Suchen Innovationen aus OWL (v.l.n.r.): Jürgen Noch (Geschäftsführer Westfalen Weser Energie), Rainer Müller (Geschäftsführer Stadtwerke Bielefeld), Herbert Weber (Geschäftsführer OstWestfalenLippe GmbH), Wolfgang Marquardt (Prokurist OstWestfalenLippe GmbH) und Petra Pigerl-Radtke (Hauptgeschäftsführerin IHK Ostwestfalen). Foto: OstWestfalenLippe GmbH
Bielefeld, 16. Juni 2021. Erfolgreiche Produkte, Dienstleistungen und Unternehmensprozesse gesucht: Zum 14. Mal schreibt die OstWestfalenLippe GmbH den OWL-Innovationspreis MARKTVISIONEN aus. Ausgezeichnet werden herausragende Innovationen in den drei Kategorien „Marktvisionen“, „Zukunft gestalten“ und „Start-up“. Unternehmen mit Sitz in OWL können sich bis zum 27. August 2021 bewerben. Partner des Wettbewerbs sind die Stadtwerke Bielefeld und Westfalen Weser Energie.
„OstWestfalenLippe gehört zu den wirtschaftsstärksten Standorten in Europa. Mit ihren Innovationen erobern Unternehmen aus OWL die Weltmärkte und sind Garant für Wertschöpfung und Beschäftigung in der Region. Darüber hinaus entwickeln sie Lösungen für ein besseres Leben und Arbeiten in der Zukunft. Mit dem Innovationspreis wollen wir diese Leistungen würdigen und Impulse in der Region setzen“, erklärt Wolfgang Marquardt, Prokurist der OstWestfalenLippe GmbH. Ab sofort können sich Unternehmen, Firmenverbünde sowie Kooperationen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus OstWestfalenLippe um den undotierten OWL-Innovationspreis bewerben – mit einem innovativen Produkt, einer Dienstleistung oder einem vorbildlichen Unternehmensprozess.
In der Kategorie „Marktvisionen“ geht es um Innovationen, mit denen Unternehmen sich erfolgreich auf den Märkten behaupten und ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern. In der Kategorie „Zukunft gestalten“ werden Unternehmen für Lösungen ausgezeichnet, die einen Beitrag für ein besseres Leben und Arbeiten leisten, beispielsweise in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Energie, Mobilität, Klima- und Umweltschutz oder Daseinsvorsorge im ländlichen Raum. In dieser Wettbewerbsrunde spielen zudem Innovationen eine Rolle, welche die Herausforderungen der Corona-Pandemie lösen und die neue Normalität gestalten. Der Start-up Preis richtet sich speziell an junge Firmen, die nach dem 31. Mai 2018 gegründet wurden. Im Gegensatz zu den anderen beiden Kategorien ist er dotiert mit einem Preisgeld von 5.000 Euro (gestiftet von den Stadtwerken Bielefeld und Westfalen Weser Energie) und einem Beratungspaket (gestiftet von der UNITY AG). Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen und Bewerbungsunterlagen gibt es unter www.ostwestfalen-lippe.de.
„Ich wünsche mir, dass viele Unternehmen Flagge zeigen und sich mit ihren innovativen Ideen und Entwicklungen am Wettbewerb beteiligen. Der OWL-Innovationspreis bietet ihnen eine hohe Sichtbarkeit. Gleichzeitig können wir die enorme Innovationskraft unserer Region demonstrieren - nicht umsonst ist OWL eine der wirtschaftsstärksten Regionen Europas“, betont die Sprecherin der Jury Petra Pigerl-Radtke, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen.
Wichtiger Wirtschaftspreis mit großem Nutzen für die Unternehmen
Der OWL-Innovationspreis hat sich seit der ersten Ausschreibung 1995 zu einem der wichtigsten Wirtschaftspreise in OWL etabliert. Insgesamt 1.113 Bewerbungen sind bei den bisherigen 13 Wettbewerben eingegangen, 49 Unternehmen wurden mit der begehrten Trophäe in Form einer gläsernen Kugel ausgezeichnet.
Bei der letzten Wettbewerbsrunde 2019/2020 wurden fünf Unternehmen prämiert. Die Altendorf GmbH aus Minden überzeugte die Jury in der Kategorie „Industrie und Handwerk“ mit einem intelligenten Sicherheitssystem für Formatkreissägen. Die Third Element Aviation GmbH (Bielefeld) erhielt den Preis in der Kategorie „Zukunft gestalten“ für neue technologische Ansätze für die Kampfmittel- und Landminensuche per Drohne. Zwei Start-up-Preise für eine erfolgversprechende Unternehmensgründung gingen an die PRODASO GmbH (Bielefeld), die eine Plug & Play-Lösung für die KI-basierte Produktionsoptimierung entwickelt hat, sowie an die BitVox connected acoustics GmbH (Bielefeld) für ein Headset für Augmented Auditive Reality. Ein Sonderpreis für innovative Profisysteme für Handwerker wurde an die Petry Bauinnovationen UG aus Bad Driburg verliehen.
Mitmachen lohnt sich. Denn der Wettbewerb und die Sieger finden große öffentliche Aufmerksamkeit. Das bestätigen die Gewinner des Innovationspreises 2019/2020. Serpil Gausmann, Leiterin Marketing Altendorf GmbH: „Die Auszeichnung war für uns ein großer Erfolg, da wir uns mit unserer Entwicklung gegen zahlreiche spannende Innovationen anderer Mitbewerber durchsetzen konnten. Der Innovationspreis und die damit verbundene mediale Aufmerksamkeit hat zudem unsere Position bei unseren Kunden gestärkt – und potenzielle neue Kunden und Partner auf uns aufmerksam gemacht. Dadurch sind viele interessante Kontakte und Kooperationen entstanden.“
Kreative und innovative Potenziale in der Region fördern
Als Partner unterstützen erneut die Stadtwerke Bielefeld und Westfalen Weser Energie den Wettbewerb. Jürgen Noch, Geschäftsführer Westfalen Weser Energie erläutert: „Der OWL-Innovationspreis ist aus unserer Sicht ein herausragendes Beispiel, wie das kreative und innovative Potenzial in der Region gestärkt und gleichzeitig einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht wird. Dazu wollen wir gerne unseren Beitrag leisten.“
Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Müller ergänzt: „Der OWL-Innovationspreis ist ein wichtiger und hochinteressanter Wettbewerb für die Region, den wir sehr gerne unterstützen. Die Bandbreite der Beiträge macht auch die Innovationskraft des Standorts deutlich und stärkt unsere Profilierung als Hightech-Region.“ Sowohl Noch als auch Müller werden in der Jury mitarbeiten und ihr Fachwissen einbringen. „Wir freuen uns auf die spannende Aufgabe, die eingereichten Ideen auf ihre Innovationskraft und Praxistauglichkeit zu prüfen,“ sind sich die beiden Geschäftsführer einig.
Die Kategorien des Wettbewerbs
OWL-Innovationspreis „Marktvisionen“: Ausgezeichnet werden Produkte und Dienstleistungen, mit denen Unternehmen sich auf den Märkten behaupten und die wesentlich zum Unternehmenserfolg beitragen. Auch Prozesse kommen für die Auszeichnung in Frage. Typische Bereiche für Prozesse sind Unternehmensstrategie und Organisation, Personal- und Innovationsentwicklung, Fertigung und Logistik, Wissensmanagement und Kommunikation sowie Marketing und Vertrieb.
OWL-Innovationspreis „Zukunft gestalten“: Ausgezeichnet werden innovative Produkte, Dienstleistungen und Prozesse, mit denen Unternehmen gesellschaftliche Herausforderungen der Zukunft bewältigen und Lösungen für ein besseres Leben und Arbeiten liefern. Dabei geht es um Aufgaben in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Mobilität, Energie- und Ressourceneffizienz, Umwelt- und Klimaschutz, Ernährung, Sicherheit und Versorgung im ländlichen Raum sowie die Bewältigung des demographischen Wandels. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei in dieser Wettbewerbsrunde auf Innovationen, die Herausforderungen der Corona-Pandemie lösen und die neue Normalität gestalten.
Start Up Preis: Ausgezeichnet wird eine erfolgversprechende Unternehmensgründung auf Grundlage eines innovativen Produkts oder einer innovativen Dienstleistung.
