Hier wird KI konkret: KIT.OWL bringt KI in den Mittelstand.
Künstliche Intelligenz gilt als eine der größten Chancen für den Mittelstand – und ist für viele Unternehmen in OstWestfalenLippe trotzdem noch ein Stück entfernt vom Arbeitsalltag. Woher weiß ich, wo mein Unternehmen steht? Welche Anwendung passt zu meinem Betrieb? Und wer hilft mir bei der Umsetzung? Genau hier setzt KIT.OWL an: Die Transferoffensive begleitet kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus der Region kostenfrei, praxisnah und Schritt für Schritt auf dem Weg zur eigenen KI-Anwendung – unabhängig davon, ob der erste Kontakt mit KI noch bevorsteht oder bereits erste Projekte laufen.
Drei Stufen, ein klarer Weg
KIT.OWL begleitet Unternehmen entlang von drei aufeinander aufbauenden Stufen:
1. Orientierung. Am Anfang steht die Frage: Wo stehe ich eigentlich? Mit dem KI-Readiness Check, Informationsveranstaltungen und der zentralen Anlaufstelle schaffen wir einen niedrigschwelligen Einstieg – verständlich erklärt, ohne technisches Fachchinesisch.
2. Potenziale. Im zweiten Schritt geht es darum, die eigenen Möglichkeiten sichtbar zu machen: Mit dem KI-Matching Tool, dokumentierten KI-Piloten aus der Praxis und Labtouren in der SmartFactoryOWL erleben Unternehmen, was KI in ihrer Branche bereits heute leisten kann.
3. Umsetzung. Schließlich wird es konkret: Im KI-Anwendungsbaukasten, in Experimentierräumen und Anwendungsworkshops entwickeln und erproben Unternehmen eigene KI-Lösungen – risikofrei und mit fachlicher Begleitung, bevor eine Anwendung in den laufenden Betrieb überführt wird.
Der große Vorteil: Unternehmen müssen nicht alle Stufen der Reihe nach durchlaufen. Je nachdem, wo Sie aktuell stehen, steigen Sie direkt mit dem passenden Angebot ein.
Was KMU davon haben
Alle Angebote von KIT.OWL sind für Unternehmen aus OstWestfalenLippe kostenfrei – ermöglicht durch die Förderung der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie sind außerdem praxisnah: konkrete Anwendungsbeispiele statt abstrakter Theorie, zugeschnitten auf die Kernbranchen der Region wie Maschinenbau, Ernährung, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Möbel, Bau- und Gesundheitswirtschaft. Und sie sind regional verankert: persönliche Ansprechpartner:innen, kurze Wege und ein Netzwerk, das die Herausforderungen des Mittelstands in OWL aus erster Hand kennt.
Ein starkes Netzwerk im Hintergrund
Getragen wird KIT.OWL von der OstWestfalenLippe GmbH gemeinsam mit den Fraunhofer-Instituten IEM und IOSB-INA als Forschungspartnern. Unterstützt wird das Projekt von 12 assoziierten Partnern aus Wirtschaftsförderung, Kammern und Branchennetzwerken sowie bereits über 30 beteiligten Unternehmen und Start-ups aus der Region. So kommt aktuelles Forschungswissen direkt bei den Unternehmen an – und Unternehmen sind auf ihrem Weg zu KI nie allein.
Jetzt einsteigen
Ob erste Orientierung, die Analyse eigener Potenziale oder die konkrete Umsetzung eines KI-Projekts: KIT.OWL bietet für jede Erfahrungsstufe den passenden Einstieg. Auf der KIT.OWL-Projektseite finden Sie alle Angebote im Detail – von Veranstaltungen und Labtouren bis zum Readiness Check.
Lernen Sie KIT.OWL kennen und finden Sie den passenden Einstieg für Ihr Unternehmen.
Bielefeld, 14. September 2026. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und der Fachkräftemangel verändern die Anforderungen an Unternehmen und Beschäftigte. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gewinnt die Frage an Bedeutung, wie vorhandene Kompetenzen weiterentwickelt und neue Fähigkeiten aufgebaut werden können. Antworten erhielten über 160 Teilnehmende am Montag in der Bielefelder Wissenswerkstadt. Bei der Zukunftswerkstatt Weiterbildung OWL tauschten sie sich über aktuelle Herausforderungen, konkrete Weiterbildungsmöglichkeiten und erfolgreiche Ansätze für die berufliche Entwicklung aus. Impulse kamen unter anderem von NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann und Bildungsexperte Dr. Martin Noack von der Bertelsmann Stiftung. Im Mittelpunkt stand eine zentrale Erkenntnis: Weiterbildung ist ein wichtiger Schlüssel, damit Beschäftigte und Unternehmen den Wandel der Arbeitswelt aktiv gestalten können. Veranstaltet wurde die Zukunftswerkstatt von der Regionalagentur OWL, der OstWestfalenLippe GmbH und dem Netzwerk Vernetzte Bildungsräume OWL.
„In der sich aktuell rasant wandelnden Arbeitswelt ist Weiterbildung ein zentrales Instrument. Denn sie hilft Beschäftigten, mit Transformationsprozessen wie Digitalisierung oder KI Schritt zu halten und dient so der Fachkräftesicherung in den Betrieben. Dafür gibt es hier in Ostwestfalen-Lippe bereits viele gute, erreichbare und praxisnahe Weiterbildungsangebote“, sagt Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.
Unternehmen brauchen gut qualifizierte Beschäftigte
Auch aus Sicht der Wirtschaft ist Weiterbildung längst mehr als ein zusätzliches Angebot. Jörg Timmermann, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der OWL GmbH und Geschäftsführer der Kraft Gruppe aus Rietberg, betont „Die Fähigkeiten und das Wissen unserer Beschäftigten sind eine der wichtigsten Ressourcen unserer Unternehmen. Gerade für die mittelständisch geprägte Wirtschaft in Ostwestfalen-Lippe ist es entscheidend, diese Potenziale zu entwickeln und zu nutzen. Weiterbildung ist deshalb eine Investition in die Innovationskraft einzelner Unternehmen – und zugleich in die Zukunftsfähigkeit unseres gesamten Wirtschaftsstandorts. Dafür brauchen wir gute Angebote und eine enge Zusammenarbeit von Unternehmen, Bildungsanbietern und regionalen Akteuren.“ Wie Unternehmen Weiterbildung konkret umsetzen können, zeigten Praxisbeispiele der Wilhelm Böllhoff GmbH & Co. KG und der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.
