Rückschau | Auftaktveranstaltung des Netzwerks „Familienfreundliche Unternehmen im Kreis Herford“
Familienfreundlichkeit beginnt mit Haltung und lebt vom Austausch.
Mit der Auftaktveranstaltung des Netzwerks „Familienfreundliche Unternehmen im Kreis Herford“ standen die Themen Kinderbetreuung und Pflege im Vordergrund. Rund 70 Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen der Region nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren, auszutauschen und neue Perspektiven auf familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu gewinnen.
Die Veranstaltung war eine Kooperation mit der Interkommunalen Kreiswirtschaftsförderung Herford und der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises sowie des Kompetenzzentrums Frau und Beruf OWL. Diese Konstellation war auch maßgeblich involviert im sechsten Durchlauf der Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen Kreis Herford“. Ihr gemeinsames Ziel: Unternehmen nicht nur auszuzeichnen, sondern sie miteinander ins Gespräch zu bringen. Denn familienfreundliche Maßnahmen entfalten ihre Wirkung besonders dann, wenn Erfahrungen geteilt, Ideen weitergedacht und Lösungen gemeinsam entwickelt werden.
Auch Landrat Mirco Schmidt, der die Schirmherrschaft übernommen hat, machte in seiner Begrüßung deutlich, welche Bedeutung das Thema für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen hat. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen seien längst mehr als ein „Nice-to-have“: Sie stärken die Zufriedenheit von Mitarbeitenden, fördern die Bindung ans Unternehmen und Sichern wertvolles Know-how. Sein Appell an die Teilnehmenden: die Chance des Netzwerks aktiv zu nutzen, miteinander ins Gespräch zu kommen und voneinander zu lernen.
Dass dieses Angebot auf großes Interesse stößt, zeigte die Zusammensetzung der Teilnehmenden: Neben bereits zertifizierten Unternehmen waren auch viele Betriebe dabei, die sich neu mit dem Thema beschäftigen. Eine Entwicklung, die zeigt, wie relevant Fragen rund um Vereinbarkeit, Pflege und Kinderbetreuung inzwischen für Unternehmen geworden sind.
Die Veranstaltung selbst setzte genau hier an: Statt reiner Information standen konkrete Einblicke in die Praxis im Mittelpunkt. Wie kann Kinderbetreuung im Arbeitsalltag mitgedacht werden? Welche Lösungen gibt es, wenn Mitarbeitende Angehörige pflegen? Und welche kleinen Veränderungen können bereits eine große Wirkung entfalten? Diese und Weitere Fragen beantworteten Yannick Schmidt und Kerstin Falk (Kreisklinikum Herford und Bünde AöR), Laura Hämmerling (AVANCO GmbH, INOMETA GmbH) und Inken König (Pflegeberaterin Stützpunkt Kreis Herford).
Neben fachlichem Input zu regionalen Unterstützungsangeboten bot vor allem der persönliche Austausch einen großen Mehrwert. Im anschließenden Get-together entstanden neue Kontakte, Ideen wurden weitergedacht und erste Ansätze für die eigene betriebliche Praxis diskutiert.
Zum Abschluss wurde noch einmal deutlich: Familienfreundlichkeit ist keine einzelne Maßnahme, sondern ein fortlaufender Prozess. Es geht darum, Arbeitsbedingungen bewusst zu gestalten, auf die Lebensrealitäten von Mitarbeitenden einzugehen und Schritt für Schritt passende Lösungen zu entwickeln.

(v-l-n.r.) Kim Lasche, OstwestfalenLippe GmbH, Kompetenzzentrum Frau & Beruf | Interkommunale Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, Sonja Hauptmann Gleichstellungsbeauftragte Kreis Herfod Lina Klostermeyer Landrat Mirco Schmidt,