Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und die Nutzung nachwachsender Rohstoffe sind wichtige Erfolgsfaktoren für die Transformation der Region. Mit einem Abfallaufkommen von 827.422 Tonnen (396,8 kg pro Kopf) im Jahr 2022 liegt OWL unter dem NRW- und Bundesdurchschnitt, durch konsequente Ressourceneffizienz, Circular Economy und Bioökonomie ließe sich das weiter verbessern. Circular Economy ermöglicht durch Wiederverwendung, Reparatur, Aufbereitung und Recycling ein neues Wertschöpfungssystem. Es gibt bereits zahlreiche Strategien und regionale Initiativen, die Lösungen entwickeln und den Mittelstand unterstützen (wie Cirquality.OWL plus, Smart Recycling Factory, Zero.Waste Kreis Höxter, it‘s OWL).
Bioökonomie, also die Entwicklung und der Einsatz biobasierter Roh- und Werkstoffe, bietet weitere Potenziale. Bisher gibt es hier aber nur wenige Aktivitäten (z.B. Netzwerk Biobasierte Werkstoffe, Smart Wood Center).
Herausforderungen bei der Umsetzung von Circular Economy und Bioökonomie sind rechtliche Rahmenbedingungen (wie z.B. die Definition von Abfall), fehlende Stoffstromanalysen und Daten sowie die Akzeptanz der Kunden und die wirtschaftliche Tragfähigkeit.
Bis 2035 will OWL zirkuläre Wirtschaft, resiliente Rohstoffstrategien und Bioökonomie flächendeckend einsetzen: Ressourcen werden effizient eingesetzt. Wertstoffe werden systematisch zurückgewonnen und in geschlossene Kreisläufe überführt. Produkte werden langlebig und recyclingfähig gestaltet. Digitale Technologien und KI schaffen Prozessinnovationen, Transparenz und Effizienz in Stoffkreisläufen. Neue Kooperationsmodelle, experimentelle Rechtsräume und Förderstrukturen beschleunigen Innovationen. Die öffentliche Hand nutzt ihre Marktmacht, um zirkuläre und bioökonomische Innovationen zu fördern.
Unsere Ziele bis 2035
- Reduzierung des Abfallaufkommens pro Kopf um 25 %
- Aktivierung von 250 Unternehmen, Kommunen und Organisationen für eine Nachhaltigkeitszertifizierung (z. B. EMAS, Ökoprofit u.a.)
- Erhöhung der Wiederverwertungsquote in der Industrie um 25%
- 100 neue zirkuläre und biobasierte Produkte und Gründungen
- Erhöhung des Anteils an biobasierten Werkstoffen aus Sekundärmaterialien und Restströmen um 20%