Weiterbildung gemeinsam gestalten
Dass es bei Weiterbildung nicht nur um das Angebot, sondern auch um den Zugang dazu geht, betonte Dr. Martin Noack von der Bertelsmann Stiftung in seiner Keynote. Entscheidend seien gute Orientierung und einfache Zugänge: „Weiterbildung muss für Unternehmen und Beschäftigte leichter zugänglich sein. Dafür braucht es gute Orientierung und einen einfachen Zugang zu passenden Angeboten. Zentrale Weiterbildungs-Anlaufstellen in den Kommunen OWL könnten Informationen bündeln, Orientierung geben und Menschen und Unternehmen mit den richtigen Angeboten zusammenbringen“, so Dr. Noack.
Ansatzpunkte dafür gibt es bereits in den regionalen Strukturen. „Wir haben in Ostwestfalen-Lippe ein starkes Netzwerk aus Unternehmen, Bildungsträgern, Kommunen und Arbeitsmarktakteuren. Diese Strukturen bieten eine gute Grundlage, um die vorhandenen Weiterbildungsangebote noch besser zu vernetzen und für Beschäftigte und Unternehmen leichter zugänglich zu machen. Die Zukunftswerkstatt hat gezeigt: Wenn wir unsere Kräfte bündeln, können wir gemeinsam gute Lösungen für die Region entwickeln“, sagt Michael Stolte, Vorsitzender des Lenkungskreises der Regionalagentur OWL und Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH.
Vielfältige Angebote für die Region
Neben den Impulsen und Diskussionen bot die Zukunftswerkstatt konkrete Möglichkeiten zur Information und zum Austausch. In der Ausstellung präsentierten Weiterbildungsanbieter aus OWL ihre Angebote, Themen und Fördermöglichkeiten. In neun Fachforen konnten die Teilnehmenden einzelne Aspekte vertiefen – von KI-Kompetenzen und Talententwicklung über Fördermöglichkeiten und Umschulungen bis hin zur Gewinnung internationaler Fachkräfte. So wurde Weiterbildung an konkreten Angeboten und Fragen aus der Praxis erlebbar.
„Die Zukunftswerkstatt zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig die Weiterbildungslandschaft in OWL ist und wie viel Kompetenz in unserer Region vorhanden ist. Mit den Vernetzten Bildungsräumen OWL haben wir eine gute Grundlage geschaffen, um diese Stärken zusammenzuführen. Jetzt geht es darum, die Zusammenarbeit weiter auszubauen und Weiterbildung noch stärker als gemeinsamen Standortfaktor für OWL zu entwickeln“, sagt Wolfgang Marquardt, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH.
Weitere Informationen zur Zukunftswerkstatt Weiterbildung OWL finden Sie unter www.regionalagentur-owl.de.
Bildunterzeile: Setzen sich für Weiterbildung ein (v.l.): Michael Stolte (Geschäftsführer Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH), Wolfgang Marquardt (Geschäftsführer OstWestfalenLippe GmbH), Karl-Josef Laumann (NRW-Arbeitsminister), Jörg Timmermann (Geschäftsführer Kraft Gruppe und Vorsitzender Gesellschafterversammlung der OstWestfalenLippe GmbH), Caroline Wilke (Leiterin Regionalagentur OWL) und Frank Strothmann (1. Bürgermeister Stadt Bielefeld). (Foto: OstWestfalenLippe GmbH)
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Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Aufgabe ist es, die Region Ostwestfalen-Lippe, mit Blick auf den nationalen und internationalen Wettbewerb, als eine bekannte Marke und als führender Wirtschafts- und Transformationsstandort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Um dies zu erreichen, wird Standort-, Marken-, Fachkräfte- und Tourismusstrategie in Form einer langfristigen Strategie konsequent zusammengebracht. Die OWL GmbH ist zudem Trägerin der Regionalagentur OWL, die im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales zentrale Koordinierungsaufgaben bei der Umsetzung der Landesprogramme des Europäischen Sozialfonds auf regionaler Ebene übernimmt. Damit trägt die Regionalagentur OWL dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen zu unterstützen, Qualifikationen und Kompetenzen von Beschäftigten zu erhöhen, die berufliche Integration von Jugendlichen zu verbessern, der Ausgrenzung von besonders Benachteiligten am Arbeitsmarkt entgegenzuwirken und die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu erhöhen.
Am Dienstagabend wurden die Gewinner des Businessplan-Wettbewerbs startklar OWL 2026 bekanntgegeben, der von der OstWestfalenLippe GmbH in Kooperation mit 27 Partnern und mit Unterstützung der Sparkassen in OWL durchgeführt wurde. Gesamtsieger ist Breakomers aus Bielefeld.
Bielefeld, 9. September 2026. Am Dienstagabend wurden die Gewinner des Businessplan-Wettbewerbs startklar OWL 2026 bekanntgegeben, der von der OstWestfalenLippe GmbH in Kooperation mit 27 Partnern und mit Unterstützung der Sparkassen in OWL durchgeführt wurde. Gesamtsieger ist Breakomers aus Bielefeld. Das Start-up entwickelt eine Technologie, mit der sich Polyurethan-Schaumstoffe aus alten Matratzen chemisch zerlegen und wiederverwerten lassen. Der Preis in der Kategorie „Hightech und Forschung“ geht an AutoAquaControl aus Paderborn für einen energieautarken Sensor zur Erkennung von Wasserleckagen. In der Kategorie „Industrie, Handwerk und Dienstleistung“ überzeugte Wild.AF aus Detmold mit einer Lösung zur digitalen und rückverfolgbaren Vermarktung von Wildfleisch. BarricadiX aus Paderborn wurde in der Kategorie „Zukunft und Gesellschaft“ für eine KI-gestützte Lösung zur Risikoanalyse und Erstellung von Schutzkonzepten ausgezeichnet. Der Gesamtsieger erhält 10.000 Euro, die drei Kategoriesieger jeweils 5.000 Euro. Insgesamt hatten sich 79 Gründungsteams an der diesjährigen Wettbewerbsrunde beteiligt, von denen 54 einen Businessplan eingereicht haben.
