Ende steht der Businessplan: Auf maximal 30 Seiten fasst er alles zusammen, was das neue Unternehmen ausmacht – vom Produkt über das Wettbewerbsumfeld bis zur Finanz- und Vertriebsplanung. Bis zum 6. April haben die Teams jetzt Zeit, ihre Pläne einzureichen. Anschließend werden die Dokumente von bis zu drei Gutachter:innen, darunter auch Gründungsberater:innen der Sparkassen in OstWestfalenLippe, auf Herz und Nieren geprüft.
Die zehn besten Teams bekommen ein professionelles Pitchtraining „aufs Haus“, um sich beim großen Finale bestmöglich präsentieren zu können. Am 20. Juni 2022 findet die Preisverleihung beim Elektro- und Automatisierungsunternehmen WAGO in Minden statt. Nachdem die zehn Finalteams ihre Geschäftsideen vor der Jury gepitcht haben, werden die drei Gewinner gekürt und ausgiebig gefeiert.
Gemeinsam mit diesen Sponsoren freuen wir uns sehr auf die Businesspläne der Teilnehmenden:
Sparkassen in OstWestfalenLippe (Hauptsponsor), BDO Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Handwerkskammer OWL, HLB Stückmann & Partner, IHK Ostwestfalen, IHK Lippe, IKK Classics, Schüco, Wago, Wortmann & Partner Rheda-Wiedenbrück.
Ein herzlicher Dank auch an unsere tollen Partner, auf die wir stets zählen können:
Fachhochschule Bielefeld, Fachhochschule des Mittelstands, Fachhochschule der Wirtschaft, Founders Foundation, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter, Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe, Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen, Industrie- und Handelskammer Lippe, Interkommunale Wirtschaftsförderung Kreis Herford, it´s OWL, Kreis Lippe, Kreis Minden-Lübbecke, Kreis Paderborn, Pro Wirtschaft GT, OstWestfalenLippe GmbH, Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, TecUp Universität Paderborn, Universität Bielefeld, VDI Bezirksverein OWL, Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft WEGE Bielefeld, Wirtschaftsförderungsgesellschaft Paderborn, heder:lab, Hochschule Hamm-Lippstadt und StartMiUp.
Weitere Informationen zu den Angeboten und Aktivitäten des startklar Businessplan-Wettbewerbs finden Sie unter www.startklar-owl.de.

Ein Eindruck aus einem der letzten Netzwerktreffen mit Partner:innen und Teilnehmenden.
UrbanLand Board der REGIONALE 2022 in Löhne mit Bürgermeister Bernd Poggemöller (l.). In der Mitte vorn: Vorsitzender Landrat Jürgen Müller, Annette Nothnagel (Leiterin der REGIONALE 2022), Herbert Weber (Geschäftsführer OWL GmbH).
„Das Ergebnis der gemeinsamen engagierten Arbeit ist großartig!“ freut sich Vorsitzender Landrat Jürgen Müller. Das UrbanLand Board, das Entscheidungsgremium der REGIONALE 2022, hat bei seiner heutigen Sitzung in Löhne 13x den A-Status vergeben. Mit insgesamt 60 Projekten geht das NRW-Strukturprogramm REGIONALE in OstWestfalenLippe damit ins Präsentationsjahr.
„Lösungen für ein gutes Leben in OstWestfalenLippe – die Projekte zeigen, wie Antworten für wichtige Zukunftsfragen aussehen können: lebendige Quartiere und Kommunen, starke Lebensräume zwischen Stadt und Land, gute Versorgung, sichere und einfache Erreichbarkeit, Innovationsimpulse für exzellente Bildung und berufliche Entfaltung und insgesamt eine attraktive erlebbare Region. Hinter allem stehen starke Netzwerke, interkommunale Kooperationen und engagierte Menschen und Institutionen. Die insgesamt 60 Projekte sind auch Zeugnis der hervorragenden konstanten Arbeit des UrbanLand Board,“ würdigt Landrat Jürgen Müller. Das UrbanLand Board tagt seit 2018 mindestens dreimal jährlich und besteht aus führenden Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.
„Wir haben die Zielgerade erreicht. Aber selbstverständlich kann das nur eine Momentaufnahme sein, denn das UrbanLand OstWestfalenLippe – die Vision von einer neuen Balance von Stadt und Land – ist ein Prozess. Wir freuen uns, 60 starke Projekte aus OWL den Bürgerinnen und Bürgern im Präsentationsjahr vorzustellen“, erklärt Herbert Weber, Geschäftsführer der OWL GmbH, bei der das NRW-Strukturentwicklungsprogramm REGIONALE 2022 gemanagt wird.
