Gefördert von

Irina Sudermann

Warum engagiere ich mich als Mentorin?

Ich engagiere mich als Mentorin, weil ich noch genau weiß, wie es sich angefühlt hat, als ich mich vor drei Jahren selbstständig gemacht habe. Da waren so viele Fragen, Unsicherheiten und alte Glaubenssätze, die immer wieder hochkamen. Ich hätte mir damals jemanden gewünscht, dem ich einfach Fragen stellen kann – jemanden, der Orientierung gibt und Mut macht. Genau das möchte ich heute für andere Frauen sein.

 

Das liebe ich an meiner Selbstständigkeit:

Ich liebe an meiner Selbstständigkeit, dass das lebenslange Lernen niemals aufhört. Es gibt immer neue Projekte, neue Herausforderungen und Möglichkeiten, über sich hinauszuwachsen. Langeweile kommt dabei nie auf, weil jeder Mensch und jedes Unternehmen individuell ist. Besonders liebe ich es, große Visionen in kleine, machbare Schritte herunterzubrechen und mich dann auf den Weg zu machen.

 

Hier liegen meine persönlichen und unternehmerischen Stärken:

Meine größte Stärke ist, dass ich immer den Gesamtüberblick behalte und Klarheit schaffe – auch in komplexen Situationen. Gleichzeitig hilft mir meine Planungsstärke dabei, Ideen strukturiert umzusetzen. Ich habe den Mut, groß zu träumen, und gleichzeitig die Offenheit, Dinge auszuprobieren. Fehler sehe ich nicht als Scheitern, sondern als Teil des Weges. Gerade deshalb fällt es mir leicht, ins Handeln zu kommen und Neues zu wagen.

 

Das würde ich gerne meinem jüngeren Selbst als Rat mitgeben:

Ich würde meinem jüngeren Selbst raten, sich früher zu trauen und schneller loszugehen. Und vor allem: Nur die Menschen nach ihrer Meinung zu fragen, die bereits dort sind, wo man selbst hinmöchte.

Außerdem würde ich mich von Anfang an spitzer positionieren und Anfragen, die nicht wirklich passen, konsequenter ablehnen. Gerade zu Beginn dachte ich oft: „Ich möchte helfen – und das Geld muss ja auch reinkommen.“ Dadurch habe ich jedoch immer wieder Projekte angezogen, die eigentlich nicht zu mir und meiner Arbeit gepasst haben. Heute weiß ich, wie wichtig klare Positionierung und Abgrenzung sind.

 

Was unterschätzen viele am Weg in die Selbstständigkeit?

Viele unterschätzen, wie viel Zeit, Energie und auch finanzielle Investition notwendig sind, bis ein Unternehmen wirklich läuft. Es gibt viele Momente voller Zweifel, Erschöpfung und Unsicherheit. Auch wenn man sich die Selbstständigkeit lange gewünscht hat, kommen Tage, an denen man das Ziel aus den Augen verliert oder sich fragt, ob man weitermachen soll.

Gerade deshalb ist es so wichtig, trotzdem weiterzugehen – auch wenn es mal schwierig wird. Die anfängliche Euphorie und hohe Energie aus den ersten Monaten verpufft irgendwann. Umso wichtiger ist es, diese Energie von Anfang an bewusst und sinnvoll einzusetzen.

 

Welche Fähigkeit war für deinen Erfolg wichtiger als Fachwissen?

Mut und Durchhaltevermögen. Und die Fähigkeit, aktiv nach neuen Kontakten zu suchen und andere Menschen nach ihren Erfahrungen zu fragen. Nicht sofort aufzugeben, wenn etwas nicht funktioniert, sondern bereit zu sein, Dinge auszuprobieren, daraus zu lernen und trotzdem weiterzugehen.

 

Wofür möchtest du als Mentorin stehen?

Ich möchte Gründerinnen vor allem Mut mitgeben. Genau das hat mir in meiner eigenen Gründungsphase häufig gefehlt. Aus meinem Umfeld kamen oft eher Fragen wie: „Willst du das wirklich machen?“ oder „Was ist, wenn es nicht klappt?“ – statt echter Ermutigung.

Ich möchte dafür stehen, dass es keine blöden Fragen gibt und dass man lernen darf, mehr auf sich selbst zu hören. Oft wächst Klarheit erst auf dem Weg. Deshalb ist es so wichtig, loszugehen, Dinge auszuprobieren und den eigenen Erfahrungen zu vertrauen.