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KIT.OWL – KI-Transferoffensive für kleine und mittlere Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe

Ostwestfalen-Lippe (OWL) zählt zu den stärksten Wirtschaftsstandorten in Nordrhein-Westfalen. Gleichzeitig stehen viele Unternehmen vor grundlegenden Herausforderungen. Künstliche Intelligenz (KI) spielt eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung von Prozessen, Produkten und Geschäftsmodellen. KI-basierte Technologien eröffnen neue Möglichkeiten, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten, Produkte zu verbessern, neue Dienstleistungen zu entwickeln und Beschäftigte zu entlasten. Das Projekt KIT.OWL setzt genau hier an. Ziel ist es, den industriellen Mittelstand in Ostwestfalen-Lippe bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz zu unterstützen und damit die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der regionalen Kernbranchen zu stärken. Das Projekt ist im Januar 2026 mit einer Laufzeit von drei Jahren an den Start gegangen und wird im Rahmen des Projektaufrufs Regio.NRW – Transformation aus Landesmitteln und Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Projektpartner

Ziel: Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands stärken

Um den Mittelstand zu stärken, werden wissenschaftliche Erkenntnisse zu KI-Anwendungen gezielt für kleine und mittlere Unternehmen aufbereitet und in praxisnahe Formate überführt. Gleichzeitig sollen Unternehmen für die Potenziale der Technologie sensibilisiert und bei ersten Umsetzungsschritten unterstützt werden.

Zu den zentralen Projektzielen gehören:

  • der Transfer von KI-Wissen aus der Forschung in den Mittelstand,

  • die Sensibilisierung und Aktivierung von KMU für konkrete KI-Anwendungen,

  • die Entwicklung praxisnaher Methoden und Handlungsempfehlungen für unterschiedliche Branchen und Unternehmensbereiche,

  • die Qualifizierung von Fachkräften und Multiplikator:innen im Umgang mit KI,

  • sowie der Ausbau von Kooperationen zwischen Forschung, Unternehmen, Start-ups und Netzwerken in OWL.

Damit trägt das Projekt dazu bei, den KI-Reifegrad der Unternehmen in der Region systematisch zu erhöhen.

KI-Transferoffensive für die Region

Mit der KI-Transferoffensive OWL bündelt die Region ihre Kompetenzen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Netzwerken, um KI-Technologien schneller in die Anwendung zu bringen. Forschungsergebnisse werden gezielt für die Praxis aufbereitet und in neue Transferinstrumente überführt.

Dazu gehören unter anderem neue Formate für Information, Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit. Gleichzeitig werden modellhafte Lösungsbausteine entwickelt, die Unternehmen dabei unterstützen, KI-Anwendungen in unterschiedlichen Branchen und Anwendungsfeldern zu erproben. So entsteht ein regionales Ökosystem, das Unternehmen Orientierung bietet und den Zugang zu KI-Kompetenzen erleichtert.

Im Mittelpunkt der technischen Projektarbeit steht die Entwicklung praxisnaher Methoden und Lösungsbausteine für den Einsatz von KI in KMU. Ausgangspunkt sind die konkreten Herausforderungen der Unternehmen: fehlende Datenstrukturen, Kompetenzlücken oder infrastrukturelle Hürden.

Die Projektpartner unterstützen Unternehmen dabei,

  • ihre Datengrundlagen zu verbessern,

  • geeignete KI-Technologien zu identifizieren,

  • und Prozesse sowie IT-Infrastrukturen auf KI-Anwendungen vorzubereiten.

Ein wichtiges Ziel ist es, KI für Unternehmen verständlich, greifbar und erlebbar zu machen. Dadurch sollen Betriebe befähigt werden, eigenständig geeignete Technologien auszuwählen und nachhaltig in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren.

 

Forschung und Praxis enger verbinden

Neben der praktischen Umsetzung untersucht das Projekt auch wissenschaftlich, wie der Transfer von KI-Technologien in Unternehmen besser gelingen kann. Die schnelle Entwicklung neuer KI-Modelle und Technologien stellt auch die Forschung vor neue Anforderungen: Wissen muss schneller, flexibler und praxisnäher bereitgestellt werden.

KIT.OWL liefert dazu wichtige Erkenntnisse. Im Projekt wird untersucht, welche Transfermaßnahmen besonders wirksam sind und welche Faktoren den Erfolg von KI-Einführungen in Unternehmen beeinflussen.

Auf dieser Grundlage entsteht ein ganzheitliches Vorgehensmodell, das Unternehmen dabei unterstützt, KI systematisch in ihre Prozesse zu integrieren. Gleichzeitig werden die gewonnenen Erkenntnisse in praxisnahe Handlungsempfehlungen überführt.

So stärkt das Projekt nicht nur die Innovationskraft des Mittelstands in OWL, sondern liefert auch Impulse für zukünftige Strategien im Wissens- und Technologietransfer.

Starkes Netzwerk für den Transfer

Neben den zentralen Partnern OstWestfalenLippe GmbH, Fraunhofer IEM und Fraunhofer IOSB-INA wird KIT.OWL von folgenden assoziierten Partnern unterstützt:

Kammern: Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld | Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold

Netzwerke: Food Processing Initiative | it's OWL Clustermanagement | Kunststoffe in OWL

Wirtschaftsförderungen: Amt Wirtschaft & Tourismus Kreis Paderborn | Interkommunale Wirtschaftsförderung Kreis Herford | Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter | Kreiswirtschaftsförderung Lippe | pro Wirtschaft GT | WEGE | Wirtschaftsförderung Kreis Minden-Lübbecke

Darüber hinaus sichern 26 kleine und mittlere Unternehmen aus den Kernbranchen der Region sowie neun forschungsnahe Start-ups den Praxisbezug und die Transferstärke des Projektes.