Die REGIONALE 2022 wurde 2017 durch das Landeskabinett OstWestfalenLippe zugeschlagen. Die Region richtet die REGIONALE unter der Überschrift „UrbanLand OstWestfalenLippe“ aus. Ziel ist es, die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu stärken. 2018 begann die strategische Arbeit. Insgesamt gibt es 60 REGIONALE-Projekte (mit z.T. mehreren A-Beschlüssen). Bislang wurden 135 Millionen Euro Fördermittel vergeben. Im Präsentationsjahr 2022 wird das Urbanland OstWestfalenLippe im Rahmen eines Veranstaltungsprogramms – dem UrbanLand Sommer – für Bürgerinnen und Bürger sichtbar.
Um die Qualität der Projekte zu gewährleisten, durchlaufen potenzielle REGIONALE-Projekte für OstWestfalenLippe ein dreistufiges Auswahl- und Qualifizierungsverfahren vom C-Status über den B-Status bis zum A-Status. Erst anschließend wird aus den Projektideen ein REGIONALE-Projekt. Insgesamt wurden 145 Projektideen eingereicht.
Neue REGIONALE 2022-Projekte
Entwicklungsperspektive Areal Barker/ Zukunftsquartier Paderborn
Ein Innovationsquartier für urbanes Leben: Die Stadt Paderborn nutzt die enorme Chance, die ehemaligen Barker Barracks zum Zukunftsquartier zu entwickeln. Es entsteht ein neues attraktives Stück Stadt, das einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Paderborner Stadtversprechens und der Standortqualität insgesamt leistet. „Der bis Juni abgeschlossene Masterplanprozess dokumentiert die Ambitionen und Ziele für das Zukunftsquartier Paderborn. Mit dieser Plangrundlage starten wir gemeinsam mit der Eigentümerin, der Bundesanstalt für Immobilien-aufgaben (BImA), in den Wertermittlungs- und Ankaufsprozess. Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung als Projekt der REGIONALE und die damit verbundene Unterstützung,“ so Claudia Warnecke, Technische Beigeordnete der Stadt Paderborn.
2023 wird hier auch das REGIONALE-Projekt Akzelerator.OWL eröffnet – das hochmoderne Gebäude der Universität Paderborn schafft eine Infrastruktur für Start-ups, Wissenschaft und Unternehmen.
Forum Anja Niedringhaus
Dank bürgerschaftlichem Engagement entsteht im stadt- und baugeschichtlich bedeutenden Tilly-Haus in Höxter ein Projekt mit großer identitätsstiftender Wirkung für Stadt und Region: das Forum Anja Niedringhaus. Ziel und Aufgabe ist die Erhaltung des Andenkens an die aus Höxter stammende Fotografin und Pulitzerpreisträgerin.
„Das Forum Anja Niedringhaus ist ein kulturell-künstlerisches Projekt mit der großen Chance, gemäß den Arbeitsschwerpunkten der Journalistin eine interaktive Auseinandersetzung mit global hochaktuellen Themen wie Migration, kriegerischen Konflikten und Pressefreiheit zu fördern. Als Kultur- und Begegnungszentrum erreicht es eine breite Öffentlichkeit und fördert junge Künstlerinnen und Künstler“, erklärt Christine Longère, erste Vorsitzende Forum Anja Niedringhaus e.V.
Inklusives Quartier Laurentiushöhe
Das REGIONALE-Projekt „Laurentiushöhe – das Quartier mit Seele“ entsteht angrenzend und in enger Zusammenarbeit mit dem Heilpädagogischen Therapie- und Förderzentrum (HPZ) St. Laurentius für Menschen mit Beeinträchtigung in der Hansestadt Warburg im Kreis Höxter. Es entstehen Wohnmöglichkeiten für unterschiedliche Lebensentwürfe mit vielen Austausch- und Kommunikationsmöglichkeiten.