„Start-ups und junge Unternehmen sorgen mit ihren Produkten und Dienstleistungen für eine hohe Dynamik in der regionalen Wirtschaft. OWL bietet dafür optimale Voraussetzungen. Unser Gründungsnetzwerk bietet Gründerinnen und Gründern passgenaue Unterstützung und Zugang zu potenziellen Kunden. Gemeinsam haben wir es in den vergangenen Jahren geschafft, die Zahl und Qualität der Gründungen in OWL zu erhöhen und die Region als Gründungsstandort sichtbar zu machen,“ resümiert Jörg Timmermann, der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der OstWestfalenLippe GmbH, im Rahmen der Preisverleihung. „startklar OWL ist ein wichtiger Baustein in diesem Gründungsnetzwerk. Wir freuen uns in diesem Jahre über eine Rekordbeteiligung. 54 Teams haben einen Businessplan eingereicht – so viele wie seit 2012 nicht mehr. Das ist ein hervorragendes Ergebnis und spiegelt die Innovationskraft unserer Region“, ergänzt Wolfgang Marquardt, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH. Die OstWestfalenLippe GmbH führt den Wettbewerb gemeinsam mit 27 Partnern durch, darunter die IHKs und die Handwerkskammer, die Wirtschaftsförderungsrichtungen der Kreise sowie der Städte Bielefeld und Paderborn sowie die Hochschulen und Gründungsinitiativen der Region. Hauptsponsoren von startklar sind die Sparkassen in OWL.
Jury lobt Pioniergeist, Kreativität und Leidenschaft
Gleich elf Teams haben es ins Wettbewerbsfinale geschafft und der Jury ihr Konzept präsentiert. „Wir waren begeistert von der Vielzahl hochkarätiger Geschäftskonzepte. Die Geschäftsideen decken ein breites Themenspektrum ab: Dazu gehören etwa Lösungen für Künstliche Intelligenz, smartes Immobilienmanagement und automatisierte Wasserleckortung. Aber auch ein digitalisierter Wildfleischverkauf, neue Ansätze für das Recycling von Matratzen, ein Hochleistungsmikroskop und eine Maschine zur Entstaubung von Futterheu waren im Teilnehmerfeld vertreten. Die Gründerinnen und Gründer treiben ihre Ideen mit viel Pioniergeist, Kreativität und Leidenschaft voran“, erläutert Jurysprecher Markus Oesterley von der Stadtsparkasse Rahden. „Vor diesem Hintergrund ist der Jury die Entscheidung sehr schwergefallen. Die Sieger haben insbesondere durch ihr Alleinstellungsmerkmal, einen großen Kundennutzen, ein hohes Marktpotenzial und ein gutes Vertriebskonzept überzeugt. Wir sind uns aber sicher, dass sich viele weitere Geschäftskonzepte erfolgreich am Markt behaupten und den Wirtschaftsstandort OWL bereichern werden“, so Oesterley.
Der Businessplan-Wettbewerb startklar OWL wurde zum neunten Mal durchgeführt. Insgesamt haben an den bisherigen Wettbewerbsrunden 754 Teams teilgenommen, 409 davon haben einen Businessplan zur Bewertung eingereicht.
Gesamtsieger: Breakomers
35 Millionen Matratzen landen jedes Jahr in Europa im Müll. Der darin enthaltene Polyurethan-Schaumstoff lässt sich bislang kaum recyceln und wird meist verbrannt. Das Bielefelder Start-up Breakomers will das ändern: Das Team hat Polyurethan-Schaumstoffe mit eingebauten Sollbruchstellen entwickelt, die sich am Ende ihrer Nutzungsdauer gezielt wieder in ihre Ausgangsbausteine zerlegen lassen.
Der Schlüssel liegt in den Molekülen: Statt herkömmlicher Monomere setzen die Gründer Dr. Kubilay Ceyhan, Christian Fabek, Paulo Wohlfahrt und Wirtschaftsingenieur Willy Zubert auf sogenannte Breakomers-Bausteine, die bereits bei der Herstellung eine chemische Bruchstelle mitbringen. Recycling wird damit nicht erst am Ende des Produktlebenszyklus mitgedacht, sondern bereits bei der Entwicklung des Materials. Die Zerlegung soll unter milden Bedingungen und mit deutlich weniger Energieaufwand als bei bisherigen Verfahren möglich sein. Für ihre Technologie haben die Gründer bereits ein Patent angemeldet.
Das Geschäftsmodell ist auf eine schnelle Skalierung ausgelegt: Über ein Plug-and-Play-Prinzip sollen bestehende Produktionsanlagen der Matratzen- und Polsterindustrie mit nur wenigen Anpassungen weitergenutzt werden können. Erste Gespräche mit Herstellern laufen bereits. Seit Ende 2025 wird das Team zudem mit rund 1,5 Millionen Euro aus dem EXIST-Forschungstransfer-Programm des Bundes unterstützt.
Dr. Kubilay Ceyhan, Paulo Wohlfahrt, Willy Zubert
Kategorie „Hightech und Forschung“: AutoAquaControl
Ein tropfendes Rohr im Flachdach oder eine undichte Stelle hinter einer Wand können lange unentdeckt bleiben und hohe Schäden verursachen. Das Paderborner Start-up AutoAquaControl will solche Wasserschäden frühzeitig erkennen: Dafür entwickelt das Team ein energieautarkes Sensorsystem, das Leckagen erkennt und meldet, bevor größere Schäden entstehen.
