Rückschau zum Online Seminar: Storytelling - wie Sie mit 5 einfachen Schritten Ihr Unternehmen erfolgreich präsentieren
Was sich hinter der Methode „Storytelling“ verbirgt und wie man dies niedrigschwellig einsetzen kann, erläuterte der Referent Sascha Baron in der Online-Veranstaltung „Storytelling – wie Sie Ihr Unternehmen in 5 einfachen Schritten präsentieren“ am 07.05.204. Der Gründer und Geschäftsführer der Produktionsfirma „dreilandmedien“ gab rund 160 Personalverantwortlichen aus kleinen und mittleren Unternehmen zahlreiche praktische Tipps, wie sie sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren können.
Zu Beginn erläuterte Baron die Besonderheiten des Employer Brandings hinsichtlich der Zielgruppenansprache im Vergleich zu herkömmlichem Marketing. Er betonte, dass Kunden und potenzielle Bewerbende unterschiedliche Informationsbedürfnisse haben. Übliche Marketingansätze seien daher nicht ausreichend, um zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzusprechen. Hard Facts und Benefits seien wichtig, aber nicht ausreichend. Auch Soft Facts würden eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung spielen. Um diese richtig zu kommunizieren sei Authentizität der Dreh- und Angelpunkt, welche ein PR-Imagefilm nicht liefern kann.
Die Verwendung von Floskeln wie "gute Work-Life-Balance" oder "familiäres Arbeitsklima" sei allgegenwärtig, jedoch fehle oft ein Beweis dafür. Daher sei es entscheidend, konkrete Einblicke ins Unternehmen zu gewähren. Storytelling biete dafür eine ausgezeichnete Möglichkeit. Die Gestaltung der Landingpage sei von elementarer Bedeutung. Neben Mitarbeitergeschichten präsentierte Baron verschiedene Möglichkeiten, durch "Call-to-Action"-Elemente für mehr Interaktion zu sorgen.
Baron betonte, dass die Geschichten bereits vorhanden seien, sie müssten nur gefunden werden. Eine gute und verbindliche Planung sei dabei das A und O. Zunächst müsse der Content festgelegt und dann ein präziser Produktionsplan erstellt werden. Abschließend präsentierte Baron technischen Implikationen und gab wertvolle Tipps, basierend auf seiner umfangreichen Erfahrung in der Medienbranche. Auch ohne viel hochwertige Technik sei es möglich anzufangen. Die Hauptsache sei, überhaupt anzufangen.
Learnings:
„Eine „gute Work-Life-Balance“ oder „familiäres Betriebsklima“ verspricht jedes Unternehmen. Aber was bedeutet das konkret für Euch? Mit Storytelling kann Ihr Unternehmen dies einfach kommunizieren und sich von anderen abheben“
Warum Unternehmen durch individuell angepasste Teilzeitmodelle bei der Rekrutierung potenzieller Fachkräfte punkten können, erläuterte die Referentin, Johanna Fink, am 09.04.2024 in der Online-Veranstaltung „Kulturtransformation gestalten – wie individuelle Arbeitsmodelle zum Erfolg führen“. Die Organisationsberaterin und Gründerin der Agentur TEILZEIT TALENTE, sensibilisierte rund 70 Personalverantwortlichen und Führungskräften aus kleinen und mittleren Unternehmen für das Thema und gab viele wertvolle Impulse für die praktische Umsetzung.
Die Themen Vereinbarkeit und Führung in Teilzeit sind, so Fink, inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen, und zwar unabhängig davon, ob Menschen Familie haben oder nicht. Studien zufolge stellt sich besonders die GenZ die Frage, ob sie Vollzeit arbeiten soll, während die Welt gerade dabei ist unterzugehen…
Johanna Fink betonte, dass Teilzeitarbeit keinesfalls ein „Mütter-Modell“ ist, sondern für viele Altersgruppen und Geschlechter attraktiv ist. So können beispielsweise ältere Beschäftigte länger in Arbeit gehalten werden. Des Weiteren machte sie deutlich, dass die Umsetzung von flexiblen Arbeitszeitmodellen auch Herausforderungen für Arbeitgebende mit sich bringt und einen Kultur- und Strukturwandel im Unternehmen erfordert. Diesen Wandel anzustoßen sei aber durchaus lohnenswert und könne ein Alleinstellungsmerkmal darstellen, das Fachkräfte anzieht und ans Unternehmen bindet.