Lebendiges Quartier Brunsheide
In Verbindung mit attraktiven Grünflächen entsteht im Speckgürtel Bielefelds ein neues vielfältiges und ökologisch-nachhaltiges Quartier, das dem großen Bedarf nach Wohnraum vor Ort begegnet. Ein Bildungscampus verbindet in einem Neubau Angebote in den Bereichen Sport, Kultur, Bildung und Soziales – und steht der gesamten Bürgerschaft offen. Im Sinne eines ganzheitlichen Konzepts wird hier auch der Generationenwechsel gestaltet. „Die Gemeinde Leopoldshöhe gehört zu den am schnellsten wachsenden Kommunen in NRW. Wir kümmern uns mit dem neuen Quartier Brunsheide um die Themen Wohnungsverfügbarkeit und demografischer Wandel,“ so Bürgermeister Prof. Dr.-Ing. Martin Hoffmann.
Generationenquartier am Kump
Der Umgang mit leerstehenden Handelsimmobilien in den Zentren ist eine große Herausforderung für zahlreiche Städte und Gemeinden. Die Stadt Steinheim geht damit innovativ um: „Mehrere benachbarte Gebäude am Marktplatz werden baulich verbunden, um unterschiedlich große Wohnungen, einen Kindergarten, eine Tagespflege und Gemeinschaftsflächen zu schaffen“, erläutert Bürgermeister Carsten Torke. „Zu diesem Zweck hat die Stadt die Immobilien erworben, wird diese zum Teil zurückbauen, entkernen und dann an eine Gesellschaft veräußern, die dieses Projekt nach Vorgaben der Politik und Verwaltung umsetzt.“
Radnetz OWL
Ein lückenloses Radwegenetz in der ganzen Region – das mit dem deutschen Fahrradpreis ausgezeichnete Radnetz OWL skizziert rund 2.000 km mit insgesamt 532 Maßnahmenkilometern und 425 Maßnahmenempfehlungen. Das Projekt der Kreise Paderborn (federführend), Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und der Stadt Bielefeld ist das Dach für die Umsetzung von Einzelmaßnahmen beim Radwegeausbau und verbindet alle 70 Städte und Gemeinden. Paderborns Landrat Christoph Rüther hebt heraus: „Unsere gemeinsame Vision für zwei Millionen Menschen in sechs Kreisen und einer kreisfreien Stadt für einen gesunden und klimafreundlichen Alltag auf dem Rad – das ist das über die REGIONALE entstandene Radnetz OWL. Davon profitieren die Menschen, die sich auf sichere, direkte und komfortable Radwege, auf noch mehr Lebensqualität auf zwei Rädern freuen dürfen.“
Rochdale Quartier – ko-produktive Stadt
Der ehemalige britische Kasernenstandort Rochdale Barracks im Bielefelder Stadtteil Mitte wird zu einem neuen Stadtquartier entwickelt. Im Rahmen eines breiten öffentlichen Beteiligungsprozesses wurden die generellen Leitlinien für die langfristige Planung des Areals festgelegt. Der Zeitraum bis zum Beginn der baulichen Umgestaltung des Areals wird noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen. In einer Startphase wird das Areal mit Kunst und Kultur bespielt sowie von Vereinen und Initiativen genutzt. „Im Rahmen einer gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung probiert die Stadt hier etwas Neues. Die ko-produktive städtebauliche Entwicklung des Rochdale Quartiers ist ein Angebot an zivilgesellschaftliche Initiativen“ so Sven Dodenhoff, Stadt Bielefeld. Gemeinsam mit diesen Akteuren wächst hier ein neues Stück Stadt. Perspektivisch entsteht ein vielfältiges Wohnangebot für voraussichtlich 1.200 Bewohnerinnen und Bewohner.
Quartier Brausemühle
Das zukünftige Quartier Brausemühle bietet ein vielfältiges und attraktives Wohnangebot mit Blick auf die Auen der Else. Innerhalb von drei Bauabschnitten entstehen 50 Wohneinheiten für verschiedene Zielgruppen. Neben einem Kindergarten sind Angebote der Pflege und Versorgung tragende Säulen des Quartiers. Die Holzbauweise und Energieversorgung sind umweltschonend. Ein Naturlehrpfad und ein Umweltbildungszentrum der Gemeinde Kirchlengern sind als weiteres Charakteristikum der Entwicklung geplant.
Wohnpark Egge – Landquartier der Zukunft
Der Wohnpark Egge zeigt, wie vielfältiges und flächensparendes Wohnen mit hoher Lebensqualität in kleineren Gemeinden möglich ist. In zentraler Lage in Altenbeken und dank der Bahnanbindung ganz nah an der Großstadt Paderborn, entstehen Wohnräume für ältere Menschen, Singles und Familien sowie Angebote der sozialen Versorgung und Gemeinschaft in einer gewachsenen Dorfstruktur. „Wir gestalten hier den Generationenwechsel aktiv mit: Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser im Ort werden durch attraktiven Wohnraum im Wohnpark frei für zum Beispiel junge Familien,“ freut sich Bürgermeister Matthias Möllers, Gemeinde Altenbeken.