Herzstück ist ein patentierter Detektor, der bei Kontakt mit Wasser selbst die benötigte Energie erzeugt und seine Messwerte drahtlos an einen Empfänger überträgt – ganz ohne Batterie oder externen Stromanschluss. Da die Elektronik bis zur Detektion spannungsfrei bleibt, sollen Alterungseffekte vermieden werden. Das System ist darauf ausgelegt, mehr als 25 Jahre wartungsfrei zu arbeiten.
Ein Kontroll- und Ortungsgerät ergänzt die Sensoren und macht die Technologie für unterschiedliche Anwendungen nutzbar – von Regen- und Trinkwasser über Heizungs- bis hin zu Kühlkreisläufen. Entstanden ist die Technologie an der Universität Paderborn am Lehrstuhl für Sensorik von Prof. Dr.-Ing. J. Christoph Scheytt. Seit Oktober 2025 arbeitet das Team im Rahmen eines EXIST-Forschungstransfer-Projekts an der Marktreife der Entwicklung.
Dr. Angelika Endres-Fröhlich, Jan-Philipp Dupal u.a. / www.autoaquacontrol.com
Kategorie „Industrie, Handwerk und Dienstleistung“: Wild.AF GmbH & Co. KG
Wildfleisch stammt von Tieren, die ein freies Leben in der Natur geführt haben – dennoch ist Wild in Deutschland bislang ein Nischenprodukt. Das Detmolder Start-up Wild.AF will den Markt mit mehr Transparenz und einer direkten Verbindung zwischen Jägern, Verarbeitung und Kunden verändern.
Die Brüder Paul und Theodor Sürmann haben Wild.AF 2024 gegründet. Ihr Ansatz: Jedes Stück Wild lässt sich über einen QR-Code mit dem WildTracker® bis zur Postleitzahl seiner Herkunft zurückverfolgen. Das Fleisch wird direkt bei Jägern und Forstämtern in der Region abgeholt und im eigenen EU-zertifizierten Betrieb in Detmold verarbeitet – ohne Zwischenhändler. So sollen Kundinnen und Kunden nachvollziehen können, woher das Fleisch stammt und welchen Weg es genommen hat.
Mit der Digitalisierung will Wild.AF dem traditionellen Wildfleischmarkt ein modernes Vertrauensfundament geben. Die Gründer verstehen Wild dabei nicht als saisonales Produkt für besondere Anlässe, sondern als hochwertiges und transparent nachvollziehbares Lebensmittel, das seinen Platz auf dem alltäglichen Speiseplan finden kann.
Paul Sürmann, Theodor Sürmann / www.wildaf.de
Kategorie „Zukunft und Gesellschaft“: BarricadiX GmbH
Ein durchbrechendes Fahrzeug, ein ungeschütztes Zufahrtstor oder ein gefährdeter Bereich kritischer Infrastruktur: Viele Sicherheitsrisiken bleiben abstrakt, bis es zu spät ist. Das Paderborner Start-up BarricadiX macht solche Risiken sichtbar und entwickelt dafür eine KI-gestützte Plattform, die automatisiert normbasierte Risikoberichte und Schutzkonzepte erstellt.
Das System berechnet unter anderem Zufahrtsrisiken und Fahrzeugdynamik, gleicht diese mit Produktdaten ab und erstellt daraus belastbare Schutzkonzepte. Auch die für Genehmigungen oder Fördermittel erforderlichen Unterlagen können automatisiert erstellt werden. Was bislang häufig aufwendige Vor-Ort-Begehungen, Gutachten und Abstimmungsschleifen erfordert, soll so in einem durchgängigen digitalen Workflow abgebildet werden.
Die Gründer Dr. Paul Eichwald, Valentin Antipin und Manuel Granseuer richten die Lösung an Veranstaltungen, kritische Infrastrukturen und andere sicherheitskritische Bereiche. BarricadiX war bereits im DefenseTech-Inkubator.NRW vertreten und erprobt seine Software gemeinsam mit Partnern aus Verwaltung, kritischer Infrastruktur und Event-Sicherheit im praktischen Einsatz.
Dr. Paul Eichwald, Valentin Antipin, Manuel Granseuer / www.barricadix.de
Weitere Infos zum Wettbewerb unter www.startklar-owl.de.
Bildunterzeile: Wurden für Ihre Geschäftskonzepte ausgezeichnet (mit Trophäe, v. l.): Dr. Angelika Endres-Fröhlich (Team AutoAquaControl), Dr. Paul Eichwald (Team Barricadix GmbH), Dr. Kubilay Ceyhan (Team Breakomers) und Theodor Sürmann (Team Wild.AF). (Foto: OWL GmbH/Stork-Media)
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Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Aufgabe ist es, die Region Ostwestfalen-Lippe, mit Blick auf den nationalen und internationalen Wettbewerb, als eine bekannte Marke und als führender Wirtschafts- und Transformationsstandort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Um dies zu erreichen, wird Standort-, Marken-, Fachkräfte- und Tourismusstrategie in Form einer langfristigen Strategie konsequent zusammengebracht.
Welche Benefits brauchen Beschäftigte wirklich – und wann wird aus einem attraktiven Angebot eine Selbstverständlichkeit? Mit diesen Fragen beschäftigte sich unser Webinar mit Maren Fischer rund 165 Personalverantwortlichen und Führungskräften.
In den vergangenen Jahren haben Unternehmen ihre betrieblichen Benefits deutlich ausgebaut: Jobräder, betriebliche Altersvorsorge, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Weiterbildungen oder Gesundheitsangebote gehören vielerorts inzwischen zum Standard. Gleichzeitig zeigen Studien, dass nur rund 10 Prozent der Beschäftigten eine hohe emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber aufweisen.
Maren Fischer machte deutlich: Mehr Benefits bedeuten nicht automatisch mehr Motivation. Entscheidend ist, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitarbeitenden zu kennen und zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation zu unterscheiden. Was zunächst als attraktives Angebot gedacht ist, kann schnell zur Erwartung werden. Wird ein gewohnter Benefit anschließend gestrichen, wird dies häufig als Verlust oder sogar als Vertragsbruch wahrgenommen.