Für die praktische Umsetzung stellte die Referentin verschiedene Modelle vor, darunter das Effizienzmodell, das Vertretermodell und das Jobsharing/Jobsplitting. Wichtig sei, dass das Arbeitsvolumen und die Arbeitszeit zueinander passen und ein ständiger Austausch mit den Mitarbeitenden stattfindet, um individuelle Teilzeitmodelle im Unternehmen zu etablieren.
Die Wirtschaftsförderungen der Kreise Herford, Lippe, Gütersloh, Minden-Lübbecke sowie der Stadt Bielefeld laden in Kooperation mit der Regionalagentur OWL interessierte Unternehmen zum Online-Beratungstag INQA-Coaching am Montag, 15.04.2024 ein. Individuelle Meetings können per Microsoft Teams für die Zeit zwischen 09.00 bis 16.00 Uhr gebucht werden.
Die Arbeitsrealität in Unternehmen verändert sich deutlich und schnell. Das Förderprogramm INQA-Coaching unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dabei, passgenaue Lösungen für die personalpolitischen und arbeitsorganisatorischen Veränderungsbedarfe im Zusammenhang mit der digitalen Transformation zu finden. INQA-Coaching hilft, sich zukunftsfähig aufzustellen und eigenständig auf Veränderungsprozesse reagieren zu können. Bis zu 80 Prozent der Beratungskosten können übernommen werden.
In Ihrer persönlichen Beratungssprechstunde gleicht eine Vertreterin der INQA-Beratungsstelle von der Regionalagentur OWL aus Bielefeld in einem ersten Schritt die Überlegungen in Ihrem Unternehmen mit den Möglichkeiten des Förderprogramms ab und wird auch im Anschluss das Projekt weiter betreuen. Es ist natürlich auch möglich, sich in der Sprechstunde erst einmal grundsätzlich über das Programm zu informieren. Erste Ideen entstehen dann automatisch.
Anmeldungen und Fragen zur Veranstaltung und zur Anmeldung beantwortet Catharina Behl, per Tel. 0571 80723130 oder per Email c.behlnoSpam@minden-luebbecke.de
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
Wir freuen uns auf Sie!
Eine starke Region mit einer hohen Lebensqualität zieht Fachkräfte an. Auch die digitalen Entwicklungen bedeuten neue Chancen für die Gewinnung von Mitarbeitenden. Wir sind überzeugt: OWL bietet viel für Fachkräfte und solche, die es werden wollen! Denn auch in unserer wirtschaftsstarken Region ist das Ringen um Personal allgegenwärtig. Auszubildende finden, Fachkräfte gewinnen und halten – das sind aktuelle Herausforderungen für die Unternehmen vor Ort. In der dritten Auflage unseres Aktionsprogramms vom 16.09. – 29.09.2024 wollen wir mit Ihnen das Thema "Fachkräfte" in den Mittelpunkt stellen.
In diesem Jahr freuen wir uns das Programm bei einem Fachkräftekongress mit Minister Karl-Josef Laumann (Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW) zu eröffnen. Am 16.09. besucht er im Rahmen der landesweiten Fachkräftetour die Region OWL. Der Kongress wird in Herford stattfinden, der Minister wird zudem ein Unternehmen aus dem Kreis Herford besuchen.
Wir freuen uns ein buntes Programm mit Unterstützung von vielen Akteurinnen und Akteuren aus unserer Region! Bis zum 15. August werden weitere Veranstaltungen eingepflegt und können angemeldet werden. Unser Kalender mit vielen Angeboten ist aber schon jetzt zu sehen: https://www.ostwestfalenlippe.de/owl-gmbh/regionalagentur-owl/fachkraefte-fuer-owl/
Warum es ein entscheidender Wettbewerbsfaktor sein kann, internationale Fachkräfte einzustellen, erläuterten die Referenten, Christian Liepert und Daniel Lindener in diesem Online-Seminar. Beide sind internationale Unternehmensberater und gaben rund 50 Personalverantwortlichen und Führungskräften aus kleinen und mittleren Unternehmen zahlreiche praktische Tipps, wie sie eine internationale Unternehmenskultur fördern und Fachkräfte aus dem Ausland integrieren können.