Zukunft Kloster Brede
Das Kloster Brede in Brakel ist seit 1850 Niederlassung der Kongregation der Armen Schulschwestern, einer internationalen Ordensgemeinschaft, die auf Bildung und Erziehung ausgerichtet ist. Aufgrund der zurückgehenden Zahl von Schwestern wird das Kloster zum Ort des gemeinschaftlichen Lebens mit attraktiven Begegnungs-, Lern- und Wohnangeboten auf dem Land. Innerhalb der REGIONALE 2022 entstehen ein architektonisches Konzept sowie beispielhafte und tragfähige Ansätze zur Neugestaltung des Klosters.
„Wir möchten im Sinne des Ansatzes ‚Gemeinsam leben auf der Brede‘ ein sinnvolles und zukunftsweisendes Konzept für diesen historischen Ort entwickeln und wünschen uns dabei ein lebendiges Miteinander zwischen den Schwestern des Klosters, den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Brakel und vor allem auch mit jungen Menschen. Und wir hoffen, auf die Bedarfe der Region eine gute Antwort zu finden. Die REGIONALE bietet einen guten Rahmen dafür. Wir freuen uns über die Auszeichnung,“ so Provinzoberin Schwester Monika Schmidt.
Erlebnisraum Weserlandschaft | Baustein Werre-Weser-Kuss
Mit dem Gesamtprojekt Erlebnisraum Weserlandschaft wollen die Kreise Höxter, Lippe, Herford und Minden-Lübbecke den Raum der Weserlandschaft fördern, naturschutzfachlich und touristisch aufwerten und stärker in das Lebensumfeld der Menschen einbeziehen. Gleichzeitig gilt es, den Weserraum als Ressource für die ganze Region zu schützen, zu pflegen und zu entwickeln.
Mit der prägnanten Lage am großen Weserbogen und der Mündung der Werre in die Weser ist Bad Oeynhausen ein Knoten des touristischen und des Alltagsradverkehrs. Mit dem ausgezeichneten Baustein „Werre-Weser-Kuss - Aufwertung des Weserradwegs und der Aufenthaltsbereiche“ wird der in Höhe „Rehmer Insel“ hochfrequentierte Fahrradweg weiterentwickelt. Die Wegverbindung soll an den geplanten Radschnellweg RS3 angebunden werden sowie Fuß- und Radverkehr durch bauliche Veränderungen getrennt werden.
Die Werre – ein Fluss, der OWL verbindet
Um eine ganzheitliche Betrachtung des Gewässers sowie ökologische Aspekte und einen übergreifenden Schutz vor Hochwasser zu gewährleisten, stellt das Projekt „Die Werre – ein Fluss der OWL verbindet“ eine enge Zusammenarbeit aller Anrainerkommunen in den Mittelpunkt.
Der Baustein Naturnahe Umgestaltung der unteren Werre, Teil "Aufweitung der Kaarbachmündung" gestaltet in Bad Oeynhausen das Profil der Werre unweit des Sielparks neu. Der Mündungsbereich des Kaarbachs wird naturnah gestaltet. Infolgedessen ist es durch die Eigendynamik der Werre möglich, Strukturen auszubilden, die dem ursprünglichen Fließgewässer- und Auencharakter entsprechen.
Über die Gestaltung des Werreauenparks im Bad Oeynhausener Siel, Teil "Bau der Sielwehrbrücke" entsteht eine schnelle Anbindung zum regionalen Radschnellweg RS3 und in das überregionale, touristische Radwegenetz mit Werre- und Weserradweg.
„Bad Oeynhausen nimmt über die REGIONALE ihre identitätsprägenden Gewässer in den Blick und macht das Wasser in der Stadt wieder erlebbar. Gleichzeitig schaffen wir gute und schnelle Radverbindungen – für Alltag und den Tourismus. Und wir kümmern uns um die naturschutzfachliche Aufwertung der Flächen. Ich freue mich über die gleich dreifache Auszeichnung!“, so Bürgermeister Lars Bökenkröger, Stadt Bad Oeynhausen.
Weitere Projekte im Qualifizierungsprozess
An zwei Projektkandidaten wurde durch das UrbanLand Board der B-Status verliehen.