Die Jury
Prof. Dr. Reinhold Decker, Prorektor Universität Bielefeld
Dr. Jörg Dräger, Mitglied des Vorstands Bertelsmann Stiftung
Peter Eul, Präsident Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld
Prof. Dr. René Fahr, Vizepräsident Universität Paderborn
Prof. Dr. Jürgen Krahl, Präsident Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Rainer Müller, Geschäftsführer Stadtwerke Bielefeld
Jürgen Noch, Geschäftsführer Westfalen Weser Energie GmbH & Co. KG
Petra Pigerl-Radtke, Hauptgeschäftsführerin IHK Ostwestfalen zu Bielefeld
Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Präsidentin Fachhochschule Bielefeld
Volker Steinbach, Präsident IHK Lippe zu Detmold
Dr.-Ing. Frank Thielemann, Vorstand UNITY AG
Anke Unger, Geschäftsführerin DGB Region Ostwestfalen-Lippe
Die Sponsoren
Partner des Wettbewerbs sind die Stadtwerke Bielefeld und Westfalen Weser Energie. Darüber hinaus wird der Wettbewerb unterstützt durch Adam Design sowie die UNITY AG (Büren). Das Preisgeld für den Start-up-Preis wird bereitgestellt von den Stadtwerken Bielefeld und Westfalen Weser Energie, das Beratungspaket von der UNITY AG.
Pressekontakt
OstWestfalenLippe GmbH
Beatrice Richert
Tel. 0521 96733-12 | b.richertnoSpam@ostwestfalen-lippe.de | www.ostwestfalen-lippe.de
Am 10. Juni 2021 ist das Kompetenznetzwerk innocam.NRW virtueller Gast in OWL: Lernen Sie Projekte und Akteure kennen, informieren Sie sich zu aktuellen Themenschwerpunkten - auch aus der REGIONALE 2022 - der automatisierten und vernetzten Mobilität und knüpfen Sie wertvolle Kontakte.
Melden Sie sich direkt kostenfrei an: https://www.innocam.nrw/innocam-forum/
Programm:
Teil 1: Region OstWestfalenLioppe
10:00 Uhr Begrüßung
10:15 Uhr Keynote Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Vorsitzende Campus OWL
10:30 Uhr Einführung
10:40 Uhr Vortrag „Mobilität in OWL (TBC)“ Prof. Dr.-Ing. Thorsten Jungeblut, FH Bielefeld
11:00 Uhr Projekt „MonoCaB-OWL“ Prof. Dr.-Ing. Thomas Schulte, Technische Hochschule OWL
11:20 Uhr Projekt „Das Reallabor Lemgo Digital“ Annika Henze-Sakowsky, Projektmanagerin, Fraunhofer IOSB-INA
11:40 Uhr Q&A mit allen Vortragenden
12:10 Uhr Kaffeepause
12:20 Uhr Gesprächsrunde zum Thema Chancen des automatisierten und vernetzten ÖPNV
Gäste: Ralf Vieweg, Stadt Borgholzhausen, Prof. Dr.-Ing. Rolf Naumann, FH Bielefeld
Moderation: Annette Nothnagel, REGIONALE-Managerin, OWL GmbH
Teil 2: Automatisierte und Vernetzte Mobilität auf der Schiene
14:00 Uhr Begrüßung
14:10 Uhr Projekt „Sensors4Rail – Digitale Augen für intelligente Züge“ Jan Scharfe, Senior Projektleiter, DB Netz AG
14:30 Uhr Projekt „DAC4EU“ Anja-Maria Sonntag, Projektleiterin Automation, SBB Cargo
14:50 Uhr Q&A mit den Vortragenden
15:00 Uhr Kaffeepause
15:10 Uhr Gesprächsrunde zu Automatisierter & vernetzter Mobilität auf der Schiene
Railcampus: Prof. Dr.-Ing. Stefan Witte, Technische Hoschule OWL & Dr. Lars Müller, DB Systemtechnik
Smart Rail Connectivity Campus: Sören Claus, SRCC & Dr. Susann Oehme, TU Chemnitz
Moderation: Prof. Dr.-Ing. Christian Schindler, Institutsleiter IfS, RWTH Aachen
15:40 Uhr Verabschiedung
Ab 17 Uhr Innocam.Stammtisch

UrbanLand Board qualifiziert insgesamt 21 Projekte im REGIONALE-Prozess weiter.
Innovationsimpulse und Bildungsangebote, neue und vernetzte Mobilität für gute Erreichbarkeit, Lebendige Quartiere in Stadt und Land – das sind nur einige Themen der zehn neuen REGIONALE-Projekte aus OstWestfalenLippe. Sie erhielten jetzt vom UrbanLand-Board der REGIONALE 2022 einen A-Beschluss. Daneben wurden sieben Projekte mit dem B-Status und vier Ideen mit dem C-Status qualifiziert. Insgesamt gibt es inzwischen 25 anerkannte REGIONALE-Projekte.
„Die Projekte zeigen: OWL war die richtige Wahl für die REGIONALE 2022. OWL ist eine Region mit Zukunft. Hier werden in hoher Geschwindigkeit eine Vielzahl von zukunftsweisenden Projekten auf den Weg gebracht. Mit der REGIONALE schafft das Land Nordrhein-Westfalen die optimale Möglichkeit, regional gemeinsam Zukunftsgestaltung in vielen Lebensbereichen – wie dem Wohnen, den Arbeitswelten, der Mobilität, der gesunden Umwelt und anderen Projekten – in die Hand zu nehmen. Die ausgewählten Initiativen machen deutlich, wie städtische und ländliche Akteure miteinander für die Menschen in allen Kommunen in OWL Heimatgestaltung im besten Sinne betreiben.“, unterstreicht Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW. Ihr Ministerium koordiniert als federführendes Ressort die Zusammenarbeit zwischen Region und den Düsseldorfer Ministerien.
„Die zehn neuen REGIONALE-Projekte sind alle in ihrer Besonderheit ein echter Gewinn für die Menschen aus OWL: Sie unterstützen Unternehmen, gerade in diesen besonderen Pandemiezeiten, und stärken die Wirtschaft. Sie verbessern Verkehrsangebote und schaffen neue Mobilität. Sie steigern die Lebensqualität in Stadt und Land und schaffen lebendige Quartiere. Das UrbanLand wächst und gedeiht dank starker Ideen für OstWestfalenLippe,“ so Landrat Jürgen Müller, Vorsitzender des UrbanLand-Board, des Entscheidungsgremiums der REGIONALE 2022.
Die Detmolder Regierungspräsidentin Judith Pirscher stellt heraus: „Die REGIONALE ist das wichtigste integrierte Entwicklungs- und Konjunkturprogramm für ganz Ostwestfalen-Lippe. Sie hat mittlerweile Investitionen von mehr als 142 Millionen Euro in OWL ausgelöst. All diese Projekte schaffen neue, attraktive Lebens- und Denkräume. Sie geben Impulse für eine zukunftsgerechte Gestaltung des Wirtschaftsraumes OWL und für eine nachhaltige und klimaschonende Mobilität im Raum. Die Strahlkraft und die Wirkungen der REGIONALE-Projekte werden weit über die Grenzen von Ostwestfalen-Lippe hinaus wahrnehmbar sein.“
Neue REGIONALE 2022-Projekte
Der NEUE MITTELSTAND
Das REGIONALE-Projekt Kreativ Campus Detmold wird ein interdisziplinärer Standort zur Stärkung der Kultur- und Kreativbranche im UrbanLand. „Hier entsteht ein Hotspot für Innovationen in der digitalen Anwendungsforschung der Musik- und Filminformatik sowie in den Bereichen Medien und virtuelle Umgebungen. Forschende und Kultur- und Medienschaffende haben hier die Möglichkeit, kreative und innovative Projektideen gemeinsam zu entwickeln und als nachhaltige Geschäftsmodelle umzusetzen“, so Prof. Dr. Guido Falkemeier, Dekan Fachbereich Medienproduktion der projekttreibenden Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe. In Zusammenarbeit mit der Universität Paderborn und der Hochschule für Musik Detmold sowie Institutionen der beruflichen Bildung, Kultureinrichtungen und Unternehmen sowie der Stadt Detmold entsteht mit dem Kreativ Campus Detmold ein Leuchtturm als Impulsgeber für die durch die Pandemie stark beeinträchtigte Kreativszene mit NRW-weiter Strahlkraft und darüber hinaus.