Zu Beginn wies Christian Liepert darauf hin, dass eine internationale Belegschaft zu Innovationen und Synergieeffekten beiträgt. Dazu stellte er ein IT-Unternehmen aus Barcelona vor, das 20 Mitarbeitende aus 10 Nationen beschäftigt.
Im Anschluss ging Daniel Lindener auf den aktuellen Fachkräftemangel ein und unterstrich, dass bis zum Jahr 2035 jährlich zirka 400.000 qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland nötig seien, um diesem entgegenzuwirken. Er wies auf die Mitarbeiterpotenziale aus Lateinamerika hin, wo Deutschland als Auswanderungsland hohes Ansehen genießt. Um zu erläutern, was Bewerbende aus dem Ausland tun müssen, um in Deutschland als Fachkraft zu arbeiten, skizzierte er die Neuerungen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes und erläuterte den Ablauf eines möglichen Rekrutierungsprozesses. Diesen professionell begleiten zu lassen, legte er den anwesenden Personalverantwortlichen nahe. Beide Referenten unterstrichen die Wichtigkeit eines gut organisierten Onboarding- und Integrationsprozesses. Auch eine feste Ansprechperson im Unternehmen zu haben – am besten noch mit Sprachkenntnissen der Landessprache - sei für die neuen Fachkräfte wichtig und trage maßgeblich zur Integration bei.
Warum ein zielgruppengerechtes Employer Branding der Schlüssel zum Erfolg bei der Rekrutierung und Bindung von Fachkräften ist, erläuterte die Referentin, Frau Zuzana Blazek am 23.01.2024 in der Online-Veranstaltung „Employer Branding – Mitarbeitende finden und binden mit erfolgversprechenden Werkzeugen“. Die selbständige Unternehmensberaterin gab rund 140 Personalverantwortlichen und Führungskräften aus kleinen und mittleren Unternehmen zahlreiche praktische Tipps, wie sie sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren können.
Laut Blazek ist es wichtig zu verstehen, dass die Unternehmen sich heutzutage bei den potenziellen Fachkräften bewerben müssen und nicht umgekehrt. Außerdem sollen nicht nur neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeworben, sondern auch die eigenen im Unternehmen gehalten werden. Dieses neue Verständnis bezeichnete Blazek als „innere Haltung“, die sicht- und spürbar werden muss. Sie betonte, dass zielgruppengerechtes Employer Branding ein strategischer Prozess ist, der Zeit und Geld kostet, aber einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bietet. Unternehmen, die sich damit auseinandersetzen, wer sie und wer ihre Zielgruppen sind, können Kernbotschaften entwickeln, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Generationen entsprechen. Des Weiteren ist auch ein Perspektivwechsel unerlässlich, um zu erfahren, wie die Mitarbeitenden das eigene Unternehmen wahrnehmen und wie es sich nach außen, beispielsweise über die Karriereseite präsentiert.
Laut Blazek wünschen sich vor allem Frauen Transparenz und möchten sich in der Unternehmenskultur wiedererkennen. Eine gelungene externe und vor allem auch die interne Kommunikation bedingen einen guten Onboarding Prozess, der schon vor dem ersten Arbeitstag im Unternehmen beginnt und frühestens nach der Probezeit endet. Den neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Gefühl zu geben, dass man sich schon auf sie freut, kann das A und O für eine lange und gute Zusammenarbeit sein. Und nicht nur das: Zuzana Blazek zufolge sind Empfehlungen zufriedener Mitarbeitende der Rekrutierungsfaktor Nr. 1.
Wie viel Technik steckt in einem Fußballstadion? Welche Berufe sind daran beteiligt? Und wie riecht es eigentlich in den Umkleidekabinen? Diese Fragen wurden kürzlich von 40 Schülerinnen und Schülern der 8. und 9. Klassen verschiedener Schulen aus dem Kreis Paderborn beantwortet. Teilnehmer waren Schülerinnen und Schüler der Heinz-Nixdorf-Gesamtschule Paderborn, der Lise-Meitner-Realschule Paderborn, der Krollbachschule Hövelhof und der Franz-Stock-Realschule Hövelhof.