Weitere Informationen: https://www.urbanland-owl.de/presse-und-medien/presseinformationen/
OstWestfalenLippe ist Vorreiter bei der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft – und Vorbild für Regionen in ganz Deutschland. 59 Projekte zeigten am Donnerstag auf dem Kongress DigitaleZukunft@OWL im Heinz Nixdorf MuseumsForum wie es geht – von smarten Dörfern über digitale Bildungsangebote bis zur Kulturplattform und Stärkung des Ehrenamts.
OstWestfalenLippe, 11. März 2022. OstWestfalenLippe ist Vorreiter bei der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft – und Vorbild für Regionen in ganz Deutschland. Darin waren sich Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger, sowie aus NRW Ministerpräsident Hendrik Wüst, Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Verkehrsministerin Ina Brandes einig. 59 Projekte zeigten am Donnerstag auf dem Kongress DigitaleZukunft@OWL im Heinz Nixdorf MuseumsForum wie es geht – von smarten Dörfern über digitale Bildungsangebote bis zur Kulturplattform und Stärkung des Ehrenamts. Die Veranstalter – Digitale Modellregion OWL, Heinz Nixdorf Stiftung und OstWestfalenLippe GmbH – waren begeistert von den Ergebnissen und der enormen Resonanz mit 200 Teilnehmer*innen vor Ort und insgesamt 1.900 Besucher*innen im Livestream. Als Initiatoren wollen sie den Erfahrungsaustausch und die Übertragung guter Lösungen in die ganze Region vorantreiben. Und auch neue Herausforderungen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Resilienz, Fachkräftesicherung und Quantencomputing gemeinsam angehen.
„OWL zeichnet sich dadurch aus, dass die Digitalisierung als Chance gesehen wird, nicht als Herausforderung. Dabei werden Spitzentechnologie und Agilität verbunden“, machte Ministerpräsident Hendrik Wüst deutlich. Mit dem Spitzencluster it´s OWL sei die Region deutschlandweit führend im Bereich Industrie 4.0. Auch bei der Digitalisierung der Verwaltung und im Bereich Quantencomputing setze OWL bundesweit Maßstäbe. Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger sieht die Gefahr, dass Deutschland als Innovationsstandort zurückfalle. „Wir sind eine Erfindernation und müssen unsere Forschungsstärke nutzen. OWL ist eine sehr dynamische Region. Der Spitzencluster it´s OWL zeigt erfolgreich, wie der Technologietransfer aus der Wissenschaft in den Mittelstand funktioniert. Davon braucht es mehr in Deutschland“, so Stark-Watzinger weiter.
Modellhafte Anwendungen aus OWL für ganz Deutschland – aber auch neue Herausforderungen
Dabei ist die Digitalisierung der Verwaltung ein wichtiger Standortfaktor. NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart hat sich zum Ziel gesetzt, die Digitalisierung der Verwaltungen in Nordrhein-Westfalen entschieden voranzutreiben. „Die Digitale Modellregion OWL hat dafür wichtige Pionierarbeit geleistet und viele Anwendungen erfolgreich entwickelt. Davon kann jetzt das ganze Land profitieren. Von den fünf Modellregionen in NRW ist OWL die Nummer eins“, lobte Pinkwart.
NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes unterstrich die Bedeutung der Region für die vernetzte Mobilität in Nordrhein-Westfalen. So werde im Rahmen des REGIONALE-Projekts „E-Line-Carsharing“ deutschlandweit erstmalig ein neuer Ansatz erprobt, im ländlichen Raum die Lücke zwischen Bahnhof und der eigenen Haustür zu schließen. Auf definierten Linien werden kleinere Siedlungen in Borgholzhausen mit Elektro-Fahrzeugen an den vorhandenen ÖPNV angebunden. Man fährt selbst und kann andere mitnehmen – für Besitzer*innen eines Nahverkehrstickets kostenlos.
Die Diskussion auf dem Kongress machte allerdings auch neue Herausforderungen für OWL und Deutschland deutlich. Dazu gehört aktuell vor allem der Fachkräftemangel. „Der Anteil der Top-Absolventen der Hochschulen, die in die Wirtschaft gehen sinkt kontinuierlich, da viele von ihnen eigene Unternehmen gründen“, erläutert Christoph Keese, Autor und Geschäftsführer der Axel Springer hy GmbH, der lange im Silicon Valley gearbeitet hat. Normalerweise liefen Innovationszyklen nacheinander. Derzeit müssen Unternehmen aber in vielen Bereichen mit revolutionären Umbrüchen umgehen, beispielsweise in den Bereichen Nachhaltigkeit, Resilienz, Energieversorgung und Quantencomputing. „Dafür braucht es Mut, Neugierde, Augenmaß und Unternehmertum. Alle diese Eigenschaften vereint OWL“, so Keese weiter.