Das REGIONALE-Projekt Think Tank für OWL ist ein Nukleus des „Bielefeld Research and Innovation Campus“ (BRIC). Die forschungsstarke Universität Bielefeld und die praxisorientierte Fachhochschule Bielefeld planen gemeinsam die neue Einrichtung, die sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – das „Rückgrat der ostwestfälischen Wirtschaft“ – und an sogenannte Deep-Tech-Spin-offs richtet. Der Think Tank kann für KMUs neue Impulse nach der Pandemie verstärken und Berührungsängste mit der Forschung nehmen. Kooperation für diejenigen Unternehmen werden ermöglicht, denen personelle und zeitliche Kapazitäten für eigene Forschungs- und Innovationsarbeit fehlen. „Im Think Tank für OWL sollen Unternehmen gemeinsam mit Forschenden die immer schneller geforderten Innovationen entwickeln können – eine Fähigkeit, die in der sich rasant verändernden Wirtschaft entscheidend ist für unternehmerischen Erfolg“, sagt Professor Dr. Reinhold Decker, Prorektor für Informationsinfrastruktur und Wirtschaft der Universität Bielefeld.
Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, initiiert das REGIONALE-Projekt MINT Community 4.OWL 30 neue außerschulische Lernorte und mobile Angebote, wo Jugendliche Zukunftstechnologien und die MINT-Welt von heute und morgen kennenlernen und ausprobieren können. Wolfgang Marquardt, Prokurist OstWestfalenLippe GmbH, erläutert: „Durch praxisnahe Mitmachangebote sollen sie die Veränderungen der digitalen Arbeitswelt erleben und Unterstützung bei der Berufs- und Studienorientierung erhalten. Dabei geht es uns darum, in allen Teilen der Region Zugang zu Angeboten zu ermöglichen – insbesondere auch im ländlichen Raum.“ Die OstWestfalenLippe GmbH bündelt als Projektkoordinatorin die Kompetenz des Spitzenclusters it’s OWL gemeinsam mit der Universität Paderborn, den zdi-Zentren und dem Bildungswerk der ostwestfälisch-lippischen Wirtschaft e.V. MINT-Community 4.OWL gehört zu den 22 Projekten, die im Rahmen der „MINT-Cluster“ vom Bund aus 120 Bewerbungen ausgewählt wurden und gefördert werden.
DIE NEUE MOBILITÄT
Linien-E-Carsharing Borgholzhausen als zukunftsweisendes Modellprojekt im UrbanLand sorgt für vernetzte Mobilität auch auf dem Land. Die Idee: Man fährt bereitstehende Carsharing-Elektro-Autos selbst und kann andere mitnehmen – für Besitzerinnen und Besitzer eines Nahverkehrstickets kostenlos. Dafür werden „Linien“ definiert, deren Anfangs- oder Endpunkt die Mobilstation am Bahnhof Borgholzhausen ist. Dort erfolgt die Anbindung an regionale Bus- und Bahnangebote. Der andere Zielpunkt kann dann entweder in der eigenen Siedlung oder in Gewerbegebieten im Außenbereich liegen. „Das Konzept ist bisher einzigartig in Deutschland. Die Stadt Borgholzhausen ist glücklich, mit diesem Projekt einen besonderen Beitrag zur Erhöhung der Attraktivität von bezahlbarem Wohnraum in ländlichen Strukturen leisten zu können“, sagte der Bürgermeister von Borgholzhausen, Dirk Speckmann.
Die Ostwestfälische Mobilitätsplattform macht sämtliche Mobilitätsangebote im UrbanLand in Kombination miteinander nutzbar. Das REGIONALE-Projekt bündelt in seiner ersten Stufe die Informationen der bedeutendsten Verkehrsträger (Nahverkehr mit Bus und Bahn, On-Demand-Verkehre, Sharing-Angebote mit PKW und Fahrrad sowie der Minimobilität (Scooter) von Tür zu Tür. In der zweiten Stufe soll sukzessive die Online-Buchung und die Abrechnung auf Grundlage einer einheitlichen Datenbasis erfolgen. An diese Mobilitätsplattform docken dann die unterschiedlichsten (regionalen) Apps in OWL an und bieten dem Mobilitätskunden eine einheitliche und verlässliche Information. Die Nutzerinnen und Nutzer können so ihre bekannten Apps weiterverwenden, haben aber darüber zukünftig Zugriff auf Mobilitätsangebote der ganzen Region, NRW- und bundesweit. Koordiniert wird das Projekt vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) in Kooperation mit dem Nahverkehrsverbund Paderborn/Höxter. „Der entscheidende Benefit wird die komfortable und ganzheitliche Nutzung für die intermodale Mobilitätskette sein: Eine Strecke von Tür zu Tür, bezahlt mit einem Ticket über die regionale App – das ist das Ziel“, sagt Stefan Atorf, Sachgebietsleitung Fahrgastinformation und werbliche Kommunikation, NWL.
Mit Limo – hin und wech bietet die Kommunale Verkehrsgesellschaft Lippe für die Flächenkommune Lage ein flexibles und digital buchbares Mobilitätsangebot mit modernen, elektrischen und barrierefreie „London-Taxen“ an, das sich an den sich an den Fahrtwünschen der Kunden orientiert. Dort, wo der Einsatz großer Busse keinen Sinn macht, schafft das REGIONALE-Projekt den Lückenschluss zum vorhandenen ÖPNV im UrbanLand OstWestfalenLippe. Als next-practice-Beispiel zeigt Limo auf, wie Stadtrandgebiete attraktiv mit dem ÖPNV verbunden und eine Erreichbarkeit auch außerhalb der Regelbetriebszeiten geschaffen werden kann. „Wir haben mit Limo ein On-Demand Modell der Zukunft in Lage umgesetzt. Das System ist einfach und komfortabel nutzbar. Fahrtstrecke ist der schnellste Weg, kein Linienweg wie für den Busverkehr. LIMO ist in die Fahrplan-App „Lippemobil“ eingebunden. Kunden können so durchgehende Reiseketten mit Handyticket im Westfalentarif buchen. Der Betrieb läuft bereits und wird gut angenommen“, so Achim Oberwöhrmeier, Geschäftsführer der KVG Lippe.
DAS NEUE STADT LAND QUARTIER | DIE NEUEN KOMMUNEN OHNE GRENZEN
Das REGIONALE-Projekt Revitalisierung des Adam-und-Eva-Hauses schafft für Paderborn die erste autonome Bibliothek Deutschlands, die durch technische Systeme prinzipiell personalfrei und mit umfangreichen Öffnungszeiten betrieben wird. Das historische Adam-und-Eva-Haus im Paderborner Innenstadtquartier Ükern wird zu einem Dritten Ort für das UrbanLand entwickelt, der beispielhaft aufzeigt, wie die Erneuerung von historischem Bestand zur aktiven Quartiersentwicklung beitragen kann. „Ich freue mich, dass das Adam-und Eva-Haus, eines der ältesten Gebäude in Paderborn, als Teil der REGIONALE für eine nachhaltige, moderne und so innovative Nutzung barrierefrei gestaltet, energetisch modernisiert und multifunktional hergerichtet werden kann“, so Paderborns Bürgermeister Michael Dreier.
Mit dem A-Beschluss für den Moderationsprozess Landschaftsraum Großes Torfmoor/ Bastauniederung wird der erste Baustein der Gesamtstrategie Erlebnisraum Weserlandschaft REGIONALE-Projekt. Der Landschaftsraum Großes Torfmoor und Bastauniederung im Kreis Minden-Lübbecke hat als größtes Moorgebiet in Nordrhein-Westfalen eine besondere ökologische Funktion als Lebensraum im UrbanLand. „Ziel dieses Bausteins ist es, ein gemeinsames Leitbild mit "echten" Lösungen für die Nutzenden dieses Lebensraums – vom Erholungssuchenden bis zum Landwirt – zu entwickeln. Der Moderationsprozess unter Vermittlung der Interessen von Wasserwirtschaft, Natur- und Klimaschutz sowie Landnutzung bietet die Grundlage und Chance auf eine gute Lösung. Im REGIONALE-Präsentationsjahr 2022 wollen wir bereits erste Ergebnisse präsentieren“, so Landrätin Anna Katharina Bölling, Kreis Minden-Lübbecke.