Im Mittelpunkt sollten deshalb andere Faktoren stehen: Zugehörigkeit, nachvollziehbare Veränderungen, sinnvolle Arbeit sowie Fairness und Verlässlichkeit. Gemeinsame Erlebnisse, gute Kommunikation und ein klares Verständnis der eigenen Arbeit können dabei oft mehr bewirken als ein weiterer Benefit.
Mit Hinblick auf weibliche Beschäftigte ist es wichtig beim Rückzug von Benefits vor allem Elemente, die zu einer guten Vereinbarkeit beitragen abzuwägen. Wer von heute auf Morgen wieder zurück ins Büro ruft und Homeoffice-Vereinbarungen streicht, kann Chaos verursachen, was Absprachen und Organisation im Bereich Care-Arbeit angeht. Hier kann es im schlimmsten Fall zu einer Abwanderung von Fachkräften kommen.

Referentin: Maren Fischer von workfive, Projektmanagerin Kompetenzzentrum Frau und Beruf: Kim Lasche
Projektassisitenz Kompetenzzentrum FRau und Beruf, Astrid Lonnemann
Im Rahmen seiner landesweiten Ausbildungstour hat Arbeitsminister Karl-Josef Laumann am Montag die Ludwig Weinrich GmbH & Co. KG in Herford, die SOLLICH KG in Bad- Salzuflen und die Kramp & Kramp GmbH & Co. KG in Lemgo besucht. Die Unternehmen engagieren sich als Ausbildungsbetriebe und qualifizieren damit die Fachkräfte des Landes von morgen. „Bei meiner Ausbildungstour durch Nordrhein-Westfalen komme ich mit Auszubildenden, Ausbilderinnen und Ausbildern sowie Unternehmensführungen und weiteren Beschäftigten ins Gespräch. Ich möchte zuhören, mir vor Ort anschauen, was gut und was vielleicht weniger gut läuft und mit den Menschen darüber sprechen, was sie brauchen. Eine gute Ausbildung ist eine wichtige Grundlage für den weiteren Berufsweg. Mein Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für eine starke und zukunftsfähige Ausbildung in Nordrhein-Westfalen Schritt für Schritt zu verbessern – damit junge Menschen gute Perspektiven erhalten und Betriebe auch künftig die Fachkräfte finden, die sie brauchen,“ erklärt Arbeitsminister Laumann.
Die Regionalagentur OWL bei der OstWestfalenLippe GmbH hat die Ausbildungstour in OWL gemeinsam mit den IHKs Ostwestfalen und Lippe sowie der Handwerkskammer OWL organisiert. „Wir freuen uns sehr über das Engagement von Minister Karl-Josef Laumann. Die Ausbildung von qualifizierten Fachkräften für Industrie und Handwerk ist eine wichtige Grundlage für die wirtschaftliche Zukunft unserer Region – und damit auch für uns ein Schwerpunkt“, sagt Wolfgang Marquardt, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH. „Wir arbeiten etwa daran, Jugendliche für Berufe im MINT-Bereich zu begeistern und machen neue Technologien in über 80 außerschulischen Lernorten in der ganzen Region erlebbar. So wollen wir dazu beitragen, dass Unternehmen gute und engagierte Auszubildende finden.“
Ludwig Weinrich GmbH & Co. KG ist ein traditionsreiches Familienunternehmen aus Ostwestfalen, das seit mehr als 125 Jahren Schokolade produziert. Als Ausbildungsbetrieb bietet das Unternehmen Einblicke in vielfältige Bereiche wie Produktion, Logistik, Qualitätssicherung, Technik, Verkauf und Verwaltung. Aktuell absolvieren 21 junge Menschen eine Ausbildung in dem Unternehmen.
Cord Budde, Geschäftsführer: „Seit 1895 steht das Familienunternehmen Ludwig Weinrich für höchste Schokoladenkunst. Dazu gehört für uns auch die Verantwortung, auszubilden und vielfältige Entwicklungsperspektiven zu bieten. Ausbildung ist ein zentraler Baustein, um qualifizierte Fachkräfte für die Zukunft unseres Unternehmens zu gewinnen. Gleichzeitig erleben wir, dass es zunehmend anspruchsvoller wird, geeignete Nachwuchskräfte zu finden. Deshalb setzen wir nicht nur auf attraktive Ausbildungsbedingungen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten, sondern auch darauf, über Praktika und direkte Einblicke in unseren Arbeitsalltag frühzeitig Interesse zu wecken. Umso mehr begrüßen wir den Besuch im Rahmen der Ausbildungstour 2026. Der direkte Austausch bietet die Gelegenheit, die Bedürfnisse von Auszubildenden und Unternehmen sichtbar zu machen und gemeinsam die Ausbildung von morgen zu gestalten."
Die SOLLICH KG aus Bad Salzuflen ist ein international tätiges mittelständisches Familienunternehmen. Seit mehr als 100 Jahren stellt das Unternehmen Maschinen und Anlagen für die Süßwarenindustrie her. Als Ausbildungsbetrieb bietet die SOLLICH KG jungen Menschen Möglichkeiten in technischen Berufen. Derzeit sind 24 Auszubildende in dem Unternehmen beschäftigt.
Thomas Sollich, Geschäftsführer: „Als Familienunternehmen denken wir nicht in kurzen Zeiträumen, sondern in Generationen. Dazu gehört für uns seit jeher, jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu geben und unsere Fachkräfte von morgen selbst auszubilden. Wir investieren viel Zeit, Wissen und Vertrauen in unsere Auszubildenden und begleiten sie auf ihrem Weg. Sie müssen bei uns nicht schon alles können – wichtig sind Neugier, Lernbereitschaft und gute Grundlagen. Das Fachliche bringen wir ihnen bei. Unser Ziel ist, dass aus Auszubildenden qualifizierte Fachkräfte werden, die sich bei uns weiterentwickeln und dem Unternehmen lange verbunden bleiben.“
Die Kramp & Kramp GmbH & Co. KG aus Lemgo ist ein familiengeführter Handwerksbetrieb, der sich auf die Sanierung und Restaurierung von Altbauten und denkmalgeschützten Gebäuden spezialisiert hat. Das Unternehmen setzt dabei auf den eigenen Nachwuchs und bildet aktuell 14 junge Menschen im Tischler-, Zimmerer-, Maurer- sowie Maler- und Lackiererhandwerk aus.