Anpacken und weitermachen!
Vor diesem Hintergrund sind sich die Veranstalter des Digitalkongresses einig, dass sie anpacken und weitermachen wollen. Paderborns Chief Digital Officer Christiane Boschin-Heinz resümiert: „Die kreativen Projekte und das großartige Feedback auf dem Kongress haben eindrucksvoll gezeigt, dass OWL sehr gut im Rennen ist. Besser und schneller vorankommen können wir aber immer noch. Die Digitalisierung birgt noch viel Potential für die Serviceorientierung in den Verwaltungen, individuelle Mobilität, Teilhabe und Ehrenamt.“
Dafür müssen die Kräfte und Aktivitäten in Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik noch stärker gebündelt und intensiviert werden. Die OstWestfalenLippe GmbH ist eine gute Plattform dafür. „Mit unserer Strategie OstWestfalenLippe 2025 haben wir gute Voraussetzungen geschaffen, um die neuen Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Dazu werden wir Bedarfe aus der Region aufnehmen, modellhafte Lösungen entwickeln und Unterstützungsangebote für Unternehmen und Verwaltungen schaffen. Der Kongress war dafür ein bedeutender Meilenstein und hat viele Impulse gegeben", erläutert Wolfgang Marquardt, Prokurist der OstWestfalenLippe GmbH.
Nikolaus Risch, Vorstand der Heinz Nixdorf Stiftung ist begeistert von der Resonanz und den Ergebnissen des Kongresses: „Wir haben ein einzigartiges Forum geschaffen, die vielen kreativen Köpfe aus der Region zusammenzubringen. Das Kongressformat mit Impulsvorträgen, die sich in jeweils drei Minuten präsentiert haben, hat hervorragend funktioniert. Und dass wir so viele Interessenten gewinnen, hätte ich kaum für möglich gehalten. Ich bin überzeugt, dass wir Wege finden, in etwa zwei Jahren dieses Kongressformat mit aktualisierten und spannenden neuen Inhalten wieder im HNF anzubieten.“
Auf dem Foto (v.l.): Prof. Dr. Nikolaus Risch (Vorstand Heinz Nixdorf Stiftung), Michael Dreier (Bürgermeister Stadt Paderborn), Hendrik Wüst (Ministerpräsident Nordrhein-Westfalen), Landrat Jürgen Müller (stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung OstWestfalenLippe GmbH) und Anke Recklies (Regierungsvizepräsidentin Regierungsbezirk Detmold).
OstWestfalenLippe gilt als Vorreiter bei der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Auf dem Kongress DigitaleZukunft@OWL im Heinz Nixdorf MuseumsForum Paderborn am 10. März 2022 präsentieren 59 Projekte aus der Region, wie sie mit Digitalisierung das Arbeiten und Leben verbessern.
OstWestfalenLippe gilt als Vorreiter bei der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Auf dem Kongress DigitaleZukunft@OWL im Heinz Nixdorf MuseumsForum Paderborn am 10. März 2022 präsentieren 59 Projekte aus der Region, wie sie mit Digitalisierung das Arbeiten und Leben verbessern. Die Bandbreite reicht dabei von Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz über bessere Arbeitsbedingungen und digitale Bildung bis hin zu digitalen Behördenleistungen und Smart Cities. Ministerpräsident Hendrik Wüst, Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger und renommierte Digitalisierungsexperten geben Einblicke in neue Trends und Aktivitäten auf Bundes- und Landesebene. Ziel ist, Akteure in der Region und darüber hinaus zu vernetzen und Impulse für neue Projekte zu geben. Der Verein Paderborn überzeugt e.V. verleiht einen Förderpreis für ehrenamtliche Digitalprojekte aus OWL. Die Veranstaltung im Heinz Nixdorf MuseumsForum ist bereits ausgebucht. Interessierte sind aber herzlich eingeladen, sich den interaktiven Livestream anzuschauen (www.digitalezukunftowl.de). Veranstalter sind die Digitale Modellregion OWL, die Heinz Nixdorf Stiftung, das Heinz Nixdorf MuseumsForum und die OstWestfalenLippe GmbH. Unterstützt wird der Kongress von Paderborn überzeugt e.V. und der VerbundVolksbank OWL eG.