In dem zu Blomberg gehörenden Dorf Reelkirchen im Kreis Lippe entsteht im historischen Wasserschloss ein kultureller Ort der Begegnung mit großer Strahlkraft abseits der urbanen Zentren. Das REGIONALE-Projekt Wasserschloss Reelkirchen stärkt das Kulturangebot in der Region an der Schnittstelle von experimenteller Kunst, Kunstvermittlung und Kultureller Bildung. Wechselnde Gastaufenthalte von internationalen Kunstschaffenden, Aktionen und Kunstprojekte vor Ort erreichen ein breites Publikum. „Wir wollen einen lebendigen Kulturknotenpunkt auf dem Land und echten neuen Begegnungsort – auch mit Café – für die Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste schaffen. Das Wasserschloss bietet ideale Voraussetzungen und entwickelt sich - auch dank der Förderung innerhalb der REGIONALE – großartig,“ erläutert Dr. Sigrun Brunsiek vom projekttreibenden Wasserschloss Reelkichen e.V.
14 Kommunen aus OstWestfalenLippe, meist kleinere Städte, zeichnen sich durch ihr besonderes gut erhaltenes historisches Zentrum aus. Als Regionalgruppe der Arbeitsgemeinschaft historische Stadt- und Ortskerne des Landes NRW verfolgen sie mit dem REGIONALE-Projekt Smart, 3D und historisch das Ziel, die Zentren von sechs Pilotkommunen digital erlebbar zu machen. Das Konzept entwickelt die bereits bestehenden 3-D-Grundmodelle in OWL weiter und ergänzt sie um inhaltliche Komponenten: Smart, 3D und historisch schafft ein Tool für digitale Information im Netz, Stadtentwicklung, um zukünftig digital im Bestand planen und arbeiten zu können, für Stadtmarketing und vieles mehr. „Das Neue ist die Transformation unserer über Jahrhunderte gewachsenen historischen Stadt- und Ortskerne in die digitale, dreidimensionale Welt. Damit ermöglichen wir einen ganz neuen Zugang zum baukulturellen Erbe unseres Landes,“ erklärt Bernd Zimmermann, Technischer Beigeordneter Stadt Bad Salzuflen stellvertretend für die Arbeitsgemeinschaft.
Weitere Projekte im Qualifizierungsprozess
An sieben Projektkandidaten wurde durch das UrbanLand Board der B-Status verliehen.
Mit Auszeit in OWL –Kur-Angebote für pflegende Angehörige soll in Kooperation der sieben Heilbäder in OstWestfalenLippe ein neuer Angebotsschwerpunkt für Erholung und Rehabilitation pflegender Angehöriger und ein Programm für „Auszeiten“ vom Pflegealltag entstehen.
Mit dem REGIONALE-Projektkandidaten Mansergh Quartier wird ein über 80 Jahre für die Bevölkerung verschlossenes Areal mit 38 Hektar Fläche in der innenstadtnaher Lage Güterslohs geöffnet. Es entsteht ein innovatives und ökologisch nachhaltiges Wohn- und Bildungsviertel.
Ein lebendiges Stadtquartier mit Wohnraumvielfalt und einem Zentrum der Kreativ- und Kulturwirtschaft soll mit dem Alanbrooke Quartier auf dem 18 Hektar großen ehemaligen Militärstandort im Herzen Paderborns entstehen. Besonderen Wert legt die Stadt Paderborn auf qualitätssichernde Planungs- und Vermarktungsinstrumente.
Mit dem REGIONALE-Projektkandidaten Klimaquartier Sennestadt wird auf dem Schillinggelände, einer ehemaligen Industriebrache, ein neues Kapitel der Sennestadt aufgeschlagen. Es entstehen eine Klimaschutz-siedlung und ein urbanes Gebiet – die größte Flächenentwicklung seit Jahrzehnten im Bielefelder Süden.
Mit dem REGIONALE-Projektkandidaten Radnetz OWL soll das gleichnamige gemeinsam entwickelte Konzept der Kreise Paderborn (federführend), Gütersloh, Höxter, Lippe und der kreisfreien Stadt Bielefeld für eine leistungsfähige Radinfrastruktur mit Anschluss zu anderen Verkehrsmitteln in die Umsetzung gehen. Das Konzept Radnetz OWL beinhaltet 1.992 km mit insgesamt 533 Maßnahmenkilometern und 431 Maßnahmenempfehlungen.
Die Gesamtstrategie Erlebnisraum Weserlandschaft – Projektbaustein Rahmenkonzept und Arbeitsstruktur steht für die Organisation einer verlässlichen Struktur der Zusammenarbeit auf der Grundlage einer gemeinsamen räumlichen Entwicklungsstrategie sowohl zwischen Kreisen und Kommunen in OstWestfalenLippe als auch länderübergreifend mit benachbarten Kommunen in Hessen und Niedersachsen.
Mit dem REGIONALE-Projektkandidaten Zukunftsfähig Pendlerströme steuern – SPNV-Aktivierung der TWE-Strecke als Rückgrat moderner Mobilität wird ein neues multimodales Verkehrskonzept an der Mobilitätsachse Harsewinkel-Gütersloh-Verl, bestehend aus den Bausteinen Reaktivierung der TWE-Strecke und multimodale Mobilitätsangebote als Zu- und Abbringer, entwickelt.
Außerdem wurde den Projektideen
über einen C-Beschluss das Potenzial zugesprochen, zur Umsetzung der UrbanLand-Gesamtstrategie beizutragen. Sie sollen weiter qualifiziert werden.

Der wirtschaftliche Wandel verlangt von Betrieben und ihren Beschäftigten ein hohes Maß an Flexibilität und Entwicklungsbereitschaft. Um Potentiale besser auszuschöpfen und konkurrenzfähig zu bleiben, leistet die nordrhein-westfälische Landesregierung schnelle und unbürokratische Hilfe: mit der Potentialberatung.
Die Potentialberatung ist ein vielfach bewährtes Förderangebot in Nordrhein-Westfalen und unterstützt - mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds - Unternehmen und ihre Beschäftigten, erfolgreich zu arbeiten. Umgesetzt wird die Potentialberatung vor allem über die Regionalagenturen in NRW. Wie das funktioniert, erklärt zeigt der Film Regionalagentur Ostwestfalen-Lippe.
Eine Potentialberatung können Betriebe mit Arbeitsstätten in Nordrhein-Westfalen in Anspruch nehmen. Bezuschusst werden 50 Prozent der notwendigen Ausgaben für Beratungstage - bis maximal 500 Euro pro Beratungstag. In Anspruch genommen werden können maximal 10 Beratungstage.
Um die Fördermittel zu erhalten, muss vor Beginn der Prozessberatung ein Erstberatungsgespräch mit der Regionalberatung OWL geführt werden. Unter Team finden Sie die/den für Ihren Kreis zuständige/n Ansprechpartner. Nach Prüfung der formalen und inhaltlichen Förderfähigkeit wird der Beratungsscheck ausgestellt. Danach kann die Beratung starten.
Runder Tisch "Beratungsstellen Arbeit" am 14.04.2021.
Mit den Beratungsstellen Arbeit (BSA) fand ein erster Runder Tischer zum Austausch in der Region Ostwestfalen-Lippe statt.
Insgesamt sieben Beratungsstellen Arbeit (BSA) führen seit Januar 2021 die Leistungen der bisherigen Erwerbslosenberatungsstellen fort und setzen mit dem Thema Arbeitsausbeutung einen neuen weiteren Schwerpunkt. Die ESF-geförderten Beratungsstellen Arbeit sind zugleich ein wichtiger Baustein beim Aufbau eines Netzwerks gegen Arbeitsausbeutung.
Unter der Moderation der Regionalagentur trafen sich die in OWL erstmalig die Fachberaterinnen und Fachberater der Beratungsstellen, Fachverantwortliche aus Arbeitsministerium und G.I.B. sowie eine Vielzahl regionaler Akteure zu einem ersten Fach- und Erfahrungsaustausch.
