Gefördert von

Best Practices aus der Region

Nachhaltigkeit wird für Unternehmen zunehmend zum Wettbewerbsfaktor – und in Ostwestfalen-Lippe längst zur gelebten Praxis. Viele Betriebe der Region haben sich bereits auf den Weg gemacht: Sie senken Energie- und Materialverbräuche, entwickeln klimafreundliche Produkte, stellen Lieferketten resilienter auf oder erschließen neue Geschäftsmodelle im Sinne der Kreislaufwirtschaft. Damit leisten sie nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern stärken zugleich ihre Innovationskraft, ihre Kosteneffizienz und ihre Zukunftssicherheit.

Im Projekt Green.OWL machen wir diese Erfahrungen sichtbar. Die hier vorgestellten Best-Practice-Beispiele zeigen konkret, wie Unternehmen Nachhaltigkeit strategisch angehen, welche Maßnahmen sich bewährt haben und welchen wirtschaftlichen Nutzen sie daraus ziehen. Sie sollen Orientierung geben, Mut machen und als übertragbare Modelle für andere Betriebe dienen – vom Mittelstand bis zum Start-up.

Die Sammlung wird kontinuierlich erweitert. Schritt für Schritt entsteht so ein wachsender Überblick über Lösungen, Ideen und Erfolgswege aus der Region – von Unternehmen für Unternehmen. Denn die Transformation gelingt am besten gemeinsam: durch voneinander lernen, Erfahrungen teilen und gute Beispiele in die Breite tragen.

Unsere Best Practice-Stories

© BENTELER Steel/Tube

Stahl gilt als Sinnbild industrieller Stärke – aber auch als einer der größten CO₂-Verursacher. Die BENTELER-Gruppe mit Wurzeln in Paderborn zeigt, dass beides zusammengeht: Heimische Stahlproduktion und Verantwortung. Seit fast 150 Jahren steht BENTELER für Qualität in Stahl, Rohr und Automobiltechnik. Weltweit beschäftigt das Familienunternehmen rund 20.000 Mitarbeitende und gliedert sich in vier Geschäftsbereiche: Automotive Components, Automotive Modules, HOLON und Steel/Tube.

Mit der Produktmarke CliMore treibt das Unternehmen den Wandel zu einer klimafreundlicheren Stahlproduktion voran und beweist, dass nachhaltiger Fortschritt aus Haltung entsteht.

Jetzt Best-Practice lesen

© Bio-Circle Surface Technology

Als die Ingenieure Ulrich und Manfred Berens 1985 in einer Garage in Verl mit wässrigen Schweißtrennmitteln experimentierten, war Nachhaltigkeit in der Industrie noch kein Thema. Heute zählt die Firma Bio-Circle Surface Technology GmbH aus Gütersloh zu den Pionieren für umweltschonende Industrie-Reinigungssysteme.

Wie ist es Bio-Circle gelungen, nachhaltige Produkte in einem traditionell konservativen Markt zu verkaufen? „Viele denken anfangs: Wenn es nicht stinkt und knallt, dann wirkt es nicht“, erinnert sich Lukas Potthoff, Business Development Manager bei Bio-Circle. „Aber genau das wollten wir widerlegen. Unsere Reiniger funktionieren – und stinken nicht.“

Jetzt Best Practice lesen

© WAGO GmbH & Co. KG

Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, den CO₂-Fußabdruck Ihrer Produkte verringern zu müssen. Dabei spielt die Auswahl des Materials eine wesentliche Rolle. Bei WAGO löste hier eine kleine Idee eine große Veränderung aus: Ein Projekt zweier dualer Studentinnen wurde zur Initialzündung und mündete schließlich in die Entwicklung einer neuen Produktlinie im Portfolio des Unternehmens: der WAGO Green Range.

Erstes Pilotprojekt war die traditionsreiche WAGO Verbindungsklemme mit Hebeln der Serie 221. Und auch wenn am Ende der Erfolg stand – der Weg war nicht immer linear, sondern geprägt von Mut, Teamgeist und Experimentierfreude.

Jetzt Best Practice lesen

© Wandel Packaging Group Blow Moulding GmbH

Druckluft ist in vielen produzierenden Unternehmen ein essenzieller Energieträger – gleichzeitig aber auch ein erheblicher Kostenfaktor. Die Wandel Packaging Group Blow Moulding in Steinheim zeigt, wie durch gezielte Optimierung des Druckluftsystems nicht nur Energieeinsparungen, sondern auch eine verbesserte Prozessqualität erzielt werden kann.

„Die Sprünge waren so enorm, dass wir uns gefragt haben, ob das überhaupt sein kann“ – das Unternehmen konnte seinen Druckluftverbrauch um 30 Prozent senken und durch verschiedene Maßnahmen 2024 rund 2 Millionen kWh Strom einsparen.

Jetzt Best Practice lesen

© Wax Solutions

Als die Alfred Willich Produktions GmbH vor einigen Jahren begann, mit natürlichen Wachsen zu experimentieren, war nicht absehbar, dass daraus ein eigenständiges Unternehmen mit einer klaren Mission entstehen würde: fossile Kunststoffe in Verpackungen ersetzen. Was zunächst als technische Spielerei begann – ein gemeinsamer Versuch von Willich-Geschäftsführer Volker Willich und einem Kunden – entwickelte sich rasch zu einer vielversprechenden Technologie, die vom Start-up Wax Solutions vorangetrieben wird.

„Manchmal muss man einfach mal loslegen und gucken, was rauskommt“, sagt Co-Founder Dennis Kleine-Tebbe rückblickend. „Nach ein paar Versuchen war klar: Das könnte funktionieren.“

Jetzt Best Practice lesen

© ZF

Zu komplex, nicht wirtschaftlich, einfach unrealistisch – Argumente gegen den Wandel hin zu einer Kreislaufwirtschaft, die den Großteil der verbauten Rohstoffe nach dem Ende des Produktlebenszyklus neu verwertet, gibt es viele. Bei ZF Friedrichshafen in Bielefeld hat man den Wandel trotzdem längst vollzogen – und ein national bedeutendes Vorbild geschaffen. Die Botschaft ist klar: Kreislaufwirtschaft, das funktioniert – man muss es nur wollen.

Werkleiter Jörg Witthöft gibt Einblicke in die gelebte Zirkularität. "Die Aufarbeitung von Altteilen ist ein Geschäftsmodell, das sich lohnt – sowohl ökologisch als auch ökonomisch", erklärt Witthöft.

Jetzt Best Practice lesen

Unsere Angebote – so kommen Sie in die Umsetzung

Jetzt loslegen: So unterstützen wir Sie bei der Identifizierung und Umsetzung von Potenzialen.

  • Unternehmensmodell: Welche Transformationsfelder sollten Sie in Ihrem Unternehmen im Blick behalten?
  • Kompetenzatlas: Welche regionalen Expert:innen gibt es zu verschiedenen Methoden, Themen und Tools?
  • Lösungsbaukasten: Welche Lösungsbausteine bringen schnelle Fortschritte?
  • Umsetzungsworkshops und Transferprojekte: Ausarbeitung und Umsetzung von Transformationspotenzialen mit ausgewählten, beispielhaften KMU aus den OWL-Kernbranchen
  • Kostenlose Qualifizierungsprogramme vermitteln Grundlagenwissen und Kontakte für Vertiefung, „Hilfe zur Selbsthilfe"