„Bereits einen Monat vor dem Veranstaltungstag war das Präsenzkartenkontingent ausgebucht. Auch wenn wir gern mehr Besucher begrüßt hätten, freut uns das sehr. Das Thema ist in OWL stark nachgefragt“, bewertet Dr. Jochen Viehoff, Geschäftsführer des Heinz Nixdorf MuseumsForums, die vielen Anmeldungen. Während die Veranstaltung vor Ort auf 200 Teilnehmer:innen begrenzt ist und unter 2G+-Vorgaben stattfindet, rechne man online nochmal mit mehreren hundert Personen im Publikum. „Eine Zahl, die wir ohne die Übertragung im Netz aus Platzgründen gar nicht hätten erreichen können.“
Eine reine Onlineveranstaltung stand dennoch außer Frage: Die Initiatoren des Kongresses DigitaleZukunft@OWL wollen gezielt Gelegenheit zu Austausch und Vernetzung geben. „OWL ist bereits außerordentlich gut vernetzt, allerdings beschränken sich diese Netzwerke oft auf einzelne Themenfelder, Branchen oder Kommunen. In vielen Fällen stehen wir aber vor ähnlichen Herausforderungen, die woanders vielleicht schon gelöst wurden. Mit dem Kongress wollen wir Synergien erkennen und Lösungen teilen“, fasst Michael Dreier, Bürgermeister der Stadt Paderborn, die Ziele zusammen.
Auch Christoph Rüther, Landrat des Kreises Paderborn, sieht hier große Chancen: „Zusammenarbeit ist der Schlüssel zur erfolgreichen Transformation unserer Region. Wir haben im Kreis Paderborn und in OWL eine Vielzahl an klugen Menschen in Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft, die an der digitalen Zukunft arbeiten. In der Zusammenarbeit all dieser Akteure liegt eine große Chance für die Entwicklung OWLs zu einer der innovativsten Regionen in Deutschland.“ Entsprechend vielfältig sind auch die Digitalisierungsbereiche, die der Kongress „DigitaleZukunft@OWL“ abdeckt. Aufgeteilt in vier Themenblöcke finden Projekte aus der digitalen Bildung ebenso Platz wie solche aus dem Kultur- und Sozialbereich.
Wolfgang Marquardt, Prokurist der OstWestfalenLippe GmbH verdeutlicht die Synergien zwischen den Themenfeldern: „Im Spitzencluster it´s OWL erschließen wir die Potenziale von Künstlicher Intelligenz für unterschiedliche Unternehmensbereiche. Die Ergebnisse und Erfahrungen können wir dann auf neue Anwendungsbereiche übertragen, beispielsweise in der beruflichen Bildung, Mobilität oder digitale Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger. Dadurch gelingt es in OWL in besonderer Weise, bedarfsorientierte Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln und in die Breite zu tragen.“ Ein Beispiel ist das BMBF-Kompetenzzentrum Arbeitswelt.Plus, mit dem über 20 Hochschulen, Forschungseinrichtungen und die IG Metall neue Ansätze für Kompetenzvermittlung, Change Management und Mitbestimmung entwickeln.
Mitveranstalter des Kongresses ist die Heinz Nixdorf Stiftung. Vorstand Prof. Dr. Nikolaus Risch betont die Ursprünge der Digitalisierung in der Region, die im Wesentlichen auf den Paderborner Computerpionier Heinz Nixdorf zurückgehen: „Heinz Nixdorf hat immer mit aller Kraft dafür gekämpft, die großartig innovativen Potentiale der Menschen in Paderborn und in ganz Westfalen lebendig und multiplizierbar zu entwickeln und daraus Mut und Kraft zu schöpfen. Das Ziel, in der Digitaltechnik souverän vorne dabei zu sein, bildete das Herzstück seiner Vision, eine lebens- und liebenswerte Zukunft einer solidarischen Gesellschaft in Freiheit zu denken. Er war überzeugt, dass jeder Einzelne mit individuellen Stärken dazu konkrete Beiträge leisten kann und sollte. Souveränität in der komplexen Welt der Digitalen Transformation zu leben, das ist kein Selbstläufer. Seine Stiftungen sind sich auch heute dieser Verantwortung bewusst und handeln entsprechend, hartnäckig, ausdauernd und immer mit dem Ziel, andere zu motivieren und zu unterstützen.“
Smarte Städte und digitale Bildung
Dass die Digitalisierung alle Menschen betrifft, wird schon im Themenblock „Smarte Städte und Digitale Verwaltung“ klar. Hier beantwortet Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Präsident der HafenCity Universität Hamburg, Fragen nach der Stadt von morgen und der Rolle der Bürger darin. Außerdem präsentiert etwa die Open Innovation City Bielefeld Einblicke, wie ganze Stadtgesellschaften bei digitalen Innovationen mitgestalten können. „In der jetzigen Phase des digitalen Wandels möchte Bielefeld eng am Puls der Zeit sein. Wir wollen die vorhandene Digitalkultur und -kompetenz aktiv mit unseren kommunalen Partnern und wissenschaftlichen Einrichtungen teilen. Dazu sind wir unterwegs, die Vorreiterrolle der Region OWL durch Wissenstransfer und Kooperationen zusammen auszubauen“, erläutert Matthias Eichler, Leiter des Bielefelder Digitalisierungsbüros.