Die Fachberater:innen berichteten über den Stand ihrer (Netzwerk-)Arbeit in der Beratung zu ausbeuterischer Beschäftigung. Mehrere Partner und Anlaufstellen aus OWL hatten sich bereit erklärt, von ihren Erfahrungen im Kontext der eigenen Projekt- und Dienstleistungen zu berichtetn, darunter
Die Experten gaben einen Einblick in die Erfahrungen ihrer Beratungsarbeit, mit einer Fülle an konkreten Handlungs- und Beratungsansätzen, bewährten Zugängen und Hinweisen zu den Bedarfen und Problemlagen der durch ausbeuterische Arbeit betroffenen Menschen und ihrer Familien. In einer lebhaften Diskussion wurden Zusammenhänge deutlich, Best Practise im Umgang mit Institutionen, Arbeitgebern und Dritten dargestellt und Impulse für eine Vernetzung aller Akteure mit teils kreisübergreifender Zusammenarbeit gegeben.
Ein Ergebnis dieser gelungenen Auftaktveranstaltung zum Runden Tisch Arbeit gegen ausbeuterische Beschäftigung in OWL sind konkrete Pläne der Akteure zur Aufnahme bzw. Fortsetzung der Netzwerkarbeit. Ein nächstes Treffen wurde für den Herbst vereinbart.
Innovationsschau Industrial Pioneers OWL eröffnet – Programm bis zum 4. Mai
OstWestfalenLippe bietet ein hervorragendes Umfeld für die Industrie der Zukunft. Unternehmen und Forschungseinrichtungen erschließen gemeinsam neue Technologien und Themen, um die Wettbewerbsfähigkeit des industriellen Mittelstands zu sichern. Dieses Fazit zogen Spitzen der Automatisierungsindustrie am Montag auf der Eröffnung der virtuellen Innnovationsschau Industrial Pioneers OWL, die die OstWestfalenLippe GmbH und owl maschinenbau gemeinsam mit dem Spitzencluster it´s OWL organisieren. Interessentinnen und Interessenten können in einer 360 Grad Welt 72 Lösungen für die Industrie von morgen erkunden. Die virtuelle Schau wird ergänzt durch ein Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen und Expertengesprächen bis zum 4. Mai. Weitere Informationen unter www.industrialpioneersowl.de.
Industrial Pioneers wird getragen durch 54 Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Organisationen. Die Forschungsansätze und Anwendungen sind für die Besucherinnen und Besucher übersichtlich in zehn virtuellen Themenräumen aufbereitet. Themenfelder sind Maschinelles Lernen, Digitaler Zwilling, Digitale Plattformen, Industrial APP Marketplace, Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt, Digitale Transformation, Open Innovation, Zirkuläre Wertschöpfung, Smart Food Technologies und Zukunftstechnologien Bau. In jedem Raum sind sechs bis zwölf Impulse zu finden, die in Form eines Videos, einer interaktiven Webseite oder einer 3D-Animation präsentiert werden.
Im Themenraum KI in der Arbeitswelt werden beispielsweise Ansätze für den Einsatz von augmentierter und virtueller Realität für die Montage und für die Wartung von Maschinen gezeigt – und auch für den Einsatz in der Aus- und Weiterbildung. Um Ansätze für Nachhaltigkeitsstrategien und den optimalen Einsatz von Materialein und Ressourcen geht es im Themenraum zirkuläre Wertschöpfung. Der Themenraum Smart Food Technologies präsentiert Innovationen für die lebensmittelverarbeitende Industrie. Dabei geht es darum, wie durch digitale Technologien Überproduktion und Unterversorgung vermieden werden - zum Beispiel die Optimierung von Verfallsprozessen in Lebensmitteln. Automatisierung, Robotik und digitale Prozessoptimierung in der Bauwirtschaft sind Schwerpunkte im Themenraum Zukunftstechnologien Bau.
Intelligente Automatisierung und KI als wichtiger Schlüssel für die Industrie
Die Unternehmen der Automatisierungsindustrie in OWL sind ein wichtiger Treiber für die Industrie von morgen. Die Weltmarktführer Beckhoff, Lenze, Phoenix Contact, Wago und Weidmüller bieten zahlreiche Lösungen für Industrie 4.0 und KI im Mittelstand. Sie sind Partner in vielen regionalen Initiativen wie dem Spitzencluster it´s OWL und owl maschinenbau – und auch der virtuellen Innovationsschau Industrial Pioneers OWL. Bei der Eröffnung nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus der Geschäftsleitung der Unternehmen eine Standortbestimmung vor und diskutierten Handlungsempfehlungen und Erfolgsrezepte.
Dabei wurde die gute Stimmung in der Industrie deutlich – insbesondere in der Automatisierungsindustrie. Der Auftragseingang sei gut – ebenso wie die Prognosen. „Der Start des Jahres stimmt uns positiv für 2021. Zu Beginn des Jahres hatten wir einen sehr erfreulichen Auftragseingang. Wir gehen davon aus, dass sich – vorausgesetzt, es gibt keine Einschränkung des Warenverkehrs – die Wirtschaft weiter erholen und 2021 Fahrt aufnehmen wird. Weidmüller ist als Gestalter in vielen Märkten der Welt unterwegs, nämlich mit Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Wir sind mit hervorragenden, innovativen Produkten und Lösungen und einem tollen Team bereit für die Zukunft“ ist sich Volker Bibelhausen, Technologievorstand und Vorstandssprecher der Weidmüller Gruppe, sicher.
Die Gründe dafür liegen in der Schlüsselfunktion der Branche. „Automatisierungstechnik ist eine Querschnittstechnologie und findet Einsatz in nahezu jeder Branche – sei es der Bühnentechnik, der Gebäudeautomation, der Medizintechnik, der Energieerzeugung oder der Produktion. Eine synergetische Nutzung der neuen Technologien aus den Bereichen Digitalisierung, Industrie 4.0 und KI in Verbindung mit Automatisierungstechnik ermöglicht eine nachhaltige Nutzung der vorhandenen Ressourcen und sichert den Wohlstand der Menschen“, erläutert Dr. Ursula Frank, verantwortlich für Forschungs- und Entwicklungs-Kooperationen bei Beckhoff.
Kooperation in OWL ist Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie
Gerade für kleine und mittlere Betriebe bietet die Automatisierungstechnik viele Angebote, um die digitale Transformation zu gestalten und ihre Wettbewerbsfähigkeit in der neuen Normalität zu sichern. „Automatisierungsexperten integrieren ihre Domainexpertise in digitale Lösungen, die einen messbaren Mehrwert bieten und dem KMU neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Die Krise hat den Nutzen digitaler Lösungen deutlich gemacht und deren Entwicklung beschleunigt. Insbesondere der durchgängige Einsatz des digitalen Zwillings wird zu einer echten Unterstützung in der industriellen Automation. Automatisierungsspezialisten, Maschinenbauer und -Betreiber müssen jedoch an einem Strang ziehen, um mit offenen Standards eine wirkliche Interoperabilität zu erreichen. Dann lassen sich Entwicklungsprozesse erheblich beschleunigen, Tätigkeiten parallelisieren und die Qualität verbessern“, ergänzt Burkhard Balz, Senior Vice President bei Lenze.
Die Unternehmen sehen Kooperation als einen wichtigen Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie. „Im Rahmen des Spitzenclusters sind wir schon seit Jahren dabei, Potenziale neuer Technologien für OWL zu erschließen. Durch die Zusammenarbeit gerade auch zwischen den Marktbegleitern haben wir die Möglichkeit, gemeinsam schneller Probleme lösen zu können als jeder für sich. Hier sollten wir konsequent weitermachen und die Zusammenarbeit weiter intensivieren“, erläutert Frank Possel-Dölken, Geschäftsführer Phoenix Contact. „Der IDTA, der zentralen Anlaufstelle für den digitalen Zwilling, kommt eine wichtige Rolle für unsere Branche zu. Sie hat das Ziel, die Verwaltungsschale als Umsetzung des digitalen Zwillings für Industrie 4.0 weltweit zu etablieren. Hier bedarf es eines gemeinsamen Engagements aller OWL Akteure“, so Possel Dölken weiter.