Der Aktionstag „MINT@Stadion“ wurde im Rahmen des MINT 4.OWL-Projektes in Zusammenarbeit mit der SC Paderborn 07 Bildungszone, der Romberg Group, der OstWestfalenLippe GmbH und dem zdi.Paderborn der Wirtschaftsförderung Paderborn (WFG) organisiert.
Schülerinnen und Schüler, die sich für die Themen Sport, Technik und Berufsorientierung interessieren, waren eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen der Home Deluxe Arena zu werfen. „Außerschulische MINT-Angebote sind wichtige Bausteine in der Berufsorientierung. Diese Themen im VIP-Bereich und in der Heimkabine umzusetzen und das Stadion damit in einen MINT-Lernort zu verwandeln war nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für das Organisationsteam etwas Besonderes, was bei allen Beteiligten auf große Begeisterung stieß“, berichtet Beate Wilper vom zdi.Paderborn.
In drei ausgewählten Workshops zu den Themen 3D-Druck, Robotik und Programmierung konnten die Teilnehmenden die Technik vor Ort ausprobieren, bevor sie zusammen mit der Romberg Group eine Führung durch die Technikräume des Stadions unternahmen. Dort erhielten sie Einblicke in die Stromversorgung, die Flutlichtbeleuchtung und erfuhren, welche Systeme von den Sicherheitskräften zur Überwachung und von den Medien zur Fernseh- und Radioübertragung genutzt werden. In einem abschließenden Workshop wurden die Themen Ausbildung, Berufsorientierung und Bewerbung vorgestellt. „Von 3D-Druck über Kugelroboter bis hin zur Programmierung – unsere Workshops ermöglichen nicht nur niedrigschwellige und praxisnahe Einblicke in die Technologien von morgen, sondern verbinden Technikbegeisterung mit einem Blick in die Berufsorientierung“, erläutert Melissa Richter von der OstWestfalenLippe GmbH.
„Wir freuen uns, dass wir im Rahmen dieser Sonderveranstaltung das Angebot unseres außerschulischen Lernortes erweitern konnten und so interessierten Jugendlichen praxisnahe Hintergrund-Einblicke in Ausbildungsberufe ermöglicht haben, die rund um den Spielbetrieb eines professionellen Fußballervereins zu finden sind”, resümiert SCP-Geschäftsführer Martin Hornberger.
Die MINT Community 4.OWL ist eines von 53 deutschlandweiten MINT-Clustern, bestehend aus der OstWestfalenLippe GmbH, der Universität Paderborn mit dem Schülerlabor coolMINT.paderborn, den Netzwerken der NRW-weiten MINT-Initiative zdi in OstWestfalenLippe sowie dem Bildungswerk der ostwestfälisch-lippen Wirtschaft, und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ziel des Projekts ist es, die Veränderungen der digitalen Arbeitswelt für Jugendliche in OstWestfalenLippe mithilfe von niedrigschwelligen und interaktiven Mitmach-Angeboten erlebbar zu machen. Mehr Informationen unter www.mint4owl.de.
Im Rahmen des Projekts MINT Community 4.OWL ist ein Netzwerk aus 70 außerschulischen Lernorten entstanden, in denen Jugendliche die Arbeitswelt von morgen erleben können. Nach drei Jahren ziehen die Projektpartner eine positive Zwischenbilanz. In rund 600 Veranstaltungen konnten über 10.000 Jugendliche neue Technologien ausprobieren. Jetzt geht es darum, die Angebote zu intensivieren und zu verstetigen.
Bielefeld, 13. Dezember 2023. Im Rahmen des Projekts MINT Community 4.OWL ist ein Netzwerk aus 70 außerschulischen Lernorten entstanden, in denen Jugendliche die Arbeitswelt von morgen erleben können. Nach drei Jahren ziehen die Projektpartner eine positive Zwischenbilanz. In rund 600 Veranstaltungen konnten über 10.000 Jugendliche neue Technologien ausprobieren. Jetzt geht es darum, die Angebote zu intensivieren und zu verstetigen.
