Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil der Brauereiphilosophie. Bereits in den 1990er-Jahren wurden Rückgewinnungssysteme für Energie installiert, um den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu reduzieren. Ein aktuelles Beispiel ist die Nutzung von sogenanntem „Fegedampf“, der als Nebenprodukt bei der Kesselwasseraufbereitung entsteht. „Anstatt diesen Dampf entweichen zu lassen, setzen wir ihn für unsere Energiespeicher ein. Diese Speicher brauchen wir meist nur montags bis mittwochs, je nach Ausstoßlage. Statt diese Speicher dann abkühlen und montags wieder aufheizen zu müssen, nutzen wir den Dampf, um die Temperatur konstant oben zu halten“, erklärt Krome. Dadurch reduziert sich der Energiebedarf für Produktionsstarts. Verbleibende Wärme wird dann noch durch eine kleine Raumheizung verwertet.
Ein weiteres Beispiel betrifft das Eiswasserbecken der Brauerei. „Früher wurde das Becken von einem 2-kW-Rührwerk kontinuierlich durchmischt, damit sich kein großer Eisblock bildet – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Das hat hohe Energieverbräuche verursacht“, erinnert sich Krome. „Wir haben die Strömung mit einigen Ventilen nachgebildet und konnten das Rührwerk dann stilllegen.“ Den Impuls, hier genauer hinzuschauen, gaben die genauen Zählerdaten.
Das Hinterfragen von Verbräuchen macht auch vor vom Hersteller vorkonfigurierten Maschinen nicht halt. Die Anlage zur Reinigung gebrauchter Fässer verbrauchte anfangs zum Beispiel für jeden Waschgang 30 Liter Heißwasser. Durch ein ständiges Tüfteln, Auswerten und Nachbessern reichen hier inzwischen auch 16 Liter – eine Reduktion um fast 50 Prozent. „Solche Maßnahmen erfordern kein großes Budget, sondern eine Kombination aus Kreativität und technischem Verständnis“, fügt Krome hinzu. Das geht auch mal ganz spontan: „Einer unserer Mitarbeiter sagte eines Tages: »Wir müssten da mal eine Schlaufe reinlegen, in die Behälter, und gucken, ob das funktioniert.« Dann haben wir es am nächsten Tag ausprobiert und konnten eine Woche später sagen, ja, das funktioniert. Das macht einfach Spaß.“ Diese pragmatische Herangehensweise spiegelt die langfristige Vision des Unternehmens wider, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Prozesse zu schaffen.