Thema Nachhaltigkeit gewinnt an Bedeutung
„Nachhaltigkeit ist kein Modegag – Nachhaltigkeit wird zum Wettbewerbsfaktor. Wir übernehmen alle Verantwortung für nachhaltiges Wirtschaften – auch als und in Unternehmen. Diese Erkenntnis und die Vision einer besseren Zukunft bindet sich zunehmend in den Unternehmenszweck ein,“ erklärt Jürgen Schäfer, Chief Sales Officer WAGO Kontakttechnik. „Und das nicht zum Window Dressing, sondern als Bestandteil der eigenen Unternehmensethik und des Selbstverständnisses, aber auch um Kunden zu gewinnen, um Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten und um im Wettbewerb zu bestehen. Nachhaltigkeit wird auch zum Wettbewerbsfaktor und das ist letzten Endes gut für Umwelt, für Ressourcen und für unsere Zukunft“, so Schäfer weiter.

Die OWL GmbH, owl maschinenbau und it´s OWL werden die Impulse aus der Diskussion aufnehmen und bei der Entwicklung neuer Strategien berücksichtigen. „Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit sind wichtige Zukunftsthemen für den Mittelstand. Wir müssen die Angebote in OWL erheblich ausbauen, um kleine und mittlere Unternehmen bei der Erschließung dieser Felder zu unterstützen. Dafür werden unsere Kräfte in OWL bündeln und neue Ansätze entwickeln“, fasst Dr. Arno Kühn, Mitglied der Geschäftsleitung der it´s OWL Clustermanagement GmbH zusammen.

In der 360 Grad Welt können Interessentinnen und Interessenten 72 Lösungen für die Industrie von morgen erkunden. Quelle: it´s OWL
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Unternehmen und Forschungseinrichtungen zeigen Lösungen für die Produktion von morgen
Bielefeld, 7. April 2021. Maschinelles Lernen, digitale Plattformen, zirkuläre Wertschöpfung und Arbeit 4.0: Die digitale Transformation verändert die Wirtschaft Schritt für Schritt. Neue Ansätze zeigen 54 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Netzwerke aus OstWestfalenLippe vom 19. April bis 4. Mai in der virtuellen Innovationschau „Industrial Pioneers OWL“, die von der OstWestfalenLippe GmbH und owl maschinenbau in Kooperation mit dem Spitzencluster it´s OWL organisiert wird. In einer 360-Grad Welt können Interessentinnen und Interessenten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Politik 72 Lösungen in zehn Themenräumen erkunden. Ergänzt wird die Innovationsschau durch ein Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen, Expertengesprächen und digitalen Führungen.
„Der Einsatz neuer Technologien und konsequente Digitalisierung sind der Schlüssel, damit die Industrie in Deutschland auch morgen noch wettbewerbsfähig ist. Die digitale Transformation stellt aber insbesondere kleine und mittlere Unternehmen vor große Herausforderungen, die wir gemeinsam angehen müssen. Im Spitzencluster it´s OWL und weiteren Initiativen entwickeln Unternehmen und Forschungseinrichtungen in OstWestfalenLippe beispielhafte Lösungen für den Mittelstand. 72 davon präsentieren wir bei Industrial Pioneers OWL. Unser Ziel ist es, dass Unternehmen neue Impulse erhalten und ihre konkreten Herausforderungen mit Expertinnen und Experten diskutieren können“, erläutert Wolfgang Marquardt, Prokurist der OstWestfalenLippe GmbH.
Die virtuelle Leistungsschau ist die digitale Transformation des OWL Gemeinschaftsstandes auf der Hannover Messe, den OWL GmbH und owl maschinenbau seit zwölf Jahren als Visitenkarte für den Hightech-Standort OWL und als Treffpunkt für die Region organisieren. Da die Messe in diesem Jahr nur digital stattfindet, haben sich Veranstalter und Partner für ein eigenes Format nach der Messe entschieden. „Mit der virtuellen Leistungsschau wollen wir die Lösungen und Kompetenzen aus OWL präsentieren und mit den Unternehmen in den Dialog treten. Wir haben dazu eine attraktive virtuelle Welt geschaffen, die zum Erkunden einlädt. Mit unserem Veranstaltungsprogramm bieten wir darüber hinaus die Möglichkeit, sich zu informieren und Kontakte zu knüpfen“, ergänzt Almut Rademacher, Geschäftsführerin owl maschinenbau. „So schaffen wir ein Format, das auf die Bedarfe der Unternehmen in OWL zugeschnitten ist und die starke Kooperationskultur in OWL eindrucksvoll demonstriert“.
Die Forschungsansätze und Anwendungen sind für die Besucherinnen und Besucher übersichtlich in zehn virtuellen Themenräumen aufbereitet. Themenfelder sind Maschinelles Lernen, Digitaler Zwilling, Digitale Plattformen, Industrial APP Marketplace, Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt, Digitale Transformation, Open Innovation, Zirkuläre Wertschöpfung, Smart Food Technologies und Zukunftstechnologien Bau. In jedem Raum sind sechs bis zwölf Impulse zu finden, die in Form eines Videos, einer interaktiven Webseite oder einer 3D-Animation präsentiert werden.
Forschungseinrichtungen bündeln ihre Kräfte für den Mittelstand
Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen in OWL spielen dabei eine wichtige Rolle und engagieren sich in allen Themenfeldern. Mit dabei sind die Universitäten Bielefeld und Paderborn, die Technische Hochschule OWL, die Fachhochschule Bielefeld, die Fachhochschule des Mittelstands, die Fachhochschule der Wirtschaft, das Fraunhofer IEM und das Fraunhofer IOSB-INA. „Die Forschungsinstitute in OWL verstehen sich als Innovationspartner für den Mittelstand. Wir ergänzen uns gut in unseren Kompetenzen und arbeiten in vielen Projekten zusammen, um passgenaue Lösungen für die Unternehmen zu erarbeiten. Das zeigen wir auch bei Industrial Pioneers OWL, wo wir erstmals gemeinsam unsere Kompetenzen in unterschiedlichen Themenfeldern präsentieren“, erläutert Prof. Dr. Volker Lohweg, Vorstand des Instituts für Industrielle Informationstechnik der TH OWL (inIT).
So gehört das Institut beispielsweise zu den zehn Partnern im Themenraum maschinelles Lernen und zeigt dort, wie selbst mit wenigen Daten Informationsfusionssysteme für vorausschauende Wartung angelernt werden können. Hiermit lassen sich KI-Systeme realisieren, die im Maschinen- und Anlagenbau oder der Prozessindustrie eingesetzt werden können. Darüber hinaus können diese Systeme u.a. auch Konflikte in Datenquellen erkennen, z.B. nicht korrekt montierte Sensoren, um so Rückschlüsse auf das Verhalten der Maschinen und Datenquellen ziehen zu können.
In einem weiteren Themenraum präsentiert das Netzwerk Smart Food Technology OWL Innovationen für die lebensmittelverarbeitende Industrie. Die Institute der TH OWL zeigen gemeinsam mit Unternehmen, wie durch digitale Technologien Überproduktion und Unterversorgung vermieden und Ressourcen optimal eingesetzt werden können. Ein wichtiges Anwendungsfeld, in dem Maschinelles Lernen und Food-Technologien zusammenwirken, ist beispielsweise die Analyse und Optimierung von Verfallsprozessen in Lebensmitteln. Hierdurch lässt sich das Verfallsdatum optimieren. Lebensmittel können länger verwendet werden können, die Vernichtung von Lebensmitteln wird drastisch reduziert. Das ist Nachhaltigkeit pur.
KI und intelligente Automatisierung als Schlüssel für die Industrie von morgen
Neben der Forschung ist die Automatisierungsindustrie eine tragende Säule von Industrial Pioneers OWL. Die Weltmarktführer Beckhoff, KEB, Lenze, Phoenix Contact, Wago und Weidmüller zeigen in vielen Themenräumen neue Lösungen. „Künstliche Intelligenz und intelligente Automatisierung sind die Schlüsselfaktoren für die Industrie von morgen. Im Spitzencluster it´s OWL arbeiten viele bekannte Weltmarktführer und erschließen mit den Forschungseinrichtungen neue Potenziale für maschinelles Lernen, arbeiten am digitalen Zwilling als Technologie, entwickeln Grundsätze für digitale Plattformen und beschäftigen sich mit unserer Arbeitswelt der Zukunft. Und mit dem Industrial APP Market Place projektieren wir einen neuen Marktplatz für Industrie 4.0-Lösungen“, erklärt Jürgen Schäfer, Geschäftsführer WAGO Kontakttechnik.