Nach den Ergebnissen der aktuellen Pisa-Studie wird deutlich, wie wichtig die Förderung von MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) für die Region ist. Mit dem Projekt MINT Community 4.OWL hat die OstWestfalenLippe GmbH gemeinsam mit der Universität Paderborn, den zdi-Zentren in OWL und dem Bildungswerk der ostwestfälisch-lippischen Wirtschaft die MINT-Förderung in OWL auf eine neue Stufe gestellt. Wolfgang Marquardt, Prokurist der OstWestfalenLippe GmbH, erläutert: „Im Rahmen des Projekts haben wir ein aktives MINT-Netzwerk aufgebaut. Durch mobile Mitmach-Angebote und neue außerschulische Lernorte wie Jugendzentren und Bibliotheken ist es gelungen, Jugendlichen in der ganzen Region Zugang zu MINT-Angeboten zu verschaffen – insbesondere im ländlichen Raum. Unsere MINT-Workshops finden eine sehr große Resonanz.“
Mobile MINT-Mach Workshops – Industrie 4.0 und neue Technologien für die Arbeitswelt
In den Workshops werden Jugendlichen Kompetenzen im Umgang mit neuen Technologien und Einblicke in technische Berufe vermittelt. Themen sind beispielsweise Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz, Augmented und Virtual Reality, 3D-Druck, Robotik, und IT-Sicherheit. So bauen die Jugendlichen mit einem 3D-Stift Brücken, experimentieren mit Datenbrillen oder programmieren Roboter.
Die MINT-Workshops wurden von der Universität Paderborn entwickelt – und werden von Studierenden in den außerschulischen Lernorten durchgeführt. „Es macht Spaß, begeisterte Jugendliche mit unterschiedlichen Talenten und Interessen zu treffen. Sie haben immer wieder neue Ideen, was man mit den Materialien machen kann. Dabei entdecken sie neue Seiten an sich – und was man mit Technik alles gestalten kann“, berichtet Eduard Schmidt. Er studiert Mathematik und Physik auf Lehramt an der Universität Paderborn und ist einer von zehn Studierenden, die die Kurse in den Lernorten durchführen.
Nachhaltigkeit als Schlüssel für erfolgreiche MINT-Förderung
In den nächsten zwei Jahren sollen die Angebote intensiviert und verstetigt werden. Dazu werden Beschäftigte in den außerschulischen Lernorten geschult, um MINT-Workshops eigenständig durchzuführen. Darüber hinaus werden Workshops für Mädchen entwickelt, um diese Zielgruppe gezielt für Technik zu begeistern. Und es werden Workshops zum Thema Nachhaltigkeit angeboten. Dabei geht es beispielsweise um das Recycling von Kunststoffen: Die Jugendlichen zerkleinern Deckel von Getränkeflaschen und schmelzen sie ein. Dabei messen sie die Energie und Temperatur – und erstellen eine Energiebilanz. In einem weiteren Workshop werden defekte Geräteteile wie z. B. die Batterieabdeckung einer Fernbedienung vermessen, konstruiert und mit dem 3D-Drucker neu gedruckt.
Katrin Temmen, Professorin und Leiterin des Fachbereichs Technikdidaktik der Universität Paderborn erläutert: „Die Zukunft der MINT-Förderung muss die Überschrift Nachhaltigkeit tragen. Wir müssen jungen Menschen transparent machen, dass die drängenden Zukunftsthemen wie Energiewende und Klimawandel nur auf Basis der MINT-Fächer bearbeitet werden können – dass Mathematik, so abstrakt sie wirken mag, Lösungen bietet für reale Probleme.“
Wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung
Björn Böker, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH, unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Region. „Mit der MINT-Community bündeln wir sehr erfolgreich unsere Kräfte, um passgenaue Ansätze für die Transformationsregion OWL zu entwickeln. Ich bin überzeugt, dass wir einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung für den Mittelstand in OstWestfalenLippe leisten. Im Rahmen unserer neuen Strategie wollen wir dem Thema Arbeitskräftesicherung und Bildung besondere Aufmerksamkeit widmen – und Leuchtturmprojekte für die Region entwickeln.“
Die MINT Community 4.OWL ist eines von 53 deutschlandweiten MINT-Clustern und wird in der Zeit von 2021 bis 2025 mit 1 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
Was versteht man unter Diversität und welche positiven Effekte kann Generationenvielfalt in Unternehmen erzielen? Diesen Fragen ging Michael Kubina am 12.12.2023 in der Online-Veranstaltung „Generationenvielfalt als Chance begreifen“ nach. Michael Kubina, Coach und Diversity-Management Berater, gab rund 80 Personalverantwortlichen und Führungskräften aus kleinen und mittleren Unternehmen zahlreiche praktische Tipps zur Etablierung einer vielfältigen Unternehmenskultur. 