Guido Kramp, Geschäftsführer: „Die meisten Unternehmen bauen Zukunft. Wir bauen Vergangenheit – und dafür brauchen wir Nachwuchs, der Geduld mitbringt und mit den Händen denkt. Deshalb bekommt bei uns jede Bewerberin und jeder Bewerber zuerst ein Praktikum im Wunschberuf: Wer den Beruf erlebt hat, entscheidet sich richtig. Das funktioniert – wir besetzen unsere Ausbildungsplätze jedes Jahr. Besonders freut uns, dass das Tischlerhandwerk bei jungen Frauen ankommt. Und dass Teilzeit bei uns seit Jahren selbstverständlich ist, damit Beruf und Familie zusammenpassen.“
Arbeitsminister Laumann: „Die vielen Gespräche und Eindrücke haben mir noch einmal deutlich gemacht, wie sehr die berufliche Bildung in Ostwestfalen-Lippe vom Engagement der Menschen vor Ort lebt. In den Betrieben wird mit großem Einsatz daran gearbeitet, jungen Menschen einen guten Start ins Berufsleben zu ermöglichen und ihnen echte Perspektiven zu eröffnen. Dafür gilt allen Beteiligten mein ausdrücklicher Dank.”
Hintergrund
Im Rahmen seiner Ausbildungstour besucht Minister Laumann in diesem Sommer Auszubildende in 25 Ausbildungsbetrieben in Nordrhein-Westfalen in den Regionen Bergisches Städtedreieck, Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, Ruhrgebiet, Bonn/Rhein-Sieg und Mittlerer Niederrhein.
Im Mittelpunkt stehen Gespräche über Ausbildungsbedingungen, wie junge Menschen für die berufliche Ausbildung gewonnen werden können und die Bedarfe der Unternehmen und auch der Auszubildenden vor Ort. Die Tour ist Teil der Fachkräfteoffensive NRW und wird in Zusammenarbeit des Arbeitsministeriums mit den zuständigen Regionalagenturen und den Vorsitzenden der regionalen Ausbildungskonsense NRW organisiert.
Die berufliche Ausbildung ist eine tragende Säule der Fachkräftesicherung. Im Rahmen der Fachkräfteoffensive NRW bietet die Landesregierung mit finanzieller Unterstützung der europäischen Union mehrere Angebote, darunter „Ausbildungswege NRW“, „Teilzeitberufsausbildung: Einstieg begleiten - Perspektiven öffnen" (TEP), die „Aktion 100 zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung in NRW“ und das gemeinsam mit den Arbeitsagenturen und Jobcentern geförderte Werkstattjahr.
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Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Aufgabe ist es, die Region Ostwestfalen-Lippe, mit Blick auf den nationalen und internationalen Wettbewerb, als eine bekannte Marke und als führender Wirtschafts- und Transformationsstandort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Um dies zu erreichen, wird Standort-, Marken-, Fachkräfte- und Tourismusstrategie in Form einer langfristigen Strategie konsequent zusammengebracht.
Über die Regionalagentur OWL
Die Regionalagentur OWL verbindet die die Region und ihre AkteurInnen mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie unterstützt im Rahmen der Arbeitspolitik und des Europäischen Sozialfonds die Umsetzung von arbeitspolitischen Instrumenten und Vorhaben vor Ort und informiert die regionale Öffentlichkeit. Die Regionalagentur OWL entwickelt gemeinsam mit Netzwerkpartnerinnen und -partnern Strategien, die sich an der Struktur, den Trends und der aktuellen Bedarfslage in OWL orientieren, z.B. das „Handlungskonzept Fachkräftesicherung OWL 2025“. Sie ist seit 2015 Geschäftsstelle des Fachkräftebündnisses OWL und seit 2017 Geschäftsstelle des Arbeitskreises Fachkräftesicherung OWL. Weitere Infos unter https://www.ostwestfalenlippe.de/owl-gmbh/regionalagentur-owl/.
Bielefeld, 20.08.2026. 41 Veranstaltungen, 31 Partner: Mit der Veranstaltungsreihe solutions bringt die OstWestfalenLippe GmbH Unternehmen, Forschung und Netzwerke zusammen, um Innovationen schneller in die Praxis zu bringen. Vom 20. August bis zum 8. Dezember stehen Workshops, Kongresse, Labtouren und Webinare zu Themen wie Künstliche Intelligenz und Digitalisierung, Resilienz und Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Circular Economy sowie Energie, Werkstoffe, Mobilität und Innovation auf dem Programm. Die Veranstaltungen sind kostenfrei. Eine Übersicht über die Veranstaltungen finden Interessierte unter www.solutions-owl.de. Unterstützt wird das Veranstaltungsprogramm durch die FMB Fachmesse für Maschinenbau und Westfalen Weser.
„Wir können es uns nicht leisten, auf bessere Rahmenbedingungen zu warten. In OWL haben wir starke Unternehmen, eine leistungsfähige Wissenschaft und zahlreiche Netzwerke, die Veränderung aktiv vorantreiben. solutions bringt diese Kräfte zusammen und schafft konkrete Anknüpfungspunkte für neue Technologien, Anwendungen und Kooperationen“, sagt Wolfgang Marquardt, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH.
Die Region bringe dafür wichtige Voraussetzungen mit, so Marquardt. Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Netzwerke arbeiten eng zusammen und entwickeln Lösungen, die in der betrieblichen Praxis ankommen. Die OstWestfalenLippe GmbH verbindet die Akteure, macht Wissen und Technologien zugänglich und unterstützt den Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft. solutions ist ein zentraler Baustein dieses Ansatzes.