Im Industrial APP Market Place arbeitet WAGO gemeinsam mit Phoenix Contact, Weidmüller, owl maschinenbau, dem Centrum Industrial IT sowie weiteren Unternehmen und Forschungseinrichtungen an einem Marktplatz, auf dem Unternehmen Apps für Industrie 4.0 und später auch weitere Automatisierungsanwendungen vorstellen, aber auch kaufen können. Durch den Fokus auf Offenheit, Interoperabilität und Open Source haben Endanwender den größtmöglichen Nutzen in ihrem Arbeitsalltag. Dabei ist es egal, ob es sich um Maschinenbetreiber, Maschinenbauer, Systemintegratoren oder APP Entwickler handelt. Im Themenraum bei Industrial Pioneers OWL erhalten Besucherinnen und Besucher einen Überblick über den Entwicklungsstand des Marktplatzes, eine virtuelle Ansicht des Demonstrators und unterschiedliche Anwendungsbeispiele.
Darüber hinaus hat WAGO gemeinsam mit dem Fraunhofer IEM im it´s OWL Projekt „Digital Business“ Ansätze erarbeitet, wie sich Unternehmen in der Plattformökonomie aufstellen können. Die Ergebnisse werden im Themenraum Digitale Plattformen präsentiert: Ein Plattform Navigator bietet Unternehmen die Möglichkeit eine erste Orientierung in der Plattformökonomie zu erhalten. Er besteht aus dem Plattform-O-Maten und dem Plattform Radar. Mit Hilfe des Plattform-O-Maten können Unternehmen eine erste Selbsteinschätzung vornehmen und erhalten darauf aufbauend Handlungsempfehlungen für die Entwicklung einer eigenen Plattformstrategie. Diese können sie dann mit Hilfe des Plattformradars konkretisieren und Anwendungsfälle ermitteln.
10 Thementage mit Vorträgen, Expertengesprächen und Erfahrungsaustausch
Vertiefende Informationen bietet ein begleitendes Veranstaltungsprogramm, bei dem Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Netzwerke Herausforderungen und Anwendungen zu den Themenfeldern vorstellen und diskutieren. Zu jedem Thema gibt es ab dem 20. April einen Thementag mit Vorträgen, Erfahrungsaustausch, digitalen Führungen und Expertengesprächen. „Industrial Pioneers OWL“ startet am 19. April mit einer virtuellen Eröffnungsveranstaltung. Im Fokus steht dabei eine Bilanz der Hannover Messe: Spitzen von Unternehmen werden Trends und Perspektiven der Industrie in der neuen Normalität mit der Corona-Pandemie diskutieren.
Die Thementage finden an den folgenden Terminen statt:
Dienstag, 20. April: Maschinelles Lernen
Mittwoch, 21. April: Digitaler Zwilling
Donnerstag, 22. April: KI in der Arbeitswelt und Digitale Transformation
Freitag, 23. April: Smart Food Technologies
Montag, 26. April: Industrial APP Marketplace
Dienstag, 27. April: Open Innovation
Mittwoch, 28. April: Zirkuläres Wirtschaften
Donnerstag, 29. April: Digitale Plattformen
Dienstag, 4. Mai: Zukunftstechnologien Bau
Das sind die Industrial Pioneers OWL
Industrial Pioneers OWL wird von den folgenden Partner getragen:
Beckhoff, Center for Applied Data Science, Centrum Industrial IT (CIIT), CirQuality OWL, Contact Software, CoR-Lab, Digital in NRW, Dixeno, Eisfeld Ingenieure, Energie Impuls OWL, Fachhochschule Bielefeld, Fachhochschule des Mittelstands, Fachhochschule der Wirtschaft, Fachwerkstatt Drücker, Food Processing Initiative, Founders Foundation, Fraunhofer IEM, Fraunhofer IOSB-INA, Goldbeck, Handwerkskammer OWL, Heinz Nixdorf Institut, Hilscher, Hochbau Detert, IG Metall, InnoZent OWL, Institut für industrielle Informationstechnik, Institut für Technische Energie-Systeme, it´s OWL, KEB, KI-Marktplatz, Knowtion, Lenze, Lippe zirkulär, NRW.Innovationspartner, Open Innovation City Bielefeld, OstWestfalenLippe GmbH, owl maschinenbau, PerFact, Phoenix Contact, Pioneers Club, Rexroth, Schüco, SICP Paderborn, Smart Food Technologies OWL, SSV Software Systems, Technische Hochschule OWL, Tosibox, Unity, Universität Bielefeld, Universität Paderborn, VDI Ostwestfalen-Lippe Bezirksverein, Wago, Weidmüller, ZIG OWL
Weitere Informationen unter www.industrial-pioneers-owl.de

Wolfgang Marquardt (OstwestfalenLippe GmbH) und Almut Rademacher (owl maschinenbau) in der 360 Grad-Welt „Industrial Pioneers OWL“
Quelle: OWL GmbH
Prof. Dr. Andreas Pinkwart,Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie hat am 29. März 2021 persönlich in Düsseldorf den Förderbescheid für das künftig in Detmold angesiedelte KreativInstitut.OWL übergeben. 9,5 Millionen Euro Förderung fließen für diesen Projektbaustein des REGIONALE 2022-Projektkandidaten "Kreativ Campus Detmold". Das KreativInstitut.OWL wurde unter Federführung der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe im Verbund mit der Universität Paderborn und der Hochschule für Musik Detmold beantragt.
„Die Kreativwirtschaft ist mit ihren innovativen Ansätzen ein wichtiger Treiber des digitalen Wandels in Nordrhein-Westfalen. Mit dem KreativInstitut.OWL schaffen wir einen Ort, an dem alle Beteiligten gemeinsam Ideen und Lösungen entwickeln und umsetzen können. Hiervon profitieren insbesondere kleine und mittlere Unternehmen und die Start-ups in der Region. So können wir gemeinsam den digitalen Wandel im Land weiter vorantreiben“, so NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart bei der Übergabe des Förderbescheides in Düsseldorf.
Die Bezirksregierung Detmold hat als Bewilligungsbehörde die Förderzusage erteilt. Judith Pirscher, Regierungspräsidentin, ergänzt: „Die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe bündelt gemeinsam mit ihren Partnern in dem neuen Institut ihre kreative Kompetenz. Damit formen die Beteiligten eine völlig neue künstlerisch-gestalterische Denkfabrik und treiben zudem die digitale Wende in der Kunst- und Medienbranche voran. Die Öffentliche Hand unterstützt mit der Förderung von 9,5 Millionen Euro hier ein vorbildhaftes Projekt und weithin sichtbares Vorhaben, das neue Ansätze und Ideen für die Kreativwirtschaft verspricht.“
Bereits 2018 wurde die erste Ideenskizze für die Entwicklung auf dem Kreativ Campus Detmold bei der REGIONALE 2022 eingereicht. Im Projektverlauf wurde das KreativInstitut.OWL als elementarer Baustein auf dem Kreativ Campus Detmold identifiziert und durch die Hochschulen beantragt. OstwestfalenLippe richtet das NRW-Strukturentwicklungsprogramm REGIONALE 2022 unter der Überschrift „UrbanLand“ aus. Ziel ist es, die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land über innovative und modellhafte Projekte zu stärken.
„Das KreativInstitut.OWL mit seiner nachhaltigen Architektur wird zum place to be für Forschende sowie Kreativ- und Medienschaffende“, so der Projektverantwortliche, Prof. Dr. Guido Falkemeier. Auf rund 1.044 qm sollen dazu hochtechnisch ausgestattete Labore für die zukunftsweisenden Forschungsschwerpunkte Virtual Reality Film Production, Interactive Media, Film- und Musikinformatik sowie Digital Humanities entstehen. Außerdem wird es im KreativInsitut.OWL Flächen für kollaboratives Arbeiten und Startups und in Kreativzonen die Möglichkeit zum Diskurs über die digitale Medienarbeit geben. „Dieser Erfolg wurde nur durch die kooperative Zusammenarbeit aller möglich, insbesondere auch mit der Bezirksregierung Detmold.“, sagt Falkemeier.