Wichtig sei es, für Verständnis und eine klare Orientierung der Mitarbeitenden verschiedener Generationen zu sorgen. Als Beispiel führte er die Generation der Baby-Boomer an, die ihr Wissen teilen sollten, ohne gleichzeitig erwarten zu können, dass es genauso übernommen wird. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des herrschenden Fachkräftemangels muss, laut Kubina, auch die Zielgruppe der Arbeitnehmerinnen 50+ stärker in den Fokus der Arbeitgeber rücken. Die Vorurteile, dass Mitarbeitende jenseits der 50 weniger produktiv und häufiger krank seien, gelte es abzubauen und gleichzeitig eine wertschätzende Unternehmenskultur zu implementieren.
Eine zentrale Aufgabe für ein gelingendes Generationenmanagement sei es, stärker auf die individuellen Herausforderungen und Bedürfnisse der Mitarbeitenden einzugehen und Stereotype in Bezug auf Geschlecht und Alter zu verändern. Außerdem sollten Ziele und Kennzahlen definiert und regelmäßig überprüft werden. Das Potenzial der Generation 50+ liege zudem darin, dass Mitarbeitende dieser Zielgruppe oftmals länger im Unternehmen bleiben als ihre jüngeren Kolleginnen und Kollegen.
Bildhaft und ansprechend statt blutleer und dröge: Im Workshop „Unwiderstehliche Stellenanzeigen texten“ ging es am Donnerstag, 16. November, um das Schreiben von Stellenanzeigen. Anhand von Praxisbeispielen machte die Referentin Sibylle Frank deutlich, was aussagekräftige Anzeigen von oberflächlichen Varianten unterscheidet.
Die selbstständige Unternehmerin bei der Agentur Heldenstreich präsentierte den rund 40 Teilnehmenden verschiedene Handlungsansätze. Ziel sei es, in den Köpfen Bilder zu e
rzeugen, Emotionen hervorzurufen sowie den Impuls zu wecken, sich zu bewerben. Wer Frauen ermutigen wolle, sich zu bewerben, solle sie konkret dazu aufrufen, riet Frank.
Je kürzer, desto besser sei bei dieser Art des Schreibens nicht das Credo - im Gegenteil. Vielmehr gehe es darum, häufig gestellte Fragen aus Bewerbungsgesprächen vorzugreifen. Frank, die in den vergangenen Jahren mehr als 1.000 Jobinterviews geführt hat, riet aus Erfahrung dazu, authentische Angaben bei Kolleginnen und Kollegen einzuholen, die sich mit der Jobposition auskennen: Wie geht es bei dieser Stelle wirklich zu? Was für Besonderheiten, schöne Momente, aber auch Herausforderungen gibt es? Die Aufzählung von Soft Skills wie kommunikativ, verantwortungsvoll oder teamfähig sei überflüssig, da diese in fast jedem Job vorausgesetzt würden.
Wenn bestimmte Eigenschaften für eine Stelle besonders wichtig und daher hervorzuheben seien, müsse dies begründet werden. Bei der Jobsuche seien den Bewerbenden drei Aspekte besonders wichtig: die Art der Aufgabe, Wertschätzung und ein nettes kollegiales Umfeld. Dementsprechend sollten diese Aspekte laut Frank auch in der Stellenausschreibung aufgegriffen werden.