Von KI bis Circular Economy
Das solutions-Programm ist vielfältig und praxisnah: Bei der Zukunftswerkstatt geht es am 14. September in Bielefeld um Perspektiven, Fördermöglichkeiten und Kooperationen im Bereich Weiterbildung – zu Gast ist NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann. Am 27. November können Unternehmen beim KI-Transferkongress in Paderborn Potenziale und Anwendungen von Künstlicher Intelligenz kennenlernen. Ein Highlight ist auch das Green.OWL BarCamp, das OstWestfalenLippe GmbH und Bertelsmann Stiftung am 8. Dezember in Gütersloh veranstalten. In offener Atmosphäre diskutieren hier Pionierinnen und Experten, wie OWL die nachhaltige Transformation gemeinsam anpackt.
solutions-Partner:
Bertelsmann Stiftung, CIIT Centrum Industrial IT, FMB Fachmesse für Maschinenbau, Effizienz-Agentur NRW, Energie Impuls NRW, Food-Processing Initiative e.V., Fraunhofer IEM, Fraunhofer IOSB-INA, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH, Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, Hochschule Bielefeld, IMA Innovationsmanufaktur Gütersloh, IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, IHK Lippe zu Detmold, InnoZent OWL e.V., Interkommunale Wirtschaftsförderung im Kreis Herford, it’s OWL, Kunststoffe in OWL e.V., Kreis Lippe, Kreis Minden-Lübbecke, Kreis Paderborn, OstWestfalenLippe GmbH, owl maschinenbau e.V., pro Wirtschaft GT GmbH, Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Think Tank Ostwestfalen-Lippe, Universität Bielefeld, Universität Paderborn, VDI Bezirksverein Ostwestfalen-Lippe, WEGE Wirtschaftsförderung für Bielefeld, ZIG Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL e.V.
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Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Aufgabe ist es, die Region Ostwestfalen-Lippe, mit Blick auf den nationalen und internationalen Wettbewerb, als eine bekannte Marke und als führender Wirtschafts- und Transformationsstandort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Um dies zu erreichen, wird Standort-, Marken-, Fachkräfte- und Tourismusstrategie in Form einer langfristigen Strategie konsequent zusammengebracht.
Ihr plant ein Kulturprojekt in Kooperation mit anderen? Über die Landesförderung „RKP – Regionales Kultur Programm NRW“ könnt Ihr jährlich Anträge für vielfältige Kulturprojekte in Ostwestfalen-Lippe stellen, die Akteur*innen oder Institutionen miteinander vernetzen und zu einem der Schwerpunkte im regionalen Profil passen: Wir sind jung! Wir sind Stadt & Land! Wir sind digital!
Bitte melden Euch zur Terminvereinbarung unter infonoSpam@owl-kulturbuero.de.
Euren Projektantrag ab dem Jahr 2027 könnt Ihr anschließend über das Online-Antragsformular (Kulturweb) einreichen.
Weitere Informationen zu den Kriterien und der Antragstellung findet Ihr auf der Unterseite zu RKP.
Wir sind schon sehr gespannt auf Eure Ideen für die Kulturregion OWL!
Das Netzwerk „Weiterbildung to go“ war wieder mitten im Geschehen: Am 15.07. hat sich das Netzwerk im Foyer der Bielefelder Volkshochschule präsentiert. Ganz im Sinne des Konzeptes, kam die Beratung dahin, wo sich die Menschen befinden. So standen wir von der Regionalagentur mit Rat und Tat zur Verfügung. Es sind tiefe Diskussionen rund um das Thema berufliche Weiterbildung entstanden. Wunderbar zu beobachten war, dass das Konzept aufgeht: Das Netzwerk „Weiterbildung to go“ hat sich bewährt, denn Interessierte konnten sich mit verschiedenen Anliegen an eine Anlaufstelle richten und direkt eine kompetente Beratung durch den jeweils zuständigen Netzwerk-Partner erhalten.
Neben der Regionalagentur OWL und der VHS Bielefeld waren auch die weiteren Partner des Netzwerkes „Weiterbildung to go“ vertreten: die Agentur für Arbeit Bielefeld, Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, das Jobcenter Bielefeld und die REGE mbH Bielefeld.

NRW-Umweltminister Oliver Krischer hat am Montag den Förderbescheid für das Projekt „Klimaresiliente Region OWL“ übergeben. Ziel ist der Aufbau eines digitalen Wissensspeichers, der Kommunen und Kreise in Ostwestfalen-Lippe dabei unterstützt, Klimarisiken wie Starkregen, Hitze und Trockenheit besser zu analysieren, geeignete Anpassungsmaßnahmen auszuwählen und deren Wirkung zu prognostizieren.
Düsseldorf / Bielefeld, 16.07.2026. NRW-Umweltminister Oliver Krischer hat am Montag den Förderbescheid für das Projekt „Klimaresiliente Region OWL“ übergeben. Ziel ist der Aufbau eines digitalen Wissensspeichers, der Kommunen und Kreise in Ostwestfalen-Lippe dabei unterstützt, Klimarisiken wie Starkregen, Hitze und Trockenheit besser zu analysieren, geeignete Anpassungsmaßnahmen auszuwählen und deren Wirkung zu prognostizieren. Durchgeführt wird das Vorhaben von der OstWestfalenLippe GmbH in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule OWL, dem Fraunhofer IOSB-INA und der Fachhochschule des Mittelstands. Darüber hinaus sind alle Kreise der Region, die Stadt Bielefeld sowie zwölf weitere Kommunen beteiligt. Das Projekt wird bis Ende 2028 durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW gefördert und durch die Europäische Union kofinanziert.