Das KreativInstitut.OWL soll eine Transferfunktion zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft im Kreativsektor ausüben. Ein weiteres Anliegen ist es, die Kompetenzen der bislang eigenständigen Zentren „Musik-Edition-Medien“ (ZenMEM) und „Musik- und Filminformatik“ (ZeMFI) in dem neuen KreativInstitut.OWL zu bündeln und das Institut auf diese Weise zu einem Magneten für Kreative und Medienschaffende über die Region hinaus zu machen.
Die Forschungsinfrastruktur im KreativInstitut.OWL wird eine Ankereinrichtung für den Ausbau der Forschungsaktivitäten in den beschriebenen Zukunftsfeldern sein und als Nukleus für die Entwicklung von Gründungsstrukturen sowie neuen Forschungskooperationen im Spannungsfeld zwischen Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft wirken.
Mit dem KreativInstitut.OWL auf dem Kreativ Campus Detmold werden so langfristig Gründungswillige unterstützt und die Kreativwirtschaft in der Region OWL und darüber hinaus nachhaltig gestärkt. Dies soll zur Profilierung des Forschungs- und Wirtschaftsstandorts NRW beitragen.
„Die Kultur- und Kreativwirtschaft zählt zu den weltweit am stärksten wachsenden Branchen. Allein in Deutschland hat sie im Jahr 2019 über 170 Milliarden Euro umgesetzt und rund 1,8 Millionen Arbeitsplätze geschaffen. Deshalb ist diese Förderzusage ein starkes Signal für Detmold wie für unsere gesamte Region“, resümiert Prof. Dr. René Fahr, Vizepräsident für Wissens- und Technologietransfer der Universität Paderborn. „Die Unterstützung des Landes erweist sich damit zugleich als eine ausgesprochen nachhaltige und in die Zukunft weisende Investition.“
Das KreativInstitut.OWL wird eine enge Anbindung an den KreativCampus Detmold haben. Auf dem KreativCampus entsteht durch die Partnerinnen und Partner Stadt Detmold, Kreis Lippe, IHK Lippe zu Detmold, GILDE Wirtschaftsförderung, Sparkasse Paderborn-Detmold, Volksbank Detmold, Zweigniederlassung der Verbund Volksbank OWL eG, Technische Hochschule OWL, Hochschule für Musik Detmold und Universität Paderborn ein national sichtbarer Kompetenzort und Innovationsmotor der digitalen Kreativwirtschaft.

V.l. Judith Pirscher (Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Detmold), Prof. Dr. Jürgen Krahl (Präsident der TH OWL), Prof. Dr. Andreas Pinkwart (Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW), Prof. Dr. René Fahr (Vizepräsident der Universität Paderborn für Wissens- und Technologietransfer) | Bild: MWIDE NRW/M. Sassenscheidt
10 Themenräume – 72 Lösungen – 54 Partner
In der virtuellen Innovationsschau Industrial Pioneers OWL präsentieren 54 Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Netzwerke und Organisationen aus OstWestfalenLippe in zehn Themenräumen Ansätze für die Industrie von morgen. Industrial Pioneers wird von der OstWestfalenLippe GmbH und owl maschinenbau organisiert. Ein Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen und Erfahrungsaustausch ergänzt die virtuelle Innovationsschau. Das sind die Inhalte der Themenräume und die beteiligten Partner.
Maschinelles Lernen
Maschinelles Lernen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für vernetzte Fertigung, intelligente Produktionssysteme und neue Geschäftsmodelle. Weltmarktführer der Automatisierungstechnik, Forschungseinrichtungen und Hochschulen zeigen neue Ansätze und innovative Lösungen.
Universität Bielefeld, Beckhoff, CoR-Lab, Dataninja, FH Bielefeld, Fraunhofer IOSB-INA, Institut für industrielle Informationstechnik, ITS.ML, Lenze, Technische Hochschule OWL, WAGO, Weidmüller
Digitaler Zwilling
Die Digitalisierung komplexer Fertigungsprozesse mit dem Einsatz von automatisierten Maschinen sichert unser aller Wettbewerbsfähigkeit. Basis dafür ist der Digitale Zwilling. Wir präsentieren den aktuellen Stand der Forschung und Beispiele der industriellen Anwendung.
Centrum Industrial IT, CONTACT Software, Fraunhofer IOSB-INA, KEB, Lenze, Phoenix Contact, Rexroth, Technische Hochschule OWL, Weidmüller
Digitale Plattformen
Digitale Plattformen bündeln den Zugang zu Daten, Informationen und Services. Sie bringen Angebot und Nachfrage effizienter zusammen als klassische Geschäftsmodelle. Wir zeigen Lösungsansätze für Unternehmen: vom Plattformnavigator über Bausteine für Services bis zur intelligenten Produktentstehung und Weiterbildungsplattform für IT Security.
Universität Paderborn, Fraunhofer IEM, Heinz Nixdorf Institut, Institut für industrielle Informationstechnik, it´s OWL, KEB, KI Marktplatz, SICP, Unity, Weidmüller.
KI in der Arbeitswelt
Wie wird Künstliche Intelligenz die Arbeitswelt verändern? Im Spitzencluster it‘s OWL entwickeln Forschungseinrichtungen, Hochschulen und IG Metall neue Anwendungen für Change Management, Kompetenzvermittlung und Beteiligung. Schon jetzt gibt es viele Lösungen für gute Arbeit – beispielsweise AR/VR für Montage und Fernwartung.
it´s OWL, FH Bielefeld, Fachhochschule der Wirtschaft, Fraunhofer IEM, Fraunhofer IOSB-INA, Institut für industrielle Informationstechnik, IG Metall, OWL GmbH, Universität Paderborn, Weidmüller.
Digitale Transformation
Die digitale Transformation verändert die Wirtschaft. Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle stehen vor einem Transformationsprozess, den Unternehmen individuell bewältigen müssen. In OWL finden sie dabei Unterstützung durch erfahrene Partner und vielfältige Angebote.
Fraunhofer IEM, Digital in NRW, NRW.Innovationspartner
Industrial APP Marketplace
Apps für Industrie 4.0 Anwendungen kauft man zukünftig auf Online Marktplätzen. Wie eine auf Open Source-Entwicklungen basierende Lösung aussehen kann, erarbeitet eine offene Community aus Wirtschaft und Wissenschaft in OWL.
Centrum Industrial IT, Dixeno, Fraunhofer IOSB-INA, Hilscher, Knowtion GmbH, owl maschinenbau, PerFact, Phoenix Contact, SSV Software Systems GmbH, TOSIBOX, WAGO, Weidmüller
Open Innovation
Open Innovation gilt als das Innovationsprinzip unserer Zeit. Für Organisationen kann es die Lösung sein, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen und sich und ihre Produkte oder Leistungen zukunftsfähig aufzustellen.
Fachhochschule des Mittelstands, Founders Foundation, Pioneers Club, owl maschinenbau
Zirkuläres Wirtschaften
Zirkuläre Wertschöpfung und Nachhaltigkeit gewinnen für die Wirtschaft zunehmend an Bedeutung. Für Unternehmen werden sie zum Innovations- und Qualitätstreiber für neue Produkte und Geschäftsmodelle. Machen Sie mit uns OWL zum zukunftsfesten Produktionsstandort.
CirQuality OWL, Energie Impuls; Fachhochschule Bielefeld, Food-Processing Initiative, Innozent OWL, Lippe zirkulär, owl maschinenbau, VDI Bezirksverein, ZIG OWL
SmartFoodTechnology
Die Lebensmittelproduktion erfordert genaueste Planung und maximale Effizienz. Durch digitale Technologien können Überproduktion und Unterversorgung vermieden und Ressourcen optimal eingesetzt werden. Hochschulen und Unternehmen in OWL entwickeln dafür innovative Ansätze. OstWestfalenLippe – Where Food meets IT.
Smart Food Technology OWL, Technische Hochschule OWL
Zukunftstechnologien Bau
Künstliche Intelligenz, Building Information Modelling und Prozessoptimierung: Die Digitalisierung bietet für Unternehmen der Bauwirtschaft viele Ansätze, ihre Produktivität und Effizienz zu verbessern. Wir zeigen, wie neue Technologien das Bauen verändern und wie KMU die digitale Transformation angehen können.
OWL GmbH, Eisfeld Ingenieure, Fachwerkstatt Drücker, FH Bielefeld, Fraunhofer IEM, Goldbeck, Handwerkskammer OWL, Hochbau Detert, Schüco.