Um die Potenziale der Digitalisierung zu erschließen und sich in der digitalen Welt zu bewegen, brauchen die Menschen neue Kompetenzen. Der zweite Themenblock „Digitale Bildung und Digitale Transformation der Arbeitswelt“ zeigt, wie dieser Lernprozess aussehen kann – vom Kindesalter, über die Aus- und Weiterbildung bis in die Rente. Die MINT Community 4.OWL bietet beispielsweise Kindern und Jugendlichen kostenlose Mitmachkurse in außerschulischen Lernorten an, um neue Technologien zu erfahren und neue Berufsbilder kennen zu lernen. Hier werden etwa kleine Roboter programmiert und Brücken aus dem 3D-Drucker gebaut.
Zukunftstechnologien, digitale Gesellschaft und Förderpreis für Ehrenamt
Wie wichtig solche Fähigkeiten im MINT-Umfeld in Zukunft sein werden, zeigt der dritte Block „Zukunftstechnologien und Digitaler Mittelstand“. Besonders tatkräftige Digitalprofis finden so zum Beispiel im Exzellenz Start-up Center.OWL ein Zuhause für Unternehmensgründungen. Wie wertvoll es ist, eine dynamische Startup-Landschaft in der Region zu haben, beleuchtet Christian Miele, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Deutsche Startups e.V.
Der vierte Themenblock – „Digitale Gesellschaft“ – dreht sich um den Einfluss der Digitalisierung auf alle anderen Bereiche des modernen Zusammenlebens. Hier zeigt etwa die Stadt Delbrück, wie mithilfe von Funknetzen Daten zu Grundwasserpegeln und Energienetzen erhoben werden können. Bürgermeister Werner Peitz unterstreicht die Bedeutung des Kongresses für seine Stadt: „Die Stadt Delbrück vertritt unter den Initiatoren des Digitalkongresses insbesondere die kleinen und mittleren Kommunen OWLs. Wir wollen mit unserem LoRaWAN-Projekt zeigen, dass auch die Kleinen in ganz großer Runde dabei sein können – mit einem Projekt, das landesweit Strahlkraft hat!“
Neben den großen Themenblöcken wird auch das Ehrenamt besonders gewürdigt. Der Verein Paderborn überzeugt e.V. hatte Anfang des Jahres einen Förderpreis ausgelobt, mit dem das unentgeltliche Engagement von Bürger:innen in regionalen Digitalprojekten belohnt werden soll. 25 Bewerbungen waren eingegangen. Die Gewinner:innen der drei Preiskategorien, die mit insgesamt 10.000 Euro dotiert sind, werden im Rahmen der Veranstaltung bekannt gegeben.
Unterstützt wird der Kongress von einem regional verwurzelten Partnernetzwerk. Über 50 Organisationen aus Ostwestfalen-Lippe stehen hinter den Initiatoren der Veranstaltung. So soll deutlich werden: Wenn es um die Digitalisierung geht, zieht die Region an einem Strang.
Auf dem Foto (v.l.): Matthias Eichler (Leiter Digitalisierungbüro Bielefeld), Prof. Dr. Nikolaus Risch (Vorstand, Heinz Nixdorf Stiftung), Michael Dreier (Bürgermeister, Stadt Paderborn), Wolfgang Marquardt (Prokurist, OstWestfalenLippe GmbH), Dr. Jochen Viehoff (Geschäftsführer, Heinz Nixdorf MuseumsForum), Werner Peitz (Bürgermeister, Stadt Delbrück) und Christoph Rüther (Landrat, Kreis Herford).