"Die Folgen des Klimawandels sind zunehmend spürbar. Auch die Menschen in Nordrhein-Westfalen haben sie in den vergangenen Jahren im Alltag deutlich erlebt, etwa durch immer häufigere Wetterextreme", sagt Oliver Krischer, NRW-Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr. Wolfgang Marquardt, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH ergänzt: „Mit dem Projekt Klimaresiliente Region OWL geben wir Kreisen und Kommunen in Ostwestfalen-Lippe ein starkes Werkzeug an die Hand, um die Auswirkungen mit gezielten Maßnahmen zu bremsen – und zwar dort, wo es wirklich zählt. So schützen wir Bevölkerung und Unternehmen effektiv vor den Risiken des Klimawandels.“
Datenbasierte Klimafolgenanpassung
Kern des Projekts ist der Aufbau eines digitalen Klimaspeichers. Dieses Informations- und Planungswerkzeug vernetzt Daten, bündelt Erfahrungen aus Kommunen und macht sie für konkrete Entscheidungen nutzbar. Eine Kombination aus unterschiedlichen Datenbanken, KI-gestützten Analysesystemen und Visualisierungstools ermöglicht es, Maßnahmen über kommunale Grenzen hinweg zu bewerten, Investitionen fundiert vorzubereiten und die Umsetzung zu beschleunigen. Bestehende Geodateninfrastrukturen werden dabei gezielt eingebunden, um vorhandene Systeme effizient weiterzuentwickeln. So soll ein Werkzeug entstehen, mit dem Kommunen und Kreise bezogen auf ihren speziellen Anwendungsfall hilfreiche Informationen und Handlungsempfehlungen erhalten können. „Wir starten in OWL nicht bei null. Wenn wir vorhandenes Wissen digital bündeln und zugänglich machen, können wir ein Lagebild erstellen, wo bereits wirksame Strukturen bestehen, wo besondere Gefährdungen vorhanden sind und wo Maßnahmen priorisiert werden sollten“, erläutert Professor Axel Häusler von der Technischen Hochschule OWL aus dem Forschungsinstitut IDS.
Grundlage des Klimaspeichers ist, neben einer umfassenden Bestands- und Bedarfsanalyse, ein ökonomisches Bewertungssystem zur regionalen Lage der Klimaresilienz. „Das öffnet den Weg für wirtschaftliche und wirksame Maßnahmen, die Bürgerinnen und Bürgern genauso zugutekommen wie der lokalen Wirtschaft“, ergänzt Professor Klaus Schafmeister von der Fachhochschule des Mittelstands. „Diese Informationen wollen wir technisch integrieren und anschaulich aufbereiten, damit Verwaltung und Politik fundierte Entscheidungen treffen können“,
Regionale Allianz für nachhaltige Transformation
Neben der technischen Infrastruktur steht die Zusammenarbeit im Fokus. Neue Austauschformate, Piloträume und Kooperationsmodelle sollen dazu beitragen, Kommunen, Unternehmen und weitere Akteure stärker zu vernetzen und Klimaanpassung gemeinsam voranzutreiben. Besonders greifbar werden mögliche Maßnahmen durch Exkursionen zu Anschauungsbeispielen in OWL oder dem Aktionskreis Klimaanpassung, der Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch bietet.
Das Projekt ist zugleich eingebettet in den Masterplan Green.OWL und zahlt auf das Ziel ein, die nachhaltige Transformation der Region aktiv zu gestalten. Der Anspruch ist klar: Klimarisiken frühzeitig erkennen, Maßnahmen strategisch bündeln und Ostwestfalen-Lippe Schritt für Schritt resilienter machen – gemeinsam, datenbasiert und umsetzungsorientiert.
Weitere Informationen finden Sie unter www.ostwestfalenlippe.de.
Bildunterzeilen (Download Foto siehe unten)
BUZ: Freuen sich auf mehr Klimaanpassung für Ostwestfalen-Lippe (v. l.): Wolfgang Marquardt (OstWestfalenLippe GmbH), Minister Oliver Krischer (Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW), Prof. Dr. Klaus Schafmeister (Fachhochschule des Mittelstands) und Prof. Dr. Axel Häusler (Technische Hochschule OWL).
(Foto: Ministerium für Umwelt, Natur und Verkehr des Landes NRW)
Pressekontakt
OstWestfalenLippe GmbH
Marius Vinnemeier
0521 967 33 231
m.vinnemeier@owl.gmbh
www.ostwestfalenlippe.de
Über die OstWestfalenLippe GmbH – Gesellschaft zur Förderung der Region
Die OstWestfalenLippe GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld sowie von Wirtschaft und Wissenschaft in OWL. Aufgabe ist es, die Region Ostwestfalen-Lippe, mit Blick auf den nationalen und internationalen Wettbewerb, als eine bekannte Marke und als führender Wirtschafts- und Transformationsstandort mit hoher Lebensqualität zu positionieren. Um dies zu erreichen, wird Standort-, Marken-, Fachkräfte- und Tourismusstrategie in Form einer langfristigen Strategie konsequent zusammengebracht.
Mit dem Kick-off im Pioneers Club in Bielefeld ist das Big Sister Mentoring Programm offiziell gestartet. Sechs der insgesamt acht Mentoring-Tandems lernten sich erstmals persönlich kennen und legten den Grundstein für ihre gemeinsame Mentoring-Reise. Zwei weitere Tandems werden in der kommenden Woche zusammenfinden.
In einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre kamen Mentorinnen und Mentees miteinander ins Gespräch und erhielten die Gelegenheit, sich kennenzulernen und erste Erwartungen an die Zusammenarbeit auszutauschen. Bereits beim ersten Treffen wurde deutlich, wie vielfältig die Erfahrungen und Perspektiven innerhalb der Tandems sind und wie bereichernd der Austausch zwischen erfahrenen Unternehmerinnen und Gründerinnen sein kann. Dieser wurde von einer Teilnehmerin als „elektrisierend im positiven Sinn“ beschrieben.
Die Gespräche drehten sich unter anderem um unternehmerische Herausforderungen, die Bedeutung des richtigen Mindsets und die Frage, was das Unternehmerinnensein ausmacht. Dabei standen Offenheit, gegenseitiges Vertrauen und das Lernen voneinander im Mittelpunkt – wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Mentoring-Beziehung.
Mit dem persönlichen Kennenlernen ist der Grundstein für die kommenden Monate gelegt. Nun beginnt die eigentliche Mentoring-Phase, in der sich die Tandems regelmäßig austauschen, Erfahrungen teilen und gemeinsam an den individuellen Zielen der Mentees arbeiten werden.
Wir freuen uns auf die kommenden Monate und wünschen allen Mentorinnen und Mentees viele inspirierende Gespräche, neue Perspektiven und eine bereichernde gemeinsame Zeit.

